Schlagwort-Archive: Freisteller

Affinity-Photo-Buch: Korrektur 2

Auch für diesen Workshop ist der Anlass, dass ich in meinem Affinity-Photo-Buch einen Schritt ausgelassen bzw. nicht erwähnt habe und zwar auf Seite 222 bei Schritt 3 – hier fehlt die Erwähnung des Aufhebens der Auswahl nachdem die Maske erstellt wurde.

Flattr this!

Affinity Photo: Kapitel 8, Freisteller und Montagen

Im 8. Kapitel meines Buches  »Affinity Photo – Schritt für Schritt zum perfekten Bild« geht es um das Freistellen von Elementen und Objekten sowie um das erstellen von Montagen und Kollagen.

Kap-08_WS-01
Im 1. Workshop demonstriere ich eine ganz simple Montage mit Hilfe einer Ebenenmaske und eines Verlaufs.
Kap-08_WS-02
In Workshop Nr. 2 stelle ich einen Frosch frei und ersetze den Hintergrund durch einen farbigen Verlauf.
Kap-08_WS-03
Beim Beispielbild des 3. Workshops stört die Fensterwand mit den Jalousien im Hintergrund, weshalb ich ihn durch eine Waldszene ersetze.
Kap-08_WS-04
Beim 4. Workshop geht es um haarige Freisteller.
Kap-08_WS-05
In Workshop 5 kombiniere ich zwei Belichtungen derselben Szene – einmal Langzeit ohne und einmal normale Belichtung mit Modell – zu einem Bild.
Kap-08_WS-06
Workshop 6 zeigt eine kreative Montage die an eine Doppelbelichtung erinnert.
Kap-08_WS-07
In Workshop 7 führe ich vor wie man ein Objekt mit Hilfe einer Vektormaske freistellen kann.
Kap-08_WS-08
Im 8. Workshop platziere ich den in Workshop 7 freigestellten Türklopfer vor einer Metalltafel und füge dem Bild einen stimmungsvollen Beleuchtungseffekt hinzu und Workshop 9 zeigt anschließend wie man ein platziertes Bild bearbeiten kann.
Kap-08_WS-10
Im letzten Workshop des Kapitels überlagere ich eine Aufnahme mit einer Struktur und entwickle das Resultat monochromatisch, so dass es einen Sepia-Look erhält.

affinityphoto-cover

Angaben zum Buch

304 Seiten,  gebunden und komplett in Farbe;
ISBN 978-3-8362-4031-4;
Buch: 34,90; E-Book: 29,90;
Weitere Infos und Demo-Kapitel auf der Website des Verlags;
Affiliate-Link zur Buch-Seite bei Amazon.
Erscheinungstermin: Februar 2016

Flattr this!

Photoshop CC 2015, Kapitel 8: Freistellen

Im 8. Kapitel meines Workshop-Buches über Photoshop CC 2015 geht es um Freistellen. Freistellen ist nicht nur erforderlich wenn man Bildmontagen und Composings erstellen möchte. Auch wenn es lediglich darum geht selektive Bereiche um ein bestimmtes Objekt einzufärben oder zu verändern, ist ein guter Freisteller eine unverzichtbare Basis. In diesem Kapitel führe ich die wichtigsten Techniken zum Freistellen vor und demonstriere schon einmal die wichtigsten Montagemethoden. Tiefer in die Bildmontage gehe ich im folgenden Kapitel ein.

ws8-1a
ws8-1b
ws8-1c
Gute Bildmontage ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die nicht erst in Photoshop beginnt. Voraussetzung ist, dass die Perspektive passt und das Licht der zu montierenden Bilder annähernd die gleiche Härte hat (Sonnenschein schafft hartes Licht, im Schatten und unter Wolken ist das Licht weich). Der Schatten muss in die gleiche Richtung fallen und die Temperatur des Lichts sollte ähnlich sein – um nur die wichtigsten Parameter anzuführen.
ws8-2a
ws8-2b
ws8-2c
Dieses Beispiel ist grundsätzlich ähnlich gestrickt wie das vorangegangene. Nur werde ich Ihnen hier eine andere Möglichkeit zeigen, wie Sie den Hintergrund unscharf machen, und zum Schluss werde ich die Farbtöne der Ebenen angleichen, wozu ich Fotofilter und Schnittmasken einsetze.
ws8-3b
ws8-3a
Der Fotograf kennt den Begriff Schärfentiefe. Geringe Schärfentiefe führt dazu, dass manche Kanten eines Objekts unschärfer in den Hintergrund übergehen als andere. Unscharfe Kanten jedoch stellen ein Problem beim Freistellen dar. Smartradius und Farben dekontaminieren schaffen in gewissem Maße Abhilfe.
ws8-4a
ws8-4b
ws8-4c
Mit Schnellauswahl, Ebenenmasken, Maske verbessern und Radius-verbessern-Werkzeug gibt Adobe dem Anwender Werkzeuge in die Hand, haarige Freisteller in den Griff zu bekommen, die auch für den Einsteiger gut zu beherrschen sind.
ws8-5a
ws8-5b
Gleichmäßige Flächen machen die Auswahl leichter, als komplexe Muster und Strukturen. Selbst wenn, wie hier, Hintergrund, Haut und Haare recht ähnliche Farbtöne haben.
ws8-6
Auch im 8. Kapitel gibt es einen Grundalgenexkurs, und zwar zum Thema Masken, Alphakanäle und Pfade
ws8-7a
ws8-7b
ws8-7c
Ein Freistellungskanal entspricht in der Regel einer Schwarzweiß-Silhouette der freizustellenden Figur, egal ob er als Ebenenmaske oder als Auswahl zum Löschen dienen soll. Als Basis dafür wird häufig ein Farbkanal herangezogen.
ws8-10a
ws8-10b
Im 8., 9. und 10. Workshop geht es um die Arbeit im Pfaden. Bei diesem Bild beispielsweise versagen automatische Freistellungswerkzeuge wie Zauberstab, Schnellauswahl oder Farbbereich auswählen. Aufgrund der rundlichen Form ist ein Pfad eine gute Möglichkeit über den Zwischenschritt einer Auswahl zu einer Pixelmaske zu kommen und den Hintergrund von Blau auf Grün umzufärben.
ws8-11a
ws8-11b
Der letzte Workshop des Kapitels zeigt, wie man mit den Werkzeugen für geometrische Formen, speziell mit dem Polygon- und Eigene-Form-Werkzeug, Formen erstellen kann, die in Photoshop ansonsten kaum zu realisieren sind.

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

448 Seiten, gebunden, vollständig in Farbe
ISBN 978-3-8362-3814-4
Weitere Informationen auf der Website des VerlagsAffiliate-Link zur Buchseite bei Amazon.

Beschreibungen der 13 Kapitel:

  1. Kapitel: Grundlagen und Arbeitsbereich
  2. Kapitel: Bildgröße und Auflösung
  3. Kapitel: Filter und Effekte
  4. Kapitel: Helligkeit und Kontrast
  5. Kapitel: Farbanpassung und -korrektur
  6. Kapitel: Ausbessern und Retuschieren
  7. Kapitel: Beauty-Retusche
  8. Kapitel: Freistellen
  9. Kapitel: Montage und Collage
  10. Kapitel: Malen, färben und kolorieren
  11. Kapitel: Photoshop für Fotografen
  12. Kapitel: Text und Schrift
  13. Kapitel: Farbmanagement und Automatisierung

Flattr this!

2.1. Schärfentiefe

Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

Hatten wir das Thema Brennweite nicht gerade im Abschnitt über Perspektive? Und hieß es da nicht, Brennweite und Distanz gehören zu den wichtigsten Werkzeugen um die Wirkung einer Aufnahme zu gestalten?

Genau! Die perspektivische Wirkung, die durch Variieren des Blickwinkels, bewusster Wahl der Brennweite und angemessener Distanz beeinflusst wird, ist durch andere Gestaltungsparameter kaum mehr zu topen.

Doch Brennweite und Distanz sind nicht nur ausschlaggebend für die Perspektive, sondern beeinflussen auch die Schärfe maßgeblich – in Form der Schärfentiefe. Wenn es etwas gibt, das die Bedeutung der Perspektive für die Bildwirkung noch topen kann, dann ist das die Schärfentiefe.

Es gibt zahlreiche Kriterien, die für gute Fotos zusammen­wirken müssen. Unsere Betrachtungen konzentrieren sich hier auf jene Kriterien, die sich direkt mit der Kamera beeinflussen lassen – und den Objektiven. Wir haben vier Hauptkriterien identifiziert: Perspektive, Schärfe, Belichtung und Komposition. Während die Belichtung praktisch den geringsten kreativen Spielraum bietet – eine optimale Belichtung ist eine optimale Belichtung – bieten Perspektive und Schärfe großen Gestaltungsspielraum.

Während man zum Ändern der perspektivischen Wirkung das Objektiv wechseln muss, sofern man kein Zoomobjektiv hat, lässt sich die Schärfentiefe mit Hilfe der Blende praktisch bei jedem Objektiv beeinflussen. Grund genug also, sich mit der Schärfentiefe ausreichend zu befassen.

Schärfentiefe

Neben der Perspektive ist die Schärfentiefe ein ganz essenzielles, bildgestalterisches Mittel. Man kann die Frage nach der Schärfentiefe mit einem einfachen ›entweder/oder‹ auf den Punkt bringen: Will ich den Hintergrund scharf oder unscharf?

Tatsächlich scharf können mit einer Kamera immer nur Bildbereiche in einem ganz bestimmten Abstand zum Sensor abgebildet werden. Das ist exakt der Bereich, auf den fokussiert – also scharf gestellt – wird. Bereits der Bereich unmittelbar davor und direkt dahinter wird schon nicht mehr ganz scharf abgebildet.

Doch auch wenn theoretisch gesprochen immer nur ein ganz dünnes Scheibchen in der Tiefe vor der Kamera gestochen scharf abgebildet wird, so wird in der Regel ein bedeutend größerer Bereich direkt vor und hinter dem fokussierten (schärfsten) Punkt noch immer als scharf empfunden. Mit abnehmender Distanz zur Kamera auf der einen Seite und zunehmender Entfernung auf der anderen Seite jedoch fällt die Unschärfe immer deutlicher aus.

Nahpunkt und Fernpunkt |Auf dem Weg in die Richtung des Fotografen gibt es einen Punkt, ab dem dann die Abbildung von einem Betrachter nicht mehr als scharf empfunden wird, sondern als unscharf. Diesen Punkt bezeichnet man als Nahpunkt. Vom fokussierten Punkt weiter weg in der Ferne gibt es ebenso einen Punkt, ab der die Schärfe so gering wird, dass ein Betrachter sie als unscharf empfindet. Diesen Punkt bezeichnet man als Fernpunkt. Der Bereich zwischen Nahpunkt und Fernpunkt ist die sogenannte Schärfentiefe.

Zwar ist der Übergang vom scharfen zum unscharfen Bereich fließend, dennoch lässt sich ein relativer Knackpunkt zwischen dem was als scharf und dem was als unscharf wahrgenommen wird berechnen und festlegen.

Freistellen | Über Distanz und Brennweite beeinflussen Sie die perspektivische Wirkung eines Bildes. Mit der Schärfentiefe haben Sie einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Aufmerksamkeit des Betrachters. Durch steuern der Schärfentiefe können Sie Objekte vor einem Hintergrund herausheben, oder mit dem Hintergrund verschmelzen lassen. So arbeitet der Fotograf gerne mit einer kurzen Schärfentiefe um den Hintergrund einer Person unscharf zu bekommen, damit sich alle Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Modell lenkt – man spricht vom Freistellen.

Geringeschwaerfentiefe
Diese Illustration stellt dar, wie man sich kurze Schärfentiefe ­vorstellen muss, könnte man sie von der Seite sichtbar machen.
Freigestellt
Mit kurzer Schärfentiefe lässt sich der Hintergrund hinter dem Hauptdarsteller eines Motivs unscharf abbilden. Das hat den großen Vorteil, dass ein beispielsweise unruhiger Hintergrund sich nicht mehr wichtig macht und nicht vom Hauptmotiv ablenken kann.
Freisteller
Kurze Schärfentiefen durch offene Blenden sind vor allem bei Porträts ein gutes Mittel um das Modell vom Hintergrund freizustellen.

Die kleine Serie unten zeigt wie gut es funktioniert mit Hilfe selektiver Schärfe die Aufmerksamkeit zu lenken. Obschon sich der rote Kegel auf Grund seiner aktiven Farbe in den Vordergrund drängt, so fällt die Hauptaufmerksamkeit doch immer auf jenen Kegel, der gerade am Schärfsten abgebildet ist.

Kegel1 spacer.gif Kegel2
Kegel3 spacer.gif Kegel4
Schärfentiefe eignet sich vorzüglich dazu die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein bestimmtes Objekt oder einen bestimmten Punkt zu lenken.

Nutzen Sie die Möglichkeit der selektiven Schärfe auf bestimmten Bereichen und der Unschärfe für unwichtige Bildelemente um in Ihren Bildern auch inhaltlich eine klaren Fokus zu setzen. Es ist Teil Ihrer kreativen Freiheit in der Fotografie. Setzen Sie sie bewusst ein.

Anders sieht es hingegen meist in der Landschaftsfotografie aus. Vor allem dann, wenn man nach dem Konzept Vordergrund–Mittelgrund–Hintergrund gestaltet entscheidet man sich für eine große Schärfentiefe, damit sowohl Nähe als auch Mitte als Ferne möglichst scharf auf das Bild kommen.

Hoheschaerfentiefe
Diese Illustration visualisiert eine hohe Schärfentiefe. Der Fotograf fokussiert auf das Modell, der ­Bereich davor und dahinter verliert an Schärfe, aber nur gering.
Hintergrundscharf
Bei hoher Schärfentiefe sind die Bereich hinter de fokussierten ­Objekt scharf abgebildet – das ist wichtig, wenn man zum Beispiel eine Landschaft mit ins Bild ­bringen will. Oft stört es aber auch, wie bei der Abbildung von Personen, weil sich der Hintergrund wichtig macht und vom ­Modell ablenkt.
Landschaft
Bei dieser Aufnahme sollte das Schilf vorne links (Vordergrund), der gefrorene Teich (Mittelgrund) und die Bäume hinten (Hintergrund) möglichst scharf auf das Bild. Dazu habe ich Blende ƒ13 eingestellt.

Darum geht es in diesem Kapitel im Wesentlichen: Welche Mittel kann ich einsetzen um die Schärfentiefe in einer Aufnahme kreativ zu beeinflussen? Habe ich ein Motiv, das ich vom Hintergrund freistellen möchte? Möchte ich die Aufmerksamkeit mit selektiver Schärfe lenken? Oder sollte ein möglichst weiter Bereich von ganz nah bis weit entfernt so scharf als möglich abgebildet werden.

Vielschaerfentiefe spacer.gif Wenigschaerfentiefe
Zweimal derselbe Wasserspeier mit unterschiedlicher Schärfentiefe.
Titel Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt«
Books on Demand, 1. Auflage Oktober 2011;
240 Seiten, in Farbe, Hardcover;
ISBN: 9783842373938;
Link zu Amazon
Link zu Books on Demand
Ladenpreis: 44,90 (D);
Ladenpreis E-Book: 35,99 (D)
Mehr Info und ein kostenloses Demokapitel.

Flattr this!