creativenerds.co.uk zeigt »50 Best Free Fonts From 2009«. Besonders gut gefällt mir dabei Quicksand, eine mir bisher unbekannte Schrift mit sehr attraktivem Charakter.
Ein zweiter, mit FontStruct erstellter FreeFont. Bei diesem Experiment wollte ich herausfinden ob es mit der stark begrenzen Anzahl an Grundformen und einem Raster von drei mal vier Feldern möglich ist einen ganzen Font samt Sonderzeichen aufzubauen. Hat fast funktioniert, wenn man davon absieht, dass Akzente und Umlaute bei Versalien drei weitere Felder nutzen und ich manche nicht deutsche Sonderzeichen beim besten Willen nicht mehr umsetzen konnte.
Vielleicht bin ich ja ein Weichei, aber solche Fonts fass ich normalerweise nicht mit der Kneifzange an. Wie schön, dass Fubiz zeigt, was man daraus machen kann und gleich zum Download verlinkt.
Der eine verbringt seine Zeit auf virtuellen Bauernhöfen, oder mit virtuellen Aquarien, der andere bastelt Schriften. Ich gehöre zu letzteren und habe mir ein paar Stunden Zeit genommen mit dem Baukastensystem von FontStruct wiedereinmal einen Font zusammen zu basteln.
Die Arbeit mit FontStruct erinnert mich etwas an das Spielen mit Tangram. Man hat einen Satz an Grundformen zur Verfügung und kann innerhalb eines Rasters seine eigenen Buchstaben bauen. Das ganze ist sehr simpel, aber die Beispiele bei FontStruct zeigen, was kreative Köpfe mit geringsten Mitteln zu schaffen in der Lage sind.
Ich habe mir zuerst überlegt daraus eine Übung für die Teilnehmer unseres Werbelehrgangs zu machen. Aber ich denke für einen Intensivkurs unter dem Motto »Werben und Gestalten« ist es doch etwas sehr spezifisch und in die Tiefe gehend. Ich überlege noch.
Bin ich diese Woche über einen alten Schriftentwurf von mir gestolpert, habe in den letzten Wochen drei Schriften in FontLab umgesetzt und zugerichtet, da ist mir auch wieder bewusst geworden, dass es da einmal eine Schrift mit mir gab, die von einem Schriftmuster aus den 1920er oder 30er Jahren inspiriert und nach der Stadt am Bodensee benannt wurde.
Die Zurichtung ist lausig. Aber vielleicht habe ich in nächster Zeit einmal Zeit den Font neu durchzuspationieren und ordentlich zuzurichten.
MoveableType präsentiert mit Orbitron wieder einmal einen OpenSource Font der mit 4 Schnitten, Kapitälchen und Ligaturen grandios ausgebaut zu sein scheint. Sollte man die Helden, die viel Zeit in so eine Schrift investieren und dann der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung stellen, nicht einfach virtuell heilig sprechen.
Tertre ist eine Schriftfamilie in fünf Schnitten. Der meiner Ansicht nach coolste Schnitt, ExtraBold, kann bei myFonts kostenlos heruntergeladen werden. Danke, myFonts.
Der Font Oval hat witzige Buchstabenformen, einen eigenständigen Charakter und ist mit ist mit elf Abstufungen umfangreich ausgebaut. Die Anwendungsbeispiele bei FontFabric zeigen, dass man damit auch sehr nette Dinge machen kann. Der Preis von 15 € je Schnitt ist nicht besonders viel und 2 Schnitte können sogar kostenlos heruntergeladen und frei verwendet werden. Sehr sympathisch.
»Hier wird nämlich richtig Wissen vermittelt, anschaulich kurz, knapp und präzise. Fast schon zu viel Information, um alles auf einmal aufzunehmen. Deswegen werde ich das Buch immer wieder zur Hand nehmen (müssen).«
Markus Wäger gibt bei der Epos Akademie in Götzis, Vorarlberg (A), seit 2005 Seminare zu Photoshop, InDesign und Illustrator und unterrichtet im Werbelehrgang »Werben und Gestalten«.