Fri, 01. Jan. 10
Autor: Markus Kategorien: Fotografie Tags: ; ; ; ; Kommentare: 0

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Mymodernmet zeigt eine Gallerie mit 15 Bildern von Tieren in vermenschlichten Szenen. Da sind ein paar Schmunzler dabei.

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Sun, 01. Nov. 09

Gestern hat mich der Kommentar eines Fotografen erreicht, dessen Foto ich im Blog gezeigt habe. Er hat sich beschwert, dass ich unter meinem Namen ein Foto von ihm zeige ohne seine Erlaubnis einzuholen. In einem freundlichen Mailwechsel konnten wir die Sache Gott sei Dank gütlich klären, doch es hat mich angeregt einmal mehr über das Urheberrecht im Internet nachzudenken.

Zum Einen habe ich zwar immer auf die Quelle zurück verlinkt wenn ich ein Beispiel exzellenter Arbeit präsentierte, aber ich muss gestehen, dass ich zu faul war auch den Namen des Fotografen mit anzuführen. Das habe ich jetzt geändert.

Ich habe bereits mit einigen Fotografen über ihre Meinung dazu gesprochen, was sie davon halten wenn ich ihre Fotos in meinem Blog zeige. Das Feedback ging durchgehend in die Richtung, dass sie sich darüber freuen wenn ich hier ihre Fotos zeige, solange ich zu ihnen zurück verlinke.

Das ist auch meine Einstellung dazu: Ich freue mich wenn jemand meine Arbeiten herzeigt solange er mich als Urheber kenntlich macht und meine Bilder nicht kostenlos verwendet um damit sein eigenes Geschäft anzukurbeln. Das heißt, wenn ein Verlag, der mit seinen Publikationen Cash macht, meine Bilder verwendet um den Einkauf kostenpflichtiger Agenturbilder oder um Aufträge an Fotoreporter zu umgehen, dann halte ich das nicht für legitim. Noch viel verwerflicher finde ich es, wenn Werbeagenturen und Werbegrafiker Bilder klauen, um sich damit die eigene Nase vergolden zu lassen. Da ist es mit einer einfachen Quellenangabe oder Namensnennung nicht getan! Wer Geld mit den Werken Anderer verdient, sollte diese auch an seinem Gewinn beteiligen. Das ist nur fair.

Beunruhigend finde ich die derzeitige Praxis von Google Bücher ohne das Einholen der Rechte zu scannen und ins Internet zu stellen. Das edle Mäntelchen, das sich der Infomonopolist da umhängt, ist doch falsche Fassade, denn Google macht mit seinen Services enorme Kohle. Autoren sollen dann pro Buch mit ein paar Euro abgespeist werden und der GoogleKrake steckt die Millionen ein? Hm. :\

Noch geht es um Bücher, die nicht mehr erhältlich sind. Aber wie soll das weiter gehen, wenn der Trend zum geilen Geiz anhält. Glaubt ihr ich schreibe noch Bücher, wenn ich damit nichts mehr verdienen kann? Glaubt ihr Irgendjemand schreibt noch Irgendeinen anspruchsvollen hochwertigen Text, wenn er davon nicht mehr leben kann?

Zurück zum Thema Bilder, denn so einfach ist das Thema mit den Blogs noch nicht abgehakt. Zwar ist die Kohle, die ich mit GoogleAdds und AmazonLinks verdiene, so wenig, dass das nix mit einer kommerziellen Nutzung zu tun hat. Aber neben dem Spaß am Bloggen sehe ich das Weblog schon auch als Marketinginstrument und hoffe, dass ich damit Promotion für meinen Namen und meine Bücher machen kann. Also ist auch mein Blog ein bisschen kommerziell. Und das gilt für viele Blogs.

Zwar müsste ich den Blog wie er jetzt ist einstellen, wenn ich für jedes Beispiel eine Erlaubnis einholen müsste, ganz zu schweigen davon, dass ich keine Lizenzgebühren für Bilder die ich zeige abgeben könnte. Die Einkünfte aus den Büchern sind gerade groß genug das Schreiben eines neuen Buches wirtschaftlich so einigermaßen zu rechtfertigen. Aber vor diesem Hintergrund kann ich doch verstehen, dass nicht alle Fotografen oder Designer erbaut sind ihre Arbeiten in fremden Umfeldern zu finden – ob mit Quellenangabe oder ohne. Überhaupt ist es legitim, dass der Schöpfer eines Werkes nicht will, dass seine Arbeit auf einem Blog oder einer Site erscheint von der er nie etwas erfährt.

Natürlich unterstützt die Verbreitung von Arbeiten Kreativer in Blogs, auf Sites und in Communitys die Reputation ihrer Schöpfer. Das ist meine Sichtweise und die Sichtweise Vieler die ich kenne. Aber es ist auch legitim es anders zu sehen.

Wer ein Werk schafft hat in meinen Augen auch das Recht zu bestimmen was damit geschieht und was nicht damit geschehen darf. Die Mentalität Vieler zu glauben, sie hätten EIN RECHT auf Alles was andere im Schweiße ihres Angesichts erarbeiten und erschaffen und das Recht es sich auch so zu nehmen, wenn Sie den dafür verlangten Preis nicht bezahlen wollen, nicht können oder für zu hoch erachten, finde ich gelinde gesagt zum Kotzen. Schade, dass diese Mentalität längst zum Mainstream geworden ist und nur die wenigsten Leute ein Problem damit haben sich einfach zu nehmen, wonach ihnen gelüstet.

Ich will hier nicht als Ritter der Rechte ausbeuterischer Industrien auftreten. Wenn eine gierige Musikindustrie gewöhnliche Hausfrauen und Mütter zu Millionenklagen verdonnert und ihr Leben ruiniert, weil sich auf ihrer Festplatte ein paar illegal erworbene Musikstücke gefunden hat, dann ist das mehr zum Kotzen als man jemals essen kann – eine Industrie, die keine Skrupel hat mit minderwertiger Massenware die Taschengeldbörsen Minderjähriger zu plündern. Aber nur weil sich da eine Industrie und einige Multis auf übelste daneben benehmen, rechtfertigt das nicht, dass wir – du und ich – uns einfach überall bedienen dürfen und einfach nehmen wonach uns ist.

Ein kleiner Fotograf ist kein Plattenmulti. Ein kleine Softwareschmiede mit einer sauberen Shareware ist kein Adobe, kein Microsoft, kein Apple. Und ein Schriftdesigner schafft seine Schriften in der Regel aus einer Leidenschaft die finanziell nie vergolten wird.

Das sind nur so ein paar Gedanken zum Urheberrecht und ein Aufruf dazu, dass wir alle darüber nachdenken dürfen, wo die Produkte die uns Freude machen oder uns helfen einen Job zu erledigen her kommen, wer sie gemacht hat, was er dafür aufgewendet hat und, dass er wahrscheinlich auch davon leben können möchte.

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Fri, 16. Jan. 09

Manchmal frage ich ob es nur mir so geht. Ich gehe meine Fotosammlung der letzten zwei Jahre durch und habe riesige Probleme Bilder zu finden die mir wirklich gefallen. Es gibt nur ganz wenige Bilder in meine Bibliothek die ich mir auch heute noch gerne mal anschaue oder sogar den Weg in den Bilderahmen und an die Wand gefunden haben. Dabei ertappe ich mich auch immer bei der Frage, woran es denn liegen mag, das mich andere Bilder mehr faszinieren als die eignen. Liegt es daran, dass die eignen Bilder, um es unverblümt zu sagen, einfach nur schlecht sind? Oder hat man sich daran scho satt gesehen, das es scheinbar nichts mehr interessantes daran zu entdecken gibt und sie einen einfach nur noch langweilen? Am ehesten trifft wohl aber die letzte Feststellung zu, nämlich die das sich über die letzten zwei Jahre sowohl das Können wie auch der Anspruch weiter entwickelt hat.

Nun kann das ja gut sein, denn wer seine Ansprüche hoch schraubt und daran fest hält diesen zu genügen, wird zwangsläufig besser werden, seinen eigenen Stil finden und vielleicht auch ganz neue Wege beschreiten. Doch kann es genausogut demotivierend sein, wenn alles was man macht einfach nicht mehr gut genug zu sein scheint. Ich für meinen Teil habe mir neue (fotgrafische) Projekte ausgedacht, welche hoffentlich meine Ansprüche erfüllen und mich wieder einen Schritt nach vor bringen. :)

Ich kann mir auch vorstellen, dass dies nicht nur bei Fotos so ist. Jeder der gestalterisch tätig ist und seine Arbeiten Jahre später Revue passieren lässt, findet wohl das eine oder andere nicht mehr so toll als zur Entstehungszeit (oder geht das wirklich nur mir so?)

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Wed, 17. Sep. 08
Autor: Markus Kategorien: News Tags: ; Kommentare: 2

Unter http://gallery.me.com/markuswaeger habe ich gestern einige Impressionen der »Tour de Autriche 2008«, die ich im August/September-Urlaub mit meiner frecheren Hälfte gefahren bin. Für Freunde klassischer Karosserien gibt es auch einige Bilder, die ich auf der »Silvretta Classic 2008« geschossen habe.

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Mon, 09. Jun. 08

Hallo, liebe Leser, und herzlich willkommen ihr Besucher aus dem Cyberspace. Wie vor einiger Zeit angekündigt, ist es (leider) recht ruhig geworden in meinem Weblog. Damit jetzt meine 22 Leser ( ;-) ) nicht befürchten müssen ich sei verschieden, sende ich euch hiermit wieder einmal ein Lebenszeichen.

Gewinner der Verlosung

Es wurde bereits nachgefragt, wer denn nun Buch und DVDs gewonnen habe – die fairen »Verlierer« wollen gratulieren (so ist’s recht :-) ).

Buch: Georg Chyba
DVDs: Andi Mehltretter, Uli Thiel und Kirstin Dörr

Die Pakete sind seit Freitag unterwegs und sollten demnach im Laufe der Woche bei den – hoffentlich glücklichen – Gewinnern eintreffen.

Nikon-Workshops

SeerosenWeil mir meine derzeitige 50–60-Stundenwoche nicht reicht, war ich am Wochenende in München auf zwei Seminaren der Nikonschool. Zum einen war das ein Workshop zur D80, zum anderen Blitzen und Portrait. Seminarleiter des Blitzen-Workshops war Benedikt Frings-Neß, für dessen Makrofotografie-Workshop ich mich dann auch gleich wieder angemeldet habe (wobei ich auch den Link zum Referenten Hendrik Mallmann des sehr interessanten D80-Workshops nicht aussparen möchte).

Leider ist es uns nach den Vorschriften von Nikon nicht vergönnt Fotos der Blume, die wir im Rahmen des Blitzen-Praxisteils portraitieren durften, zu veröffentlichen (was ich ja auch verstehe), weshalb ich mich hier oben bei der Abbildung auf eine Seerose in einem Brunnen des Holiday Inn in München beschränken muss.

Models gesucht

SamFalls einer oder eine meiner geschätzten Leserinnen und Leser sich zum Modeln berufen fühlt, oder einfach Spaß an der Arbeit vor der Kamera hat, möchte ich hiermit noch einmal dazu aufrufen, euch bei mir zu melden. Zum einen sind neue Bücher von mir in Vorbereitung, wofür ich nicht genug Aufnahmen zur Auswahl haben kann, zum anderen möchte ich einfach auch das am Wochenende gelernte möglichst bald in der Praxis vertiefen.

Wie eben angedeutet sind sowohl weibliche wie männliche Interessenten herzlich eingeladen zu einem Shooting. Auch und gerade eine kleine Gruppe wäre mal interessant, Geschwister, Freunde/Freundinnen, eine Band, Zwillinge (Drillinge wären doch ein Traum :-) ), Kinder, Erwachsene, Greise, …

Der Deal läuft TfP – Time for Prints. D.h. wir verbringen beim Fotografieren eine unterhaltsame »Time« miteinander, und ihr bekommt von mir eine CD mit den gelungenen Bildern. Ich bekomme im Gegenzug eure Erlaubnis, die Bilder für meine Publikationen zu nutzen.

Wer zuerst einmal ein paar Bilder meines ersten Model-Shootings ansehen will, kann sich bei Flickr meine Bilder von Sam ansehen.

Interessenten senden einfach eine Nachricht an markus@designworks.at.

Laufende Projekte

Wie bereits (ich glaube schon mehrfach) erwähnt, haben [Pascal] und ich eine Flickr-Gruppe mit dem Titel »Kritische Perspektiven« gegründet, in der es darum geht, Bilder kritisch zu betrachten, zu zerlegen, zu kommentieren und zu lernen. Falls jemand gerne Fotografiert und den Mut dazu hat, ehrliche Meinungen abzugeben und zu ernten, möchte ich hiermit auch dazu noch einmal eine Einladung aussprechen.

Models die gerne mit Fotografen arbeiten (ok, das sollten wohl alle Models tun), und Fotografen, die immer wieder nach Models suchen, lade ich hiermit zur Xing-Gruppe »Model-Kontakt« ein – mehr dazu, auf der verlinkten Seite.

Link-Tipp

Alle Freunde der Canon EOS400D, sowie derzeit auch alle, die an fotografischen Grundlagen interessiert sind, möchte ich noch einmal auf die Seite von [Pascal] verweisen, der sehr interessante Artikel auf seiner Website für alle fotobegeisterten Einsteiger veröffentlicht. Ich bin zwar kein blutiger Anfänger mehr, und als Nikonianer auch nicht an der 400D interessiert, aber es ist auch für mich noch Interessantes mit dabei, und das ganze ist sehr klar strukturiert und leicht verständlich geschrieben (ich glaube, da wartet ein schriftstellerisches Talent auf seine Entdeckung ;-) ). Überzeugt euch selbst davon, dass ich das nicht nur schreibe, weil [Pascal] mein Neffe ist.

Und was kommt jetzt?

Zunächst einmal noch Ruhe bis zum 23.6. Bis dahin habe ich die Hucke voll, mit laufenden, gut ausgebuchten Seminaren. Danach werde ich hoffentlich wieder etwas mehr Raum für mein Weblog und den Designworks-VideoPodcast haben. Geplant sind für den Podcast einige Episoden zum Thema Typografie, und dann soll es auch einmal um Lightroom gehen.

So long, viel Spaß und lasst gelegentlich was von euch hören. Ich kann es nicht oft genug sagen: Manchmal hat man als Blogger das Gefühl, nur für eine Hand voll Leute zu schreiben. Aber erst mit wachsendem Publikum bekommt der Spaß auch einen Sinn.

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Wed, 21. May. 08
 
 VPC20: Photoshop und mit dem Auto zum Rahmen: Play Now | Play in Popup | Download

Groß–Klein, Kalt–WarmSchon wieder Mittwoch, und damit Designworks VideoPodcast-Tag. In der 20. Ausgabe zeige ich euch heute, weshalb es für mich in Photoshop nur eine Sekunde dauert, ein Bild mit einem dünnen weissen Rahmen, einem schwarzen Passepartout und meiner Internetadresse samt Subline zu versehen. Um nicht nur in Rätseln zu sprechen: Ich zeige euch, wie ihr ein Bild auf eine bestimmte Größe anpasst, in den passenden Farbraum konvertiert, scharfzeichnet, die Fläche vergrößert, die Kontur hinzufügt, den Text einfügt, das Ganze ausrichtet und dabei die ganze Arbeit als Aktion aufzeichnet, um den Rahmen anschließend nur einen Klick entfernt zu haben.

Einen Haufen Bilder mit diesem Rahmen seht ihr in meinem Flickr-Account.

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Wed, 14. May. 08
 
 Podcast Video: Play Now | Play in Popup | Download

In der letzten Woche, habe ich die Basis-Funktionen von Bridge erklärt. Heute gehe ich einen Schritt weiter, und zeige einige Funktionen, die vor allem einmal für Leute interessant sind, die viel Fotos zu verwalten haben, und wohl oder vielleicht auch viel Fotografieren, jedoch noch nicht ein Programm wie Adobe Photoshop Lightroom einsetzen wollen. Bilder von der Kamera laden, suchen und mit Schlüsselworten versehen. Hier zeige ich im schnellen Durchlauf, wie’s geht.

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Fri, 14. Mar. 08

Druckmaschine

Vor ein paar Wochen durfte ich im Druckereimuseum in Dornbirn ein paar Stunden fotografieren. Das Druckereimuseum [Druckwerk] verfügt über eine größere Anzahl historischer Druckmaschinen – und alle sind in druckfähigem Zustand. In der angeschlossenen Setzerei kann in Blei gesetzt werden, und das gesetzte kann auch mit einer der alten Druckmaschinen auf Papier gebracht werden – interessierte können hier also in Blei setzen, und den Buchdruck erkunden. Neben den Druckmaschinen stehen im Museum übrigens auch zwei Linotype-Setzmaschinen, auch diese in funktionstfähigem Zustand. Man kann hier also auch sehen, wie Linotype-Zeilen gesetzt und in Blei gegossen werden.

Die Aufnahmen des Shootings habe ich jetzt auf flickr.com/markuswaeger veröffentlicht. Leider fehlt mir derzeit die Zeit, die Bilder zu beschreiben und zu beschriften. Wer die Maschinen kennt, darf mir aber gerne in einem Kommentar ein paar Hinweise geben. Ich werde diese dann gerne in die Beschreibungen übernehmen.

Gott grüß die Kunst. :-)

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Mon, 11. Feb. 08

Vor ein paar Tagen, wurde ich darauf hin gewiesen, dass die von mir empfohlenen Farbprofile fatale Fehler in der Belichtung erzeugen würden. Auf meine Nachfrage konnten wir das Problem schnell klären. Das Gespräch hat mir aber gezeigt, wie wenig, das Thema Farbmanagement nach wie vor verstanden wird, weshalb ich diesen Artikel hier schreibe.

Allerorts hört man heute ja, wie wichtig Farbmanagement sei, und ich kann mich dieser Ansicht nur anschließen. Ein kalibrierter Monitor, ein bisschen Grundwissen um die Materie, ein wenig Information über das Druckmaterial und das passende Farbprofil – sogleich werden Ergebnisse viel besser vorhersehbar. Allerdings wird immer empfohlen, man solle grundsätzlich mit Farbprofilen arbeiten, bzw. niemand erwähnt, dass Farbmanagement in erster Linie für Fotos (Pixelbilder) wichtig ist, und in anderen Bereichen der grafischen Gestaltung sehr leicht mehr Schaden anrichtet, als es nützt.

Euroskala

Wie man einen Monitor kalibriert, werde ich Ihnen voraussichtlich, in einem zukünftigen Podcast zeigen. Beschäftigen wir uns also für den Moment ein kleinwenig mit dem Grundwissen. Wenn Sie ein Werk zu Papier bringen wollen, dann sollten Sie über das Druckverfahren bescheid wissen, und auf was für ein Papier es gedruckt wird. Nehmen wir an, das Druckverfahren ist, wie in den meisten Fällen, der Offsetdruck. Wenn Sie im Offestdruck das selbe Grün (in der Abbildung links 100% Cyan und 100% Gelb) auf drei verschiedene Papiere drucken (in der Abbildung gestrichenes Papier, ungestrichenes Papier und Zeitungspapier), dann erhalten Sie trotz gleichen Farbauftrags ein anderes Farbergebnis.

Pantone

Was für CMYK gilt, gilt ebenso für Pantone, wie Sie in der zweiten Abbildung sehen können. Zwar sind diese beiden Aufnahmen nicht unter Normlicht entstanden, die Bilder enthalten kein Farbprofil und selbst dann würde die Farbdarstellung Ihres Bildschirmes weit von der Darstellung meines Monitors abweichen, wenn Ihr Monitor nicht kalibriert ist. Nichtsdestotrotz verdeutlichen die beiden Abbildungen recht anschaulich, wie groß die Unterschiede von Papier zu Papier sind. Ziehen Sie Ihre Pantone-Fächer aus der Schublade oder den Euroscala-Fächer aus dem Schuber und vergleichen Sie selbst.

Wenn der gleiche Farbauftrag, auf verschiedenen Papiersorten, unterschiedliche Ergebnisse liefert, folgert daraus, dass für einen möglichst identischen Farbeindruck auf verschiedenen Papieren, ein unterschiedlicher Farbauftrag für das gleiche Bild notwendig ist (ich hoffe, das ist jetzt nicht zu kompliziert ausgedrückt; lesen Sie den Satz wiederholt, wenn Sie ihn beim ersten mal nicht verstehen, oder senden Sie mir einen Kommentar, damit ich noch einmal über die Formulierung schlafen kann – dieser Umstand ist nämlich äußerst wichtig um Farbmanagement zu verstehen).

Bild und Profil

Geht es um Fotos, übernimmt das Farbprofil den Umbau der Farbzusammensetzung eines Bildes, damit beispielsweise das Blau des Himmels einer Aufnahme in der Zeitung (ISO Newspaper) möglichst nahe an den Abdruck auf gestrichenes Papier (ISO Coated) im Folder herankommt. Und natürlich soll das Ganze möglichst die Wirkung des eigentlichen Digitalfotos in sRGB wiedergeben.

Ob das Himmelblau nun mit 78% Cyan und 38% Magenta in sRGB in Photoshop gemessen werden kann, ob die Zusammensetzung aus 68% Cyan, 34% Magenta und 8% Gelb auf Zeitungspapier, oder 78% Cyan, 53% Magenta und 3%Gelb auf gestrichenem Papier besteht kann Ihnen im Grunde egal sein. Hauptsache, das Bild wirkt in der Zeitung, im Folder und am Bildschirm gleich.

Anmerkung: Die Farben des Himmels in der vorangegangenen Abbildung wirken drei mal unterschiedlich. Das liegt daran, dass es drei Screenshots sind. Im Druck würde sich damit die größtmögliche Ähnlichkeit zwischen Papier und Monitor ergeben.

In Profil umwandeln

Geht es um Fotos, dann sollten Sie vor der Umwandlung eines Bildes von RGB nach CMYK in Erfahrung bringen, ob der Druck auf gestrichenes Papier, auf ungestrichenes Papier oder auf Zeitungspapier erfolgt. In Photoshop konvertieren Sie dann am besten über Menü ›Bearbeiten‹ • ›In Profil umwandeln …‹ und wählen das zum Papier passende Profil. Farbprofile erhalten Sie bei der ECI (European Color Initiative), oder besser noch: Sie fragen in Ihrer Druckerei nach den passenden Profilen.

Cyan und Farbkonvertierung

Anders sieht es nun aber in Layoutprogrammen wie Adobe InDesign oder Quark XPress aus. Wenn Sie eine gewisse Ahnung von Gestaltung, und den technischen Rahmenbedingungen der Drucktechnischen Umsetzung haben, dann werden Sie Farbflächen eventuelle mit gutem Grund in (beispielsweise) 100% Cyan anlegen – Sie wollen wahrscheinlich eine durchgehende Farbfläche, die nicht aufgerastert ist, bei maximaler Reinheit. Dass die eigentliche Farbe auf Zeitungspapier etwas anders ausfällt als auf dem gestrichenen Papier eines Folders ist dabei meist zweitrangig.

Exportieren Sie jedoch ein Dokument aus InDesign als PDF, und wählen Sie bei den Exportvorgaben ›In Profil konvertieren‹, dann werden Ihre Flächen in 100% Cyan neu berechnet, und kommen eventuell als 92% Cyan, 5% Magenta, 1% Gelb und 12% Schwarz auf das Zeitungspapier, oder 99% Cyan, 3% Magenta, 1% Gelb und 5% Schwarz auf das gestrichene Papier des Folders. Ich nehme an, diese Vorstellung dürfte versierten Grafikern die Haare zu Berge stehen lassen.

Profilkonvertierung und Text

Richtig schlimm wirkt sich die Konvertierung von Layout-Programm-Dokumenten in ein anderes Farbprofil aber erst auf Schriften in Lesetextgrößen aus. Bei Flächen mag es noch angehen, dass ein Cyan als Rastermix abgedruckt wird, statt als reine Einfarbenfläche – dem Betrachter – meist Laye – wird das kaum auffalen. Für einen Text aber, kann ein vierfarbig aufgebautes Raster der Tod sein – vor allem im Zeitungsdruck, wo Rasterungenauigkeiten im Millimeterbereich eher die Regel als die Ausnahme sind. Wird Text in kleinen Graden aufgerastert, hat das massive Auswirkungen auf seine Lesbarkeit – bei einer Aufrasterung in mehrere Grundfarben kann das nahezu an die Unleserlichkeit gehen.

Der Laie mag sich denken, dass es bei so kleinen Flächen, wie denen von Buchstaben, ja nicht so tragisch sein mag. Aber das Gegenteil ist der Fall: Je kleiner, desto verheerender die Auswirkungen einer Rasterauflösung!

Was ich hier für Layoutprogramme beschrieben habe, trifft in den meisten Fällen natürlich auch auf Vektorprogramme, wie Illustrator zu. In den meisten Fällen wollen Sie auch da verhindern, dass Ihre Farbdefinitionen bei einer Konvertierung durch Profile verändert werden. Deshalb sollten Sie auch Logos nicht unbedingt mit Farbprofilen abspeichern, bzw. können in Illustrator generell auf Farbmanagement verzichten. Ausnahmen mögen Illustrationen sein, die schon in Richtung fotorealistischer Darstellung gehen.

Natürlich können Sie Farbprofile nutzen, um einen Softproof am Bildschirm zu ermöglichen. Aber das ist ein Thema für einen späteren Artikel, oder einen kommenden Podcast – man wird sehen.

Zusammen- und kurzgefasst:

  • Konvertieren Sie Bilder in Photoshop immer über das passende Farbprofil von RGB nach CMYK.
  • Konvertieren Sie Dokumente aus Ihrem Layoutprogramm für den Druck niemals in ein Zielprofil.
  • Speichern Sie Illustrator-Dokumente am besten ohne Farbprofil ab.

Nachtrag

Nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat mich Monika Gause – wie ich Galileo-Autor – kontaktiert, und wir haben das Thema Farbmanagement eingehend via E-Mail diskutiert. Aus unserer Diskussion heraus, scheint mir nun ein Nachtrag zum verangegangenen Artikel notwendig.

Die von mir oben beschriebenen Empfehlungen stellen nicht den idealen Farbmanagement-Workflow dar. Arbeitet ein Unternehmen in einem geschlossenen Druckvorstufen-Workflow – also beispielsweise eine Grafikabteilung, die Ihre Dokumente immer an dieselbe Druckerei weiter gibt –, dann ist es durchaus sinnvoll und wünschenswert, das Farbmanagement in allen Programmen und Systemen zu nutzen.

Ebenso wird ein Druckvorstufen-Profi der beim Thema Farbmanagement 100% sattelfest ist, das Farbmanagement in allen Programmen bewusst nutzen und damit arbeiten.

Wird Farbmanagement jedoch nicht korrekt eingesetzt, dann richtet es mehr schaden an, als es nutzt.

Monika hat mich darauf hingewiesen, dass mit den Farben ja immer irgendetwas passiert, auch wenn das Farbmanagement ausgeschaltet ist – was auch absolut korrekt ist. Ich halte es aber für besser, es passiert irgendetwas, als es passiert etwas falsches. Deshalb empfehle ich hier den Adobe CS-Nutzern, Farbmanagement – wenn überhaupt – ausschließlich zum Konvertieren von Fotos in Photoshop zu nutzen, ansonsten aber lieber ohne Profile zu arbeiten, wenn sie nicht ganz sicher wissen, was sie tun. Und ich gehe davon aus, dass in Punkto Farbmanagement höchstens 2–5% der Anwender ganz genau wissen was sie tun.

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Mon, 17. Dec. 07

In Profil konvertieren

Wer Bilder im Internet veröffentlichen, und dabei auf Helligkeit und Farbe achten will, wird früher oder später entdecken, dass verschiedene Programme, unterschiedliche Betriebssysteme und vor allem alle Monitore, Farben anders darstellen. Das liegt einerseits daran, dass nicht jedes Programm und nicht jeder Monitor, dieselbe Anzahl an Farben darstellen kann. Manche haben einen größeren Farbraum – können mehr und leuchtendere Farben darstellen – als andere. Wer Fotos im Internet, beispielsweise bei Flickr, veröffentlichen will, kommt dabei – ob er will, oder nicht – nicht darum herum, bei der Präsentation seiner Bilder, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen.

Für die Veröffentlichung von Bildern im Internet, heißt der kleinste gemeinsame Nenner sRGB. Ich möchte jetzt nicht lang und breit darauf eingehen, was die Hintergründe dazu sind, sondern Ihnen lediglich verraten, was Sie mit Ihren Bilder machen sollten, bevor Sie sie im Internet veröffentlichen (wobei Sie für diese Lösung Photoshop brauchen).

Öffnen Sie das Bild in Photoshop und wählen Sie im Menü BearbeitenIn Profil umwandeln. Stellen Sie im darauf folgenden Dialog unter ZielfarbraumProfil ein sRGB Profil ein und beachten Sie, dass Priorität auf Perzeptiv steht. Bestätigen Sie diese Einstellung dann mit OK.

Es ist möglich, dass Ihr Bild danach etwas weniger leuchtend wirkt. Aber das ist eben der kleinste gemeinsame Nenner. Behalten Sie auf jeden Fall immer das Original.

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