Mo, 28. Jul. 08

von Pascal

Autor: Pascal Kategorien:
Fototechnik
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Kommentare: 4

In den ersten Beiträgen habe ich euch die Grundbegriffe Belichtungszeit, Blende, ISO-Empfindlichkeit, Brennweite, Crop-Faktor und die Vorteile des RAW Formats (Weissabgleich, Nachbelichtung, Aufnahmeart und HDR) erklärt. Nun wird es Zeit sich der Kamera zu widmen. Bevor wir aber mit den Funktionen beginnen, ist es sinnvoll zu wissen, wie eine Spiegelreflexkamera aufgebaut ist.

Eine DSLR (Digital Single Lens Reflex) Kamera, also eine digitale Spiegereflexkamera besteht gründsätzlich aus zwei voneinander trennbaren Komponenten. Da haben wir zum einen das Kameragehäuse welches im Fachjargon kurz als »Body« (Körper) bezeichnet wird. Zum anderen haben wir das Objektiv, dass sich je nach Anwendungsfall wechseln lässt. Dies ist auch der grosse Vorteil gegenüber einer Kompaktkamera, welche ein fix eingebautes Objektiv besitzt und deshalb nicht erweitert werden kann.

Bild der EOS 450D, dem Nachfolger der EOS 400D. Leider gibt es von der EOS 400D keine so tolle Schnittansicht.

Damit wir die kommenden Artikel behandeln können habe ich im nebenstehenden Bild alle Tasten und Kontrolllampen bezeichnet, welche ich in der nächsten Zeit erklären werde. Bei einigen bedarf es einer ausführlichen Erklärung, andere sind so eindeutig, dass diese etwas schneller behandelt werden können.
Beginnen möchte ich mit dem Menü und den Grundeinstellungen, welche vor den ersten Aufnahmen gemacht werden sollten.

Alle Kamerabilder mit freundlicher Genehmigung von Canon

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Do, 10. Jul. 08

von Pascal

Im Zusammenhang mit dem Crop-Faktor sind einige andere Begriff im Umlauf wie z.B. die korrekte Bezeichnung »Formatfaktor« oder die (scheinbare) »Brennweitenverlängerung«. Aus meiner Sicht ist aber der »Crop-Faktor« der geläufigste Begriff.

Was ist aber unter diesen Begriffen zu verstehen? Um schon etwas auf die zukünftigen Artikel über die Canon EOS 400D einzuleiten, die Erläuterung nun anhand dieser Kamera.

Die EOS 400D wird vorwiegend im Paket mit einem EF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 Objektiv angeboten. Die Bezeichnung 1:3.5-5.6 steht für die maximale Blendenöffnung bei unterschiedlicher Brennweite. Die 18-55mm bezeichnen den Brennweitenbereich des Objketivs. Dazu ist jetzt ein kleiner Exkurs zum Bildsensor nötig, damit man die Brennweitendefinition richtig versteht.

Die EOS 400D besitzt einen sogenannten CMOS Sensor mit den Abmassen 22.2mm Länge und 14.8mm Breite. Auf dieser Fläche wird unser Bild aufgenommen. Die Brennweite bezieht sich aber immer auf das sogenannte Kleinbildformat. Das Kleinbildformat entspricht einem Negativ in der analogen Fotografie, welches die Abmasse 36mm Länge und 24mm Breite besitzt und somit deutlich grösser ist als unser Sensor.

Das gute beim Wechsel zu einer digitalen Spiegelreflexkamera von Canon ist, dass sämtliche Objektive aus der EF und EF-S Serie weiterhin verwendet werden können und das ohne Einschränkung! Das kreisförmige Bild, welche diese Objketive erzeugen (da eine Linse ja rund ist) decken das Kleinbildformat vollständig ab. Da der Sensor nun kleiner ist als das Kleinbildformat, ergibt sich daraus eine Ausschnittvergrösserung.

Diese Ausschnittvergrösserung kommt einer Brennweitenverlängerung gleich. Denn wir erinnern uns, ein vergrössern der Brennweite verkleinert ebenfalls den Bildausschnitt.

Diese Vergrösserung wird in der Fotografie mit dem sogenannten Crop-Faktor berechnet. Diser Crop-Faktor gibt an, um wieviel sich der Bildausschnitt gegenüber dem Kleinbildformat vergrössert. Bei der EOS 400D beträgt dieser Faktor 1.6. Deshalb entsprechen 50mm Brennweite bei einer EOS 400D eigentlich 80mm im Kleinbildformat.

Profi- und Semiprofikamers wie die Canon 5D, 1D Mark oder auch die Nikon D3 und ganz aktuell die D700 haben bereits sogenannte Vollformatsensoren. Diese Sensoren entsprechen in den Abmassen dem Kleinbildformat. Der Crop-Faktor entfällt deshalb und die Brennweitenbezeichnung der Objektive ist wieder korrekt.

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Mo, 23. Jun. 08

von Pascal

Ein herzliches Hallo und guten Tag an alle alten und neuen Gesicht da draussen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Wordpress, kann ich nun endlich beginnen zu bloggen. Die regelmässigen Besucher von Markus Weblog werden schon den einen oder anderen Artikel über mich gelesen haben und sich womöglich schon mal auf meine Webseite verirrt haben. Den meisten werde ich aber noch unbekannt sein und das möchte ich hiermit ändern.

Mein Name ist Pascal Reis, bin 26 Jahre alt, wohne am Schweizer Bodenseeufer und ich bin Markus Neffe. Beruflich gehöre ich der Gattung „Logische Denker“ an und bin als technischer Projektleiter in einem Engineeringbüro mehr mit Funktion als Design beschäftigt. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, habe ich an der Fotografie als kreatives Ausgleichselement gefallen gefunden. Mit der Fotografie beschäftige ich mich seit etwas über einem Jahr intensiv. Auslöser war ein Artikel hier auf dieser Seite über Dave Hill und seine HDR-Fotografie.

Einlaufende FlutMit dem Hintergedanken auf der letztjährigen Reise quer durch Australien und Neuseeland etwas bessere Bilder mit nach Hause zu bringen als beim ersten mal, habe ich mir dann die Canon EOS 400D angeschafft. Das Interesse für die HDR Fotografie ist dann ebenso schnell verschwunden wie es gekommen war, dafür konnte ich mich für die Landschaftsfotografie wie auch für die Personenfotografie im Studio oder Outdoor begeistern.

Die Frage, was dieser „Neuling“ euch beibringen kann, sei erlaubt. Mein bisheriges Wissen habe ich mir autodidaktisch und mit der Unterstützung von Markus angeeignet. Mitte September werde ich noch das 2. Semester des M-Art Fotografiekurses in Zürich besuchen mit den Schwerpunkten Blitztechniken, Lichtkombinationen, Bildanalyse und eigene Bildsprache. Mit dem Willen und dem Interesse die Dinge zu verstehen und erklären zu können bin ich in der Zwischenzeit in der Lage euch eine Einführung in die digitale Fotografie zu geben, zumindest hoffe ich das ;)

Damit möchte ich dann auch dem Wunsch von Markus nachkommen und die auf meiner Seite bereits veröffentlichten Artikel über das Basiswissen der Fotografie und die Bedienung der EOS 400D auf diesen Weblog übertragen. Ich bitte alle meine bisherigen Leser um etwas Geduld, da sich mit diesem Schritt die Weiterführung etwas verzögern wird.

So bleibt mir im Moment nichts weiter, als euch zu sagen, dass ich mich auf die Zusammenarbeit mit Markus und euch sehr freue. Für Fragen, Anregungen und Kritik, sowohl positiv als auch negativ, habe ich stets ein offenes Ohr.

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