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Photoshop CC 2015, Kapitel 11: Photoshop für Fotografen

Als ich begann mit Photoshop zu arbeiten war das Programm noch eher ein Spielzeug mit dem sich Grafikdesigner austobten. Heute ist es aus den Studios von Fotografen nicht mehr wegzudenken. Die chemische Dunkelkammer des 20. Jahrunderts ist von der digitalen Dunkelkammer des 21. weitgehend verdrängt worden. Digitalbilder müssen ebenso wie analoge Filme entwickelt werden. Photoshop ist eines der wichtigsten Programme zur digitalen Bildentwicklung. Im 11. Kapitel meines sechsten Photoshop-Werkshop-Buches über Photoshop CC 2015 widme ich mich vor allem speziellen Arbeitstechniken der digitalen Dunkelkammer und Entwicklungsmethoden die interessant sind wenn man im RAW-Format fotografiert.

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Eingangs zu diesem Kapitel beschreibe ich das RAW-Format und seine Vor- und Nachteile gegenüber dem JPEG-Format.
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Leichte und moderate Farbstiche lassen sich in der Regel immer recht gut neutralisieren. Doch wenn Sie Bilder im JPEG-, TIFF- oder PSD-Format korrigieren sind den Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Bei RAW-Bildern sind die Grenzen um ein Vielfaches weiter gesteckt.
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Dieses Beispiel zeigt wie viel Potenzial in RAW steckt, will man die Belichtung von Motiven unter schwierigen Lichtbebingungen in den Griff kriegen.
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Wer in RAW fotografiert, hat einigen Spielraum, um Belichtungseinstellungen nachträglich zu ändern. Aber nicht jedes Motiv ermöglicht es, perfekte Einstellungen zu finden die für alle Bildbereiche gleich gut funktionieren. In solchen Fällen kann man mit einem RAW und Smartobjekten auf zwei Ebenen verschiedene Belichtungseinstellungen zusammenmontieren.
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Für einen exakten Weißabgleich wird häufig mit Graukarten gearbeitet die man im Fotofachhandel erhält. Eine Möglichkeit mit Graukarten zu arbeiten besteht darin eine erste Aufnahme mit Karte im Motiv aufzunehmen und eine (oder mehrere) Weitere ohne. In Adobe Camera Raw oder Photoshop lässt sich der Weißabgleich dann auf diese Karte messen und die Einstellung auf die weiteren Bilder übertragen.
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Möchte man mehrere unter gleichen Bedingungen entstandene Bilder identisch mit Einstellungen entwickeln, lässt sich das mit diesem Trick leicht bewerkstelligen. Er spart viel Arbeit und garantiert eine identische Entwicklung.
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Vignettierung und Verzeichnung sind typische Probleme die sich oft auch bei hochwertigen und teueren Objektiven optisch bedingt nicht vermeiden lassen. Die meisten Digitalkameras rechnen die Fehler bereits intern aus den Bildern heraus. Sollte ein Bild dennoch solche Probleme zeigen lassen sie sich in Photoshop meist gut beheben.
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Photoshop kann Einzelbilder nicht nur in einer Richtung zu Panoramen zusammenrechnen – meist geschieht das entlang der Horizontalen und wird längst von jedem Handy beherrscht – sondern auch zeilenweise neben- und spaltenweise übereinander aufgenommen Teile zu einem Gesamtbild vereinen. Diese Aufnahme besteht aus zehn Einzelbildern.
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Auch diese Aufnahme besteht aus mehreren Einzelaufnahmen, diesmal sogar 19. Auf jedem liegt der Schärfepunkt ein bisschen weiter hinten. Zusammengerechnet ergibt sich eine Aufnahme mit hoher Schärfentiefe. Die Technik wird in der Makrofotografie vor allem in der Makrofotografie angewendet.
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Dieses Bild besteht aus fünf Aufnahmen die mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen aufgenommen wurden. Zusammengebaut erlauben sie es sowohl in den Lichtern als auch in den Schatten keine Zeichnung an Über- und Unterbelichtung zu verlieren. Man bezeichnet die Technik als High Dynamic Range (HDR) – Aufnahmen mit hohem Dynamik- bzw. Kontrastumfang.
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Das letzte Beispiel des 11. Kapitels führt die Möglichkeiten des Schärfens in Adobe Camera Raw vor Augen.

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

448 Seiten, gebunden, vollständig in Farbe
ISBN 978-3-8362-3814-4
Weitere Informationen auf der Website des VerlagsAffiliate-Link zur Buchseite bei Amazon.

Beschreibungen der 13 Kapitel:

  1. Kapitel: Grundlagen und Arbeitsbereich
  2. Kapitel: Bildgröße und Auflösung
  3. Kapitel: Filter und Effekte
  4. Kapitel: Helligkeit und Kontrast
  5. Kapitel: Farbanpassung und -korrektur
  6. Kapitel: Ausbessern und Retuschieren
  7. Kapitel: Beauty-Retusche
  8. Kapitel: Freistellen
  9. Kapitel: Montage und Collage
  10. Kapitel: Malen, färben und kolorieren
  11. Kapitel: Photoshop für Fotografen
  12. Kapitel: Text und Schrift
  13. Kapitel: Farbmanagement und Automatisierung

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Photoshop CC 2015, Kapitel 9: Montage und Collage

Bildbearbeitung macht heute alles möglich. Zwar nicht so einfach und mühe­los, nicht so perfekt und nicht völlig ohne jegliche Einschränkungen, wie es uns manchmal Fernsehen und Kino glauben lassen wollen, doch die Grenzen stecken weniger die technischen Möglichkeiten als der verfügbare Zeitrahmen, das Budget und das Know-how des Anwenders. In diesem ­Kapitel meines sechsten Photoshop-Workshop-Buches möchte ich das Know-how des Lesers über Bildmontage ausweiten, nachdem er im 8. einiges über das Freistellen erfahren hat.

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Ebenen ineinander überlaufen zu lassen, ist ein Effekt der zwar uralt ist aber noch immer cool aussehen kann. Im ersten Workshop des 9. Kapitels zeige ich wie simpel sich zwei Bilder mit Hilfe von Ebenenmasken zu einem Composing vereinen lassen.
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Zu Präsentations- und Werbezwecken werden häufig Screenshots und Fotos auf Bildschirme der Aufnahmen von Fernsehern, Computermonitoren und Tablet-PCs montiert. Im zweiten Workshop zeige ich wie so eine Montage vor sich geht.
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Der dritte Workshop greift die Aufgabenstellung des vorangegangenen auf, nur dass ich statt eines Bildes einen Text montiere und statt frei transformieren den Fluchtpunkt-Filter nutze.
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Beispiel_9-4-fertig
Produkte und Objekte, die sich auf der Grundfläche spiegeln, kennen wir seit Jahren. Auch wenn der Effekt somit längst nicht mehr taufrisch und neu ist, bleibt er dennoch irgendwie interessant. Seine Stärke liegt darin, dass er, wie ein Schatten auch, eine Beziehung zwischen freigestelltem Objekt und Grundfläche, auf der es steht, herstellt.
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Für die Auswahl dieser drei DVDs sind sechs Kreise notwendig – das ist eine durchaus knifflige Aufgabe die nicht nur Know-how sondern auch Übung in der Umsetzung erfordert. Außerdem zeigt der Workshop wie sich ein natürlicher Schatten übernehmen lässt, was meist besser aussieht, als einen künstlichen zu generieren.
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Viele Aufgaben die ich im Buch als Beispiele heranziehe lassen sich auf verschiedene Arten lösen. Manchmal ist eine bestimmte die schnellere oder bessere. Manchmal sind es einfach nur zwei gleich gute Wege zum Ziel. Und manchmal ist es schlicht und einfach Geschmacksache welchen Weg man gehen möchte. Hier löse ich die vorangegangene Aufgabe auf andere Art.
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Beispiel_9-7
Elemente die den eigentlichen Rahmen einer Abbildung sprengen wirken immer sehr dynamisch und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Mit solchen Gestaltungselementen verleiht man Layouts leben.
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Den Workshop mit dem »Orapfel« gab es schon in mehreren früheren Auflagen, wie ein paar andere auch. Beispiele die sich im Unterricht besonders bewährt haben habe ich beibehalten, allerdings nicht ohne sie weiter zu entwickeln und zu verbessern.
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Es kommt immer wieder vor, dass eine Beschriftung oder ein Logo auf eine Form zu legen ist. Im 3. Workshop habe ich gezeigt wie man einen Text auf eine perspektivische Fläche montieren kann. Ist die Montagefläche nicht plan wird es etwas schwieriger. Hier zeige ich einen Lösungsansatz.
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Auch ein Workshop den es so ähnlich bereits in früheren Auflagen gab, allerdings mit anderen Bildern und Teilweise anderen Methoden.
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Für dieses Beispiel erstellte ich eine Langzeitbelichtung für den verwischten Effekt im Wasser und eine Aufnahme mit kurzer Belichtungszeit bei der sich das Modell in der Szene befindet.

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

448 Seiten, gebunden, vollständig in Farbe
ISBN 978-3-8362-3814-4
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Beschreibungen der 13 Kapitel:

  1. Kapitel: Grundlagen und Arbeitsbereich
  2. Kapitel: Bildgröße und Auflösung
  3. Kapitel: Filter und Effekte
  4. Kapitel: Helligkeit und Kontrast
  5. Kapitel: Farbanpassung und -korrektur
  6. Kapitel: Ausbessern und Retuschieren
  7. Kapitel: Beauty-Retusche
  8. Kapitel: Freistellen
  9. Kapitel: Montage und Collage
  10. Kapitel: Malen, färben und kolorieren
  11. Kapitel: Photoshop für Fotografen
  12. Kapitel: Text und Schrift
  13. Kapitel: Farbmanagement und Automatisierung

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Photoshop CC 2015, Kapitel 7: Beauty-Retusche

Nachdem es im 6. Kapitel um die Grundlagen der Retusche geht widmet sich das 7. ausgiebig dem Thema Beauty-Retusche. Die beste Retusche ist in meinen Augen die, die man den Modellen nicht ansieht. Ich bin kein freund brachialer Verschönerung die interessante Menschen in charakterlose Puppen verwandelt.

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Pickel und Hautunreinheiten suchen praktisch jeden Menschen gelegentlich heim. Glauben Sie nicht Supermodels, Stars und Sternchen hätten keine. Auf Fotos machen sich oft kleinste Rötungen wichtig die man bei alltäglichen Begegnungen niemals wahrnimmt. Da sie ohnehin nur temporär vorhanden sind darf man sie entfernen ohne das Gefühl haben zu müssen man würde Bilder unzulässig manipulieren.
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Die strahlend weißen Zähne der Modelle die uns aus der Werbung entgegen lächelt kommt in der Regel nur zum kleineren Teil aus der Tube. Meist wird mit Photoshop gehörig nachgeholfen. Hier zeige ich wie einfach das geht.
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Das Rote-Augen-Werkzeug gehört nicht zu meinen Favoriten unter den Photoshop-Tools. Ich habe meine eigene Methode, wie ich roten Augen zu Leibe rücke. Hier lasse ich die beiden Methoden gegeneinander antreten.
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Besonders ausgeprägter Glanz, wie er durch den Einsatz direkter Blitze entsteht, lässt sich meist nur mühsam oder kaum mehr reduzieren. Doch ist der Glanz nicht zu ausgeprägt lässt sich Einiges machen. Hier zeige ich wie.
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Sonnenbrand, Erkältungen, Nervosität – all das kann zu roten Flecken auf der Haut führen. Im 6. Kapitel habe ich erklärt was man gegen generell über­sättigte Hauttöne tun kann. Hier zeige ich wie man gegen rote Flecken darauf vorgeht – die Arbeitsweise ist ähnlich.
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Fotografiert man an kühlen Tagen sind Hautrötungen nicht ungewöhnlich – dasselbe gilt für die Schnupfenzeit. Verfügt man nicht über einen Make-up-Artist der das für die Aufnahme kaschieren kann hilft die Retusche in Photoshop.
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Schatten und Ringe unter den Augen können auf durchzechte Nächte hindeuten, Resultat des Lichteinfallswinkels sein oder, wie hier, durch verlaufenes Make-up nach einem langen Tag verursacht sein. Hier zeige ich wie man sie in der Retusche beseitigt.
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In diesem Workshop zeige ich Ihnen einen recht einfachen Trick mit dem sich Bildbereiche aufhellen lassen. Vor allem zum Aufhellen von Augen wende ich ihn häufig an.
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Frequenzseparierte Hautretusche klingt nicht nur kompliziert sondern ist auch nicht ganz einfach. Doch in der Beauty-Retusche ist sie State of the Art und der letzte Schrei.
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Dodge Tool und Burn Tool sind die Originalnamen der Werkzeuge die auf Deutsch Abwedler und Nachbelichter heißen. Mit der »Dodge and Burn«-Technik kann man Schatten aufhellen und Lichter füllen. Oder man macht es umgekehrt: Man macht Schatten noch dunkler und hellt Lichter weiter auf. Das Verstärkt die Plastizität der Objekte.
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Photoshop bietet verschiedene Möglichkeiten Bilder zu formen und zu verformen. Mit Verflüssigen haben ich im zweiten Kapitel auf Seite <?> bereits ein Kätzchen verändert. Hier zeige ich wie man mit derselben Technik Körper modellieren kann, etwas, das in der Modefotografie – allerdings nicht nur – Gang und Gäbe ist. Wie immer gilt: Die Dosis macht das Gift !

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

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ISBN 978-3-8362-3814-4
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Beschreibungen der 13 Kapitel:

  1. Kapitel: Grundlagen und Arbeitsbereich
  2. Kapitel: Bildgröße und Auflösung
  3. Kapitel: Filter und Effekte
  4. Kapitel: Helligkeit und Kontrast
  5. Kapitel: Farbanpassung und -korrektur
  6. Kapitel: Ausbessern und Retuschieren
  7. Kapitel: Beauty-Retusche
  8. Kapitel: Freistellen
  9. Kapitel: Montage und Collage
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  11. Kapitel: Photoshop für Fotografen
  12. Kapitel: Text und Schrift
  13. Kapitel: Farbmanagement und Automatisierung

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Creative Cloud – ein Zwischenfazit

Zunächst sei einmal gesagt, dass ich Photoshop liebe und (noch immer) gerne damit arbeite. Gerade schreibe ich an einer Neuauflage meines Buches über Photoshop CC und nehme mir viel Zeit alles neu zu strukturieren, noch besser zu beschreiben und noch wertvoller für den Einsteiger und Anwender zu gestalten. Ich liebe die Bildbearbeitung, ich liebe das Schreiben, ich liebe das Unterrichten – und Photoshop gehört da für mich einfach dazu. Ebenso wie die Cloud-Programme Illustrator und InDesign. InDesign ist das Satz- und Gestaltungsprogramm für meine Bücher.

Natürlich sollte ich als Autor von Büchern über Photoshop schwärmen wie toll jede neue Version doch ist, und dass man sie unbedingt haben muss und mein Buch natürlich oben drauf. Doch wenn mich etwas nervt, dann fällt es mir schwer die Klappe zu halten. Ich kann nicht so tun als ob. Es ist nicht alles in Ordnung in der Welt von Adobe und der Cloud. Ganz und gar nicht. Im Gegenteil.

Ein kurzer Tweet von Manuela Hoffmann hat mich wieder einmal daran erinnert wie überhaupt nicht in Ordnung die Dinge sind, in der Cloud.

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Ging mir genauso. Oder besser gesagt: Geht mir noch immer ähnlich.

Nachdem ich bis vor Kurzem auf einen Umstieg von CS6 auf CC verzichtet habe – zu wenig neue Features um den Preis zu rechtfertigen – kam ich nun, da die Arbeit am Photoshop-Workshop-Buch zu CC 2015 anstand, nicht um einen Einstieg in die Cloud herum.

Gibt es irgendwelche Features in CC 2015 die den Umstieg von CS6 rechtfertigen – sofern ich von InDesign, Photoshop und Illustrator in Kombination mit meinen Anforderungen ausgehe würde ich sagen: Nein. Zwar gefällt mir als Typograf und Schriften-Narr TypeKit und auch die Anpassung an Retina-Displays ist nicht zu verachten – aber dann gehen mir die Argumente schnell aus. Jedenfalls wenn ich auf der anderen Seite 60 Euro im Monat in die Waagschale lege.

Aber das ist nicht das eigentlich Thema. Das Problem ist die lausige Qualität die Adobe CC mittlerweile offensichtlich erreicht hat. Manuela Hoffmann ist nicht die einzige Anwenderin die Probleme beklagt. Schon als ich mein letztes Buch »Die kreative Fotoschule« an den Verlag für die Korrekturen an den Verlag übergab beklagte der Setzer endlos zähes Arbeiten und permanente Abstürze. Seit Jahren scheint InDesign ein Problem mit Dingen wir Textmarken, Querverweisen, Indexmarken, etc. zu haben. Über Versionen hinweg!

Vor Kurzem wurde ich in eine befreundete Agentur gerufen, weil ein InDesign-Dokumente mit mehreren Querverweisen permanent abschmierte. Die Lösung: Die Palette Querverweise/Hyperlinks geschlossen halten. Kann’s aber auch nicht sein, oder?

Und CC bei mir: Nach der Installation verweigerte Illustrator auf meinen beiden Macs den Start. Nach einer aufwändigen Entfernung aller Altlasten vergangener CS- und CC-Versionen und einer Neuinstallation der Cloud, sowie Recherchen im Internet stellte sich heraus, dass Illustrator mit einer älteren Version des Wacom-Treibers nicht konnte.

Im Moment laufen Photoshop und InDesign stabil auf meinen Rechnern. Jedenfalls so lange ich damit arbeite. Beim Beenden der Programme frieren regelmäßig beide ein. InDesign scheint dabei das Kunststück eines Aufhängers zu Stande zu bringen, der sich mit keinem Mittel mehr beenden lässt – auch nicht via Abschießen über die Aktivitätsanzeige. Nicht einmal das Ausschalten des Macs ist möglich! Nur mehr das Abwürgen des Systems ist der letzte Ausweg. Gesund dürfte das auf Dauer aber nicht sein für das OS.

Nun kann man als Windows-Anwender natürlich einwenden: »Mac halt!« Doch ich kenne kaum Programme die vergleichbare Probleme bereiten. Office ist im Vergleich ein Fels in der Brandung.

Nebenbei bemerkt: Der Cloud Updater erinnert mich täglich daran, dass es Updates für drei meiner Programme gibt und meint damit für meine CS6-Versionen. Geschafft hat er das Update aber noch nie. Auch nicht nachdem ich alle Cloud-Programme neu installiert habe.

Die Entwicklung ist ein Jammer, denn Adobe hat seinen Kunden mit Photoshop und InDesign grandiose Werkzeuge in die Hand gegeben und ich war immer mehr auf Illustrators Seite denn auf Freehands. Dass die Qualität und die Pflege der Programme nun so den Bach hinunter geht ist bedauerlich, umso mehr, als dass durch InDesign für die Anwender eine Abhängigkeit entstanden ist, die sich kaum mehr lösen lässt. Aber genau da liegt das Problem!

Adobe hat ein Monopol und der Anwender ist dem Konzern ausgeliefert. Das kann man mir jetzt wieder als Schwarzmalerei ankreiden. Doch wie es scheint bewahrheitet sich das, was Heise bereits bei der Vorstellung der Cloud anmerkte: Adobe muss jetzt nur mehr so viel tun, die Anwender nicht komplett zu verärgern.

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Photoshop-Konkurrenz für den Mac

Das britische Software-Unternehmen Serif gab vor wenigen Tagen die erste offizielle Version Ihrer Bildbearbeitungssoftware Affinity Photo frei. Affinity Photo ist das erste Produkt das den Eindruck vermittelt Adobe Photoshop ernsthaft Konkurrenz machen zu können. So sehr ich Photoshop liebe, so wenig gefällt mir die Richtung die Adobe in den letzten Jahren mit Ihrer Produktentwicklung eingeschlagen haben. Man mag der Cloud positiv oder negativ gegenüberstehen – abstreiten lässt sich nicht, dass ein Monopol noch nie zum Vorteil der Kunden war. Deshalb begrüße ich die Vorstellung des neuen Mitbewerbers sehr.

Affinity Photo kostet mit etwa 50 Euro (aktueller Einführungspreis gerade einmal 40 Euro) nicht einmal den Preis einer Adobe-CC-Monatsmiete. Ein Angebot für alle die sich Photoshop nicht leisten können oder wollen! Jedenfalls für alle die am Mac arbeiten, denn für Windows gibt es die Produkte unter dem Lable Affinity bisher leider nicht.

Anders als das ebenfalls rein für den Mac erhältliche Programm Pixelmator vermittelt Affinity Photo tatsächlich den Eindruck auch bei professionellem Anspruch eine ernsthaft Alternative zu Photoshop sein zu können.  Auf Youtube veröffentlichte Serif auf dem Affinity-Kanal bereits mehrere Videos die die Arbeit mit Photo demonstrieren. Das schöne daran: Das Meiste kommt einem sehr bekannt vor wenn man Photoshop kennt. Für Leute die beruflich Bildbearbeitung betreiben und für die Zeit Geld ist wichtig, entfällt doch somit die Hürde sich in ein neues Programm einlernen zu müssen.

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Photoshop CC 2015, Kapitel 1: Grundlagen und Arbeitsbereich

Vor einigen Tagen hat Adobe Photoshop CC 2015 freigegeben und das bedeutete für mich den Startschuss zur fünften Neuauflage meines Workshop-Buchs.

Obwohl sich in Photoshop selbst nicht wirklich viel getan hat werde ich das Buch neuerlich gründlich überarbeiten. Erstens habe ich in den zwei Jahren seit der letzten Überarbeitung beim Unterrichten gemerkt wo noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Dazu gehört, dass ich die einzelnen Workshops kürzer auf den Punkt bringen werde und ausufernde Workshops soweit als möglich vermeide.

Photoshop ist heute mehr denn je Bildbearbeitungsprogramm von Fotografen und nicht mehr so sehr Spielplatz der Grafiker wie vor einigen Jahren noch. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen die Optimierung von Fotos noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen und grafische Spielereien und reine Maltechniken zu reduzieren. Das Buch soll mehr und tiefer auf das eingehen was nach meiner Erfahrung die meisten Anwender am meisten brauchen. Dafür verzichtet es auf Spezialitäten die für das Gros der Benutzer nicht relevant sind.

Im ersten Kapitel, dessen Inhalt ich hier mit ein paar Screenshots kurz vorstelle, geht es um die Grundlagen und den Arbeitsbereich, vom Einrichten einer individualisierten Oberfläche bis zur Arbeit mit Text und Formebenen.

Weitere Informationen auf der Website des Verlags.
Affiliate-Link zur Buchseite bei Amazon.

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Im ersten Workshop zeige ich wie ich mir den Arbeitsbereich in Photoshop einrichte und wie ich ihn speichere um seine Ordnung jederzeit rasch wiederherstellen zu können.
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Im zweiten Workshop geht es um die Voreinstellungen die ich bei meinem Photoshop anpasse. Photoshop ist zwar gut voreingestellt, doch vier kleine Änderungen finde ich doch sinnvoll.
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Photoshop besitzt Unmengen an Tastaturkürzeln aber doch nicht immer für alle Funktionen für die man sie gerne hätte. Im dritten Workshop zeige ich wie man eigene Shortcuts definiert.
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Als nächstes geht es um die verschiedenen Möglichkeiten die Ansicht von Bildern zu vergrößern und zu verkleinern. Immer ganz wichtig: Die passenden Shortcuts!
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Der fünfte Workshop zeigt in aller Kürze wie man beim vergrößerten Bild den Bildausschnitt im Fenster verschiebt und wie man die Ansicht drehen kann um beim Malen und Retuschieren weniger Verrenkungen machen zu müssen.
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In Workshop 6 des ersten Kapitels erkläre ich die wichtigsten Einstellungen für Pinsel und beschreibe den Unterschied zwischen »Deckkraft« und »Fluss«.
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Der siebte Workshop beschreibt warum der Adobe Farbwähler aussieht wie er aussieht, wie man ihn richtig bedient und was es mit der Farbwarnung auf sich hat.
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Haben die Workshops 1 bis 7 noch vorbereitenden Charakter, steige ich beim 8. in die praktische Bildbearbeitung ein und zeige wie man Fehler über Steuerung-Z hinaus korrigieren kann. Die Stars der Präsentation: Protokoll-Pinsel und -Palette.
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Im neunten Workshops steigt das Buch in die Arbeit mit Ebenen ein, und zwar in Form von Formebenen (Sprechblase) und Textebenen.
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Nach neun Workshops wird es Zeit für den ersten Grundlagenexkurs der sich – passend zum vorangegangenen Workshop – mit Ebenen befasst.
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Im elften Workshop wird es konkreter mit der Bildbearbeitung. Ich zeige wie man durch Hinzufügen und Abziehen eine Auswahl erstellt im ausgewählten Bereich das Bild einfärben kann.
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Abgeschlossen wird das erste Kapitel mit einem Grundlagenexkurs über Auswahlen und Masken.

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

Adobe Photoshop CC – Schritt für Schritt zum perfekten Bild

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Beschreibungen der 13 Kapitel:

  1. Kapitel: Grundlagen und Arbeitsbereich
  2. Kapitel: Bildgröße und Auflösung
  3. Kapitel: Filter und Effekte
  4. Kapitel: Helligkeit und Kontrast
  5. Kapitel: Farbanpassung und -korrektur
  6. Kapitel: Ausbessern und Retuschieren
  7. Kapitel: Beauty-Retusche
  8. Kapitel: Freistellen
  9. Kapitel: Montage und Collage
  10. Kapitel: Malen, färben und kolorieren
  11. Kapitel: Photoshop für Fotografen
  12. Kapitel: Text und Schrift
  13. Kapitel: Farbmanagement und Automatisierung

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Photoshop CC 2015 – Kelby One zeigt was es Neues gibt

Gestern habe ich kurz die neuen Funktionen aufgelistet die Adobe zu Photoshop, InDesign und Illustrator verraten hat. Bei Kelby One gibt es eine Reihe von Tutorials die die neuen Funktionen kurz demonstrieren, dazu zählt auch eine Lightroom-Funktion die in der Lage ist Nebelschleier aus trüben Bildern zu reduzieren.

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Adobe Creative Cloud 2015

Adobe veröffentlichte heute das Release 2015 der Creative Cloud. Wie üblich, »wird diese Version die Art wie Sie Ihre kreativen Arbeiten erstellen revolutionieren«. Und womit schafft die Creative Cloud das? Durch die Integration von »Adobe Stock« (formerly known as Fotolia) und durch in Reibungsloses Zusammenspiel verschiedener Devices (Smart Phone, Tablet, PC) – für alle, die ihre Layouts in Zukunft am Telefon gestalten wollen. 😉

Auf den zweiten Blick finde ich dann doch ein paar Details zu Neuerungen in den einzelnen Programmen.

Photoshop

  • Kombination mehrerer Ebenenstile
  • Mehr Kontrolle beim Verschieben und Skalieren von Ebenen
  • Mehrere Zeichenflächen
  • Vorschau von Photoshop-Entwürfen auf iOS geräten
  • Automatisches inhaltsbasiertes Füllen für Panoramabilder
  • Hochauflösende Anzeige auf HiDPI-Displays unter Windows
  • Rauschen für Weichzeichnergalerien
  • Neue Exportfunktion mit der sich unter anderem Ebenen als Bilder exportieren lassen sollten
  • Optimierter Arbeitsbereich
  • Beschleunigte Performance
  • Neue und verbesserte 3D-Features

InDesign

  • Platzierung von Bildern in Tabellenzellen (ach, das ist neu?)
  • Verbesserte Performance
  • Absatzrahmen und Schattierungen (damit scheint gemeint, dass man einen Rahmen jetzt als Absatzformat definieren kann – dürfte ein durchaus brauchbares Feature sein)

Illustrator

  • Verbessertes Zoomen, Schwenken und Scrollen
  • Nach InDesign und Photoshop kann nun auch Illustrator Dateien im Hintergrund zwischenspeichern und somit den Verlust einer Bearbeitung durch einen Absturz verhindern
  • 10 Mal höhere Vergrößerung

Es scheint noch ein paar andere Peanuts zu geben, aber besonders fett scheint dieser Braten einmal mehr nicht zu werden.

Adobe versprach bei der Einführung der Creative Cloud den Abonnenten den Vorteil in Zukunft schneller und häufiger zu Neuerungen zu kommen als das zuvor mit periodisch zum Kauf angebotenen Upgrades der Fall war. Besonders innovativ hat sich das Unternehmen seither – zumindest was Photoshop, InDesign und Illustrator angeht – nicht gezeigt und die Argumente weshalb man nun unbedingt von Adobe CS6 auf CC umsteigen müssten fehlen mir nach wie vor. Einzig Typekit, das es dem Anwender erlaubt auf einen großen Pool an Schriften zugreifen zu können ohne Lizenzgebühren abführen zu müssen ist in meinen Augen ein wirklich nennenswerter Benefit – für die die’s brauchen.

Bei der Ankündigung von Adobe Stock klang es für mich zunächst so als könnte man von diesem Service Stockphotos kostenlos herunterladen – kann man zwar mit Wasserzeichen, doch die Lizenzierung scheint dann doch nicht mehr so kostenfrei zu sein. Wäre der Zugriff auf einen gewaltigen Pool an Stockphotos so wie TypeKit tatsächlich ohne Zusatzgebühren möglich, wäre das wirklich ein absolutes Killer-Feature für Adobe CC. Doch so …

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