Peugeot SR1 from stéphane leloutre on Vimeo.
So macht das jetzt aber schon sinn, finde ich.
Quelle | http://www.fubiz.net
Peugeot SR1 from stéphane leloutre on Vimeo.
So macht das jetzt aber schon sinn, finde ich.
Quelle | http://www.fubiz.net
Peugeot hat sich offensichtlich ein Re-Design seines Logos gegönnt.
Das Designtagebuch von Achim Schaffrinna hat sich des Themas bereits angenommen. Ich schätze Achim und sein Designtagebuch sehr. Seine Berichte sind interessant, umfangreich, gut analysiert und in der Regel bin ich auf seiner Linie. Bei Peugeot geht meine Meinung etwas in eine andere Richtung.
Zwar kann man hinterfragen, ob das Re-Design notwendig war, aber eine Verschlechterung ist es nach meiner Ansicht nicht. Dem einen mag die vorherige Variante besser gefallen haben, der andere mag eher die neue Formensprache mögen.
Ich finde der Löwe ist wesentlich dynamischer und moderner geworden. In der alten Variante wirkt der Logo erhaben und mächtig, aber auch statisch. Die alte Form erinnert eher an ein Wappen (und ist ein Wappen nicht etwas antiquiertes?), was das Re-Design eigentlich nicht assoziiert.
Einen mutigen Schritt, aber vielleicht auch einen sinnvollen, hätte es für mich dargestellt, wenn der Löwe gespiegelt worden wäre. Dann würde er nicht mehr gegen unsere konditionierte Dynamik gehen sondern sich mit ihr bewegen.
Was mich aber vielmehr interessiert: Darf der Löwe auf den Fronten der Peugeots endlich seine Badewanne verlassen? Es muss schlimm sein, für ein so königliches Tier in so beengten Verhältnissen zu leben.
Brand New zeigt die schrecklichsten und beachtlichsten Logo- und Logo-Re-Designs von 2009.
youthedesigner.com zeigt 83 Beispiele kreativen GeschäftsDrucksorten-Designs. Leider ist, wie oft, das meiste so auf unseren üblichen Drucksorten mit Fensterkuvert nicht machbar.
design-milk.com zeigt wie der Prozess vom ersten Entwurf bis zu fertigen Logo aussehen kann. Dieser Grafiker arbeitet offensichtlich sehr lange auf Papier und führt seine Entwürfe offensichtlich sehr präzise aus. Die Vorgehensweise dürfte bei jedem Designer anders sein, so gehe ich zum Beispiel schon recht führ an den Computer. Doch es immer interessant zu sehen wie Kollegen arbeiten und das ist ein ganz schönes Anschauungsbeispiel.
Kommentare: 0
Der Designer heißt Matthew Frank. Die Doppeldeutigkeit funktioniert. Schönes LogoBeispiel, finde ich, habe ich da gefunden.
Quelle: http://logopond.com
Kommentare: 0
Mit der Dobra (Serif) habe ich gerade unlängst für ein Corporate Design Projekt gearbeitet und als Hausschrift eingesetzt. Sehr schöne Schrift. Eigenwillig, aber unaufdringlich, wie eine gute Schrift sein soll. Jetzt gibt es die Dobra Slab, eine serifenbetonte Variante, und die sieht verdammt gut aus.
Quelle: http://new.myfonts.com
Kommentare: 0Es hat jetzt ein paar Wochen Pause mit meiner Interview-Serie gegeben, weil ich selbst im Urlaub bzw. mit Arbeit übervoll war, und den Kollegen denen ich meine Fragen zugesandt habe, geht es offensichtlich ebenso. Nun aber ist mein fünftes Interview eingetroffen, und ihr könnt es hiermit nachlesen
Trixy Freude ist mir als angenehme, engagierte und aktive Forumsteilnehmerin bei Xing aufgefallen. Sie ist Gesellschafterin der 5gestalten GmbH in Stuttgart und bloggt unter anderem unter blog.5gestalten.de und bei webdesign-und-usability.de
Frage: Hallo Trixy. Kannst du kurz deinen Werdegang beschreiben – wie du zum Webdesign gekommen bist, welche Leidenschaft du damit verknüpfst und womit du heute im Wesentlichen dein Einkommen bestreitest?
Trixy: Ich kam so um 1995 rum zum Internet, das ja damals schon das wahre Web 2.0 war – viele haben ein bisschen rumgebastelt, sich Webseiten gebaut, HTML gelernt, diesen Traum vom Konsumenten zum Produzenten gelebt. Und wie so viele habe ich weitergebastelt, bin irgendwann vom Tabellendesign auf CSS umgestiegen und habe gemerkt, dass ich das leidlich genug kann, um das – nach meinem Studium als Informationsdesignerin – auch Kunden anzubieten. Heute liegt meine Leidenschaft aber eher bei der Web-Evaluation. Webseiten beurteilen kann ich nämlich doch noch besser als bauen
Frage: Gestaltung lebt im Spannungsfeld zwischen Kreativität und Funktionalität. Wo liegen bei dir die Prioritäten, und: Beinhaltet ein Gestaltungprozess für dich mehr Inspiration oder Transpiration?
Trixy: Ich bin keine klassische Gestalterin, aber ich habe durchaus viele Ideen, die ich auch mal skizziere, um sie dann von anderen umsetzen zu lassen. Kreativität und Funktionalität halten sich da die Waage, schließlich habe ich als Informationsdesignerin auch immer die Usability im Blick. Keine Frage, dieser ganze kreative Denkprozess ist anstrengend und nervenaufreibend, aber ich würde sagen: Eher Inspiration, Schweiß spielt weniger eine Rolle.
Frage: Wie gehst du ein Gestaltungsprojekt an? Wie kommst du zu kreativen Lösungen und was machst du, wenn sich die Inspiration einmal nicht bis zur Deadline einstellt?
Trixy: Das ist noch nie passiert. Im Gegenteil, gerade die Deadline befördert die Kreativität. Ich kann unter etwas Druck ganz gut arbeiten. Ansonsten versuche ich, mich in den Nutzer zu versetzen, zum Beispiel mit der Personas-Methode, bei der man quasi einen Stellvertreter der anvisierten Nutzerschaft personalisiert und für diesen Stellvertreter konzipiert und gestaltet. Oder ich gehe ganz strukturiert vor, mache mir Notizen, welche Dinge mit dem zu lösenden Problem am meisten zu tun haben könnten, welche anderen Dinge ähnlich sind und so weiter.
Frage: Welche Bedeutung hat Schrift und Typografie für deine Arbeit?
Trixy: Schrift und Typografie sind in jedem Bereich meiner Arbeit wichtig, sowohl in der Gestaltung selbst bei der Auswahl der passenden Schriften, als auch bei der Evaluation. Wenn Kunden wissen möchten, wie sie ihre Produkte verbessern können, erwähne ich immer, dass ein einheitliches Schriftbild, gut gewählte Schriftgrößen, Abstände und so weiter die Text-Verständlichkeit fördern.
Frage: Und welche Bedeutung haben Bilder für dich? Woher beziehst du sie in der Regel?
Trixy: Das ist manchmal ein schwieriges Thema. Die meisten Kunden möchten beispielsweise bei einem Relaunch ihrer Webseite mehr Bildmaterial haben, aber sie haben in der Regel keine Vorstellung davon, woher man diese Bilder bekommt, was das kostet, und dass man eigenes Bildmaterial auch möglichst professionell gestalten sollte und nicht einfach selbst mit der Digitalkamera mal eben seinen Kollegen vor dem Aktenberg fotografiert. Feste Bildagenturen habe ich nicht, aber wir haben Kontakte zu guten Fotografen, die wir dann auch gerne vermitteln.
Frage: Ich bin der Ansicht, dass das Thema »Corporate Design« (bei kleineren Unternehmen ein stringentes Erscheinungsbild) in der Ausbildung von Gestaltern recht stiefmütterlich behandelt wird. In der späteren Berufspraxis wird es dann oft vernachlässigt, nicht verstanden um nicht zu sagen: ignoriert. Natürlich verengt es den Rahmen, in dem Kreativität statt finden kann. Doch ein guter Gestalter sollte in der Lage sein, auch unter klar abgegrenzten Rahmenbedingungen gute Lösungen zu erarbeiten.
Wie stehst du zu diesem Thema?
Trixy: Es ist doch eine unheimlich spannende Aufgabe, ein komplettes, einheitliches Gestaltungsbild für ein Unternehmen zu entwerfen. Ich finde nicht, dass das die Kreativität behindert, und es gibt ja auch unglaublich viele tolle Beispiele für Corporate Designs. Für Informationsdesigner ist es vielleicht auch nicht ganz so schwer, mit CD und CI gut umzugehen; in unserer Ausbildung ist das Wort “Konsistenz” vermutlich das, was wir alle am häufigsten benutzen
Frage: Gibt es ein Buch für dich, von dem du sagst: »Das muss jeder Gestalter gelesen haben!«
Trixy: Eigentlich nicht. Viele dieser Bücher beschäftigen sich oberflächlich mit einer hübschen Optik, erklären aber kaum die Hintergründe. Ich denke aber, jeder Gestalter, gleich welches Medium er gestaltet, sollte ein gutes Buch über Farbgestaltung besitzen.
Frage: Hast du noch weitere Informationstipps? Zeitschriften? Websites? Blogs? Oder: Wie informierst du dich und was sind deine Lern- und Inspirationsquellen?
Trixy: Ich lese ganz gerne »A List Apart«. Ich verfolge auch diverse Blogs, aber meine Interessen sind da sehr vielfältig, es wäre schwer eins rauszugreifen.
Frage: Was würdest du Neueinsteigern raten, die Gestalter werden möchten: Wie wird man Gestalter und wie schafft man den Einstieg in die Branche?
Trixy:Ich finde es schwierig, von »dem Gestalter« an sich zu sprechen, weil heutzutage alles wahnsinnig spezialisiert ist. Ich denke, man muss sich klar werden, in welcher Richtung die Talente liegen. Ohne Talent wird es nicht völlig gehen, aber es ist auch wichtig, das Handwerk zu lernen. Als Quereinsteiger hat man es sicher auch als Gestalter heute nicht mehr ganz so leicht.
Frage: Gibt es sonst noch einen besonderen Rat oder Tipp, den du allen aufstrebenden Gestaltern mit auf den Weg geben möchtest?
Trixy: Kreativitätstechniken lernen und anwenden! Wenn einem nichts mehr einfällt, wirken Brainstorming, Mindmapping oder schlichtes Knetgummi Wunder.
Frage: Aus persönlichem Interesse: Ich bin über deine Aktivitäten im Internet auf dich aufmerksam geworden. Weshalb engagierst du dich auf diese Weise?
Trixy: Wissen vergrößert sich, wenn man es teilt. Und außerdem bin ich wohl irgendwie sehr mitteilungsbedürftig
Vielen, lieben Dank für das Interview, Trixy, und weiterhin ein gutes Händchen beim Evaluieren von Websites – wir User werden es brauchen können.
Anmerkung: Wenn ich mir die letzten vier Interviews anschaue, dann ist das Feedback mit einer Bewertung von ca. 1 nicht eben berauschend. Zwar ist es schwer aus ein bis drei abgegebenen Stimmen Rückschlüsse zu ziehen, aber wir kommen dennoch ins Grübeln ob das Thema vielleicht tatsächlich so am Interesse vorbeit geht. Also lasst uns wissen, wie euch unsere Interviews gefallen und vergebt ein bis drei ehrliche Sternchen hier unten.
Kommentare: 0Die Logo-Entwicklung ist ein aufwendiger Prozess.
Zunächst sollte der Designer in einer ausführlichen Projekt-Besprechung, ein Gespür für das Unternehmen entwickeln – für seine Tätigkeiten, Besonderheiten, Abnehmer, Marketing-Kanäle, Visionen, Ziele und bei einem bereits bestehenden Unternehmen für seine Tradition.
Der Designer beginnt dann Ideen zu skizzieren. Bei mir können nach einigen Tagen, am Ende der ersten Phase 30, 50, oder 70 flotte Handskizzen in meinem Sketchbook landen. In der zweiten Gestaltungsphase, werden jene Entwürfe, mit ausreichendem Potential, am Computer umgesetzt. Vielleicht 20 bis 30 der Handskizzen kommen dann in den Rechner. Jede davon wird wahrscheinlich wieder in mehreren Varianten getestet. Gemeinsam mit den Handskizzen, ergibt das schnell einmal 100 bis 200 Varianten mit mehr oder weniger großen Unterschieden. Daraus werden die drei bis sechs besten Entwürfe ausgewählt und präsentationsreif gezeichnet.
Nach der Präsentation, sollte sich der Auftraggeber für eine der unterschiedlichen Varianten entscheiden können (ansonsten geht es in eine neue Runde). Die ausgewählte Variante wird dann im Detail reingezeichnet. Buchstabenabstände werden im Detail optimiert, Proportionen aus- und angeglichen.
Die Farben werden bestimmt als:
Die reingezeichnete Logo-Datei wird in der Regel in verschiedenen Farbversionen ausgegeben als:
Außerdem ist es meist notwendig, die einzelnen Farbvarianten, in verschiedenen Dateiformaten, für unterschiedliche Aufgaben zu speichern. Die professionelle Druckvorstufe bevorzugt ein Vektor-EPS, für das Internet eventuell JPEG- und GIF-Varianten, während für MS Office wieder PNG seine Vorteile hat.
Am Ende des Prozesses, sollte ein Logo mit starker Eigenständigkeit und emotionalen Werten stehen, das dem Unternehmen auf den Leib passt.
Für ein Logo in professioneller Ausführung, starkem und maßgeschneiderten Charakter, sollte ein kleines bis mittelständisches Unternehmen schon zwischen 20 und 40 Stunden kalkulieren – schließlich möchte man keine Lösung, die nach zwei Jahren schon wieder aus der Mode, oder in der Praxis nur mit erheblichem finanziellen Aufwand umsetzbar ist.
Wer die Investition in ein starkes Logo scheut, sollte sich überlegen, welchen Zweck das Logo für ihn erfüllen muss (siehe auch: Wer braucht ein Logo?). Eine Sparvariante, die lediglich beliebig ist, ist dabei noch das kleinere Übel. Eine laienhafte Lösung wird dem Image eher schaden als nützen. Ein Logo das nicht funktioniert, kann teurer kommen, als die aufwändigste Entwicklung und dabei kontraproduktiv sein. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass die Entscheidung für ein Logo in der Regel eine Entscheidung fürs Leben ist!
Gründern, deren Budget für eine professionelle Lösung nicht ausreicht, sollte geraten werden, den Schritt in die Selbständigkeit ohne Logo zu gehen: Ein Logo nachträglich einzuführen ist ein Leichtes. Ein bestehendes Logo auszutauschen ist schwierig, kostet Geld und ist mit Risiken verbunden.
Kommentare: 2