Thu, 22. Oct. 09
Autor: Markus Kategorien: Werbung Tags: ; ; ; ; ; ; Kommentare: 0

»Childishly easy to use«, behauptet Canon von der IXUS 200. Ja, ja! Und dann macht die kleine Kompakte solche Bilder. Glauben wir eh, dass das abgebildete Foto mit einer Handtaschenknippse samt integriertem Blitz gemacht worden sind. Ich liebe es, wenn Werbung ihre ehrlichsten Momente erreicht.

Aber wir wollen keine Spielverderber sein und halbe Haare machen. Die Sujet-Idee ist nicht schlecht. Funktioniert nicht unmittelbar, vermittelt aber einen dezenten Witz wenn die Poiente entschlüsselt ist. :)

Quelle: http://adsoftheworld.com

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Mon, 16. Feb. 09

Via Twitter hat mich am Wochenende die Frage nach der besten Kamera erreicht. Ich bin Nikon-Fotograf aus absoluter Überzeugung. Deshalb kann ich nichts anderes empfehlen als eine Nikon.

Die drei großen Hersteller – Nikon, Canon und Sony – haben sicher langfristig das größte Potenzial und das größte Angebot an Objektiven – vor allem Canon und Nikon.

Mir fallen viele Argumente pro Nikon ein: Nikon ist bekannt dafür, besonders gute, große, helle Sucher zu bauen, und auch beim Systemblitzen scheint Nikon derzeit die Nase vor allen anderen Herstellern zu haben (vor allem wenn es um entfesseltes Blitzen geht). Die Qualität der Nikon-Objektive steht außer Zweifel (und im Gegensatz zu einem geizigen Mitbewerber ;-) kommen Nikon-Linsen immer MIT Streulichtblende), und, und, und.

Ein Canon-Fan wird aber wohl genau so viele Argumente pro Canon liefern. Alle Hersteller kochen mit Wasser und beinahe jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Am Besten ist immer zu überlegen, was möchte ich mit der Kamera machen und welche must-have-Eigenschaften ergeben sich daraus für die Kamera. Bei Street-Photography ist derzeit zum Beispiel die Panasonic G1 neue Micro-Four-Thirds sicher eine Überlegung wert: Klein und kein Spiegel, der Lärm macht. Studio-Fotografen die einen preiswerten Einstieg ins Profi-Segment mit hoher Auflösung suchen und auf hohe ISO-Werte verzichten können, sollten die Sony α900 ansehen. Für alle, die im Gegensatz auf eine gigantische Auflösung verzichten können (man sollte sich ernsthaft überlegen, wie viel Auflösung man braucht und wie viel Auflösung zu viel ist), aber hohe ISO-Werte zu schätzen wissen, für die stellt die D700 (und darüber die D3) eine Revolution dar. Canons D700-Konkurrent 5D Mark II punktet mit fast schon doppelter Auflösung, wirft damit natürlich extrem hohe Datenmengen auf und ist damit auch deutlich langsamer als die D700. Bezüglich Rauschen habe ich von dieser Kamera schon gelesen, dass sie besser als die D700 sein soll, und gehört, dass sie mit der D700 nicht mithalten kann.

Und dann muss einem eine Kamera immer auch vom Feeling und der Bedienung her gut liegen und sympathisch sein. Ein Produkt wie ein Kamerasystem, darf einem nicht nur funktional entgegen kommen, sondern man muss es auch emotional mögen.

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Sat, 17. Jan. 09

Hier einmal eine Zusammenfassung meiner interessantesten Statusmeldungen dieser Woche bei twitter:

  • Mein erstes, mit Aperture zusammengestelltes Buch von Apple erhalten. Qualität wie gewohnt sehr gut. Ich bin mit dem Umstieg von Lightroom auf Aperture sehr glücklich.
  • Jos Buivengas Schriften Museo und Museo Sans gehören zu den Top 10 Fonts of 2008 bei MyFonts. Darüber freue ich mich besonders, denn schließlich verwöhnt Jos mit exljbris seit Jahren die leidenschaftliche Typografenwelt mit vielen kostenlosen Fonts.
  • Das Designtagebuch berichtet über Design vom Discounter. Logos ab 79 Euro. Meine Meinung dazu: Jeder kriegt, was er verdient. :-D
  • Apple iWork 2009 heruntergeladen, installiert und iwork.com getestet. Sehr cool. Wenn ich nur einen Einsatzzweck dafür hätte!
  • Einen Blick auf iPhoto Places und Faces geworfen. Warum habe ich das im viel teureren Aperture noch nicht?
  • Selbst herausgefunden, wie man aus einer langen URL eine Kurze macht: http://tinyurl.com/ :-P
  • Darüber mokiert, dass Nikon vor Weihnacht furchtbar uncoole Werbespots geschalten hat. Noch zehrt Nikon von Qualität, Tradition und guten Produkten. Aber bei den coolen Spots von Sony und Canon, mit denen die Kids heute groß werden, muss sich Nikon mit Ihren Peinlichkeiten in 20 Jahren warm anziehen. :-(
  • Heise meldet, dass das Sundance Festival von einem mit SLR gedrehten Film eröffnet wurde.
  • The Online Photographer meint, dass Nikon in Punkt Qualität bei High-End-Kameras the Leader of the Pack ist. Wusst ich’s doch. ;-)
  • Absteiger: Seit Monaten zum ersten mal, sehe ich mein Photoshop-CS3-Buch an dritter Stelle, der bestverkauften Photoshop-Titel bei Amazon. :-(
  • Aufsteiger: Während ich an der 260. Seite schreibe, notiert mein Photoshop-CS4-Buch auf Platz 22 der Amazon-Photoshop-Charts. :-)
  • Ach ja: Für mein Nikon D700-Buch liegen 800 Vorbestellungen vor. Ich kann kaum erwarten, ein Exemplar in Händen zu halten.
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Mon, 17. Nov. 08
Autor: Pascal Kategorien: Fotografie Tags: ; ; ; ; Kommentare: 0

Zugegeben, der Titel hört sich ziemlich verwirrend an. Es ist aber immer gut, wenn man die englischen Begriffe kennt, denn diese werden unter Fotografen eigentlich meistens benutzt. Die Auto Exposere Bracketing (AEB) Funktion ist nichts anderes als eine Belichtungsreihe. Eine Belichtungsreihe ist eine Serie von Aufnahmen bei der die Belichtung für ein und das selbe Motiv unterschiedlich eingestellt wird.  Dies kann sehr nützlich sein, wenn man sich nicht sicher ist ob die eingestellte Blenden- Verschlusszeitkombination passt. Oder es findet auch Verwendung wenn in Kombination mit einem Stativ mehrere identische Aufnahmen nachträglich zu einer HDR Aufnahme zusammen gefügt werden. Wer sich nicht mehr erinnert, was eine HDR Aufnahme ist, sollte sich diesen Artikel nochmals zu Gemüte führen.

Die Belichtungsreihe kann nur in den Kreativmodi verwendet werden. Sind die Motivprogramma aktiviert, ist das Menü nicht sichtbar. Es findet sich im zweiten Aufnahmemenü unter dem Kürzel »AEB«. Wählt man diesen Menüpunkt aus, kann mit Hilfe des Wahlrades oder den Cursertasten links und rechts der Abstand der einzelnen Belichtungen eingestellt werden. Die Schritte sind in 1/3 Blendenstufen eingeteilt und reicht bis maximal zwei Blendenstufen. Es können nur drei Belichtungen eingestellt werden (Profikameras lassen bis zu 9 oder noch mehr zu).

Sind die Einstellungen getätigt und mit der Mitteltaste bestätigt worden geht es an die Aufnahme. Ist der »Einzelbild« Modus aktiv, muss für jede der drei Aufnahmen einzeln ausgelöst werden. Ist die Reihenaufnahme eingeschaltet, kann man einfach auf dem Auslöser drauf bleiben und alle drei Aufnahmen werden nacheinander aufgenommen. Das Ganze wird auch auf dem Display visualisiert. Die Belichtungsschritte werden mit schwarzen Balken angezeigt und rechts daneben finden sich drei Rechteckflächen welche übereinander liegen.

Standardmässig geht die Belichtungsreihe von dem »korrekt« belichteten Mittelwert aus. Man kann diesen allerdings auch verschieben, in dem man eine Belichtungskorrektur anbringt. Hält man die AV Taste gedrückt und dreht das Wahlrad, so verschieben sich die Balken nach links oder rechts und mit ihr die Abstände der Belichtungsreihe. So können mit Hilfe eines Stativs auch mehr als drei Aufnahmen von der selben Stelle gemacht werden.

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Mon, 10. Nov. 08

Lange habe ich mir Zeit gelassen die Serie über die Bedienung der EOS 400D fortzusetzen – viel zu lange eigentlich. Nun bin ich aber zurück auf dem Parkett und ich möchte in diesem Artikel die Lichtmessungsmethoden behandeln. Folgen werden noch die Motivprogramme, Bracketing (Mehrfachbelichtung) und einigie Individualfunktionen (Spiegelvorauslösung, Blitzsynchronisation). Vielleicht fällt mir dann noch das eine oder andere im laufe der Zeit ein. Schauen wir mal.

Bevor wir uns aber mit den Messmethoden befassen ist es wichtig zu wissen, wie eine Kamera arbeitet. Aus den vorherigen Kapiteln wissen wir, dass eine Kamera immer eine »richtige« Belichtung vorschlägt. Wenn wir zum Beispiel im Av Modus (Blendenvorwahl) arbeiten und die Blende wählen, bestimmt die Kamera automatisch die passende Verschlusszeit für ein »korrekt« belichtetes Bild. Doch was heisst korrekt belichtet, wie kann eine Kamera das wissen?

Nun jede Kamera ist darauf kalibriert, Bilder als richtig belichtet zu erkennen, wenn nach der Reduktion von Farbe und dem Zusammenführen aller Pixel daraus ein 18 prozentiger mittlerer Grauton entsteht. Die Erklärung wie das genau vor sich geht wäre alleine ein ganzer Artikel wert. Ich verzichte hier darauf und behelfe mich mit einem Beispiel. Markus und ich haben mit diversen Kameras Versuche gemacht um zu testen, was es mit dem 18% Grauton auf sich hat. Dabei haben wir drei Kartone in den Farben Weiss, (mittleres) Grau und Schwarz abgelichtet. In unserem Fall haben wir den Kreativmodus Av (Blendenvorwahl) gewählt und die Verschlusszeit der Kamera überlassen.

Das Ergebnis ist sehr interessant: Alle drei Aufnahmen lassen sich nicht voneinander unterscheiden. Der weisse Karton wurde ebenso grau aufgenommen wie der schwarze.

Genau darin liegt das Problem. Die Kamera kann nicht wissen ob wir etwas weisses oder etwas schwarzes fotografieren wollen. Sie »weiss« lediglich dass es ihr Ziel sein muss, alles in einem mittleren Grau zu belichten. Deshalb wird halt ein weisses Blatt grau und auch ein schwarzes Blatt ebenfalls grau dargestellt. Dieser Versuch kann gut zu Hause selber ausprobiert werden. Dafür reicht eine weisses und ein schwarzes T-Shirt, wenn nicht gerade ein Karton herumliegen sollte. Beachtet werden muss noch, dass manuell fokussiert wird. Da das Sujet keinen Kontrast bietet welchen die Kamera messen könnte, wird sie auch nicht fokussieren. Auch eine wichtige Erkenntnis nebenbei!

Nun wissen wir dass die Kamera immer versucht auf diesen 18 prozentigen Grauton zu belichten. Das ganze macht sie natürlich aus einem guten Grund, denn in vielen Fällen passt diese Variante ganz gut. Wir haben selten sehr helle oder sehr dunkle Motive, aber wir haben sie! Es gibt jetzt verschiedene Methoden diesem Effekt bewusst entgegen zu wirken. Hier kommen nun die Messmethoden ins Spiel.

Beginnen möchte ich mit der Selektivmessung da die als Standard gesetzte Mehrfeldmessung etwas anders arbeitet. Bei der Selektivmessung wird die Helligkeit nur auf einem Zentrumsdurchmesser von ca. 1/3 Bildhöhe gemessen. Alles ausserhalb dieses Kreises wird nicht in die Berechnung miteinbezogen. Diese Messmethode hilft und insbesondere bei starken Gegenlichtsituationen. Hier müssen wir eine Entscheidung treffen und uns festlegen, ob das Gegenlicht richtig belichtet werden soll, oder das Subjekt davor.

Ein Beispiel. Auf meiner letzjährigen Australienrundreise waren wir zur späten Stunde bei den Pinnacles in Westaustralien. Pinnacles sind Kalksteine, die wie Termitehügel aus dem Boden ragen. Hier musste ich mich entscheiden ob ich die Pinnacles nur als Silhoutte abbilden möchte und dafür dem dramatisch wirkenden Himmel die Hauptrolle geben möchte, oder ich den Spiess umkehre.

Um dem Himmel richtig belichtet zu haben, fokussierte ich auf diesen und habe mit der Sterntaste die Belichtung gespeichert. Danach habe ich das Bild entsprechend komponiert und abgedrückt. Bei der unteren Aufnahme habe ich zuerst auf den Pinnacle fokussiert und mit der Sterntaste den Belichtungsmesswert gespeichert und danach das Bild erneut komponiert.

Gehen wir über zur Mittenbetonten Messung. Sie ist etwas schwierig zu erklären, da das Messfeld nicht überall gleich misst. Das Zentrum wird stärker gewichtet als die Ränder. Das Feld misst aber nicht ganz bis an den Rand (was eigentlich auch nicht notwendig ist). Sie wird auch in der Anleitung nur erfahrenen Benutzern empfohlen. Ich persönlich verzichte gänzlich auf diese Messung, da sie relativ schwer zu interpretieren ist und oft eine Belichtungskorrektur erfordert.

Nun noch zur Mehrfeldmessung. Nun sie wiederspricht der eigentlichen Theorie vom simplen messen und reduzieren auf den 18% Grauton. Die Mehrfeldmessung ist eine »intelligente« Messung, welche das Bild in Felder aufteilt. Sie analysiert die Geschehnisse und schlägt dann Aufgrund der programmierten »Erfahrungen« eine korrekte Belichtung vor. Dazu ist sie in der Lage, weil im Hintergrund eine Bilddatenbank mit vielen Aufnahmesituationen hinterlegt sind. Die Kamera sucht ein passendes Bild dass der Aufnahesituation ähnelt, entscheidet dann selbstständig welche Bildbereiche mit Priorität behandelt werden sollen und schlägt eine entsprechende Belichtung vor. Was sich nach Willkür anhört, funktioniert eigentlich ganz gut und der Einsteiger wird mit diesere Messmethode im normalfall bestens Leben können. Mit zunehmender Erfahrung überlässt man aber gerne immer weniger den Faktoren Zufall und Automatismus und greift gerne selber ins Geschehen ein. Deshalb wird mit der Zeit die Selektivmessung wohl zum Standard eines jeden engagierten 400D Fotografen werden.

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