Avisierter Veröffentlichungstermin für mein Buch »Grafik und Gestaltung« war ursprünglich September, dann wurde auf Dezember verschoben. Nun wird es Frühjahr 2010. Der Grund: Das Werk ist sehr aufwändig. 600 Seiten fundiertes Basiswissen und Praxistipps brauchen Zeit.
Abgesehen davon, dass ich die Themen nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann und alles, wo ich mir nicht sicher bin noch einmal mit Recherchen überprüfe, gibt es das eine oder andere Loch in meinem Know-how das ich stopfen muss. Und dann sind Wissen, und eine auch für Grafikeinsteiger verständliche Erklärung schreiben können nicht immer das gleiche. Einfache, klar verständliche Erklärungen komplexer Zusammenhänge sind eine echte Herausforderung. Vieles davon will mit Grafiken erläutert werden, die zu zeichnen sind.
Vor allem aber verlasse ich mich dabei nicht auf das, was bisher über Design geschrieben wurde. Wer mein Buch über die Nikon D700 kennt, weiss, dass ich versuche ausgetrampelte Erklärungspfade zu verlassen und neue Perspektiven auf ein Thema zu eröffnen, um eine Thematik so verständlich und praxistauglich als möglich zu illustrieren. Deshalb habe ich die Farbenlehren von Küppers und Itten nicht einfach übernommen. Beide haben ihre Theorien in der PräDigitalen Zeit aufgestellt. Für das Design am Computer zwischen RGB und CMYK sind diese Thesen nur mehr bedingt tauglich. Dasselbe gilt für den Umgang mit Schrift und Typografie: Einerseits gibt es eine DIN-Norm zur Klassifizierung von Schriften, die aber für die heutige Schriftenlandschaft längst überholt ist. Und dann gibt es Spezialkonzepte, die sich aufgrund ihrer Komplexität der Praxistauglichkeit gerne entziehen und nur für Experten nachvollziehbar sind. Ich habe versucht auf Basis von H.P. Willbergs Schriftenmatrix ein Konzept vorzulegen, das auch Gestaltern bei der Schriftwahl unter die Arme greift, die keine ausgeprägten Schriftfetischisten oder Typomanen sind.
Das alles brauch so verdammt viel Zeit. Aber es wird.
Buch bei Galileo: http://www.galileodesign.de
Hier einmal eine Zusammenfassung meiner interessantesten Statusmeldungen dieser Woche bei twitter:
- Mein erstes, mit Aperture zusammengestelltes Buch von Apple erhalten. Qualität wie gewohnt sehr gut. Ich bin mit dem Umstieg von Lightroom auf Aperture sehr glücklich.
- Jos Buivengas Schriften Museo und Museo Sans gehören zu den Top 10 Fonts of 2008 bei MyFonts. Darüber freue ich mich besonders, denn schließlich verwöhnt Jos mit exljbris seit Jahren die leidenschaftliche Typografenwelt mit vielen kostenlosen Fonts.
- Das Designtagebuch berichtet über Design vom Discounter. Logos ab 79 Euro. Meine Meinung dazu: Jeder kriegt, was er verdient.
- Apple iWork 2009 heruntergeladen, installiert und iwork.com getestet. Sehr cool. Wenn ich nur einen Einsatzzweck dafür hätte!
- Einen Blick auf iPhoto Places und Faces geworfen. Warum habe ich das im viel teureren Aperture noch nicht?
- Selbst herausgefunden, wie man aus einer langen URL eine Kurze macht: http://tinyurl.com/ :-P
- Darüber mokiert, dass Nikon vor Weihnacht furchtbar uncoole Werbespots geschalten hat. Noch zehrt Nikon von Qualität, Tradition und guten Produkten. Aber bei den coolen Spots von Sony und Canon, mit denen die Kids heute groß werden, muss sich Nikon mit Ihren Peinlichkeiten in 20 Jahren warm anziehen.
- Heise meldet, dass das Sundance Festival von einem mit SLR gedrehten Film eröffnet wurde.
- The Online Photographer meint, dass Nikon in Punkt Qualität bei High-End-Kameras the Leader of the Pack ist. Wusst ich’s doch.
- Absteiger: Seit Monaten zum ersten mal, sehe ich mein Photoshop-CS3-Buch an dritter Stelle, der bestverkauften Photoshop-Titel bei Amazon.
- Aufsteiger: Während ich an der 260. Seite schreibe, notiert mein Photoshop-CS4-Buch auf Platz 22 der Amazon-Photoshop-Charts.
- Ach ja: Für mein Nikon D700-Buch liegen 800 Vorbestellungen vor. Ich kann kaum erwarten, ein Exemplar in Händen zu halten.
Das Ende eines Jahres ist eine gute Möglichkeit Rückschau zu halten und einen Ausblick zu wagen. 2008 war ein sehr gutes Jahr für mich. Anstrengend zwar, doch voller interessanter Projekte und angenehmer Begegnungen.
Im Januar habe ich eine neue Staffel der Designworks VideoPodcasts gestartet. Leider bin ich auf Grund anspruchsvoller und zeitaufwendiger Projekte nach dem Mai nur mehr im November einmal dazu gekommen, eine Episode zu veröffentlichen. Die bisher erfolgreichste Episode meines Podcasts ist VPC 20: Mit dem Auto zum Rahmen, der über 10.000 heruntergeladen wurde.
Im Februar hat Sabotage an meinem Photoshop-Buch mittels gefälschter Rezensionen bei Amazon Wellen geschlagen.
Im März wird mein Training zu Adobe InDesign CS3 zum bestverkauften Video-Training für Layout-Programme bei Amazon.
Im April habe ich die Xing-Gruppe Grafikdesign und visuelle Kommunikation ins Leben gerufen. In den folgenden Monaten haben aber meine vergeblichen Versuche eine Diskussion in der Gruppe in Gang zu bringen, und der Umstand, dass ich von Arbeit überschwemmt wurde, dazu geführt, dass meine Betreuung der Gruppe gelitten hat und die Gruppe ziemlich eingeschlafen ist.
Im März habe ich die Xing-Gruppe Modell-Kontakt initiiert. Dank des späteren Einstiegs von Marion Furtwängler und Johannes Mairhofer als Co-Moderatoren ist diese Gruppe heute sehr aktiv und hat bereits über 1000 Mitglieder. Eine weitere Initiative, in der Zeit als ich noch mehr Zeit hatte, stellt Kritische Perspektiven bei Flickr dar. Sinn dieser Gruppe wäre es gewesen, dass Fotografen Ihre Aufnahmen kritisch Betrachten und Diskutieren können. Trotz intensiven Trommelns dafür ist die Gruppe kaum über 20 Mitglieder hinaus gekommen. Anscheinend ist das Bekriteln anderer Werke und das Bekriteln lassen eigener Fotos nichts was Fotografen gerne haben. Zwar kann ich aus eigener Erfahrung behaupten, dass das eine wie das andere außerordentlich gewinnbringend für die fotografische Entwicklung ist, doch diese Meinung scheinen nicht viele zu teilen. Neffe, Freund und Co-Autor Pascal stößt ins selbe Horn, und kritisiert an seinem derzeitigen Fotografie-Kurs, dass die Werke der Teilnehmer viel zu wenig kritisch analysiert werden. O-Ton Pascal: »Ich bin natürlich in Punkto kritisiert werden durch Markus sehr verwöhnt.«
Im Juni erklimmt mein Photoshop-Buch Platz 1 verschiedener Bestseller-Listen bei Amazon (natürlich nicht absoluter Bestseller, sondern in Untergruppen zu Technik, Bildbearbeitung und Photoshop), wo das Buch dann den Rest des Jahres über die meiste Zeit stehen blieb. Ebenfalls im Juni steigt Pascal Reis als Co-Autor in dieses Blog ein. Bereits seit einigen Monaten, man kann schon fast sagen Jahren, wurde Fotografie für mich immer wichtiger. Ausschlaggebend für diese Entwicklung ist meine Arbeit als Photoshop-Trainer und Autor für Photoshop-Bücher. Das hat das Thema Fotografie auch in diesem Weblog immer mehr ins Zentrum der Themenauswahl gerückt. Durch den Einstieg von Pascal hat der Überhang in diese Richtung noch mehr Überhang gewonnen. Das Thema Typografie und Grafikdesign, dass über Jahre hinweg im Zentrum meiner Website und des daraus entstandenen Weblogs stand, ist dabei leider etwas untergegangen. Ich hoffe aber, dass nicht alle Leser, die an Fotografie weniger interessiert sind, dem Blog den Rücken kehren. Seit diesem Frühjahr arbeite ich auch an »Das Praxishandbuch Grafik und Gestaltung«, das in den letzten Monaten zwar ruhte, doch an dem ich ab März weiterarbeiten werde, und dann kommt auch Grafikdesign und Typografie wieder verstärkt in meinen Fokus.
Im Juli habe ich eine Reihe von Interviews gestartet. Zwar hatte ich über die veröffentlichten hinaus noch einige Zusagen für weitere Interviews mit bekannten Bloggern, doch leider ist auch dieses Projekt neben der übervollen Projektauslastung eingeschlafen. Ab Juli hat mein Gemeinschaftsprojekt mit Pascal, das Kamera-Buch zur Nikon D700, sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Die letzten Änderungen an diesem Werk gingen gestern, am 30.12.08, an die Druckerei, und ich hoffe, dass es noch im Januar im Handel sein wird.
Ende August habe ich mich gemeinsam mit meinem Schatz im Roadster für zwei Wochen auf eine Tour durch Österreich verabschiedet. Einige Bilder der Tour habe ich später in meiner mobileMe-Gallerie veröffentlicht.
Im September habe ich begonnen zu twittern, und meine Tweets werden seither auch in der linken Seitenleiste dieses Weblogs als Blog im Blog veröffentlicht. Kurzmeldungen erhalten keinen Weblog-Artikel mehr, sondern laufen über meinen Twitter-Account. Noch im August bin ich zum iPhone-Benutzer geworden. Selbst hätte ich mir das Gerät zwar nicht gekauft, doch da ich es quasi gewonnen habe, bin ich doch in den Besitz gekommen. Heute würde ich das Apple Telefon nicht wieder hergeben.
Im November steige ich in meine fünfte Lebensdekade ein – am 11. November habe ich meinen 40er.
Das Jahr endet im Dezember mit der bereits erwähnten Abgabe des D700-Buches und der Aufnahme der Arbeit am Buch zu Photoshop CS4. Die Hälfte dieses Werkes ist bereits verfasst. Es wird kein einfacher Neuaufguss des CS3-Buches, sondern ein zu 95% neu geschriebene Neuauflage.
Einige Meilensteine des kommenden Jahres sind in der Rückschau bereits vorweg genommen: Veröffentlichung D700-Buch im Januar, CS4-Buch im März und Gestaltungs-Buch im Herbst. Als Optimist hoffe ich, ab Mitte des Jahres wieder etwas Zeit für mein Weblog zu gewinnen, und vielleicht auch den einen oder anderen Podcast zu veröffentlichen. Ich hoffe, dass ich dann auch wieder die Freunde von Typografie und Grafikdesign zurückgewinnen kann.
Privat erhoffe ich mir natürlich Gesundheit und mehr Zeit für Bergtouren, Fotosafaris und Modell-Shootings. Auch für meine Lieben, Freunde und Familie erhoffe ich wieder mehr Luft. Die nächste Auszeit ist für den März bereits geplant. Da werde ich eine Woche Urlaub auf La Gomera machen und hoffe auf »gut Licht«.
Ich hoffe alle meine lieben Leser hatten ein so gutes Jahr wie ich, hoffentlich etwas weniger anstrengend und arbeitsintensiv, und wünsche euch allen alles Gute für das neue Jahr.
Kommentare: 0Ich bin schon mehrfahr gefragt worde, ob sich mein – oder jetzt unser – Einsatz als Blogger in Barem auszahlt. Die Antwort ist wie so oft: Jein.
Zum einen bin ich seit 1997 im Internet präsent. Wow! Das sind jetzt schon elf Jahre. Zwar bekomme ich gelegentlich Anfragen wie “Was kostet ein Logo!”, aber ich glaube wir wissen wie ernst das zu nehmen ist. Wirkliche Aufträge in Form von Anfrage, Angebot und Ausführung habe ich in all der Zeit vielleicht ein Hand voll bekommen. Es mag sein, dass es Branchen gibt, in denen das besser funktioniert. Aber hier im goldenen Westen Österreichs, gehen Gestaltungsjobs meist über Kontakte – auch wenn der Kontakt hauptberuflich etwas ganz anderes machen mag, als professionelle Gestaltung und die Verbindung in Form von Verwandtschaft besteht.
Ich habe in all den Jahren bereits versucht über einen Donatin-Button Spenden für meinen Einsatz zu lukrieren, aber auch diese Einnahmen lassen sich an den Fingern der beiden Hände abzählen. Ich gebe ja zu, dass ich selbst auch viel Blogs lese, und noch keinen Autor mit einer Spende versehen habe, außer vielleicht einer Wortspende in den Kommentaren, bzw. mit einem Link-Tipp im eigenen Blog. Ich habe Google-Adds geschaltet, und wer ein Buch über einen Buch-Tipp im Log bei Amazon bestellt, generiert mir ein paar Prozent Provision. Aber auch das deckt nicht einmal die Kosten, die ich für Server und Services selber investieren muss.
Würde ich also meine Zeit- und Finanzaufwand in Honorar für Werbeeinnahmen und Aufträge umrechnen, dann müsste ich das Weblog als Negativ-Position verbuchen.
So viel zum Nein. Ja, der unermüdliche Einsatz rechnet sich vielleicht doch irgendwie, weil letztlich doch Projekte aus der Web-Präsenz heraus entstanden sind. Über mein Weblog ist Galileo auf mich aufmerksamt geworden, und hat mich mit der Aufnahme des InDesign-Video-Trainings betraut. Zwar war mein Ziel Autor zu werden, und nicht Video-Trainer, aber eines hat zum anderen geführt: Galileo war zufrieden mit meinem Einsatz für das InDesign-Training und hat mich mit der Aufgabe ein Photoshop-Workshop-Buch zu schreiben betraut. Diesem folgt in wenigen Monaten die für CS4 überarbeitete Neuauflage. Und wäre CS4 nicht dazwischen gekommen, dann würde wohl noch vor Weihnachten ein Buch von mir über Gestaltung heraus kommen. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben, und deshalb können alle interessierten nächste (nicht kommende) Weihnacht besagtes Design-Buch unter den Christbaum legen. Dieses Buch ist mein eigentliches Wunschkind.
Das Photoshop-Buch hat nun als nächtes den Verlag Point of Sale auf mich aufmerksam gemacht, und für diesen bereite ich nun gemeinsam mit Pascal gleich zwei Bücher zu Kameras vor. Welche das sind, werden wir in Bälde melden.
Auch wenn das Schreiben von Büchern nicht reich macht – naja, nicht jeden –, so scheint es doch die Kompetenz eines Gestalters unterstreichen zu können. Offensichtlich haben meine Veröffentlichungen mit dafür gesorgt, dass mich neue Kunden mit Aufträgen versorgen. In so fern basiert etwa die Hälfte meines heutigen Umsatzes aus Aufgaben, die sich durch dieses Weblog ergeben haben.
Wenn ich über die Jahre zurück blicke, dann ist aber vor allem eines Ausschlaggebend für dieses Resultat: Ausdauer. Es ist noch nicht lange her, dass ich mich immer und immer wieder gefragt habe, wofür ich das eigentlich mache. Denn eines habe ich mit den meisten, auch weit bekannteren Bloggern, gemein: Das Feedback, das wir erhalten, ist leider oft sehr dünn.
Kommentare: 5Wieder einmal ist es ruhig geworden in meinem Blog. Zwar habe ich seit einiger Zeit ja einen Co-Autor zur Verstärkung, aber wenn der auch keine Zeit hat …
Dass er keine Zeit hat, bin ich nicht unschuldig – wir arbeiten zur Zeit an einem gemeinsamen Buch-Projekt. Um was es genau geht möchte ich im Moment noch nicht verraten, nur so viel: Es hat mit Fotografie zu tun (hätte jetzt keiner gedacht, oder
)
iPhone
Ich muss ja zugeben, dass ich das iPhone, als es raus kam, nicht verstanden habe – Telefon mit Spielsachen. Hätte mir in absehbarer Zeit wohl kaum eines gekauft. Vor allem auch deshalb, weil ich kein Telefonierer bin und für mich Handys überhaupt keine Bedeutung haben. Vor ein paar Wochen hatte ich dann eines gewonnen und bin deshalb jetzt glücklicher Besitzer eines iPhone G3. Ich will mein Fazit kurz fassen: Ich bin begeistert. Habe das iPhone bereits benutzt, um mit der Karten-Funktion auf Fotosafari herauszufinden, wohin welche Wege führen, habe mich vom GPS im Auto an Ziele führen lassen (was aber nur mit Beifahrer geht, und wenn das GPS grad mal funktioniert, was nicht immer der Fall ist), checke unterwegs mit Safari meinen Kontostand, habe im Urlaub auf Cabrio-Tour Hotels gecheckt und via Mail gebucht, und vor allem das wichtigste: Ich habe OmniFocus auf dem iPhone und weiss deshalb jetzt auch unterwegs und ohne Computer immer, was gerade zu tun ansteht. In den nächsten fünf freien Minuten werde ich vielleicht auch mal das Bloggen mit WordPress vom iPhone aus versuchen – die App dazu habe ich ja schon.
Ebenfalls eine neue App auf dem iPhone: Twitteriffic. Schon vor einem halben Jahr habe ich Twitter einmal ausprobiert. Um ehrlich zu sein: Ich habe nicht verstanden, für was es gut sein soll, laufend jedem zu erzählen was ich gerade wo mache. Daran hat sich nicht viel geändert – ich versteh Twitter noch immer nicht. Aber in letzter Zeit habe ich auch bei ernst zu nehmenden Leuten über Twitter läuten hören, und dachte mir »schau dir’s doch noch mal an. Wer also auch Twittert und Tweetet kann mir jetzt auf twitter.com/markuswaeger folgen. Vielleicht kann mir ja sogar jemand verraten, wozu es gut sein soll, und ich gewinne Twitter genau so lieb, wie ich mein iPhone lieb gewonnen habe.
Und was ist mit weiteren Interviews?
Weitere Interviews stehen in der Pipeline. Vier oder fünf warten noch bei den Kollegen darauf ausgefüllt zu werden (haben wohl so viel Zeit wie ich). Ein gutes Dutzend muss von mir noch vorbereitet und versandt werden.
Wird es noch weitere Podcasts geben?
Ich hoffe schon, dass ich wieder einmal Podcasts aufzeichnen und veröffentlichen kann. In den kommenden Monaten sehe ich aber schwarz dafür.
Ich habe vier Bücher die ich bis zum Herbst alleine und als Co-Autor schreibe, und um nicht vor Abgabetermin unter Druck und in Stress zu geraten, nutze ich jede Arbeitsminute die zwischen aktuellen Projekten zur Verfügung steht, diese Projekte voran zu treiben. Daraus ergibt sich, dass das Projekt Podcasting mit höchster Wahrscheinlichkeit bis zum Herbst 2009 ruhen wird.
Fazit
Es ist vieles in Bewegung. Zu vieles, um nebenher Zeit für meine Aktivitäten in Foren, bei Xing und eben auch für mein Blog zu finden. Deshalb wird es hier in absehbarer Zeit wohl eher bei Statusmeldungen bleiben. Eingestellt wird das Blog aber noch lange nicht. Also einfach connected bleiben.
Im Mai habe ich schon einmal »Meine Blog-Top-Ten« veröffentlicht. Charts aber sind nichts für die Ewigkeit, sondern sind laufend in Bewegung. Man findet neue Blogs, verliert das Interesse an bestehenden Anlaufstellen – und dann kommt noch dazu, dass sich das Interesse auch immer mal wieder verschiebt. Ein paar von meinen lieben Lesern werden mit Enttäuschung festgestellt haben, dass in den letzten Wochen die Themen rund um Design und Typo etwas aus dem Mittelpunkt dieser Website geraten ist. Das heißt nicht, dass mein Interesse daran erloschen ist, hat aber drei gute Gründe:
- Ich habe enorm viel zu tun, und kaum noch Freizeit, geschweige denn Zeit mich angemessen um mein Weblog zu kümmern (wenn Pascal nicht wäre …)
- Ich halte nach wie vor in vielen Design- und Typoblogs-Ausschau nach interessanten News für euch, aber die Nachrichten über Innovationen, heisse Tutorials und coole Freefonts halten sich derzeit in Grenzen
- Pascal und ich arbeiten jetzt an einem gemeinsamen Buch-Projekt und dabei geht es um Fotografie. Es ist noch zu früh, um mehr zu verraten, aber der Auftrag bestimmt natürlich auch den Fokus meiner täglichen Recherchen
Das heißt aber nicht, dass das Thema aus der Welt ist: Zum Jahreswechsel stehen zwei neue Publikationen zu Software-Anwendungen an und von Frühjahr bis Herbst werde ich daran arbeiten mein Baby zur Welt zu bringen: Ein ehrgeiziges Buch-Projekt, das Grafikdesign als Ganzes erschlagen soll.
Hier also jetzt meine aktuellen Top-Ten:
- fokussiert.com
Leser können Bilder abgeben, die dann von Profis bewertet und kommentiert werden; sehr interessant! - www.designtagebuch.de
Nach wie vor einer meiner liebsten Blogs mit täglich aktuellen Beispielen aus der Welt der Gestaltung; regelmäßige Leser konnten hier vor kurzem ein Interview mit der Person dahinter lesen: Achim Schaffarinna - blog.reduxo.de
Hier treffen sich Werbung, Gestaltung und Unterhaltung; schnell besucht und gut amüsiert; wo kriegt der Daniel nur immer die tollen Beispiele her? - www.typeneu.com
Das tägliche Muss für alle Typo-Fans! - www.hoemmerich.com
Interessante Beispiele und News zu Gestaltung; Martin Hömmerich war mein erster Interview-Partner - www.fscklog.com
Die perfekte Ergänzung zu macnews.de für alle Apple-Fans - stylespion.de
Der Name ist Programm: Schöne Beispiele zu allem was mit visuellem Stil zusammenhängt - www.studio5555.de
Hat auch mit Stil zu tun und ist auch sehenswert - www.typoblog.ch
Dürfte öfters aktualisiert werden, aber wenn was kommt, dann ist es interessant; Aktuell: der Hinweis auf die sehr schöne Aaux Next bei TypeTrust, jetzt im Sonderangebot um 200 Dollar je Schriftfamilie (jeweils 18 Schnitte!) – da ist es mir wieder einmal schwer gefallen, nicht gleich zu zuschlagen - www.fontwerk.com
Schade, dass Ivo derzeit nicht mehr Zeit hat, auf Fontwerk Artikel zu schreiben, sonst wäre das Fontwerk sicher weiter vorne; aber wer zwei Blogs betreibt (www.zoomfeed.de) und auch arbeiten möchte, hat’s eben nicht leicht
In den kommenden Wochen kann ich euch hoffentlich noch ein paar Interessante Interviews liefern, mit Leuten die hinter diesen und anderen Blogs stehen. Die beiden bereits veröffentlichten waren ja schon sehr viel versprechend. Ich bin schon gespannt auf die Antworten die die Kollegen auf meine Fragen geben werden.
Kommentare: 4
Mein Buch, »Adobe Photoshop CS3 – die Workshops für Einsteiger und Aufsteiger«, belegt derzeit den 5. Platz der Bücher-Bestseller »Computer & Internet • Einführungen • Photoshop«. Nachdem Amazon ja vor wenigen Wochen die Konditionen für das Rezensieren von Produkten geändert hat, hat sich mein Verhältnis zum Internet-Buchhändler wieder etwas gebessert, und ich kann mich somit auch herzlich über die Platzierung freuen.
Schön wäre natürlich der erste Platz in den Charts. Alle Leser meines Blogs, die gleichzeitig auch Leser meines Buches und Amazon-Kunden sind, möchte ich hiermit noch einmal daran erinnern, dass positive Rezensionen den Verkaufserfolg eines Werkes außerordentlich fördern können. Wenn Sie also fünf Minuten Zeit haben, dem Absatz meines Buches helfen, und damit nicht zuletzt auch die Arbeit an diesem Blog und weiteren Publikationen unterstützen möchten – nichts wie hin zur Buchseite bei Amazon.
Kommentare: 0Nein, Amazon hat jetzt nichts mit Farbmanagement zu tun. Aber es treffen sich heute zwei Meldungen, bzw. Nachträge, die ich hier kurz vermerken möchte.
Amazon ändert Bedingungen für Rezensionen
Wie ich gestern erfahren habe, ändert Amazon nun endlich die Bedingungen, unter denen Buchrezensionen geschrieben werden können. In Zukunft können nur mehr Kunden, die bereits einmal ein Buch bei Amazon gekauft haben, Rezensionen verfassen. Dadurch ist es dann nicht mehr möglich, dass sich jemand unter verschiedenen Pseudonymen einloggen, und mit mehreren Rezensionen das gleiche Buch bewerten kann. Außerdem kann sich der Rezensent auch nicht mehr davor drücken, im äußersten Fall für seine Aussagen gerade stehen zu müssen.
Ich habe im Zuge der Kommentare zu den Vorkommnissen bei Amazon, einiges über Meinungsfreiheit gelesen. Ich bin auch ein absoluter Befürworter der Meinungsfreiheit. Ich kann es auch verstehen, wenn in totalitären Systemen Menschen ihr Leben zu schützen suchen, indem sie versuchen die Spur von einer kritischen Verlautbarung zu ihrem Namen durch ein Pseudonym zu verwischen.
Wenn aber jemand in einem deutschen Forum über Meinungsfreiheit schwadroniert, die Rezension von EDV-Büchern mit dem Widerstand gegen Diktaturen vergleicht, und sich dabei hinter einem Decknamen versteckt, dann versüßt mir das lediglich den Tag mit einem amüsierten Lächeln.
Ich finde es gut, dass nun niemand mehr die Unwahrheit über Amazon verbreiten kann, ohne mit seinem Namen dafür gerade stehen zu müssen (und wenn jemand schreibt – wie im Herbst geschehen –, dass in meinem Training zu InDesign über die meiste Zeit absolut nichts am Bildschirm passiert, dann kann das jeder als Unwahrheit verifizieren).
Falls Sie nun, liebe Leser dieses Blogs, auch Leser meines Photoshop-Buches oder Zuseher meines InDesign-Video-Trainings sind, Ihnen das Werk gefällt und Sie der Meinung sind, dass es etwas Unterstützung verdient hat, dann surfen Sie doch rasch zu Amazon und schreiben Sie eine Rezension dazu – mich würde es freuen, und es würde mir helfen weitere Bücher und Publikationen auch wirtschaftlich zu rechtfertigen.
Farbmanagement
Einen Nachtrag habe ich auch zum Artikel »Achtung Profile« geschrieben. Monika Gause hat mich nach Veröffentlichung des Artikels via E-Mail kontaktiert, und wir haben eine lebhafte Diskussion über das Thema geführt, und daraus schien es mir notwendig, meinen Artikel noch etwas zu ergänzen und einzugrenzen.
Kommentare: 2Gerade lese ich ein Buch. Sein Inhalt ist kein Thema für mein Weblog, wohl aber die Gestaltung der Überschriften.
Überschriften in Büchern haben meistens verschiedene Ebenen. In wissenschaftlichen bzw. Fachbüchern wird die Ebene der Überschrift innerhalb der Inhaltsstruktur oft mit Zahlen angegeben:
1. Überschrift
1.1 Überschrift
1.2 Überschrift
1.2.1 Und so weiter
In solchen Fällen, ist eine zusätzliche, grafische Unterscheidung der Überschriftenebene nicht notwendig, wenn nicht gar kontraproduktiv. Verzichtet man auf eine Nummerierung, dann sollte die Wertigkeit der Überschrift in der Überschriftenhirarchie mit typografischen Mitteln deutlich hervorgehoben werden.
In besagtem Buch wurden zwei Überschriftenebenen wie es sich gehört, durch unterschiedliche Gestaltung grafisch eindeutig getrennt, nur wurden die Attribute für die Gestaltung dieser beiden Überschriftenebenen so gewählt, dass unklar blieb, welche Überschrift weiter oben in der Hierarchie steht – welche also eine Unterüberschrift der anderen ist.
Die eine Überschrift wurde zwar mit einer Fetten, anstatt der leichteren Kursiven gesetzt, dafür wurde Letztere um so Vieles größer gesetzt, dass sich optisch ein Gleichstand der Gewichtung ergab (siehe das mit Blindtext nachgesetzte Beispiel oben). Mir blieb bis am Ende unklar, welche Variante denn nun der anderen übergeordnet war.
In diesem Fall war es zwar für das Verständnis des Buches nicht von Bedeutung, und hat lediglich mich als Typograf etwas irritiert, aber der Gestalter des Werkes sollte sich die Frage gefallen lassen, weshalb er zwei Überschriften unterschiedlich auszeichnet, wenn unklar ist, was die Auszeichnung aussagen will.
Ein paar Tipps zur Gestaltung von Überschriften und Überschriftenebenen:
- Die Überschriftenhierarchie sollte aus der Gestaltung klar hervorgehen; der Unterschied zwischen 11 Punkt und 12 Punkt ist unklar und wird wohl von kaum einem Leser überhaupt wahrgenommen, also deutliche und auf den ersten Blick erkennbare Unterschiede wählen;
- Andererseits ist es unnötig, die Betonung zu übertreiben: Eine übergeordnete Überschrift muss nicht größer, fetter, bunter, in Versalien UND einer anderen Schrift sein – oft reicht schon ein deutlich verändertes Attribut (z.B. einfach nur deutlich größer), um das höhere Gewicht zum Ausdruck zu bringen;
- Es spricht nichts dagegen eine Zwischenüberschrift in einer fetten, und die Hauptüberschrift in einer ganz leichten Schrift zu setzen, wenn die übergeordnete so viel größer ist, dass die größere Bedeutung klar hervorkommt;
- Überschriften niemals im Blocksatz setzen;
- Trennungen in Überschriften nur, wo notwendig;
- Überschriften optisch, wie inhaltlich schön umbrechen.





