Schlagwort-Archive: Adobe

Neu in InDesign CS5: Das Seitenwerkzeug

Bisher war es in InDesign nicht möglich unterschiedlich große Seiten zu erstellen, das heißt alle Seiten in einem InDesign-Dokument mussten gleich groß sein. Mit InDesign CS5 hat Adobe diese Einschränkung nun aufgehoben. Mit dem neuen Seitenwerkzeug lassen sich Seiten unterschiedlich groß definieren. Eigentlich war das längst überfällig.

In diesem Screencast zeige ich, wie man Seiten an einen Druckbogen anhängen kann um einen Ausklapper zu erstellen und wie man die breite dieser beiden Seiten gemeinsam verkürzen kann, um anschließend auf der entstandenen Panoramaseite ein Bild zu platzieren.

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Neu in CS5: Auch Nicht-Profis können wieder freistellen

Adobe scheint in CS4 ja übersehen zu haben, dass auch Leute die keine Photoshopexperten sind gelegentlich haarige Angelegenheiten freistellen wollen. Anders lässt sich für mich nicht erklären, weshalb in CS4 der Filter Extrahieren entfernt wurde. Damit ließen sich auch für Einsteiger und Gelegenheitsphotoshopper Freisteller von Subjekten mit nicht ganz glatter Trennung von Hintergrund erstellen. Einen Ersatz für das Werkzeug konnte ich in CS4 nicht erkennen.

Nun wird der fehlende Ersatz aber nachgereicht und zwar in Form des »Kante verbessern«-Dialogs. Wahrscheinlich war das schon für CS4 geplant, aber das Tool war zu der Zeit wohl noch nicht ganz ausgereift. Nun ist es das.

Um mit der »Kante verbessern«-Funktion arbeiten zu können, muss als erstes eine grobe Auswahl erstellt werden. Bei meinem Beispiel hier ging das mit dem Schnellauswahl-Werkzeug flott von der Hand. Präzise braucht die Auswahl nicht zu sein. Sie wird ja verbessert.

kanteverbessern1.jpg

In der Palette Layers (Ebenen) unten rechts ist zu sehen, dass meine Dokument aus zwei Ebenen besteht, und dass die obere ausgewählt ist. Im Bild ist die Ameisenstraße (Marching Ants) der Auswahl zu erkennen. Ist ein Auswahlwerkzeug aktiv, kann ich über die Werkzeugvorgabenpalette den »Kante verbessern«-Dialog (Refine edges) aufrufen.

Im Dialog Kante verbessern wählt man dann unter »View« • »On Layers« (wird auf deutsch dann wohl »Ansicht« • »Ebenen« oder so heißen). Dann sieht man im Hintergrund im Dokumentfenster bereits das fertige Resultat der Freistellung. Geht wirklich beeindruckend gut und ist ein viel mehr als würdiger Ersatz für den »Extrahieren«-Filter, auch wenn es die Freistellungstechnik über Masken wohl kaum ersetzen wird.

kanteverbessern2.jpg

Mit den restlichen Reglern muss dann etwas experimentiert werden. Mit ein paar Versuchen hat man bei nicht allzu schwierigen Aufgaben schnell einen brauchbaren Freisteller erstellt. Tiefer will ich im Moment auf die Details nicht eingehen (ich will ja auch noch ein Buch über CS5 verkaufen 😉 ) – vielleicht nehme ich bei Gelegenheit ja einmal einen Podcast zum Thema auf.

Das neue »Kante verbessern« scheint jedenfalls eine praxistaugliche und gute Weiterentwicklung des bisherigen Dialogs zu sein, dessen Schieberegler jetzt vielleicht etwas leichter zu verstehen sind, als es bei CS4 der Fall war. Besonders clever: Decontaminate Colors (bin schon auf die Übersetzung gespannt) womit die Farbübergänge zwischen Vorder- und Hintergrund besser ineinander übergehen.

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Neu in CS5: Arbeitsbereiche mit Gedächtnis

arbeitsbereich.jpg

Das Konzept der Arbeitsbereiche gibt es in der Adobe Creative Suite schon länger. Wichtig, bei der großen Anzahl an Paletten (oh, sorry: es sollte seit CS3 natürlich Panele heißen) die die Programme mittlerweile haben.

Für alle, die das Konzept nicht kennen: ein Arbeitsbereich speichert die Position von Paletten am Bildschirm (und mittlerweile kann der Arbeitsbereich noch bedeutend mehr speichern, allerdings nichts wirklich Bedeutendes). Das heißt, man kann in Photoshop (und InDesign und Illustrator) werken und Paletten in der Gegend rum stehen lassen wie man will, wählt man einen Arbeitsbereich, werden alle Paletten wieder dort so untergebracht, wo und wie sie standen, als man den Arbeitsbereich gespeichert hat.

Neu ist, dass diese Paletten nun nicht nur als Menü erschienen, sondern gleich als Schaltfläche. Soll das Umschalten noch leichter machen.

Neu ist in Photoshop auch, dass die Arbeitsbereiche nun ein Gedächtnis haben. Das heißt, wenn ich in einem Arbeitsbereich einen Saustall hinterlasse, in dem Paletten wie Kraut und Rüben drunter und drüber irgendwo liegen, auf einen anderen Arbeitsbereich umschalte und dann wieder zurück zum ersten Arbeitsbereich komme, dann hat sich Photoshop den Saustall gemerkt. Bemerkenswerte Innovation!?

Wie auch immer. Um die im Arbeitsbereich gespeicherte Ordnung wieder herzustellen muss ich den Arbeitsbereich zurücksetzen (so heißt das in der deutschen Version von CS4 — in meiner englischen CS5-Version heißt es Reset »Arbeitsbereich«. Am schnellsten geht das Zurückstellen in CS5 mit einem Rechtsklick auf die Schaltfläche, die den Arbeitsbereich repräsentiert.

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Apple vs. Adobe – Gedanken eines Zuschauers

Wer die Entwicklung der Computer-Branche mit etwas Interesse verfolgt, dem dürfte nicht die zunehmende Spannung zwischen Apple und Adobe entgangen sein. Der Konflikt spitzte sich in den letzten Wochen dadurch zu, dass Adobe für die Creative Suite 5 ein Modul entwickelt hat, um mit Flash Apps für das iPhone zu entwickeln und Apple kurz vor der Vorstellung von CS5 Flash als Technologie für das iPhone und iPad ausgeschlossen hat.

Wie es so ist: Einer schiebt die Schuld für Probleme mit der Technologie auf den Anderen. Adobe behauptet, man bekäme von Apple zu wenig Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Flash für den Mac, Apple behauptet man hätte Adobe oft um eine zufriedenstellende Version von Flash für iPhone und iPad gebeten, hätte aber nichts bekommen. Was die Wahrheit ist, bleibt dem Außenstehenden verborgen.

Nun hat Steve Jobs einen offenen Brief veröffentlicht, in dem er darlegt, weshalb sich Apple für den Ausschluss von Adobe Flash vom iPhone entschieden hat. Auch hier kann ein Außenstehender kaum beurteilen, wie stichhaltig und objektiv die von Jobs vorgebrachten Argumente tatsächlich sind — zumindest mir geht es so. Allerdings hat der offene Brief von Jobs bei mir wieder ein paar Gedanken freigesetzt, die mich seit Langem beschäftigen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein eingeschworener Apple-Fan bin. Entsprechend subjektiv sind meine Betrachtungen. Wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich noch vor etwa fünf Jahren ein ebenso eingefleischter Fan von Adobe war und ich wurde in meinen Seminaren oft gefragt, ob ich von Adobe für meine Werbung bezahlt würde; nein, ich habe nie etwas von Adobe bekommen (wenn ich von Etwas angetan bin, mache ich gerne Werbung dafür).

Ich muss gestehen, dass ich es nicht mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen habe, dass Apple Flash aus dem iPhone und dem iPad ausgeschlossen hat. Mich erinnert das zu sehr an die Praxis von Microsoft auf Basis seiner Marktmacht eigene Technologien durchzusetzen und Fremdtechnologien auszusperren und zu untergraben. Allerdings gibt es zwischen Microsoft und Apple einen großen Unterschied: Microsoft beherrscht den Markt für Betriebssysteme nach wie vor noch Absolut, Apple ist ein Player unter anderen.

Hätte das iPhone einen Marktanteil von 90% oder mehr, bei den SmartPhones, dann wäre dieses Gebaren ein Problem, doch bei der aktuellen Verteilung der Marktanteile, hat der Kunde ja die freie Wahl sich für ein anderes Produkt als das iPhone (oder das iPad) zu entscheiden.

Wenn Apple behauptet, Flash sei der Hauptgrund, dass Macs abstürzen und die Laufzeit des iPhone-Akkus würde durch den Einsatz von Flash massiv reduziert, dann kann ich nachvollziehen und akzeptieren, dass Apple diese Technologie nicht auf dem iPhone haben möchte. Schließlich ist dem Anwender wohl kaum bewusst, dass Flash schuld ist, wenn sich der Akku des SmartPhones wesentlich schneller entlädt, als vom Hersteller angegeben und er gibt auch Apple die Schuld dafür und nicht Adobe.

In wie fern Flash am iPhone tatsächlich zu viel Strom fressen würde, kann ich natürlich nicht sagen, ich merke aber laufend, dass vor allem mein MacBook extrem viel Arbeit zu haben scheint, wenn ein Browserfenster offen ist, in dem Flash läuft — obwohl der Laptop zwar offen, aber unbenutzt, irgendwo steht, fahren seine Lüfter zu Hochtouren auf. Browserfenster schließen, Lüfter fahren wieder runter.

Die Diskussionen die nun aus der Ablehnung von Flash für das iPhone entstanden sind, haben sich längst auf die Frage um die Zukunft der Adobe Grafikprodukte auf der Apple-Plattform ausgedehnt. Ehrlich gesagt mache mich mir darüber keine Sorgen.

Was mir jedoch schon länger Sorgen bereitet, ist das Monopol, das Adobe im Bereich der Grafiksoftware einnimmt. Zwar hat der Anwender die Wahl ob er Grafiksoftware am Mac oder unter Windows betreiben will und das ist auch gut so. Auch wenn ich mir noch deutlich mehr Marktanteil für Macs wünsche, eine Situation in der Apple 90% des Betriebssystemmarktes dominieren könnte, würde ich genau so wenig begrüßen, wie mir die Dominanz von Microsoft gefällt. Als Anwender verlieren wir durch Monopolisten und gewinnen durch Wettbewerb zwischen annähernd gleich starken Anbietern.

Bei der Wahl der Grafiksoftware jedoch haben wir kaum mehr eine Wahl. Zwar ist es denkbar, dass wir mit Gimp, Pixelmator oder einer sonstigen Alternative arbeiten, und es wäre vielleicht CorelDraw als Alternative für Illustrator denkbar, aber sind diese Alternativen wirklich gleichwertig? Ist Quark eine Alternative zu InDesign? XPress ist verhältnismäßig teuer und kann in Sachen Funktion doch nicht mit InDesign mithalten. Und gerade wenn es um Layoutprogramme geht ist ein Wechsel des Programms schwer. Bei Pixelbildern und Vektordateien funktioniert der Austausch über Tiff und EPS weitgehend, doch InDesign-Dateien lassen sich kaum 1:1 auf ein alternatives Layoutprogramm portieren. Wer einst von Quark auf InDesign umgestiegen ist, kennt die Probleme.

Nun wäre es ja kein Problem keine Auswahl mehr zu haben, wenn ein Produkt zweifelsfrei optimal entwickelt wird. Aber kann man das von der Adobe Creative Suite sagen? Auch wenn jede neue Version Neuerungen bietet, die das Arbeiten damit besser und angenehmer machen und auch wenn ich noch immer gerne mit den Adobe CS-Programmen arbeiten, finde ich das nicht. Die Programme haben in den letzten Jahren Bugs aufzuweisen, die sich zum Teil über Versionen hinaus weiterziehen können. Das Ausrichten von Ankerpunkten funktioniert in Illustrator CS4 schlechter als zuvor. Abstürze häufen sich vor allem in InDesign und Illustrator. Das ist keine zufriedenstellende Entwicklung.

Apple wird oft vorgeworfen, dass sie die Anwender über die Entwicklung ihrer Produkte im Unklaren lassen. Doch wie sieht das bei Adobe aus? Interessant ist, dass ein Programm, das noch einen nennenswerten Mitbewerber hat, sich im fast permantenten Beta-Status befindet. Für Adobe Photoshop Lightroom kommt schon bald nach Vorstellung einer neuen Version eine noch neuere Beta-Version heraus, bei denen die Anwender Adobe helfen dürfen, das Produkt als Beta-Tester laufend weiterzuentwickeln. Selbstverständlich kostenlos.

Lightroom kennt einen Mitbwerber: Apple Aperture. Und man könnte den Verdacht haben, dass Adobe mit den laufenden Betas versucht, Apple möglichst frühzeitig mit Neuerungen zu übertreffen, lange bevor ein amtliches Upgrade den Markt erblickt.

Bei Photoshop, Illustrator und InDesign gibt es diese Transparenz nicht. Im Gegenteil: Was in einer kommenden Version der Creative Suite auf den Anwender zukommt, daraus macht Adobe ebenso ein Geheimnis, wie Apple um seine Produkte. Selbst wenn man sich aus bestimmten Gründen um Vorab-Beta-Versionen bemüht, ist die Chance klein, von Adobe tatsächlich damit bedacht zu werden. Ich kann ein Lied davon singen: Obwohl ich für eine großen Verlag über Photoshop schreibe, gelingt es uns kaum Beta-Versionen zur Vorbereitung zu bekommen. Schleierhaft, nach welchen Kriterien Adobe die Betas verteilt — denn natürlich haben Autoren und Verlage die frühzeitig mit Betaversionen bedacht werden, einen Vorteil wenn es darum geht als erstes mit einem Werk am Markt zu sein.

Auch wenn es mir absurd scheint, so frage ich mich doch, ob es bei Adobe eventuell eine Schwarze Liste über Autoren gibt, durch die kritische Autoren bei der Vergabe von Beta-Versionen den Kürzeren ziehen. Nicht, dass ich mir das tatsächlich vorstellen kann, und doch nagt irgendwie der Zweifel in meinem Kopf, in wie fern ich mir mit einem kritischen Artikel, wie diesem, eventuell selbst schade könnte.

Apple wird auch vorgeworfen, dass der Konzern sehr verschlossen arbeitet und das stimmt in manchen Bereichen auch. Die Art und Weise wie man die Anwender von Aperture über viele Monate hinweg im Unklaren ließ, ob Aperture überhaupt weiter entwickelt wird war nicht OK und auch ich hatte, kurz vor Aperture 3 erschien, die Hoffnung schon fast aufgegeben und versuchte mich bereits mit dem Gedanken anzufreunden zu Lightroom zurück zu kehren.

Doch wenn man von der Geheimniskrämerei um Produktentwicklung absieht, ist Apple ein Unternehmen mit einem sehr offenen Kundensupport. Jedes mal, wenn ich bei Apple angerufen habe, kam ich innerhalb weniger Minuten an einen Mitarbeiter, der mein Anliegen freundlich und absolut in meinem Sinn behandelt hat. Auch über die Chat-Funktion auf der Website von Apple kommt man innerhalb weniger Minuten mit einem Techniker ins Gespräch, der einem kompetent hilft Probleme zu beseitigen.

Kann man das von Adobe auch behaupten? Der Ruf Adobes diesbezüglich steht nicht zum Besten. Das kenne ich von meinen Bemühungen um Beta-Versionen von Photoshop, aber auch aus der unseligen Prüfung als Adobe Certified Expert für CS3. Die Prüfungsfragen waren international so schlecht und zu einem erheblichen Teil wurden die an und für sich falschen Antworten als richtig gewertet, dass Adobe irgendwann selbst zurück ruderte, die Prüfungen für nichtig erklärte und den Teilnehmern anbot kostenfrei noch einmal antreten zu dürfen — kurz bevor CS4 am Start stand. Von einer eventuellen Rückerstattung der Kosten war nirgends wein Wort zu lesen (im Vergleich: Apple hatte vor allem zum Start von mobileMe große Probleme und hat den Anwendern einen Monat Mitgliedschaft geschenkt und nachdem Aperture nach der Einführung von Lightroom eine deutliche Preissenkung erfuhr, bekamen vormalige Käufer vom Konzern einen Einkaufsgutschein).

Ich hatte damals versucht eine Stellungnahme von Adobe zu den unsäglichen Tests zu ergattern und um eine Lösung gebeten, da ich ja für die Prüfungen bezahlen musste. Wer argwöhnt, dass eine Antwort ausblieb, liegt richtig.

(Nachtrag vom 1.5.10) Ein anderes Beispiel für Adobes Offenheit stellt ihr Umgang mit Freehand und GoLive dar. Freehand wurde, trotz anfänglicher Beteuerungen (denen ohnehin kaum einer glaubte) eingestellt und verschwand in der Versenkung. Trauriger ist für mich die Geschichte von GoLive. Ich habe das Produkt als Cyberstudio bereits vor es von Adobe gekauft und in GoLive umbenannt wurde benutzt. Durch Übernahme von Macromedia hatte Adobe mit Dreamweaver ein am Markt verbreiteteres und bei Webentwicklern mehr angesehenes Produkt im Portfolio.

Anfänglich wurde beteuert, man werde GoLive weiter entwickeln. Adobe brachte bald darauf GoLive 9 auf den Markt und bat die Kunden dafür noch zur Kasse, obschon damals auf der Produktseite des Programms zu lesen war, dass man sich doch Dreamweaver ansehen solle, wenn man ein richtiges Webentwicklungstool haben wolle (sinngemäß). Tatsächlich hat es ein GoLive 10 nie gegeben. Der Verdacht drängt sich auf, dass Adobe bei der Übernahme von Macromedia und Dreamweaver mit der Entwicklung von GoLive bereits ziemlich weit fortgeschritten war und man mit einem kommerziellen Upgrade noch einmal Kohle machen wollte, anstatt den Kunden die finale und letzte Version des Programms als Trostpflaster zu schenken. Nur dumm, wer sich damals noch dazu entschieden hat in das Programm zu investieren. Er hat sich offensichtlich von der Strategie des Konzerns an der Nase herumführen lassen.

Wie gesagt: Ich arbeite nach wie vor gerne mit den Programmen von Adobe und sehe derzeit keinen wirklichen Grund mich um Alternativen zu bemühen. Doch wenn Steve Jobs Adobe rügt, der Konzern solle sich mehr anstrengen, dann kann ich nur zustimmen.

Vor dem Hintergrund all dieser Überlegungen ist noch ein Interview mit einer einstigen Steve Jobs Wegbegleiterin bei Spiegel online interessant und aufschlussreich.

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Adobe CS4. Ein lohnenswertes Update.

Ich habe in den vergangenen Monaten oft gehört und gelesen, dass sich das Update auf CS4 nicht lohnen soll, dass sich zu wenig weiter entwickelt hat. Nun kommt es natürlich darauf an, was man mit der Creative Suite – mit Photoshop, Illustrator und InDesign – macht und wie tief man die Möglichkeiten der Programme überhaupt nutzt. Arbeitet jemand eher gelegentlich und/oder mit den oberflächlichen Funktionen, dann sind Updates schon lange nicht mehr notwendig. Photoshop 7 war ein ausgereiftes Programm (Photoshop CS4 = Photoshop 11). InDesign ist seit CS2 relativ ausgereift und diese Version bietet mehr als wohl 90% aller Anwender brauchen. Mit Illustrator konnte ich in der Version 6 schon alles umsetzen, was mir vorschwebte (Illustrator CS4 = Illustrator 14).

Für mich aber bot jedes Update von Photoshop und InDesign neue Funktionen, auf die ich anschließend nicht mehr verzichten wollte – Illustrator ist da eine andere Sache. Und gerade CS4 ist für mich ein Update das besonders interessante Neuerungen bietet:

  • Weiter angeglichene und vereinfachte Benutzeroberfläche;
  • Der Anwendungsrahmen hat sich für mich bestens bewährt;
  • Tabs sind auch nicht zu verachten;
  • Photoshop: Einstellungsebenen als Paletten veränderten für mich den Workflow mit Photoshop generell und das durchaus sinnvoll und effizient;
  • Ich liebe die Art wie sich Pinsel jetzt einstellen lassen;
  • Alle Werkzeuge durch Drücken und Halten einer Taste auch temporär aufrufen zu können erleichtert die Retusche ungemein;
  • Arbeitsfläche drehen ist der Hammer, wenn man mit einem Grafiktablett arbeitet;
  • Die Masken-Palette bietet Möglichkeiten die es zuvor noch nicht gab;
  • Der Dynamikregler aus Adobe Camera Raw war überfällig;
  • Photomerge war in CS3 gut und ist in CS4 der Hammer;
  • Abwedeln und Nachbelichten sind sehr sinnvoll weiter entwickelt worden;
  • InDesign: Preflight hätte immer schon so sein sollen, wie es jetzt ist;
  • Die Palette Verknüpfungen ist sehr deutlich verbessert worden;
  • Endlich sind Querverweise möglich;
  • Die smarten magnetischen Hilfslinien sind Goldwert für alle die Wert auf Achsen und Proportionen bei Erstellung und Platzierung der Layoutelemente legen;
  • Illustrator: Die Aussehen-Palette dürfte die Arbeit mit Illustrator nachhaltig verändern – vor allem Einsteigern werde ich das Programm in meinen Seminaren in Zukunft anders näher bringen;
  • Die Arbeit mit Verläufen hat eine echte Revolution mitgemacht;
  • Das Tropfenpinselwerkzeug hat zwar einen äußerst blöden Namen bekommen, aber für alle die gerne mit einem Grafiktablett illustrieren eröffnet das neue Welten.

Das sind nur die für mich interessantesten Neuerungen. Ich muss zwar allen Recht geben, dass CS4 in Punkto Stabilität nicht wirklich ein Fels in der Brandung ist, aber das ist nach meiner Erfahrung bei Adobe leider schon länger ein Problem. Beim Einen läuft es gut, beim anderen mäßig. Bei mir stürzen alle CS-Programme ab wenn ich sie beende. Auf zwei Rechnern und fast immer. Aber da das eben in erster Linie beim Beenden passiert und ich dadurch nichts verliere, lässt es mich kalt.

Für mich ist die Frage ob sich das Update auf CS4 gelohnt hat keine Frage: Ich möchte es nicht mehr hergeben. Aber wie gesagt: Es kommt sich sicher drauf an wie tief und professionell man die Programme nutzt. Und wer die Erfahrung gemacht hat, dass die Arbeitseffizienz durch ständige Abstürze nicht mehr gewährleistet ist, wird wohl verständlicherweise abwarten.

Adobe könnte man empfehlen die Entwicklung neuer Funktionen einmal hintan zu stellen und, dem Beispiel von Apple und Microsoft mit ihren Betriebssystemen folgend, unter der Haube aufräumen und für mehr Schnelligkeit, Effizienz und Stabilität im Programm zu sorgen. Für ein solches Update würde ich gerne auch einen moderaten Update-Betrag bezahlen, so wie Apple – wenn mich das jetzt richtig im Kopf habe – für das nächste Betriebsystem Update 29$ verlangen will. Etwas mehr darf es von miraus auch noch sein. Aufzuräumen gibt es genug. Leider wird Adobe das wahrscheinlich nicht machen.

Trotzdem: Adobe CS4 bekommt von mir eine Kaufempfehlung. 🙂


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Gast-Tutorial von Robert Kneschke zu Photoshop

 

Vor Kurzem hat mir Blogger und Fotoproduzent Robert Kneschke angeboten, ein Tutorial für markuswaeger.com zu schreiben. Da ich Roberts Blog schon lange abonniert habe und von der Qualität seiner Artikel überzeugt bin, habe ich mich sehr über das Angebot gefreut und natürlich angenommen. Unten findet ihr die Beschreibung auch als Screencast.

Augen-Retusche in Photoshop

Bei der Stockfotografie ist es wichtig, dass Menschen gut aussehen. Die Gesichtsretusche gehört deshalb zu den Standardaufgaben eines Fotografen.

Vor allem die Retusche der Augen ist wichtig, da diese stark beeinflussen, wie sehr ein Gesicht strahlt.

In diesem Artikel beschreibe ich, wie ich die Augen mit Photoshop bearbeite. Ich nutze Photoshop CS3, aber auch mit CS2 und CS4 sind die beschriebenen Aktionen verfügbar. Für viele Ergebnisse gibt es auch andere Herangehensweisen, die ebenso sinnvoll sein können.

Zur Arbeit nutze ich ein Grafiktablett. Das ist keine zwingende Voraussetzung, aber jedem zu empfehlen, der regelmäßig Retuschearbeiten macht. Zum einen beschleunigt ein Grafiktablett den Arbeitsablauf, da mehrere Funktionen, die mit der Maus nacheinander eingestellt werden müssten, wie Pinseldruck oder Pinselgröße, mit dem Grafikstift zusammen beeinflusst werden können. Außerdem werden Auswahlen genauer, da mit dem Stift wie auf Papier »nachgezeichnet« werden kann.

Kommen wir zu den einzelnen Abläufen einer Augenretusche:

1. Die Augenbrauen

Augenbrauen sehen dann schön aus, wenn sie gut konturiert und, vor allem bei Frauen, nicht zu dick sind. Ich nutze hier zuerst das Ausbessern-Werkzeug, um einzelne Häärchen an den Rändern und zwischen beiden Brauen zu entfernen.

Danach kommt der Kopierstempel zum Einsatz mit ca. 40–60% Deckkraft, um bei Bedarf die Augenbrauen dünner werden zu lassen. Die Pinselränder sind mit 0% sehr weich, manchmal ist es aber sinnvoll, die Ränder härter zu setzen (40–50%), um einen ausgefransten Look zu vermeiden.

2. Die Augenringe

Das Entfernen der Augenringe ist einfach, erzielt aber einen deutlich jüngeren und frischen Look im Gesicht. Ich nutze wieder den Kopierstempel mit relativ großem Radius (meist ungefähr so groß wie die Iris) und geringer Deckkraft (30–45%), um die die Augenringe mit hellerer Wangenhaut zu ersetzen.

Hier wird ein großer Vorteil des Grafiktabletts sichtbar. Damit kann ich je nach Druck des Stifts die Deckkraft des Kopierstempels vergrößern und so die Ränder leicht auslaufen lassen, damit keine harten Übergänge zu sehen sind.

Ein Wort zur Warnung: Die meisten Models finden es sehr gut, wenn ihre Augenringe wie von Zauberhand verschwinden. Instinktiv wirkt es aber seltsam, Personen ganz ohne Augenringe zu sehen. Wir nehmen das Gesicht dann als »künstlich« wahr, wie meist die Frauen auf Titelbildern von Fernsehzeitschriften. Um das zu vermeiden, sollten immer ganz leichte Augenringe gelassen werden.

3. Die Falten

Bei den Fältchen unter und neben den Augen (Krähenfüße) gilt ähnliches wie für die Augenringe. Die Falten sollten höchstens verkürzt und aufgehellt werden.

Dazu nutze ich ebenfalls den Kopierstempel mit kleinerem Radius und geringer Deckkraft. Vor allem die Falten, die beim Lachen entstehen, sollten mindestens andeutungsweise erkennbar bleiben.

4. Das Weiß der Augen

Um das Weiß der Augen heller zu machen, nutzen viele Kollegen den Abwedler. Das funktioniert gut. Ich hingegen mache aber eine Auswahl des Augenweiß. Den Vorteil erkläre ich später.

Je nachdem, was einfacher ist, markiere ich das Weiß links und rechts von der Pupille separat mit dem Auswahlwerkzeug. Oder ich markiere das ganze Weiß inklusive der Pupille und mache dann mit dem Kreis-Auswahlwerkzeug eine negative Auswahl, um sie wieder auszuschneiden. Dadurch wird der Rand um die Pupillen schön rund und gleichmäßig.

Wenn ich das Weiß von beiden Augen markiert habe (Um mehrere Auswahlen zu machen, wird die Umschalt-Taste gedrückt gehalten), erstelle ich eine Tonwertkorrektur als Ebenenmaske. Meist ziehe ich die den rechten Weiß-Regler von 255 auf ca. 250 und den mittleren Grau-Regler von 1,00 auf ca. 1,15.

Bei einigen Personen sind dicke rote Äderchen in den Augen zu sehen. Die werden entweder mit dem Kopierstempel entfernt. Da das oft aber an den Rändern schnell „gestempelt“ aussieht, nutze ich oft nur den »Entsättigen-Schwamm«, um das kräftige Rot abzumildern.

5. Die Pupille

Das Schwarz in der Pupille verstärke ich mit einem Abwedler-Werkzeug. Der Kreisumfang wird ungefähr der Pupillengröße angepasst, mit 0% Randdichte und ca. 10% Belichtung.

6. Die Iris

Die bunte Iris ist für die Farbe der Augen verantwortlich. Hier greife ich selten ein, meist nur bei Menschen mit brauner Iris, die oft dunkel aussieht und sich dadurch kaum von der Pupille abhebt. Diese helle ich dann mit dem Abwedle-Werkzeug auf

Wer die Augenfarbe verstärken will, kann dafür den Sättigen-Schwamm nehmen und mit einer Pinselgröße, die ungefähr der Breite der Iris entspricht, einmal den Kreis nachfahren.

7. Kontaktlinsen

Bei Models, die Kontaktlinsen tragen, ist oft der Rand der Linsen zu sehen, der wie ein dunkler Halbring auf beiden Seiten der Iris liegt. Um diesen zu entfernen, nehme ich den Kopierstempel, markiere vorsichtig diesen Halbkreis und ziehe ihn auf die weiße Augenfläche daneben, um den Rand damit zu ersetzen.

Das Ganze noch einmal – nur schneller

In der Stockfotografie geht es auch um Schnelligkeit. In der Regel müssen zig bis hunderte Fotos von einem Model bearbeitet werden, die während einer Fotosession entstanden sind.

Um sich die immer gleichen Retuscheschritte zu ersparen und damit Zeit zu gewinnen, nutze ich gerne Aktionen. Das sind im Vorfeld gespeicherte Handlungsabläufe, die auf Knopfdruck wiederholt werden.

Ich habe bei mir die Tasten F4 bis F8 mit Retuscheschritten belegt, die ich auch in dieser Reihenfolge abarbeite. Im Bereich der Augen ist das der Schritt 4, um die Augen zu weißen.

Ich brauche nur das Augenweiß zu markieren, drücke F6 und meine gespeicherte Aktion läuft ab. Diese besteht im Grunde nur aus dem Befehl »Ebenenmaske mit Tonwertkorrektur erstellen« mit den oben beschriebenen Werten.

Das ist auch der Vorteil der Markierungsmethode: Mit dem Abwedler-Werkzeug wäre so eine Automatisierung nicht möglich. Den (Um)weg über die Ebenenmaske wähle ich, falls bei einigen Fotos aufgrund der Lichtsituation die Werte keinen glaubwürdigen Look erzeugen. Mit einem Klick auf die Ebenenmaske kann ich im Nachhinein schnell die Werte individuell verschieben. Erst vor dem Abspeichern reduziere ich alle Ebenen auf die Hintergrundebene.

Robert Kneschke
(www.robertkneschke.de)

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Photoshop CS4 – die Workshops für Einsteiger

pscs4

Nachdem offensichtlich schon die ersten Käufer mitten drin sind, mein neues Buch zu Photoshop durchzuarbeiten, habe ich es nun endlich auch in Händen. Es ist kein schlichter Neuaufguss des Photoshop-CS3-Werks, sondern komplett, auf Basis einjähriger, intensiver Kursarbeit damit neu konzipiertes Buch, mit 100% neuen Workshops und komplett überarbeiteten und erweiterten Grundlagenexkursen.

Ich glaube, dass es mir gelungen ist, das Buch zum einen noch verständlicher zu schreiben, und zum anderen aber auch noch weiter in die Tiefe zu gehen. Liebe Leser! Ich bin ganz gespannt auf euer Feedback und machen meine E-Mail-Portale auch für kritische Anmerkungen ganz weit auf. Lasst mich wissen, was ihr von dem Buch haltet.

ISBN: 978-3-8362-1236-6
Bestellung beim Verlag: www.galileodesign.de
Bestellung über Amazon: www.amazon.de

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Platz 1 ist geschafft!

Endlich habe ich es geschafft! Mein Buch »Photoshop CS3 – Die Workshops für Einsteiger und Aufsteiger« belegt Platz 1 der Amazon-Charts für Photoshop-Bücher. Eine besondere Freude ist mir natürlich, dass ich damit direkt vor der Nase eines meiner Vorbilder, Scott Kelby, stehe.

Natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt des Gesamtbuchprogrammes von Amazon. In der Gesamtliste liege ich 6.763 Ränge hinter der aktuellen Nr. 1 »Feuchtgebiete« (hat allerdings nur 2,5 Sterne, ich volle 5 😉 ). Aber erstens soll ja alles unter 10.000 bereits ein toller Erfolg sein, und zweitens ist es einfach cool einmal eine Bestseller-Liste anzuführen. 😀

Das Buch kann entweder direkt beim Verlag bestellt werden, was für mich eine bessere Gewinnbeteiligung bedeutet 🙂 , bei Amazon, natürlich auch bei verschiedenen anderen Online-Buchhändlern oder bei eurem Buchhändler um die Ecke.

PS: Sorry für die vielen Smileys, aber das musste jetzt einfach sein.

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Ende des Gewinnspiels und Antworten auf die Fragen

Das Gewinnspiel ist zu Ende, die Gewinner sind ermittelt und haben auch bereits eine Benachrichtigung von mir erhalten. Checkt vielleicht zur Sicherheit mal einer Spam-Filter – nicht dass ihr da was gewinnt, und nix davon erfahrt!

Nun ein paar Antworten zu den Fragen, die ihr mir in den Kommentaren gestellt habt:

Artikel über Gestaltungsprozesse

Wenn ich das jetzt recht im Kopf habe ist zweimal der Wunsch zu Tipps, Tricks und Tutorials zum Gestaltungsprozess genannt worden. Vielen Dank für die Anregung. Ich weiss noch nicht ob sich das machen lässt, da ich mir das beim ersten Darübernachdenken sehr aufwändig vorstellen, und wohl eher eine Serie sein müsste, anstatt nur einzelne lose Artikel. Wer noch etwas warten kann, und ein ganzes Werk (600 Seiten) darüber lesen möchte, dem möchte ich schon einmal verraten, dass ich gerade an einem Buch arbeite, das sich genau dieses Themas annehmen wird. Avisierter Termin für die Veröffentlichung ist Herbst 2009.

Was ist mit Flash?

Erstens bin ich kein Webdesigner (mehr) und zweitens halte Flash ohnehin für eine Thematik, die nur für ganz spezielle Fälle angemessen ist (dann dafür aber richtig gut ist). HTML ist nach wie vor die bessere Lösung für fast alle Gestaltungsaufgaben im Web.

Typografische Dinge

Über die in der Typografie verwendeten Striche habe ich bereits einmal einen Artikel geschrieben. Über richtiges Anführen habe ich über die Suche zwei Artikel zum Thema gefunden: 1. Welche Anführungen werden verwendet; 2. Wann werden Anführungszeichen verwendet.

Photoshop Convetion

Auf der Photoshop Convention war ich noch nicht. Zwar bin ich vor einigen Wochen gefragt worden, ob ich auf der Photoshop Convention 08 sprechen würde – würde ich natürlich gerne mal –, aber da ich seither nichts mehr gehört habe, dürfte das wohl hinfällig sein. Mal abwarten: Vielleicht wird das ja noch mal was. 🙂

Photoshop-Buch für Fortgeschrittene

Ein Photoshop-Buch für Fortgeschrittene wird es aus meiner Feder noch länger nicht geben. Im Moment arbeite ich an drei Projekten und das vierte – sehr interessant! – hat gerade angeklopft. Mehr will ich aber noch nicht verraten. 😉

Podcast über Aktionen und Aktionen auf Ordner anwenden

Einen (weiteren) Podcast über Aktionen wird es wohl nicht geben. Für mich ist das Thema mit der Flickr-Rahmen-Aktion gegessen (wenn das jetzt jemand von euch einsetzt, lasst doch bitte mal was sehen 🙂 ). Eine der nächsten Episoden wird sich sicher mit Photoshop Lightroom beschäftigen. Das wird zwar wohl nur eine Minderheit hier interessieren, aber es brennt mir einfach unter den Nägeln.

Verloren auf der Website

Falls du noch mal verloren gehst, Marta, einfach ein Mail schreiben – wir werden dich dann gemeinsam suchen. 😉

Wie viele Stunden hat mein Tag?

Nur 24. Leider! Deshalb muss mein Blog und der Podcast im Moment auch etwas ruhen. Denn im Moment bin ich mit Brötchen-Jobs gut ausgelastet. 🙂

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Gero Singelmann: Adobe InDesign CS3 für Fortgeschrittene

InDesign-Einsteigern, Quark-Umsteigern und auch bereits geübten InDesign-Benutzern, die in CS3 einsteigen, oder das Programm besser kennenlernen wollen, empfehle ich meine Lern-Video-DVD aus dem Hause Galileo.

Wer aber InDesign bereits zu 80% beherrscht, alle Brot- und Butter-Techniken bereits beherrscht, und neugierig auf die letzten 20% ist, empfehle ich das Buch »Adobe InDesign CS3 für Fortgeschrittene«. Darin lernt der Leser die Crack-Techniken im Umgang mit Text und dem Import, erfährt einiges über die besonderen Knackpunkte im Umgang mit Grafiken und mit Farbe, erhält Antworten zu speziellen Fragen beim Erstellen von interaktiven PDFs, bei der Arbeit mit XML und der Datenzusammenführung, der Leser erfährt näheres was es mit Transparenzreduzierung auf sich hat, und worauf der Profi beim Preflight, beim Drucken und beim Überfüllen achten sollte.

Besonders interessante war für mich auch die Einführung zur GREP-Suchen/Ersetzen-Funktion, die mir bisher schleierhaft war, und die ich sicher jetzt ohne weiteres nutzen kann, um umfrangreiche Dokumente noch schneller zu formatieren (ich denke, dass ich darüber in nächster Zeit einen Screencast aufnehmen werde).

Wer mit Programmierung etwas am Hut hat, bekommt sogar einen oberflächlichen Einblick, in das Erstellen von Scripten.

Aber nicht nur Freaks die das Buch von vorne bis hinten durchlesen, profitieren von dem Werk. Jeder professionelle Gestalter, der täglich mit InDesign zu Werke geht, sollte dieses Buch in seinem Regal stehen haben, um in Zweifelsfragen und für nicht alltägliche Aufgaben, auf einen Ratgeber zurückgreifen zu können. Zwar gehört das Werk nicht zu den Sonderangeboten, im Sortiment von Galileo, aber dass es seinen Preis wert ist, steht für mich außer Frage.

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