Do, 13. Nov. 08

von Pascal

Über Sinn und Unsinn von Motivprogrammen an einer DSLR lässt sich sicherlich streiten (wie über so vieles im Leben) aber sie sind nun mal da und es bedarf einiger Erklärungen. Denn gerade wenn man der Kamera die Kontrolle zurück gibt, sollte man wissen was sie macht, damit man bei Nichtgefallen richtig entgegen wirken kann. Schauen wir uns die einzelnen Motivprogramme mal im Detail an.

Beginnen wir rechts mit dem »Deaktivieren des Blitzes« Dies ist eine wichtige Funktion wenn man in einem Museum, einer Kirche oder sonst wo fotografiert, wo Blitzlicht verboten ist. Es gibt im übrigen mehrere Gründe, weshalb Blitzlicht an gewissen Orten verboten ist. Zum einen schadet Licht den Farben und lässt diese Ausbleichen. Zum anderen kann mit gutem Blitzlicht und Stativ (oft ebenfalls verboten) eine relativ gute Kopie des Originals angefertigt werden. Dies hätte wieder Urheberrechtliche Konsequenzen. Und zu guter letzt wäre es ziemlich lästig wen in einem Museum ständig geblitzt würde.

Das Nachtportrait kombiniert eine längere Belichtung mit dem intergrierten Blitz. Dazu sollte die zu fotografierende Person nicht weiter als 5m von der Kamera entfernt sein, das sonst die Leistung des integrierten Blitzes nicht ausreichend ist. Der Vorteil dieser Einstellung im Gegensatz zu einer normalen Blitzaufnahe liegt darin, dass die Lichtstimmung der Umgebung ebenfalls eingefangen wird und das Bild nicht so flau wirkt.

Der Sportmodus setzt auf besonders kurze Verschlusszeiten. Er wird immer eine Blenden- Verschlusszeitkombination vorschlagen mit der Bewegungen bestmöglich eingefroren werden können. Es wird der AF-Servo aktiviert, welcher ständig das Objekt scharf zu stellen versucht und die Serienaufnahe wird aktiviert. So werden durch Drücke und Halten des Auslösers max. 3 Bilder / sec geschossen.

Im Makromodus liegt die Priorität bei der Blende. Die Blende wird versucht möglichst offen zu behalten um das Subjekt mit geringer Schärfentiefe von der Umgebung abzuheben. Der Blitz wird, wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, automatisch zugeschaltet.

Im Landschaftsmodus liegt die Priorität ebenfalls bei der Blende aber hier möglichst abgeblendet, damit die Schärfentiefe möglichst gross ist und das Bild durchgängig scharf wirkt. Zusätzlich werden die Grün- und Blautöne kräftiger und klarer dargestellt. Dies aber lediglich wenn das Aufnahmeformat ein JPEG ist. Sollte die Aufnahme im RAW–Format gemacht werden, was ich generell empfehle, hat dies keine Auswirkung.

Der Portraitmodus gleicht dem Makromodus und versucht mit möglichst offener Blende zu schiessen. Zudem werden Haut und Haar weicher dargestellt, als in anderen Modi. Auch hier gilt das lediglich fürs JPEG Format.

Zu guter letzt noch der Vollautomatikmodus. Hier versucht die Kamera alles was in ihrer Macht steht, die Aufnahmesituation richtig zu interpretieren und den richtigen Modus selber zu wählen.

In allen Modi wird übrigens der ISO–Wert und der Weissabgleich automatisch bestimmt. Ist eines dieser Motivprogramme aktiv kann auch nicht auf das zweite Aufnahmemenü zugegegriffen werden bei dem der Weissabgleich, der Farbraum, der Bildstil oder die Blitzbelichtungskorrektur eingestellt werden. Die Funktionen sind konsequent darauf ausgelegt sie anzuwählen und zu benutzen für schnelle und einfache Aufnahmen, schränken die Kreativität aber deutlich ein.

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Di, 11. Nov. 08

von Pascal

Nein, damit feiern wir nicht 40ig Jahre bloggen ohne Pause und auch nicht den 40igsten Platz in irgend einer nichtssagenden Bestenliste. Nein unser lieber Gründer Markus Wäger wird heute tatsächlich schon 40ig! Kaum zu glauben, aber da sieht man mal wie die Zeit vergeht. Eben noch habe ich, sein Neffe, seine Legokiste durchwühlt um auch so coole Piratenschiffe und Rennautos zu bauen und zwei Jahrzehnte später sehe ich immernoch zu ihm auf und Versuche nun in Sachen Fotografie nachzueifern :)

Markus wird heute, so hat er mir verraten, keine Party oder dergleichen veranstalten. Brav wird gearbeitet und am Abend gibt es dann noch einen Photoshop Kurs. Damit ihn aber auch trotz der vielen Arbeit die ganzen Glückwünsche erreichen nutzt doch die Kommentarfunktion und lasst sie anstelle der Tischbombe platzen :)

Markus von mir, alles liebe zum Geburtstag! Danke, dass du mich im Schlepptau hast und mir dein Wissen bei bringst. Geniesse den Tag und hab Spass!

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Mo, 10. Nov. 08

von Pascal

Lange habe ich mir Zeit gelassen die Serie über die Bedienung der EOS 400D fortzusetzen – viel zu lange eigentlich. Nun bin ich aber zurück auf dem Parkett und ich möchte in diesem Artikel die Lichtmessungsmethoden behandeln. Folgen werden noch die Motivprogramme, Bracketing (Mehrfachbelichtung) und einigie Individualfunktionen (Spiegelvorauslösung, Blitzsynchronisation). Vielleicht fällt mir dann noch das eine oder andere im laufe der Zeit ein. Schauen wir mal.

Bevor wir uns aber mit den Messmethoden befassen ist es wichtig zu wissen, wie eine Kamera arbeitet. Aus den vorherigen Kapiteln wissen wir, dass eine Kamera immer eine »richtige« Belichtung vorschlägt. Wenn wir zum Beispiel im Av Modus (Blendenvorwahl) arbeiten und die Blende wählen, bestimmt die Kamera automatisch die passende Verschlusszeit für ein »korrekt« belichtetes Bild. Doch was heisst korrekt belichtet, wie kann eine Kamera das wissen?

Nun jede Kamera ist darauf kalibriert, Bilder als richtig belichtet zu erkennen, wenn nach der Reduktion von Farbe und dem Zusammenführen aller Pixel daraus ein 18 prozentiger mittlerer Grauton entsteht. Die Erklärung wie das genau vor sich geht wäre alleine ein ganzer Artikel wert. Ich verzichte hier darauf und behelfe mich mit einem Beispiel. Markus und ich haben mit diversen Kameras Versuche gemacht um zu testen, was es mit dem 18% Grauton auf sich hat. Dabei haben wir drei Kartone in den Farben Weiss, (mittleres) Grau und Schwarz abgelichtet. In unserem Fall haben wir den Kreativmodus Av (Blendenvorwahl) gewählt und die Verschlusszeit der Kamera überlassen.

Das Ergebnis ist sehr interessant: Alle drei Aufnahmen lassen sich nicht voneinander unterscheiden. Der weisse Karton wurde ebenso grau aufgenommen wie der schwarze.

Genau darin liegt das Problem. Die Kamera kann nicht wissen ob wir etwas weisses oder etwas schwarzes fotografieren wollen. Sie »weiss« lediglich dass es ihr Ziel sein muss, alles in einem mittleren Grau zu belichten. Deshalb wird halt ein weisses Blatt grau und auch ein schwarzes Blatt ebenfalls grau dargestellt. Dieser Versuch kann gut zu Hause selber ausprobiert werden. Dafür reicht eine weisses und ein schwarzes T-Shirt, wenn nicht gerade ein Karton herumliegen sollte. Beachtet werden muss noch, dass manuell fokussiert wird. Da das Sujet keinen Kontrast bietet welchen die Kamera messen könnte, wird sie auch nicht fokussieren. Auch eine wichtige Erkenntnis nebenbei!

Nun wissen wir dass die Kamera immer versucht auf diesen 18 prozentigen Grauton zu belichten. Das ganze macht sie natürlich aus einem guten Grund, denn in vielen Fällen passt diese Variante ganz gut. Wir haben selten sehr helle oder sehr dunkle Motive, aber wir haben sie! Es gibt jetzt verschiedene Methoden diesem Effekt bewusst entgegen zu wirken. Hier kommen nun die Messmethoden ins Spiel.

Beginnen möchte ich mit der Selektivmessung da die als Standard gesetzte Mehrfeldmessung etwas anders arbeitet. Bei der Selektivmessung wird die Helligkeit nur auf einem Zentrumsdurchmesser von ca. 1/3 Bildhöhe gemessen. Alles ausserhalb dieses Kreises wird nicht in die Berechnung miteinbezogen. Diese Messmethode hilft und insbesondere bei starken Gegenlichtsituationen. Hier müssen wir eine Entscheidung treffen und uns festlegen, ob das Gegenlicht richtig belichtet werden soll, oder das Subjekt davor.

Ein Beispiel. Auf meiner letzjährigen Australienrundreise waren wir zur späten Stunde bei den Pinnacles in Westaustralien. Pinnacles sind Kalksteine, die wie Termitehügel aus dem Boden ragen. Hier musste ich mich entscheiden ob ich die Pinnacles nur als Silhoutte abbilden möchte und dafür dem dramatisch wirkenden Himmel die Hauptrolle geben möchte, oder ich den Spiess umkehre.

Um dem Himmel richtig belichtet zu haben, fokussierte ich auf diesen und habe mit der Sterntaste die Belichtung gespeichert. Danach habe ich das Bild entsprechend komponiert und abgedrückt. Bei der unteren Aufnahme habe ich zuerst auf den Pinnacle fokussiert und mit der Sterntaste den Belichtungsmesswert gespeichert und danach das Bild erneut komponiert.

Gehen wir über zur Mittenbetonten Messung. Sie ist etwas schwierig zu erklären, da das Messfeld nicht überall gleich misst. Das Zentrum wird stärker gewichtet als die Ränder. Das Feld misst aber nicht ganz bis an den Rand (was eigentlich auch nicht notwendig ist). Sie wird auch in der Anleitung nur erfahrenen Benutzern empfohlen. Ich persönlich verzichte gänzlich auf diese Messung, da sie relativ schwer zu interpretieren ist und oft eine Belichtungskorrektur erfordert.

Nun noch zur Mehrfeldmessung. Nun sie wiederspricht der eigentlichen Theorie vom simplen messen und reduzieren auf den 18% Grauton. Die Mehrfeldmessung ist eine »intelligente« Messung, welche das Bild in Felder aufteilt. Sie analysiert die Geschehnisse und schlägt dann Aufgrund der programmierten »Erfahrungen« eine korrekte Belichtung vor. Dazu ist sie in der Lage, weil im Hintergrund eine Bilddatenbank mit vielen Aufnahmesituationen hinterlegt sind. Die Kamera sucht ein passendes Bild dass der Aufnahesituation ähnelt, entscheidet dann selbstständig welche Bildbereiche mit Priorität behandelt werden sollen und schlägt eine entsprechende Belichtung vor. Was sich nach Willkür anhört, funktioniert eigentlich ganz gut und der Einsteiger wird mit diesere Messmethode im normalfall bestens Leben können. Mit zunehmender Erfahrung überlässt man aber gerne immer weniger den Faktoren Zufall und Automatismus und greift gerne selber ins Geschehen ein. Deshalb wird mit der Zeit die Selektivmessung wohl zum Standard eines jeden engagierten 400D Fotografen werden.

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Mo, 03. Nov. 08

von Pascal

Nein, nicht diese Homepage hat eine neus Kleid verpasst bekommen, sondern meine eigene. In den Anfängen habe ich ja einen eigenen Weblog betrieben, der sich hauptsächlich mit Fotothemen beschäftigte. Markus hatte dann die Idee unsere Blogs zusammen zu führen, da das Thema Foto eine sinnvolle Ergänzung zu den Themen Design, Typografie, etc. darstellte. Aber was erzähl ich hier noch lange, ihr kennt die Geschichte.

Mit dem Wechsel des Blogs auf diese Seite war auch klar, dass ich meine Homepage umfunktionieren werde – vom Blog zu einer mehr oder weniger statischen Homepage. Eingeleitet habe ich das Ganze schon vor etwa 6 Monaten. Markus hat mir ein Logo entworfen und entsprechende Visitenkarten anfertigen lassen. Nun hatte ich die letzten zwei Wochen Ferien und intensiv Zeit mich mit meiner Homepage auseinander zu setzten. Immer noch auf Basis von Wordpress habe ich dann das ziemlich edle Template Freshy von der Seite jide.fr herunter geladen und entsprechend meinen Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst.

Neben dem Kleid ist aber auch die Persönlichkeit der Webseite gereift. Wir hier in der Schweiz sind in der glücklichen Lage, Dienstleistungen auch ohne entsprechende Qualifikationen (Diplome) anbieten zu können (in Österreich ist das nicht möglich). Somit biete ich neu auch offiziell Hochzeitsreportagen, Portrait– sowie Akt / Erotik Shootings an. In Planung ist ebenfalls ein Bereich der sich an Werbeagenturen und Firmen wendete, da ich auf diesem Gebiet auch schon das Glück hatte, Aufträge ausführen zu dürfen und Erfahrungen zu sammeln.

Ich lade daher jede und jeden ein, sich auf meiner neu angerichteten Homepage umzusehen und zu verweilen. Sollten Darstellungsproblem mit einigen Browsern auftreten bitte ich euch um Hinweise.

www.pascalreis.com

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So, 02. Nov. 08

von Markus

Autor: Markus Kategorien:
Kraut & Rüben
Kommentare: 0

Danke an alle, die an unserer letzten Umfrage Teil genommen haben. Mich hat dabei vor allem interessiert für welchen Begriff sich die Grafikdesigner unter unseren Besuchern entscheiden. Ich selbst sah mich immer als Kommunikationsdesigner (mit einer starken Leidenschaft für Typografie). Aber wenn mich auf der Straße oder unterwegs jemand fragte, was ich arbeite antwortete ich meist »Grafiker«, weil das alle verstehen und bei Kommunikationsdesigner meist die Frage folgte »Und was macht man da?«

Gestalter: 83 Stimmen

  1. Kommunikationsdesigner: 28 (19%)
  2. Grafikdesigner: 21 (14%)
  3. Grafiker: 12 (8%)
  4. Werbegrafiker: 10 (7%)
  5. Typograf: 7 (5%)
  6. Informationsdesigner: 5 (3%)

Fotografen: 21 Stimmen

  1. Fotografen: 13 (9%)
  2. Fotodesigner: 8 (6%)

Andere: 43 Stimmen

  1. Interessierter: 23 (16%)
  2. Verwirrter: 12 (8%)
  3. Werber: 5 (3%)
  4. Gelangweilter: 5 (3%)
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