Dankbar für 2016

2016 geht dahin und viele sind froh, dass wir das Jahr bald hinter uns haben. Ich kann nicht behaupten, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Nichtsdestotrotz bin ich dankbar für jeden guten Tag den ich hier verbringen darf – auch für die Tage 2016.

Das Leben ist ein Geschenk. Ich frage mich nicht woher es kommt, welchem Zweck es dient, nicht weshalb es manchmal mühevoll ist und warum es eines Tages endet. Meine Dankbarkeit ist ohne Wenn und Aber!

Ich sehe allen Grund zur Dankbarkeit. Dankbar hier und jetzt geboren zu sein. Das Gros der Menschen hat nicht das Glück in einem der reichsten Länder der Welt zu leben. Überall sind Menschen hilflos Krieg, Krankheit und Hunger ausgeliefert.

Nicht weniger Segen ist auch die Zeit in der ich lebe. Wer hier und heute krank wird, genießt eine medizinische Versorgung die früher weder König noch Kaiser erfuhren. Ich bin zwar mit guter Gesundheit gesegnet, nur beim Zahnfleisch kämpfe ich seit meiner Jugend mit Problemen. In einer anderen Epoche hätte ich meine Zähne wohl bereits verloren. Bei der Vorstellung, dass es bei den schrecklichsten Zahnschmerzen die ich kennengelernt habe keine Linderung geben, und solche Beschwerden gar chronisch werden könnten, steigt der blanke Horror in mir auf. Ein Horror vor dem einen früher keine Krone schützte.

Es gibt einiges in meinem Leben auf das ich stolz bin, doch stolz auf meine Herkunft, ist mir fremd und bleibt mir unverständlich. Es ist keine persönliche Leistung in einem bestimmten Land, mit einem bestimmten Geschlecht, einer bestimmten Hautfarbe und in einer bevorzugten Schicht geboren zu werden. Weder körperliche noch geistige Gesundheit sind etwas für oder gegen das man sich entscheiden könnte und ich glaube auch nicht, dass die sexuelle Orientierung eine willentliche Entscheidung ist.

Für mich sind die ganzen Voraussetzungen in die ich in mein Leben starten durfte, schlicht ein unfassbares Geschenk.  Ein Glück, neben dem jeder Lottogewinn unbedeutend ist. Ein Glück für das ich tiefe Dankbarkeit empfinde.

So lange ich ein warmes Dach über dem Kopf und ausreichend zu essen habe, liebe Menschen um mich sind und ich einigermaßen bei Gesundheit bin, betrachte ich mich als glücklich. Ich habe zwar einen Roadster und eine tolle Fotoausrüstung und beides bereitet mir viel Freude, nebst all den anderen und manchmal etwas sinnlosen Dingen die ich mir leiste, und ich muss beim Einkaufen nicht besonders auf die Preise achten. Doch am Ende ist das Luxus.

Grundlage meines Glücks sind Gesundheit, ein paar gute Menschen um mich, das warme Dach, der volle Kühlschrank und die Aufgaben für die ich brenne. Auch ohne Roadster und Systemkamera kann ich Andrea bei der Hand nehmen und in den Wald oder ins Ried hinaus gehen, die Natur und das Leben genießen. Vielmehr als einen Roadster und eine Kamera brauche ich dafür Frieden und eine intakte Natur.

Das führt mich zu dem, was ich  mir für 2017 und erhoffe: Gesundheit, Andrea an meiner Seite, Frieden und eine lebendige Natur. Hier und überall und für alle Menschen.

Das wünsche ich mir und das wünsche ich euch!

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Affinity Photo 1.5 – Update, Windows und Buch

Das Bildbearbeitungsprogramm Affinity Photo für Mac des britischen Software-Hauses Serif hat dieser Tage ein Update auf die Version 1.5 erfahren. Gleichzeitig wurde Affinity Photo für Windows veröffentlicht, ebenfalls mit der Versionsnummer 1.5. Was Serif dem Anwender mit der neuen Versionsnummer hinter dem Komma kostenlos offeriert ist heute bei anderen Anbietern auch bei voll zu bezahlenden Updates nicht selbstverständlich (wobei man fairerweise sagen muss, dass der Platzhirsch sehr ausgereift ist und AP noch einiges aufzuholen hat um wirklich auf Augenhöhe zu kommen, so gut es auch ist).

Wesentliche Neuerungen sind eine Funktion für Fokus-Stacking, was wohl vor allem Makrofotografen freuen wird (sie ist wirklich gelungen), echtes HDR und eine Tone-Mapping-Persona, 32-Bit Bildbearbeitung und RAW-Entwicklung, Macros (bei Adobe heißt das Aktionen), Stapelverarbeitung, erweiterte Unterstützung für Plugins, 70 neue RAW-Formate, Textstile, Objektivprofile und einiges mehr.

Zum Update und der Einführung der Windows-Version beträgt der Preis 39,90 statt 49,90. Mehr Infos und Links zum Einkauf der Software bietet die AP-Seite bei Serif.

Für mich ergibt sich durch die Veröffentlichung der Windows-Version eine Planänderung. Habe ich seit dem Sommer an einem Buch mit dem Titel »Das ABC der Farbe« gearbeitet hat das Affinity-Photo-Buch nun Vorrang – wir rechnen einmal mit einem Veröffentlichungstermin für Ende Februar 2017.

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Aus Freude am Fotografieren

Gelegentlich werden meine Erfahrungsberichte zu meiner fotografischen Ausrüstung mit Kommentaren beantwortet und oft lese und höre ich, dass man mit diesem Objektiv und jener Kamera ja doch weit mehr herausholen könne als mit den von mir beschriebenen Apparaten und Optiken. Ich machen keinen Hehl daraus, dass ich weiß, dass APS-C, Kleinbild oder Mittelformat unter gewissen Umständen einen Qualitätsvorsprung gegenüber MFT erzielt. Aber das Ziel meiner Fotografiererei ist nicht möglichst viel Detailschärfe, möglichst wenig Rauschen oder möglichst geringe Schärfentiefe. Vielmehr geht es mir um die Freude am Fotografieren und ich hoffe gelegentlich auch einmal ein gutes Bild zu erzielen.

Schärfe, Rauschen und Schärfentiefe sind drei Aspekte der Fotografie, aber sie alleine ergeben keine guten Fotos. Gute Bilder leben vielmehr von interessanten Szenen, gutem Licht, interessanten Perspektiven, ausgewogener Komposition und oft trägt auch eine gekonnte Ausarbeitung mehr zu einem atemberaubenden Ergebnis bei, als Detailschärfe, Rauscharmut oder Freistellung.

Ehrlich gesagt dürfte ich für bemerkenswerte Aufnahmen auch nicht so bequem sein, müsste mein Leben mehr nach der Fotografie ausrichten. Leider bin ich zu faul um mich um vier Uhr früh aus den Federn zu schälen um noch vor Sonnenaufgang in der Wildnis zu stehen und den goldenen Moment abzuwarten. Wäre ich das, könnten mir 40MP und mehr inklusive State-of-the-Art-Objektive sicher etwas bringen, zumindest wenn ich Interesse daran hätte Poster im Format von A2 und größer zu drucken.

Ich weiß auch, dass ich viel bessere Aufnahmen von Tieren erzielen könnte, wenn ich die Geduld hätte auf einem Baum oder in einem Versteck Stunden lang anzusitzen und zu hoffen, dass sich Wild vor meine Linse verirrt. Natürlich würde ich dann Wert darauf legen im entscheidenden Moment über ein AF-System zu verfügen, das das Tier möglichst treffsicher aufs Korn nimmt und weshalb sollte ich dann auf einen Sensor verzichten der mit möglichst wenig Rauschen überzeugen kann. Zur Perfektion würde dann auch ein hochwertiges Tele gehören, auch wenn die Teile ein kleines Vermögen kosten.

Wäre ich mehr als Gelegenheits-Studiofotograf hätte ich wohl nie einen Grund gesehen meine Nikon-Vollformat-Ausrüstung zu verkaufen und auf MFT umzusatteln. Nikons Kameras und Objektive erzielen hervorragende Qualität, die Kameras liegen gut in der Hand und ihr üppiges Volumen bietet ausreichend Platz für alle Bedienelemente. Bei den kleinen MFT-Bodys fällt das alles etwas fuzzeliger aus – ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand professionelle Studioarbeit damit betreiben möchte.

Manchmal sehne ich mich auch nach meinen Nikons zurück, nämlich wenn ich versuche endlich wieder einmal einen Vogel im Flug so cool einzufangen wie ich das von ihnen gewohnt war. Ich sehe zwar immer wieder tolle Vogelflugaufnahmen die Andere mit MFT gemacht haben, aber selbst gelingen mir solche Bilder nur mehr selten. Mittlerweile ist mir bewusst geworden, dass das nicht nur an den noch immer vorhandenen Schwächen der AF-Systeme spiegelloser Kameras liegt, sondern dass die Verzögerung elektronischer Sucher gegenüber optischen Suchern ihren Teil dazu beitragen.

Wollte ich als Landschaftsfotograf perfekte Aufnahmen erzielen, hätte die Bereitschaft meine Tagesplanung nach den optimalen fotografischen Bedingungen auszurichten, und würde ich damit Poster deutlich über A3 drucken wollen, würde ich eine Vollformatkamera nutzen. Hätte ich die Geduld still im Wald zu sitzen und auf Tiere zu warten, hätte ich eine Vollformat-DSLR mit entsprechend hochwertigen Teles. Wäre ich Studiofotograf hätte ich eine Vollformatkamera. Wäre ich Sportfotograf oder wären fliegende Vögel von zentralem Interesse für mich hätte ich eine DSLR.

Doch all das trifft nicht auf mich zu. Ich richte mein Leben nicht nach der Fotografie aus. Fotografie ist etwas das mein Leben begleitet. Ich gehe nicht auf einen Berg um zu fotografieren. Ich gehe ins Gebirge um in der Natur zu sein. Fotografie hilft mir dabei intensiver mit meiner Umgebung in Kontakt zu kommen und es bereitet mir einfach Freude festzuhalten was mir begegnet.

Bei allen Vorteilen die größere Systeme haben: Wenn es um den optimalen Kompromiss zwischen Abbildungsqualität und Volumen/Gewicht der Ausrüstung geht ist MFT der unschlagbare goldenen Mittelweg.

Eine Pen-F oder eine vergleichbar kompakte MFT-Kamera samt Festbrennweite belastet als Begleiter nicht mehr als jede Kompakte,  erzielt aber deutlich bessere Resultate. Selbst die immer wieder hochgelobte Sony RX100 konnte absolut nicht mit den Ergebnissen meiner Olympus OM-D E-M5 mithalten.

Doch MFT punktet für mich nicht nur als alltäglicher Begleiter. Auch bei reinen Fotoausflügen ist die Handlichkeit des Systems eine echte Wohltag. Eine E-M1 mit 12–40mm drückt einfach deutlich weniger auf die Schultern als eine Vollformat mit 24–70mm – auch Stundenlange Walks gehen weitgehend ermüdungsfrei. Nicht selten, dass mich zwei oder drei Kameras begleiten. Wo andere an ihrer Kamera das Objektiv wechseln, greife ich einfach nur zur anderen Kamera – und trage trotzdem weniger Kilo.

Noch viel mehr als alle rationalen Gründe zählt für mich aber, dass mir das Fotografieren mit MFT einfach mehr Spaß macht, als mit jeder anderen Kamera davor. Diese Freude am Fotografieren ist ein irrationales Gefühl, aber es ist vorhanden. Es ist eine Erfahrung die ich niemals bewusst gewählt habe sondern die mir einfach passiert ist.

Ich kaufte vor Jahren eine Olympus OM-D E-M5 als Zweitkamera – missmutig, weil ich eigentlich keine Olympus mehr wollte, doch bei der einzigen Alternative für ein kompaktes Zweitsystem – der Sony NEX – war das Objektivangebot damals noch zu gering und die Linsen waren doch deutlich größer. Über mehrere Wochen hinweg hatte ich die OM-D kaum in Händen und fotografierte meist mit meinen Nikons. Erst nach und nach bemerkte ich, dass mir das Fotografieren mit ihr, wenn ich sie schon einmal einsetzte, besonderen Spaß machte. Gleichzeitig viel mir auf, dass die Aufnahmen in keinster Weise schlechter wirkten als beispielsweise mit einer D7200 oder D610 – jedenfalls so lange man nicht begann an Bildschirmen einzuzoomen und Pixel zu zählen. Ich entdeckte, dass ihre Qualität für meine Art zu fotografieren und Fotos wiederzugeben absolut ausreichend war.

Es war keine bewusste Entscheidung für MFT sondern das System nahm mich mit der Zeit mehr und mehr für sich ein. Es ist nun etwa drei Jahre her da ich den Switch von Vollformat zu MFT machte und ich habe es nie bereut. Das heißt aber nicht, dass ich jemals versuchen würde irgendjemandem MFT aufzudrängen. Das richtige System hängt von der Art des Fotografierens, von den Ansprüchen an die Wiedergabe und von der Persönlichkeit und den Vorlieben des Fotografen ab. Da muss jeder seine eigenen Prioritäten setzen und seine eigene Entscheidung treffen.

Berufsfotografen müssen natürlich ein System wählen, das die Ansprüche ihrer Auftraggeber an Detailschärfe und Auflösung erfüllt. Leute die einfach nur Künstler sind und Hobby-Fotografen müssen diesbezüglich weniger Kompromisse eingehen. Sie können ihre Entscheidung für ein System rein nach ihren Vorlieben treffen und sich für das entscheiden was ihnen Spaß macht.

Wenn sie zur Freude an der Fotografie die maximal erreichbare Schärfeleistung brauchen ist das iO. Wenn es ihnen Freude bereitet in größten Auflösungen feinste Details zu erkennen ist das iO. Wenn geringe Schärfentiefe oberste Priorität für sie hat ist das iO. Für mich hat die Leichtigkeit des Systems wesentliche Priorität.

Bilder von mir gibt es bei 500px und Instagram zu sehen.

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Photoshop CC WS23: Kurven und Farbkorrekturen

In diesem Workshop zeige ich wie ein Bild mit Hilfe des Histogramms analysiert und inklusive von Gradationskurven korrigiert. Es geht darum Farbkorrekturen vorzunehmen und den Kontrast zu verbessern.

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Leserstimmen: Kreative Fotoschule

Das sagen Rezensenten über mein Buch »Die kreative Fotoschule«:

Marolina Krieger, 27.10.16, via Amazon:

»Herr Wäger erklärt einem alles was man wissen muss als Einsteiger – und zwar verständlich.«

N. Valintini, 21.10.16, via Amazon:

»Fazit: Eine super Fotoschule für den Einstieg. Das Buch kann ich wärmstens empfehlen und ich würde es sofort wieder kaufen.«

Mio via Amazon:

»Es macht einfach Spaß darin zu lesen – und so verständlich erklärt, dass es sofort hängen bleibt und man möchte jeden Tipp sofort austesten.«

Oliver Seidel via Amazon:

»Was ich bislang noch Nie in einem Fotobuch gesehen habe: er hält Abkürzungen der Funktionen von Geräten der gängigen Marken am Buchrand zum entsprechenden Kapitel parat (nicht nur lediglich Nikon und/oder Canon wie bei vielen anderen, sondern auch Olympus, Sony, Fujifilm). Dies macht es dem Anfänger leichter, auch mit diesen Marken, gleich das im Kapitel Angesprochene auszuprobieren.«

Rezension via Amazon:

»Die wohltuend andere Fotoschule: … da ist der geborene Lehrer am Werk …«

Leserrezension von Steffen Wrensch via Amazon:

»Ich persönlich habe schon viele gute und weniger gute Bücher über die Fotografie gelesen. Dieses hat mich begeistert.«

Rezension bei buecherlowe.de:

»Wie auch auf der Rückseite des Buches versichert, ist alles garantiert verständlich und nah an der Fotopraxis.«

Gabriela Weishaupt, via Amazon:

»Auch wer – wie ich – seit vielen Jahren mit der Spiegelreflexkamera (lange analog und seit Ende der ’90er digital) fotografiert, wird dieses Buch gerne lesen. Interessant dargestellt ohne Besserwisserei. Geschrieben von sachkundiger Hand mit Liebe zum Detail.«

prophoto.de:

»Der Buchautor versteht es brillant, Zusammenhänge deutlich zu machen.«

Leser-Feedback via E-Mail:

»Da werde ich als digitaler Laie an die Hand genommen und durch die Wunderwelt der Fotografie geführt. Das muss im Bücherregal jedes ambitionierten Hobbyfotografen stehen.«

Leserrezension via Amazon:

»Ich beschäftige mich als Amateur mit Fotografie und Bildbearbeitung, habe also einige Erfahrung. Dieses Buch hat mir aber für die Fotografie sehr viel gegeben, da es Sachen erklärt, die andere Bücher nur ansprechen.«

Leserrezension via Amazon:

»Das Buch ist genial.«

Leserrezension via Amazon:

»Selten so ein gutes und lehrreiches Sachbuch gelesen!«

Leserrezension via Amazon:

»Habe mehrere Foto-Fachbücher, doch das Buch ist super für Einsteiger und auch erfahrene Hobbyfotografen.«

Leserrezension via Amazon:

»… 5 Sterne vergebe ich selten. Und wenn ich etwas zu kritisieren habe, schreibe ich das auch. Bei dem Buch habe ich keinen negativen Punkt finden können.«

Leserrezension via Amazon:

»Ich hatte eine ganze Menge Aha-Effekte und habe einige Dinge zum ersten Mal richrig verstanden, da alles sehr anschaulich mit passenden Bildern und Skizzen erklärt ist.«

Leser-Feedback von der Website meines Verlags:

»Ein hervorragender Aufbau, umfassend und sehr sympathisch: hohe Kompetenz, Humor, nicht unnötigem Fortschritt verfallen, dezent, extrem praxisorientiert, Komplexes einfach erklärt, geniale Grafiken zum besseren Verständnis, ganz gutes Beispielmaterial, konstantes Detailniveau fotografischer Zusammenhänge, eine tolle Zusammenfassung, pädagogisch extrem sorgfältig!«

Leserrezension via Amazon:

»Das Buch ist wunderbar strukturiert, nie langweilig und einfach verständlich verfasst.«

Leserrezension via Amazon:

»… so verständlich erklärt, dass es sofort hängen bleibt und man möchte jeden Tipp sofort austesten.«

Leser-Rezension via Amazon:

»… Mit diesem Buch sollten Einsteiger unbedingt anfangen.«

Ernst Michalek via Amazon-Rezension:

»Markus Wäger hat auch mit diesem Werk eine Referenz geschaffen, an der sich andere Fotobücher messen lassen müssen (wie einst schon mit ›Grafik und Gestaltung‹).«

Rainer Bocksteger via Amazon-Rezension:

»Für mich ist dieses Buch ein ›must have im Bücherregal‹ geworden. Ganz klare Kaufempfehlung, für mich ist das Buch jeden Cent wert.«

webdigital.de, 03.04.2015:

»Angefangen vom Standpunkt des Fotografen über Perspektive und Brennweite bis hin zu Belichtung, Filtern und Blitztechnik lernt der kommende Fotoenthusiast hier alles, was er für sein Hobby benötigt. Auf über 300 Farbseiten geht es hier vor allem um Kreativität, nicht um die Technik als Selbstzweck.«

Leserfeedback Sabine D.-B., 16.04.2015:

»Markus Wäger hat in diesem Buch Bildgestaltung und Fototechnik hervorragend verbunden. Tolle Grafiken und Bildbeispiele machen das Lesen und das Verstehen leicht. Ein rundum gelungenes Buch, das sehr verständlich geschrieben ist.«

FOTOTEST, 03/2015:

»Wer sich vom einfachen Knipser hin zum kreativ gestaltenden Fotografen entwickeln möchte, hat eine Menge zu lernen. Besonders einfach geht das mit Hilfe dieses Buches.«

Testmania, 28.04.2015:

»Die Sprache des Autors ist für den Anfänger gut zu lesen, nicht zu kompliziert und klar in den Aussagen. Dazu kommen anschauliche Beispiele, die das Gelesene vertiefen. Das Lehrwerk ist modern gestaltet und mit sehr schönen Fotografien bestückt, die Beispiele und Anreize zugleich sind und die ohnehin ansprechende Optik noch veredeln.«

NaturFoto, 05/2015:

»Markus Wäger erklärt die fotografischen und fototechnischen Zusammenhänge ausgesprochen gut nachvollziehbar, besonders gründlich, zudem flüssig geschrieben und mit vielen passenden Bildbeispielen und sonstigen Abbildungen auch anschaulich und ansprechend illustriert. Nach dem Durcharbeiten des Buches wird jeder Leser seine Bildideen überzeugend umsetzen können.«

fotowissen.eu, 11.05.2015:

»Perfekt für den Einstieg und nicht nur für den Anfänger sehr gut als Nachschlagewerk geeignet! Das Buch beleuchtet den Markt und alle wichtigen Themen neutral und auch ein wenig darüber hinaus. Eine gute Ergänzung in jeder Fotobuch-Bibliothek!«

treppenfotografie.de, 15.05.2015:

»Dieses Buch habe ich tatsächlich ›verschlungen‹ ohne mich ein einziges Mal zu langweilen. Selbst die technischen Details sind anschaulich und für Jedermann verständlich erklärt. Wer neu in der Welt der Fotografie ist, kommt nur schwer an diesem Buch vorbei.«

Freies Radio Kassel, 28.04.2015:

»Buchtipp!«

Photoshop Weblog, 01.06.2015:

»Ein perfekter Ratgeber zum Einstieg.«

fotoforum, Juni 2015:

»›Die kreative Fotoschule‹ ist genau das: Eine Fotoschule mit interessanten und kreativen Ansätzen. Obendrein ist das Buch auch für den gestandenen Fotografen spannend – man lernt ja nie aus.«

Lebensart im Norden, 07/2015:

»Autor Markus Wäger erklärt in seinem verständlich geschriebenen Buch alle wesentlichen Aspekte rund ums Fotografieren. Nach dem Lesen hat man einfach viel mehr Freude an seiner Kamera – und beim Fotografieren.«

SCREENGUIDE, 07/2015:

»Das Buch ist locker geschrieben und nicht nur für Anfänger geeignet, sondern durchaus auch für fortgeschrittene Fotografen empfehlenswert.«

prophoto.de, Juli 2015:

»Markus Wäger ist mit ›Die kreative Fotoschule‹ ein umfassendes Werk gelungen, das sich sowohl an fotografische Einsteiger als auch an ambitionierte Fotografen wendet. Der Buchautor versteht es brillant, die grundlegende Fototechnik in Verbindung zum guten Foto zu setzen und die Zusammenhänge deutlich zu machen. Wir können dieses Werk nur empfehlen, denn es inspiriert auch dahingehend, gewohnte Pfade zu verlassen und sich neue fotografische Themengebiete zu erschließen.«

einaugeistgenug.de, 22.07.2015:

»Für alle, die sich ganz neu mit der Kamera beschäftigen und besser fotografieren lernen wollen, ein empfehlenswertes Buch. Durch die vielen Bilder und Beispiele ist alles anschaulich erklärt.«

Meine Beschreibung des Buches ist hier zu finden. Weitere Infos und ein Demokapitel zum Download gibt es bei rheinwerk-verlag.de.

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Illustrator CC WS22: Kurven zeichnen

Besondere Mühe bereitet es Illustrator-Einsteigern in der Regel mit dem Zeichenstift Kurven zu zeichnen. Dabei ist dieses Werkzeug eines der wichtigsten Tools in Illustrator, kommt es doch überall zum Einsatz, wo sich Grafiken nicht einfach auf Basis geometrischer Formen konstruieren lassen. In diesem Workshop zeige ich wie es geht und gebe ein paar Tipps worauf man beim Anlegen der Kurven achten sollte.

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Photoshop CC WS22: Helligkeit und Kurve

In diesem Workshop geht es um Helligkeits- und Kontrastanpassungen mit Hilfe von Gradationskurven und Histogrammen.

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Fotografische Theorie und Praxis

Mein Artikel über »Schärfentiefe und Abbildungsmaßstab« scheint für etwas Aufmerksamkeit und Diskussionsstoff gesorgt zu haben. Das merke ich nicht nur an Nachrichten die mich direkt erreichen, sondern auch an dem was in Foren darüber diskutiert wird, wenn ich eingehenden Links folge.

Was mich überrascht, ist, wie sehr manche Leute an der Theorie festhalten, auch wenn die Praxis etwas anderes zu sagen scheint. Sehen wir uns dazu noch einmal zwei Beispiele aus dem oben genannten Artikel an.

Der Fotograf weiß, dass er über die Brennweite Perspektive und Tiefenstaffelung gestalten kann. Der Theoretiker widerspricht und behauptet, dass das falsch ist. Die Brennweite habe keinen Einfluss auf die Tiefenstaffelung, dass man mit ihr die Tiefenwirkung verdichten könne sei Unsinn.

Damit hat er zunächst einmal recht: Eine längere Brennweite verengt lediglich den Bildausschnitt und ändert nichts an Perspektive und Tiefenwirkung. Verkürzt man die Brennweite erhält man einen weiteren Ausschnitt, auch das bei gleicher Perspektive und Dichte. Die Theorie erweist sich auch in der Praxis als korrekt – das kann jeder überprüfen (und ich kann nur empfehlen Theorie zu überprüfen, bevor man für sie auf die Barrikaden steigt).

Der Praktiker aber weiß, dass Perspektive aus dem Zusammenspiel von Brennweite und Distanz entsteht. Wenn ich die Distanz vergrößere und Brennweite verlängere, dann verdichtet sich die Perspektive für jeden sichtbar. Die folgenden Abbildungen zeigen das deutlich.

weitwinkel
Brennweite 14mm (28mm KB), Blende ƒ5.6, Abstand ca. 0,5m
tele
Brennweite 150mm (300mm KB), Blende ƒ5.6, Abstand ca. 1,5m

Der Denkfehler vieler Theoretiker scheint mir, dass sie theoretisch korrekte Merksätze generalisieren. Tatsächlich sind Merksätze in der Regel an bestimmte Bedingungen geknüpft. Ändert sich der Kontext, hat das meist auch Auswirkungen auf das Resultat.

Die Aussage, »die Veränderung der Brennweite hat keinen Einfluss auf die Perspektive«, ist korrekt, so lange ich alle anderen Parameter (Distanz und Sensorformat) unverändert lasse. Die Aussage, »die Brennweite hat keinesfalls Einfluss auf die Perspektive«, ist falsch. Ändere ich zusammen mit der Brennweite auch die Distanz (und/oder das Aufnahmeformat), ändert sich die Perspektive. Das belegen die Abbildungen oben und jeder Fotograf wird das wissen und in der Praxis gezielt nutzen.

Nun wurde nicht nur meine Aussage zur Tiefenstaffelung bekritelt, sondern auch meine Schlüsse zur Schärfentiefe.

Die Theorie besagt, dass die Schärfentiefe nicht von der Brennweite, sondern lediglich von Abbildungsmaßstab und Blende abhänge. Dieser Merksatz war Auslöser für den angesprochenen Artikel. Nehmen wir ihn wörtlich, würde das heißen, dass eine längere Brennweite nicht zu einem unschärferen Hintergrund führt. Jeder Fotograf weiß jedoch aus der Praxis, dass man mit Tele deutlich besser freistellen kann als mit Weitwinkel – wer das noch nie erlebt hat fotografiere einmal mit einem Nikon 200mm ƒ2.0!

Ein Selbstversuch belegt: Wird ein Objekt bei jeweils unterschiedlicher Brennweite und Distanz im selben Abbildungsmaßstab fotografiert, ist die Unschärfe der Elemente im Hintergrund praktisch identisch.

Allerdings wird das nur bei genauer Analyse der Aufnahme deutlich, denn die größere Entfernung bei längerer Brennweite führt dazu, dass der Hintergrund näher rückt. Die Verdichtung der Tiefenstaffelung vergrößert den Hintergrund. Analog zum Hintergrund wird die Unschärfe mit vergrößert. Obwohl sie im Verhältnis zu den Elementen des Hintergrunds gleich ist wie bei kurzer Brennweite, wird sie durch die Vergrößerung auch größer wiedergegeben. Anders gesagt: Im Verhältnis zu den Elementen auf einer Ebene im Hintergrund ist die Unschärfe unverändert, im Verhältnis zum Element im Vordergrund jedoch ist sie größer. Und das ist eben der Effekt den man meint, wenn man behauptet man könne mit längeren Brennweite besser freistellen.

Dasselbe gilt übrigens auch für das Sensorformat. Tatsächlich ändert auch das Sensorformat lediglich den Bildausschnitt. Doch im Kontext der verschiedenen Parameter die in der Fotografie zusammenspielen ergibt sich der praktische Effekt, dass ich umso größere Schärfentiefe erhalte, je kleiner der Sensor ist. Absurderweise scheinen manchmal genau die zu widersprechen, dass das Sensorformat Einfluss auf die Schärfentiefe haben, die auf Vollformat schwören, weil man damit mehr Bokeh erhalte (noch einmal: ich weiß um die theoretischen Hintergründe und Zusammenhänge, doch was für mich zählt sind die praktischen Auswirkungen).

Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn man versucht theoretische Grundsätze 1:1 auf die Praxis zu übertragen: Theorie baut oft auf idealen Bedingungen auf. Ideale Bedingungen kommen in der Praxis meist nicht vor. Man braucht diese idealen Annahmen aber um eine Basis für eine Theorie zu schaffen – ein Beispiel bietet der sogenannte schwarze Körper an der sich die Farbtemperatur Kelvin orientiert (diesen Körper gibt es nicht, er ist ein theoretisches Konstrukt). Manchmal sind ideale Bedingungen auch Annahmen die etwas vereinfachen, weil die Realität zu komplex ist um sie theoretisch zu erfassen.

Ich kann nur noch einmal den Rat wiederholen, theoretische Grundlagen im Selbststudium in der Praxis zu überprüfen – vor allem bevor man versucht andere zu bekehren. Es hilft nicht nur Fehlschlüssen auf die Spur zu kommen und zu verstehen was die Theorie für die Praxis bedeutet, sondern auch die praktische Relevanz theoretischer Grundlagen zu erforschen.

Eine gute Basis für fundiertes theoretisches Wissen bildet ein PDF das von Carl Zeiss verbreitet wird. Darin werden die Zusammenhänge von Schärfentiefe, Abbildungsmaßstab, Brennweite, etc. vom Experten sehr ausführlich erklärt und zwar so, dass auch ein optisches Greenhorn wie ich es versteht.

Nicht, dass ich das unbedingt jedem empfehlen möchte der einfach nur fotografieren will.

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Leser-Rezension Grafik und Gestaltung: Die Bibel für Gestalter und Grafiker

Leserrezension zu »Grafik und Gestaltung« via Amazon:

»… Gefallen hat mir auch besonders, dass das Buch alles aber nur keine trockene Lektüre ist. Hier wird einem das Thema Gestaltung wirklich nahegebracht. Das in geballter, kompetenter Aufmachung. Wie gesagt, wer sich auch nur ansatzweise mit dem Thema beschäftigt und tiefer in die Materie einsteigen will, kommt um diese Gestaltungs-Bibel nicht herum. Besser kann Hintergrundwissen zur Grafikgestaltung nicht erklärt werden. Volle 5 Sterne.«

Die komplette Rezension ist hier nachzulesen.

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Schärfentiefe und Abbildungsmaßstab

An verschiedenen Stellen in meinem Blog steht zu lesen, dass die Brennweite die Schärfentiefe beeinflusst: Je länger die Brennweite desto geringer die Schärfentiefe. Nicht zum ersten Mal wurde ich vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass die Brennweite keinen Einfluss auf die Schärfentiefe habe sondern lediglich Abbildungsmaßstab und Blende dazu beitrügen.

Die Anmerkung ist theoretisch so richtig wie praktisch falsch. Um den Denkfehler zu demonstrieren habe ich mir von meinem freundlichen Fachhändler ein Objektiv mit großem Brennweitenumfang ausgeborgt – einmal mehr gilt mein Dank Foto Hebenstreit für die Unterstützung. Natürlich hätte ich auch zwei meiner Objektive nehmen können, doch ich wollte verhindern, dass mir jemand vorwerfen kann die verschiedenen Linsen hätten die Ergebnisse verfälscht.

Im ersten Aufbau habe ich einen Textmarker etwa einen halben Meter vor meinem Bücherregal aufgehängt, und dann einmal bei 14mm aus geringer und einmal bei 150mm aus größerer Distanz abgelichtet.

weitwinkel
Brennweite 14mm (28mm KB), Blende ƒ5.6
tele
Brennweite 150mm (300mm KB), Blende ƒ5.6

Ich kann mir nicht helfen, doch bei der Aufnahme mit langer Brennweite wirkt die Schärfentiefe bedeutend geringer als bei jener mit kurzer Brennweite.

Theoretisch stimmt es zwar, dass die Schärfe des Hintergrunds bei beiden Aufnahmen praktisch gleich ist. Doch während das Weitwinkel den Hintergrund in die Tiefe rücken lässt und einen bedeutend größeren Ausschnitt abbildet, während mit Tele der Hintergrund an das fokussierte Objekt heranrückt und größer abgebildet wird, ist der praktische Effekt jener einer geringeren Schärfentiefe.

Um das zu verdeutlichen habe ich in den beiden Aufnahmen einen etwa gleichen Ausschnitt markiert und auf ihn zugeschnitten und dann auf die gleiche Größe gebracht. Der Vergleich der beiden Aufnahmen zeigt, dass die Unschärfe des Hintergrunds tatsächlich identisch ist.

weitwinkel-ausschnitt
Ausschnitt aus der Weitwinkelaufnahme
tele-ausschnitt
Ausschnitt aus der Teleaufnahme

Wie ihr seht ist der Unterschied in der Unschärfe des Hintergrunds marginal, und dass überhaupt ein Unterschied sichtbar ist liegt an der mangelnden Präzision meines Versuchsaufbaus. Dennoch zeigt sich: Die Theorie, dass die Schärfe des Hintergrunds bei identischem Abbildungsmaßstabs des fokussierten Objekts im Vordergrund korrekt ist.

Praktisch jedoch führt die Verdichtung durch das Tele dazu, dass der Hintergrund näher rückt und seine Elemente mitsamt ihrer Unschärfe vergrößert abgebildet werden.

Der Ausschnitt aus der Weitwinkelaufnahme ist eine 1:1 Abbildung und hat eine Höhe und Breie von 474 Pixel. Der Ausschnitt aus der Teleaufnahme hingegen ist eine Verkleinerung – ich habe ihn auf die gleiche Größe wie den Weitwinkelausschnitt hinunter gerechnet. Vor dem Hinunterrechnen hatte er eine Höhe und Breite von 1554 Pixel. Das heißt die effektive Unschärfe war mehr als drei Mal so hoch wie bei der Weitwinkelaufnahme.

Theoretisch ist es also richtig, dass die Unschärfe der Elemente im Hintergrund identisch ist. Praktisch jedoch ist die Unschärfe durch die Verdichtung längerer Brennweiten größer – und das noch nicht einmal theoretisch sondern tatsächlich effektiv, sichtbar und nachvollziehbar.

Hier noch die zweite Versuchsanordnung. Der Grund für das hohe Rauschen aller Bilder ist übrigens, dass ich den Versuch zwischendurch einmal bei available light machte und deshalb einen hohen ISO-Wert wählen musste.

weitwinkel2
Brennweite 14mm (28mm KB) bei Blende ƒ5.6 aus geringer Distanz
tele2
Brennweite 150mm (300mm KB) bei Blende ƒ5.6 aus großer Distanz

Ich kann nur raten sich in der Fotografie nicht zu sehr auf die Theorie zu versteifen, sondern sich vor allem um die Praxis zu kümmern. Die Schärfentiefe sei unabhängig von der Brennweite kann man doch nur behaupten, wenn man das irgendwo gelesen, aber nie die Wirkung von unterschiedlichen Brennweiten auf die Schärfentiefe verglichen hat. Oder drastisch ausgedrückt: Der Einfluss der Brennweite auf die Schärfentiefe kann einem als praktizierender Fotograf doch nicht entgehen!

Nachtrag: All jenen die mehr über die theoretischen Grundlagen und Hintergründe von Schärfentiefe und Abbildungsmaßstab erfahren wollen empfehle ich ein ein PDF das bei Carl Zeiss heruntergeladen werden kann.

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