Wed, 28. Jan. 09
Autor: Pascal Kategorien: Fotografie Tags: ; ; ; Comments Off

Liebe Freunde der Fotografie. Heute durfte ich wieder mal bei einem befreundeten Restaurantbetreiber eine Festlichkeit bildlich dokumentieren. Dies habe ich nun bereits schon mehrmals gemacht und die Nikon D700 mit dem Nikkor 24-70mm 2.8 erwies sich immer als treuer Begleiter. Mit erhöhtem ISO Wert (4000) und offener Blende gelingen auch ohne Blitz einigermassen scharfe Fotos. (Der Zweck heiligt die Mittel, die Fotos werden »nur« für die Zeitung verwendet )

Ich wurde bereits im Vorfeld informiert, das ein weiterer Fotograf (engagiert von dem Ensemble) anwesend sein wird. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht, denn oftmals tauchen dann »Knipser« auf mit einer kleinen Kompakten. Als ich aber schon den Raum betrat blitze mir die D3 und das Nikkor 70-200mm 2.8 ins Auge. Aufgeschnallt war ebenfalls das Nikkkor 24-70mm wie auf meiner Kamera. Der Unterschied machte der SB-900 auf dem Boliden. Nunja ich war etwas überraschat ab dem Profiequipment und dachte mir: »Hola, heute hast du mal Konkurenz«.

Doch ich durfte auch heute erfahren, dass gutes Equipment alleine noch keinen guten Fotografen macht. Dabei meine ich jetzt nicht die fotografische Qualität, denn ich habe keines seiner Bilder gesehen. Wer zu leisen Tönen einer Geige und einem Akordeon welches von einer lieblichen und leisen Stimme begleitet wird den Fingern nicht vom Abzug bringt und mit dem Blitzlicht und dem klappernden Spiegel die Stimmung ruiniert, darf sich wohl nicht Fotograf schimpfen. Mir ist solches (Fehl-)Verhalten bei Fotografen übrigens schon des öftern aufgefallen. Zu gross ist die Gier nach DEM perfekten Bild, so dass die Umgebung dabei völlig vernachlässigt wird.

Ein guter Fotograf sollte bei solchen Anlässen stets im Hintergrund agieren, die Dinge passieren lassen und als Beobachter fungieren. Lieber auf einige Motive verzichten und dafür die Gunst des Publikums gewinnen als böse Blicke zu ernten.

So, das musste mal gesagt werden :)


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