Mo, 19. Mai. 08

von Markus

Dieses Buch ist echt der Hammer, und ein Muss für jeden Gestalter. Zwar heißt das Buch »Das Foto«, aber die Gestaltungsgrundlagen, die Mante hier erklärt, haben Allgemeingültigkeit für jeden Gestalter.

Mante erklärt Form, Fläche, Goldener Schnitt, Proportionen, Linie, Punkt, Farbe und Kontraste – alles an Beispielen der Fotografie, aber es geht nur ganz selten um Fototechnik. Es geht fast immer um die reine Bildgestaltung und deren Regeln lassen sich fast immer 1:1 auf andere Gestaltungsdisziplinen übertragen.

Wer also das Gestalten jenseits von Button-Klicks in Photoshop und InDesign erlernen will, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Auch den alten Hasen. Auch wenn man selbst noch nie eine Kamera in der Hand hatte, wird man doch außerordentlich vom Wissen in diesem Buch profitieren – der Einsteiger wie der Profi. Und da ohnehin fast jeder Grafikdesigner – auch der nicht fotografierende – praktisch täglich mit Bildern und Fotos zu tun hat, ist ein zusätzlicher Grund, sich das Buch zu besorgen und mit Hingabe zu verschlingen.

Nachtrag: Von vielen Seiten wurde negativ angemerkt, dass diese hervorragende Buch über Gestaltung alles andere als hervorragend gestaltet ist. Diesem Einwand muss ich leider zustimmen. Dass die Rotis hier als Grundschrift eingesetzt wurde, und als Überschriften dann die Frutiger hinzugekommen ist, mag dem typophilen Leser die Freude am Buch trüben. Die Typografie ist ansonsten aber sauber ausgeführt, und trotz der Schriftwahl lässt es sich gut und flüssig lesen.

Weniger gut und flüssig hingegen ist die Platzierung der Bilder. Die Grafiken und Fotos sind in sehr vielen Fällen nicht auf der Seite, auf der sie im Text besprochen werden. Permanent muss man quer blättern um die genannten Beispiele vor Augen bekommen zu können. Einen Grund dafür, weshalb die Bilder nicht passend auf die Seite des Textes platziert wurden, habe ich nur selten Entdeckt. Ganz im Gegenteil: Es gibt Illustrationen die auf der folgenden Doppelseite besprochen werden, während dort dann eine identisch große Grafik steht, die auf der Doppelseite zuvor ein Thema war.

Inhaltlich bleibt das Buch eine Empfehlung, trotz dieser formalen Schwächen.

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Do, 17. Apr. 08

von Markus

InDesign-Einsteigern, Quark-Umsteigern und auch bereits geübten InDesign-Benutzern, die in CS3 einsteigen, oder das Programm besser kennenlernen wollen, empfehle ich meine Lern-Video-DVD aus dem Hause Galileo.

Wer aber InDesign bereits zu 80% beherrscht, alle Brot- und Butter-Techniken bereits beherrscht, und neugierig auf die letzten 20% ist, empfehle ich das Buch »Adobe InDesign CS3 für Fortgeschrittene«. Darin lernt der Leser die Crack-Techniken im Umgang mit Text und dem Import, erfährt einiges über die besonderen Knackpunkte im Umgang mit Grafiken und mit Farbe, erhält Antworten zu speziellen Fragen beim Erstellen von interaktiven PDFs, bei der Arbeit mit XML und der Datenzusammenführung, der Leser erfährt näheres was es mit Transparenzreduzierung auf sich hat, und worauf der Profi beim Preflight, beim Drucken und beim Überfüllen achten sollte.

Besonders interessante war für mich auch die Einführung zur GREP-Suchen/Ersetzen-Funktion, die mir bisher schleierhaft war, und die ich sicher jetzt ohne weiteres nutzen kann, um umfrangreiche Dokumente noch schneller zu formatieren (ich denke, dass ich darüber in nächster Zeit einen Screencast aufnehmen werde).

Wer mit Programmierung etwas am Hut hat, bekommt sogar einen oberflächlichen Einblick, in das Erstellen von Scripten.

Aber nicht nur Freaks die das Buch von vorne bis hinten durchlesen, profitieren von dem Werk. Jeder professionelle Gestalter, der täglich mit InDesign zu Werke geht, sollte dieses Buch in seinem Regal stehen haben, um in Zweifelsfragen und für nicht alltägliche Aufgaben, auf einen Ratgeber zurückgreifen zu können. Zwar gehört das Werk nicht zu den Sonderangeboten, im Sortiment von Galileo, aber dass es seinen Preis wert ist, steht für mich außer Frage.

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Fr, 07. Mär. 08

von Markus

Kimberly Elam: Proportion und Komposition

Kennen Sie das? Design soll letzten Endes ja einfach nur Geschmacksache sein.

Grundsätzlich muss ich jedem Recht geben, der dabei von seinem eigenen Geschmack spricht. Subjektiv hat jeder von uns einen anderen Geschmack. Nun ist es aber normalerweise nicht Sache des Designers, den Geschmack eines Einzelnen zu treffen. Vielmehr sollte er eine breite Masse ansprechen können, zumindest aber eine klar umgrenzte Zielgruppe. Der professionelle Gestalter verlässt sich dabei nicht ausschließlich auf seine Intuition, sondern er hat die Regeln und Erkenntnisse der Gestaltungsgeschichte studiert, und bedient sich bewährten Konstruktionsmustern.

Im wesentlichen arbeitet der Gestalter mit Achsen und Proportionen, woraus sich wiederum Rhythmus, Kontrast und Harmonie ergeben. Eine der bekanntesten Proportionsrezepte ist der goldene Schnitt. Zuerst haben wohl die griechischen Architekten und Bildhauer mit diesem Verhältnis gearbeitet, später die Römer, die Mönche in mittelalterlichen Schreibstuben, die Meister der Setzereien ebenso wie große Künstler – besonders da Vinci und Dürer haben sich um die Definition harmonischer Proportionen verdient gemacht – bis hin zu den Grafikern, Fotografen und Produktdesigner in jüngster Zeit, die mit ansprechendem Design besondere Erfolge gefeiert haben.

In diesem Buch werden zahlreiche Gestaltungs-Klassiker analysiert und es wird demonstriert, wo sich in den Werken Achsen und Proportionen finden lassen.

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Di, 04. Mär. 08

von Markus

Hans-Georg Häusel: »Brain View – Warum Kunden Kaufen«

Dieses Buch empfahl mir mein guter Freund, und bald Master of the Univers, Georg aus der melker Sterngasse. Ich muss gestehen, dass ich die Lektüre ob des reisserischen Titels zunächst mit großer Skepsis anging. Wollte uns da wieder wer verramschen, er wisse, welchen Knopf die Werbung drücken müsse, um Kunden zum Spuren zu bringen? Ich habe wohl an die fünfzig Seiten lesen müssen, um meine Skepsis abzubauen.

Sicher wurde der Untertitel »Warum Kunden kaufen« nicht unbedacht gewählt. Jemand, der erforscht, warum Kunden kaufen, wird wahrscheinlich auch wissen, wie man ein Buch nennen muss, damit Kunden es kaufen. Und welcher Unternehmern könnte schon nein sagen, wenn da einer daher kommt, und erklärt, warum Kunden kaufen.

Hans-Georg Häusel schließt das Resümee des Buches aber ganz bewusst mit der Feststellung, dass die Hirnforschung weit davon entfernt ist, zu verstehen, was in den Kunden vorgeht. Man kann lediglich feststellen, dass unter bestimmten Umständen etwas in bestimmten Gehirnregionen passiert. Und man kann feststellen, dass es bestimmte Marken schaffen, das Gehirn in jenen Bereichen zu aktivieren, in denen es auch bei ganz offensichtlichen Genüssen aktiv wird.

Ich konnte als Grafikdesigner viel aus diesem Werk lernen. Z.B., dass das Gehirn einfache Strukturen komplexen Angeboten vorzieht, und es gerne ordentlich hat – eine Bestätigung des Designer-Leitspruches »Reduziere alles auf das Wesentlichste« und ein gutes Argument, für das nächste Kundengespräch, bei dem einmal mehr verlangt wird, hier noch was dazu zu geben, dort noch was zu ergänzen und am Ende das letzte bisschen Weissraum zu nutzen. Nun kann ich also sagen und belegen, dass die Gehirnforschung hinter mir steht. :-)

Wer also sollte dieses Buch lesen?

  • Grafiker und Designer
  • Werber
  • Marketer
  • Unternehmer
  • Verkäufer
  • Konsumenten
  • Frauen
  • Männer

Eigentlich alle!

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Fr, 29. Feb. 08

von Markus

Monika Gause hat mein Video-Tutorial zu Illustrator vom Mittwoch um einen Zusatztipp ergänzt – besten Dank! :-) Eine Schande, dass mir selbst nicht eingefallen ist, das auszuprobieren.

Adobe Illustrator CS3Eine gute Gelegenheit übrigens, um auf Monikas Buch »Adobe Illustrator CS3, m. DVD-ROM« hinzuweisen. Wer ein kompetentes Programm sucht, um sich mit Illustrator vertraut zu machen, oder ein fachkundiges Werk zum gelegentlichen Nachschlagen im Regal stehen haben möchte, ist damit bestens bedient. Ich unterrichte ja selbst auch Illustrator, und arbeite bereits seit vielen Jahren sehr intensiv damit. Dennoch greife ich gerne zu diesem Buch, wenn ich an einer Ecke, die ich nur selten begehe, anstehe, zu diesem Nachschlagewerk.

Das Buch ist, wie von Galileo gewohnt, sauber gestaltet und hochwertig ausgestattet, und verrät auch die grafische Kompetenz der Autorin.

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