Do, 20. Nov. 08

von Pascal

Einige werden sich vielleicht Fragen was ein 2sec Timer nützt. Will man ein Selbstportrait erstellen oder sich auf einem Gruppenfoto selbst auch noch einfinden sind die 10sec Vorgabe der EOS 400D gerade richtig. Doch das erste mal vermisst habe ich den 2sec Timer auf einer frühmorgentlichen Fototour mit Markus im letzten Sommer. Ich packte meine Kamera auf ein gutes und stabiles Manfrotto 190XPro B Stativ und definierte Bildausschnitt und Schärfentiefe. Da ich noch keinen Kabelauslöser hatte habe ich auf den Selbstauslöser zurück gegriffen, da ich jegliche Verwackelungsunschärfe verhindern wollte. Erst dann wird einem bewusst, wie lange 10sec sein können wenn man warten muss bis die Kamera endlich auslöst.

Nun einen Kabelauslöser kaufen würde Abhilfe schaffen, aber es geht auch anders. Für ein Maximum an Schärfe ist sowieso noch ein weiterer Schritt notwendig, denn es soll jegliche Erschütterung vermieden werden. Ein Problem beim Auslösen einer (D)SLR ist das hochklappen des Schwingspiegels. Die Beschleunigung und das abrupte abbremsen dieser Bewegung lässt die ganze Kamera erzittern. Die Bewegungen sind nur sehr geringfügig und mit blossem Auge nicht zu erkennen. Da wir aber wissen, dass ein Pixel bei der EOS 400D gerade mal 0.005mm gross ist, leuchted auch ein, dass schon sehr feine Bewegungen zu einer Unschärfe führen können.

Da dies eine bekannte Problematik ist, haben uns die Ingenieure von Canon eine Funktion zur Verfügung gestellt bei welcher der Schwingspiegel schon vor der eigentlichen Aufnahme hochklappt. Im Einstellungs-Menü 2 findet man bei den Individualfunktionen und Punkt 07 die »Spiegelverriegelung«. Der Name ist etwas unglücklich, da es eigentlich keine Verriegelung sondern eine Auslösung ist. Andere Hersteller nutzen den Begriff »Spiegelvorauslösung« was auch mir wesentlich sympathischer ist. Aber ja Hauptsache wir finden den richtigen Menüpunkt.

Stellen wir diesen Menüpunkt auf 01, also eingeschaltet, so wird nun beim ersten Drück des Auslösers der Schwingspiegel hochgeklappt. Erst durch erneutes Drücken wird das Bild aufgenommen.

Es macht natürlich keinen Sinn diese Funktion zu aktivieren, wenn man weiterhin von Hand auslöst. Die Funktion ist gedacht sie mit einem Kabelauslöser zu bedienen. So bleibt die Kamera unberührt und absolut ruhig. Sie funktioniert aber auch in Kombination mit dem Selbstauslöser und hier kommt nun die Überraschung. Im Gegensatz zum normalen Selbstauslöser von 10sec reduziert er sich in Kombination mit der Spiegelvorauslösung auf 2sec. Das Erklärt sich damit, dass die Kamera nach 2sec alle Schwingungen abgebaut hat und wieder ruhig dasteht. Diese Variante ist durchaus eine Alternative zum Kabelauslöser auch wenn er diesen bei gewissen Situationen nicht ersetzten kann.

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Mi, 19. Nov. 08

von Pascal

Sie sind selten gern gesehen und trotzdem sind sie oftmals das. Die Rede ist nicht von den Schwiergereltern sondern den Verzerrungen und Verzeichnungen die Objektive so mit sich bringen. Bekannt sind die Probleme in fast allen Aufnahmesituationen den nicht einmal Festbrennweiten arbeiten Verzeichnungsfrei. Besonders dramatisch sind Verzerrungen im Weitwinkelbereich und auch Zoomobjektive haben schwer damit zu kämpfen.

Von Verzeichnung sprechen wir, wenn sich das Bild tonnenförmig oder kissenförmig wölbt. Bei der kissenfömigen Verzeichnung werden die Ränder nach innen gedrückt, bei der tonneförmigen passiert genau das Gegenteil. Das Bild links zeigt eine eindeutig tonneförmige Verzeichnung und ist sehr unschön. Markus hat dieses Bild für sein Photoshop CS3 Buch in Photoshop überarbeitet und die Verzeichnung bestmöglich auskorigiert. Das Resultat seht ihr hier.

Von Verzerrung sprechen wir, wenn an und für sich paralle verlaufende Linien sich plötzlich in einem Winkel zu einander stehen. Besonders fällt das bei Weitwinkelaufnahmen auf oder bei stürzenden Linien eines Hochhauses das man fotografiert hat. Das Gebäude wirkt, als würde es gleich nach hinten umkippen.

Ich glaube wir sind uns einig, dass wir an solchen Bildern oftmals keinen gefallen finden oder wir zumindest stets etwas daran auszusetzten haben. Nun gibt es ja zum Glück Software, welche uns hilft solche Schönheitsfehler zu korrigieren. Wer nun glaubt mit Photoshop die beste Lösung in den Händen zu halten irrt gewaltig. Die Objektivkorrektur von Photoshop (CS3) ist mehr als dürftig, und Photoshop Elements, welches sich eigentlich an Fotografen wendet, bietet diesen Verzerrungsfilter nicht mal an :(

Sind wir froh, dass es noch Leute gibt welche für wenig Geld wirklich gute Software herstellen. Auch wenn dies bedeuted das Bild in einem externen Programm zu bearbeiten, kann man sich doch einiges an Zeit und Ärger ersparen. Eines dieser Programme möchte ich hier kurz vorstellen da ich von der Funktionalität überzeugt bin. PTLens ist eine kleine Software und sowohl für Mac als auch PC erhältlich. Getreu nach dem Motto »Try before buy« kann man in der Testversion 10 Bilder bearbeiten und das ohne Einschränkung. Das Programm liest RAW-Files und ermittelt aus den EXIF Daten das Kameramodell, das verwendete Objektiv und die Brennweite (auch wenn das bei mir nicht funktioniert hat?). Dabei werden Verzeichnungen bereits eleminiert und man muss sich nur noch um die Verzerrung kümmern.

Kurz den Raster einschalten, diese auf eine sinnvolle Grösse einstellen und die Regler betätigen bis das Ergebnis passt. Das geht im Normfallfall innert Sekunden und führ zu hervorragenden Ergebnissen. In den Einstellungen kann man wählen ob das neue Bild als Jpg oder Tiff gespeichert werden soll. Ich denke vom Bearbeitungsprozess macht es Sinn, diese Korrektur am Ende durchzuführen. So kann ich auch mehrere Varianten anlegen, ohne die einzelnen Bildkorrekturen jedesmal von Neuem erstellen zu müssen.

Die Software kostet 25$ und ist ein wirkliches Schnäppchen. Ein Freund aus meinem M-Art Kurs verbringt Sonntage damit, seine Bilder mit Photoshop gerade zu biegen. Ich denke die 25$ könnte man für dümmeres ausgeben.

Link: http://epaperpress.com/ptlens

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Di, 18. Nov. 08

von Pascal

Jedes Jahr am letzten Sonntag im April findet der »Worldwide Pinhole Photography Day« statt. Ziel ist es, mit Hilfe einer Camera Obscura (Lochkamera) ein Foto aufzunehmen und es auf der Webseite www.pinholeday.org auszustellen. Das Vorhaben wird seit 2001 praktiziert und eingesendet werden Bilder aus der ganzen Welt. Letztes Jahr haben auch 81 Deutsche, 23 Schweizer und 7 Österreicher mitgemacht. Eine ideale Gelegenheit also sich auf einem Parkett zu präsentieren, bei dem die Teilnehmerzahl überschaubar bleibt. Das Ganze ist übrigens kein Wettbewerb, sondern dient lediglich dem Ziel, die Lochkamera (wieder) aufleben zu lassen.

Doch was fasziniert an einer Lochkamera? Ich besuche zurzeit einen Kurs bei der experimentelle Fotografie ein grosses Thema ist. Die Lochkamera ist ein kleines Teilgebiet daraus und fasziniert mich persönlich sehr. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt und es lassen sich verschiedene Materialen einsetzen, halt alles was lichtempfindlich ist. Dies macht auch vor digitalen Spiegelreflexkameras keinen halt. Ohne Objektiv kann die Gehäuseöffnung ebenfalls zu einer Lochkamera umfunktioniert werden.

Das Fotografieren ohne Sammelinse und extrem kleiner Blendenöffnung hat den Vorteil einer beinahe unendlichen Schärfentiefe und verzeichnungsfreier Aufnahme. Eine Lochkamera besitzt, abhängig von der Brennweite (also Abstand Loch bis Filmebene) ein Blendenverhältnis zwischen 1/100 bis 1/500. So ist das Loch bei einer Brennweite von Beispielsweise 50mm gerade mal 0.27mm gross für eine ideale Schärfe. Diese Präzisionslöcher können im Fachhandel gekauft werden. Sie sind Rund und in eine dünne Metallfolie gebohrt oder gefräst. Jegliche Verformung oder Grate würden das Bildergebnis negativ beeinflussen.

Doch weshalb das kleine Loch und wie funktioniert so eine Kamera? Alles was wir sehen basiert darauf, das Licht reflektiert wird. Licht das aber beispielsweise diesen Kirchturm trifft, wird ungerdnet in alle Richtungen reflektiert. Die Lochkamera lässt jetzt aber nur einen kleinen Teil dieses reflektierten Lichts passieren und bildet dieses dann spiegel– und seitenverkehrt ab. Je nachdem wie gross nun das Loch einer Lochkamera ist, wir der Punkt auf dem Filmmaterial schärfer oder weniger scharf abgebildet. Man spricht dann vom sogenannten Unschärfekreis welchen wir ab einer Grösse von ca. 0.03mm als unscharf empfinden. Je grösser also das Loch, desto grösser der Unschärfekreis. Damit erklärt sich im übrigen auch das Verhalten der Blende, was ja nicht anderes ist, als eine Öffnung die Licht passieren lässt. Grosse Öffnung = kleine Schärfentiefe, da schnell grosse Unschärfekreise entstehen. Der Unterschied zur Lochkamera liegt lediglich bei der Sammellinse, welche es uns ermöglicht auf eine gewisse Distanz scharf zu stellen. Diese Möglichkeit haben wir bei der Lochkamera nicht, brauchen wir aber auch nicht, da sowieso praktisch alles scharf abgebildet wird.

Durch das kleine Loch sind aber sehr lange Verschlusszeiten notwendig, auch bei guten Lichtbedingungen. Das kann bis zu Stunden dauern. Die richtige Belichtung zu errechnen ist gar nicht so einfach. Ich habe vor einigen Wochen versucht, den Hauptbahnhof in Zürich in einem 180° Panorama abzulichten. Dies ist im übrigen ein weiterer Vorteil der Lochkamera. Das Aufnahmemedium muss nicht stur wie bei einem Negativfilm oder der Digitalkamera flach aufliegen. Im vorliegendenfall habe ich das Fotopapier in meiner Lochkamera (ein präparierter Schuhkarton) einfach als Bogen eingelegt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der Radius vom Loch möglichst gleich geblieben ist.

Mein erster Versuch lag bei 3 Minuten Belichtungszeit. Das Problem liegt auch darin, dass man bei Fotopapier nicht einfach schnell ein neues einlegen kann. Man benötigt eine Dunkelkamera (also einen völlig abgedunkelten Raum) damit die Lichtempfindliche Schicht nicht angegriffen wird. So musste ich nach meinem Versuch mit dem Tram zurück ins Labor und das Bild entwickeln. Das Bild war viel zu hell, also war die Belichtung nicht ausreichend (Mit Fotopapier erstellt man ein Negativ, da das Licht die Photozellen aktiviert und dunkler werden lässt). Ich machte mich auf den Weg um eine zweite Belichtung zu erstellen. Diesmal mit 8 Minuten. Zurück im Labor merkte ich, dass das Fotopapier unzureichend gesichert war und verrutscht war. Kein brauchbares Resultat. Also nächster Versuch mit 12 Minuten. Resultat überbelichtet. So gingen schon mal 4 Stunden ins Land und ich machte einen weiteren, letzten Versuch mit 9 Minuten. Und siehe da, das Resultat passt einigermassen.

Tramhaltestelle Zürich Limmatplatz

Danach habe ich noch weitere Aufnahmen gemacht an der nächsten Tramhaltestelle und im Skaterpark. Die Belichtungen habe ich nun überraschend gut und richtig abgeschätzt. Die Bilder habe ich danach eingescannt und in Photoshop ins Positiv gedreht. Mit dem Ergebnis der 180° Panoramen in Schwarzweiss bin ich eigentlich zufrieden und ich möchte bald weitere Aufnahmen erstellen.

Diese kleine Story soll die fotointeressierten unter euch ermutigen vielleicht ebenfalls mal mit einer Lochkamera auf den Weg zu gehen. Wer kein eigenes Labor hat (habe ich au nicht) kommt evt. bei einem Freund oder einem Fotoklub unter. Ansonsten auch mal ein Fachgeschäft anfragen, ob die einem die Bilder entwickeln oder man das Labor mitbenutzen darf. Eine Erinnerung zum Worldwide Pinhole Day kommt dann nochmals rechtzeitig Anfang April nächstes Jahr.

Ach ja, in der aktuellen Photographie Zeitschrift hat es zwei Artikel über dieses Wunderding der Technik. Der eine beschäftigt sich mit den faszinierenden Lochkamera–Bildern von Volkmar Herre( www.edition-herre.de) und der andere mit der Kamera selbst.

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Mo, 17. Nov. 08

von Pascal

Zugegeben, der Titel hört sich ziemlich verwirrend an. Es ist aber immer gut, wenn man die englischen Begriffe kennt, denn diese werden unter Fotografen eigentlich meistens benutzt. Die Auto Exposere Bracketing (AEB) Funktion ist nichts anderes als eine Belichtungsreihe. Eine Belichtungsreihe ist eine Serie von Aufnahmen bei der die Belichtung für ein und das selbe Motiv unterschiedlich eingestellt wird.  Dies kann sehr nützlich sein, wenn man sich nicht sicher ist ob die eingestellte Blenden- Verschlusszeitkombination passt. Oder es findet auch Verwendung wenn in Kombination mit einem Stativ mehrere identische Aufnahmen nachträglich zu einer HDR Aufnahme zusammen gefügt werden. Wer sich nicht mehr erinnert, was eine HDR Aufnahme ist, sollte sich diesen Artikel nochmals zu Gemüte führen.

Die Belichtungsreihe kann nur in den Kreativmodi verwendet werden. Sind die Motivprogramma aktiviert, ist das Menü nicht sichtbar. Es findet sich im zweiten Aufnahmemenü unter dem Kürzel »AEB«. Wählt man diesen Menüpunkt aus, kann mit Hilfe des Wahlrades oder den Cursertasten links und rechts der Abstand der einzelnen Belichtungen eingestellt werden. Die Schritte sind in 1/3 Blendenstufen eingeteilt und reicht bis maximal zwei Blendenstufen. Es können nur drei Belichtungen eingestellt werden (Profikameras lassen bis zu 9 oder noch mehr zu).

Sind die Einstellungen getätigt und mit der Mitteltaste bestätigt worden geht es an die Aufnahme. Ist der »Einzelbild« Modus aktiv, muss für jede der drei Aufnahmen einzeln ausgelöst werden. Ist die Reihenaufnahme eingeschaltet, kann man einfach auf dem Auslöser drauf bleiben und alle drei Aufnahmen werden nacheinander aufgenommen. Das Ganze wird auch auf dem Display visualisiert. Die Belichtungsschritte werden mit schwarzen Balken angezeigt und rechts daneben finden sich drei Rechteckflächen welche übereinander liegen.

Standardmässig geht die Belichtungsreihe von dem »korrekt« belichteten Mittelwert aus. Man kann diesen allerdings auch verschieben, in dem man eine Belichtungskorrektur anbringt. Hält man die AV Taste gedrückt und dreht das Wahlrad, so verschieben sich die Balken nach links oder rechts und mit ihr die Abstände der Belichtungsreihe. So können mit Hilfe eines Stativs auch mehr als drei Aufnahmen von der selben Stelle gemacht werden.

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Do, 13. Nov. 08

von Pascal

Über Sinn und Unsinn von Motivprogrammen an einer DSLR lässt sich sicherlich streiten (wie über so vieles im Leben) aber sie sind nun mal da und es bedarf einiger Erklärungen. Denn gerade wenn man der Kamera die Kontrolle zurück gibt, sollte man wissen was sie macht, damit man bei Nichtgefallen richtig entgegen wirken kann. Schauen wir uns die einzelnen Motivprogramme mal im Detail an.

Beginnen wir rechts mit dem »Deaktivieren des Blitzes« Dies ist eine wichtige Funktion wenn man in einem Museum, einer Kirche oder sonst wo fotografiert, wo Blitzlicht verboten ist. Es gibt im übrigen mehrere Gründe, weshalb Blitzlicht an gewissen Orten verboten ist. Zum einen schadet Licht den Farben und lässt diese Ausbleichen. Zum anderen kann mit gutem Blitzlicht und Stativ (oft ebenfalls verboten) eine relativ gute Kopie des Originals angefertigt werden. Dies hätte wieder Urheberrechtliche Konsequenzen. Und zu guter letzt wäre es ziemlich lästig wen in einem Museum ständig geblitzt würde.

Das Nachtportrait kombiniert eine längere Belichtung mit dem intergrierten Blitz. Dazu sollte die zu fotografierende Person nicht weiter als 5m von der Kamera entfernt sein, das sonst die Leistung des integrierten Blitzes nicht ausreichend ist. Der Vorteil dieser Einstellung im Gegensatz zu einer normalen Blitzaufnahe liegt darin, dass die Lichtstimmung der Umgebung ebenfalls eingefangen wird und das Bild nicht so flau wirkt.

Der Sportmodus setzt auf besonders kurze Verschlusszeiten. Er wird immer eine Blenden- Verschlusszeitkombination vorschlagen mit der Bewegungen bestmöglich eingefroren werden können. Es wird der AF-Servo aktiviert, welcher ständig das Objekt scharf zu stellen versucht und die Serienaufnahe wird aktiviert. So werden durch Drücke und Halten des Auslösers max. 3 Bilder / sec geschossen.

Im Makromodus liegt die Priorität bei der Blende. Die Blende wird versucht möglichst offen zu behalten um das Subjekt mit geringer Schärfentiefe von der Umgebung abzuheben. Der Blitz wird, wenn die Lichtverhältnisse schlecht sind, automatisch zugeschaltet.

Im Landschaftsmodus liegt die Priorität ebenfalls bei der Blende aber hier möglichst abgeblendet, damit die Schärfentiefe möglichst gross ist und das Bild durchgängig scharf wirkt. Zusätzlich werden die Grün- und Blautöne kräftiger und klarer dargestellt. Dies aber lediglich wenn das Aufnahmeformat ein JPEG ist. Sollte die Aufnahme im RAW–Format gemacht werden, was ich generell empfehle, hat dies keine Auswirkung.

Der Portraitmodus gleicht dem Makromodus und versucht mit möglichst offener Blende zu schiessen. Zudem werden Haut und Haar weicher dargestellt, als in anderen Modi. Auch hier gilt das lediglich fürs JPEG Format.

Zu guter letzt noch der Vollautomatikmodus. Hier versucht die Kamera alles was in ihrer Macht steht, die Aufnahmesituation richtig zu interpretieren und den richtigen Modus selber zu wählen.

In allen Modi wird übrigens der ISO–Wert und der Weissabgleich automatisch bestimmt. Ist eines dieser Motivprogramme aktiv kann auch nicht auf das zweite Aufnahmemenü zugegegriffen werden bei dem der Weissabgleich, der Farbraum, der Bildstil oder die Blitzbelichtungskorrektur eingestellt werden. Die Funktionen sind konsequent darauf ausgelegt sie anzuwählen und zu benutzen für schnelle und einfache Aufnahmen, schränken die Kreativität aber deutlich ein.

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