Mi, 19. Nov. 08

von Pascal

Sie sind selten gern gesehen und trotzdem sind sie oftmals das. Die Rede ist nicht von den Schwiergereltern sondern den Verzerrungen und Verzeichnungen die Objektive so mit sich bringen. Bekannt sind die Probleme in fast allen Aufnahmesituationen den nicht einmal Festbrennweiten arbeiten Verzeichnungsfrei. Besonders dramatisch sind Verzerrungen im Weitwinkelbereich und auch Zoomobjektive haben schwer damit zu kämpfen.

Von Verzeichnung sprechen wir, wenn sich das Bild tonnenförmig oder kissenförmig wölbt. Bei der kissenfömigen Verzeichnung werden die Ränder nach innen gedrückt, bei der tonneförmigen passiert genau das Gegenteil. Das Bild links zeigt eine eindeutig tonneförmige Verzeichnung und ist sehr unschön. Markus hat dieses Bild für sein Photoshop CS3 Buch in Photoshop überarbeitet und die Verzeichnung bestmöglich auskorigiert. Das Resultat seht ihr hier.

Von Verzerrung sprechen wir, wenn an und für sich paralle verlaufende Linien sich plötzlich in einem Winkel zu einander stehen. Besonders fällt das bei Weitwinkelaufnahmen auf oder bei stürzenden Linien eines Hochhauses das man fotografiert hat. Das Gebäude wirkt, als würde es gleich nach hinten umkippen.

Ich glaube wir sind uns einig, dass wir an solchen Bildern oftmals keinen gefallen finden oder wir zumindest stets etwas daran auszusetzten haben. Nun gibt es ja zum Glück Software, welche uns hilft solche Schönheitsfehler zu korrigieren. Wer nun glaubt mit Photoshop die beste Lösung in den Händen zu halten irrt gewaltig. Die Objektivkorrektur von Photoshop (CS3) ist mehr als dürftig, und Photoshop Elements, welches sich eigentlich an Fotografen wendet, bietet diesen Verzerrungsfilter nicht mal an :(

Sind wir froh, dass es noch Leute gibt welche für wenig Geld wirklich gute Software herstellen. Auch wenn dies bedeuted das Bild in einem externen Programm zu bearbeiten, kann man sich doch einiges an Zeit und Ärger ersparen. Eines dieser Programme möchte ich hier kurz vorstellen da ich von der Funktionalität überzeugt bin. PTLens ist eine kleine Software und sowohl für Mac als auch PC erhältlich. Getreu nach dem Motto »Try before buy« kann man in der Testversion 10 Bilder bearbeiten und das ohne Einschränkung. Das Programm liest RAW-Files und ermittelt aus den EXIF Daten das Kameramodell, das verwendete Objektiv und die Brennweite (auch wenn das bei mir nicht funktioniert hat?). Dabei werden Verzeichnungen bereits eleminiert und man muss sich nur noch um die Verzerrung kümmern.

Kurz den Raster einschalten, diese auf eine sinnvolle Grösse einstellen und die Regler betätigen bis das Ergebnis passt. Das geht im Normfallfall innert Sekunden und führ zu hervorragenden Ergebnissen. In den Einstellungen kann man wählen ob das neue Bild als Jpg oder Tiff gespeichert werden soll. Ich denke vom Bearbeitungsprozess macht es Sinn, diese Korrektur am Ende durchzuführen. So kann ich auch mehrere Varianten anlegen, ohne die einzelnen Bildkorrekturen jedesmal von Neuem erstellen zu müssen.

Die Software kostet 25$ und ist ein wirkliches Schnäppchen. Ein Freund aus meinem M-Art Kurs verbringt Sonntage damit, seine Bilder mit Photoshop gerade zu biegen. Ich denke die 25$ könnte man für dümmeres ausgeben.

Link: http://epaperpress.com/ptlens

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Di, 18. Nov. 08

von Pascal

Jedes Jahr am letzten Sonntag im April findet der »Worldwide Pinhole Photography Day« statt. Ziel ist es, mit Hilfe einer Camera Obscura (Lochkamera) ein Foto aufzunehmen und es auf der Webseite www.pinholeday.org auszustellen. Das Vorhaben wird seit 2001 praktiziert und eingesendet werden Bilder aus der ganzen Welt. Letztes Jahr haben auch 81 Deutsche, 23 Schweizer und 7 Österreicher mitgemacht. Eine ideale Gelegenheit also sich auf einem Parkett zu präsentieren, bei dem die Teilnehmerzahl überschaubar bleibt. Das Ganze ist übrigens kein Wettbewerb, sondern dient lediglich dem Ziel, die Lochkamera (wieder) aufleben zu lassen.

Doch was fasziniert an einer Lochkamera? Ich besuche zurzeit einen Kurs bei der experimentelle Fotografie ein grosses Thema ist. Die Lochkamera ist ein kleines Teilgebiet daraus und fasziniert mich persönlich sehr. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt und es lassen sich verschiedene Materialen einsetzen, halt alles was lichtempfindlich ist. Dies macht auch vor digitalen Spiegelreflexkameras keinen halt. Ohne Objektiv kann die Gehäuseöffnung ebenfalls zu einer Lochkamera umfunktioniert werden.

Das Fotografieren ohne Sammelinse und extrem kleiner Blendenöffnung hat den Vorteil einer beinahe unendlichen Schärfentiefe und verzeichnungsfreier Aufnahme. Eine Lochkamera besitzt, abhängig von der Brennweite (also Abstand Loch bis Filmebene) ein Blendenverhältnis zwischen 1/100 bis 1/500. So ist das Loch bei einer Brennweite von Beispielsweise 50mm gerade mal 0.27mm gross für eine ideale Schärfe. Diese Präzisionslöcher können im Fachhandel gekauft werden. Sie sind Rund und in eine dünne Metallfolie gebohrt oder gefräst. Jegliche Verformung oder Grate würden das Bildergebnis negativ beeinflussen.

Doch weshalb das kleine Loch und wie funktioniert so eine Kamera? Alles was wir sehen basiert darauf, das Licht reflektiert wird. Licht das aber beispielsweise diesen Kirchturm trifft, wird ungerdnet in alle Richtungen reflektiert. Die Lochkamera lässt jetzt aber nur einen kleinen Teil dieses reflektierten Lichts passieren und bildet dieses dann spiegel– und seitenverkehrt ab. Je nachdem wie gross nun das Loch einer Lochkamera ist, wir der Punkt auf dem Filmmaterial schärfer oder weniger scharf abgebildet. Man spricht dann vom sogenannten Unschärfekreis welchen wir ab einer Grösse von ca. 0.03mm als unscharf empfinden. Je grösser also das Loch, desto grösser der Unschärfekreis. Damit erklärt sich im übrigen auch das Verhalten der Blende, was ja nicht anderes ist, als eine Öffnung die Licht passieren lässt. Grosse Öffnung = kleine Schärfentiefe, da schnell grosse Unschärfekreise entstehen. Der Unterschied zur Lochkamera liegt lediglich bei der Sammellinse, welche es uns ermöglicht auf eine gewisse Distanz scharf zu stellen. Diese Möglichkeit haben wir bei der Lochkamera nicht, brauchen wir aber auch nicht, da sowieso praktisch alles scharf abgebildet wird.

Durch das kleine Loch sind aber sehr lange Verschlusszeiten notwendig, auch bei guten Lichtbedingungen. Das kann bis zu Stunden dauern. Die richtige Belichtung zu errechnen ist gar nicht so einfach. Ich habe vor einigen Wochen versucht, den Hauptbahnhof in Zürich in einem 180° Panorama abzulichten. Dies ist im übrigen ein weiterer Vorteil der Lochkamera. Das Aufnahmemedium muss nicht stur wie bei einem Negativfilm oder der Digitalkamera flach aufliegen. Im vorliegendenfall habe ich das Fotopapier in meiner Lochkamera (ein präparierter Schuhkarton) einfach als Bogen eingelegt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der Radius vom Loch möglichst gleich geblieben ist.

Mein erster Versuch lag bei 3 Minuten Belichtungszeit. Das Problem liegt auch darin, dass man bei Fotopapier nicht einfach schnell ein neues einlegen kann. Man benötigt eine Dunkelkamera (also einen völlig abgedunkelten Raum) damit die Lichtempfindliche Schicht nicht angegriffen wird. So musste ich nach meinem Versuch mit dem Tram zurück ins Labor und das Bild entwickeln. Das Bild war viel zu hell, also war die Belichtung nicht ausreichend (Mit Fotopapier erstellt man ein Negativ, da das Licht die Photozellen aktiviert und dunkler werden lässt). Ich machte mich auf den Weg um eine zweite Belichtung zu erstellen. Diesmal mit 8 Minuten. Zurück im Labor merkte ich, dass das Fotopapier unzureichend gesichert war und verrutscht war. Kein brauchbares Resultat. Also nächster Versuch mit 12 Minuten. Resultat überbelichtet. So gingen schon mal 4 Stunden ins Land und ich machte einen weiteren, letzten Versuch mit 9 Minuten. Und siehe da, das Resultat passt einigermassen.

Tramhaltestelle Zürich Limmatplatz

Danach habe ich noch weitere Aufnahmen gemacht an der nächsten Tramhaltestelle und im Skaterpark. Die Belichtungen habe ich nun überraschend gut und richtig abgeschätzt. Die Bilder habe ich danach eingescannt und in Photoshop ins Positiv gedreht. Mit dem Ergebnis der 180° Panoramen in Schwarzweiss bin ich eigentlich zufrieden und ich möchte bald weitere Aufnahmen erstellen.

Diese kleine Story soll die fotointeressierten unter euch ermutigen vielleicht ebenfalls mal mit einer Lochkamera auf den Weg zu gehen. Wer kein eigenes Labor hat (habe ich au nicht) kommt evt. bei einem Freund oder einem Fotoklub unter. Ansonsten auch mal ein Fachgeschäft anfragen, ob die einem die Bilder entwickeln oder man das Labor mitbenutzen darf. Eine Erinnerung zum Worldwide Pinhole Day kommt dann nochmals rechtzeitig Anfang April nächstes Jahr.

Ach ja, in der aktuellen Photographie Zeitschrift hat es zwei Artikel über dieses Wunderding der Technik. Der eine beschäftigt sich mit den faszinierenden Lochkamera–Bildern von Volkmar Herre( www.edition-herre.de) und der andere mit der Kamera selbst.

Wie findest du den Artikel: Lau …Cool.Echt fett! (Artikel bisher ohne Wertung)
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Mo, 10. Nov. 08

von Pascal

Lange habe ich mir Zeit gelassen die Serie über die Bedienung der EOS 400D fortzusetzen – viel zu lange eigentlich. Nun bin ich aber zurück auf dem Parkett und ich möchte in diesem Artikel die Lichtmessungsmethoden behandeln. Folgen werden noch die Motivprogramme, Bracketing (Mehrfachbelichtung) und einigie Individualfunktionen (Spiegelvorauslösung, Blitzsynchronisation). Vielleicht fällt mir dann noch das eine oder andere im laufe der Zeit ein. Schauen wir mal.

Bevor wir uns aber mit den Messmethoden befassen ist es wichtig zu wissen, wie eine Kamera arbeitet. Aus den vorherigen Kapiteln wissen wir, dass eine Kamera immer eine »richtige« Belichtung vorschlägt. Wenn wir zum Beispiel im Av Modus (Blendenvorwahl) arbeiten und die Blende wählen, bestimmt die Kamera automatisch die passende Verschlusszeit für ein »korrekt« belichtetes Bild. Doch was heisst korrekt belichtet, wie kann eine Kamera das wissen?

Nun jede Kamera ist darauf kalibriert, Bilder als richtig belichtet zu erkennen, wenn nach der Reduktion von Farbe und dem Zusammenführen aller Pixel daraus ein 18 prozentiger mittlerer Grauton entsteht. Die Erklärung wie das genau vor sich geht wäre alleine ein ganzer Artikel wert. Ich verzichte hier darauf und behelfe mich mit einem Beispiel. Markus und ich haben mit diversen Kameras Versuche gemacht um zu testen, was es mit dem 18% Grauton auf sich hat. Dabei haben wir drei Kartone in den Farben Weiss, (mittleres) Grau und Schwarz abgelichtet. In unserem Fall haben wir den Kreativmodus Av (Blendenvorwahl) gewählt und die Verschlusszeit der Kamera überlassen.

Das Ergebnis ist sehr interessant: Alle drei Aufnahmen lassen sich nicht voneinander unterscheiden. Der weisse Karton wurde ebenso grau aufgenommen wie der schwarze.

Genau darin liegt das Problem. Die Kamera kann nicht wissen ob wir etwas weisses oder etwas schwarzes fotografieren wollen. Sie »weiss« lediglich dass es ihr Ziel sein muss, alles in einem mittleren Grau zu belichten. Deshalb wird halt ein weisses Blatt grau und auch ein schwarzes Blatt ebenfalls grau dargestellt. Dieser Versuch kann gut zu Hause selber ausprobiert werden. Dafür reicht eine weisses und ein schwarzes T-Shirt, wenn nicht gerade ein Karton herumliegen sollte. Beachtet werden muss noch, dass manuell fokussiert wird. Da das Sujet keinen Kontrast bietet welchen die Kamera messen könnte, wird sie auch nicht fokussieren. Auch eine wichtige Erkenntnis nebenbei!

Nun wissen wir dass die Kamera immer versucht auf diesen 18 prozentigen Grauton zu belichten. Das ganze macht sie natürlich aus einem guten Grund, denn in vielen Fällen passt diese Variante ganz gut. Wir haben selten sehr helle oder sehr dunkle Motive, aber wir haben sie! Es gibt jetzt verschiedene Methoden diesem Effekt bewusst entgegen zu wirken. Hier kommen nun die Messmethoden ins Spiel.

Beginnen möchte ich mit der Selektivmessung da die als Standard gesetzte Mehrfeldmessung etwas anders arbeitet. Bei der Selektivmessung wird die Helligkeit nur auf einem Zentrumsdurchmesser von ca. 1/3 Bildhöhe gemessen. Alles ausserhalb dieses Kreises wird nicht in die Berechnung miteinbezogen. Diese Messmethode hilft und insbesondere bei starken Gegenlichtsituationen. Hier müssen wir eine Entscheidung treffen und uns festlegen, ob das Gegenlicht richtig belichtet werden soll, oder das Subjekt davor.

Ein Beispiel. Auf meiner letzjährigen Australienrundreise waren wir zur späten Stunde bei den Pinnacles in Westaustralien. Pinnacles sind Kalksteine, die wie Termitehügel aus dem Boden ragen. Hier musste ich mich entscheiden ob ich die Pinnacles nur als Silhoutte abbilden möchte und dafür dem dramatisch wirkenden Himmel die Hauptrolle geben möchte, oder ich den Spiess umkehre.

Um dem Himmel richtig belichtet zu haben, fokussierte ich auf diesen und habe mit der Sterntaste die Belichtung gespeichert. Danach habe ich das Bild entsprechend komponiert und abgedrückt. Bei der unteren Aufnahme habe ich zuerst auf den Pinnacle fokussiert und mit der Sterntaste den Belichtungsmesswert gespeichert und danach das Bild erneut komponiert.

Gehen wir über zur Mittenbetonten Messung. Sie ist etwas schwierig zu erklären, da das Messfeld nicht überall gleich misst. Das Zentrum wird stärker gewichtet als die Ränder. Das Feld misst aber nicht ganz bis an den Rand (was eigentlich auch nicht notwendig ist). Sie wird auch in der Anleitung nur erfahrenen Benutzern empfohlen. Ich persönlich verzichte gänzlich auf diese Messung, da sie relativ schwer zu interpretieren ist und oft eine Belichtungskorrektur erfordert.

Nun noch zur Mehrfeldmessung. Nun sie wiederspricht der eigentlichen Theorie vom simplen messen und reduzieren auf den 18% Grauton. Die Mehrfeldmessung ist eine »intelligente« Messung, welche das Bild in Felder aufteilt. Sie analysiert die Geschehnisse und schlägt dann Aufgrund der programmierten »Erfahrungen« eine korrekte Belichtung vor. Dazu ist sie in der Lage, weil im Hintergrund eine Bilddatenbank mit vielen Aufnahmesituationen hinterlegt sind. Die Kamera sucht ein passendes Bild dass der Aufnahesituation ähnelt, entscheidet dann selbstständig welche Bildbereiche mit Priorität behandelt werden sollen und schlägt eine entsprechende Belichtung vor. Was sich nach Willkür anhört, funktioniert eigentlich ganz gut und der Einsteiger wird mit diesere Messmethode im normalfall bestens Leben können. Mit zunehmender Erfahrung überlässt man aber gerne immer weniger den Faktoren Zufall und Automatismus und greift gerne selber ins Geschehen ein. Deshalb wird mit der Zeit die Selektivmessung wohl zum Standard eines jeden engagierten 400D Fotografen werden.

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Sa, 20. Sep. 08

von Markus

iTunes App PhotoCalc

Allen, die gerne und ambitioniert Fotografieren, und dabei das Glück haben, von Apples iPhone begleitet zu werden, möchte ich die App PhotoCalc (iTunes Link) wärmstens ans Herzelein legen. Für 2,39 € gibts einen Schärfentiefe-Rechner, einem Leitzahl-Rechner, einen Belchtungsrechner, eine Anzeige für Sonnenauf- und Sonnenuntergang und ein gar nicht so schlechtes, kleines Fotolexikon (sofern einem die englische Fachtermini geläufig ist). Auch wenn Ihr in der Praxis damit nicht Schärfentiefe und Belichtung berechnen werdet, bevor ihr Biene fotografiert, kann man beim Herumstpielen damit viel lernen, ist bestens informiert wie früh man aus der Kiste kriechen muss um im besten Lichte fotografieren zu können und hat darüber hinaus ein Fotolexikon in der Tasche. Und das ganze für schlappe 2,39. Zuschlagen!

Stichwort iPhone: Ich hatte noch nie ein Handy mit so vielen Funktionen und noch nie eines mit dem ich mich ausgekannt habe. Bei Apple geht die Bedienung ohne einen einzigen Absatz Handbuch aus dem Bauch heraus. Cool. :-)

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Mi, 17. Sep. 08

von Pascal

Bevor ich diese Frage beantworte, respektive dieser Frage auf den Zahn fühle, auch von mir eine kurze Statusmeldung. Es tut mir Leid, mich zurzeit nicht angemessen um den Weblog kümmern zu können. So gern ich auch würde, mir fehlt zum einen die Zeit, zum anderen aber auch die Energie dazu. Ich denke zwar nicht, dass sich das Zeitproblem so schnell lösen lässt, zumal ich nun neben meinem Job und dem Buchprojekt nun jeden ganzen Samstag den M-Art Fotografiekurs besuchen werde. Aber ich hoffe, nein ich bin guter Dinge, dass sich die Energie, wie auch die fehlenden Motivation bald zurück melden wird :)

Facebook

Trotz allem findet man zwischendurch noch Zeit für Kleinigkeiten. Ich bin schon länger Facebook-Mitglied. Obwohl skeptisch zu Anfang, bin ich nun begeisterter User. Es gibt keine bessere Plattform (zumindest ist mir keine bekannt) um mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Sie vereint auch diverse Funktionen, wie z.B. die Statusmeldungen von Twitter, das präsentieren von Bildern wie bei Flickr oder das veröffentlichen von Videos wie bei Youtube. Auch können eigene Gruppen eröffnet werden oder man eröffnet seine eigene Facebook-»Homepage« um seine Arbeiten oder Leistungen zu präsentieren. Ich habe mal eine Seite eröffnet, man weiss ja nie was sich daraus noch ergeben kann :) Pascal Reis auf Facebook.

Nun aber genug von mir und zum eigentlichen Thema. Die letzten Wochen wurde ich von mehreren Seiten angefragt (meist Freunde von Freunden), welches denn nun die beste Kamera sei. Die Frage konnte ich natürlich nicht so einfach beantworten, da es DIE beste Kamera nicht gibt. Um aber trotzdem ein wenig beratend zur Seite zu stehen, damit jeder seine beste Kamera findet gebe ich gerne folgende Tipps mit auf den weg.

1. Sind bereits Objektive aus analogen Zeiten vorhanden? Wenn ja, und wenn man mit der Qualität und Handhabung (obwohl sich das Bedienkonzept deutlich verändert hat) zufrieden war, sollte man sich umbedingt die Kamerabodys dieses Herstellers genauer ansehen. Aber Achtung: Nur weil bestehende Objektive vorhanden sind, heisst das noch lange nicht, dass sie (uneingeschränkt) auf dem neuen Kameragehäuse funktionieren. Hier umbedingt recherchieren und beim Fachhandel nachfragen.

2. Die wohl wichtigste, wie auch meist unterschätzte, Tatsache ist die, dass man sich mit der Kamera wohl fühlen muss. Dafür empfehle ich den Besuch in einem grossen Discounter (wie z.B. Mediamarkt) welche diverse Kameramodelle von diversen Herstellern ausgestellt haben. Danach einfach auf sein Gefühl vertrauen. Liegt die Kamera angenehm in der Hand? Ist das Gewicht für mich in Ordnung? Sind die Knöpfe da wo ich sie mir intuitiv vorstelle? Finde ich mich im Menü zurecht? Die Kamera mit der man sich am wohlsten fühlt und welche zum Geldbeutel passt, sollte nun die Kamera der Wahl sein.

3. Nun kann man sich noch beim Fachhändler über Zubehör beraten lassen. Denn Ich wage mal die Aussage, dass die ganze Technik für einen Einsteiger, welcher sich so eine Frage wohl am ehesten stellt, zweitrangig ist. Das (gute) Bild macht nämlich nicht die Kamera sondern der Fotograf und dabei ist es wichtig, dass man sich mit der Kamera schnell vertraut macht und nicht ob bei ISO3200 das Rauschverhalten minim besser ist als bei der Konkurenz.

Wie findest du den Artikel: Lau …Cool.Echt fett! (Artikel bisher ohne Wertung)
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