Mi, 27. Aug. 08

von Pascal

Autor: Pascal Kategorien:
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Rund drei Wochen vor der Photokina in Köln, sind die beiden Grossen im Fotobusiness mit ihren neuesten Kameras für den anspruchsvollen Amateur an die Öffentlichkeit getreten. Beide Kameras basieren auf dem APS-C Format und haben damit Formatfaktoren von 1.5 bei Nikon, respektive 1.6 bei Canon.

Die Canon 50D kommt im edlen Magnesiumgehäuse daher wärend die D90 das Aluminiusm-Plastikgehäuse der D80 geerbt hat. Beide trumpfen mit einem 3″ Montior mit 920′000 Bildpunkten auf. Die 50D macht Bilder mit einer Auflösung von bis zu 15.1MP, die D90 verspricht deren 12.3MP. Die ISO Bereiche können bei der D90 auf bis zu ISO 6400 eingestellt werden, Canon sogar 12500. Canon setzt für die 50D neue Mikrolinsen und einen anderen Signalverstärker ein, mit welchen das Rauschen minimiert werden sollte. Man darf gespannt die ersten Testberichte abwarten.

Die 50D überflügelt die D90 noch bei den Serienbildern. Wärend die D90 mit 4.5 Bilder/Sekunde an ihre Grenzen stösst, schafft die 50D deren 6.5. Ansonsten aber schenken sich die beiden Kameras auf den ersten Blick nicht viel.

Allerdings hat Nikon noch ei Ass im Ärmel und überrascht mit der HD–Movie Funktion, welche es erstmals möglich macht, Filme mit einer DSLR aufzunehmen. Die maximale Auflösung für Filmaufnahmen beträgt 1280×720 und das bei 24Bildern pro Sekunde. Die Aufnahmen werden als AVI (Motion-JPEG) gespeichert. Natürlich darf dann ein HDMI Ausgang nicht fehlen. Wie gross die Dateien werden, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

Die Preisempfehlung für die D90 liegt um die 1000€, bei der 50D um die 1300€

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Mo, 11. Aug. 08

von Pascal

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Fokusiermethoden. Zum einen haben wir da den manuellen Fokus und zum anderen der Autofokus. Diese Option kann man an den Objektiven mittels eines Schiebeschalters umstellen. AF steht dabei für Automatischer Fokus und MF für Manueller Fokus.

Mit dem manuellen Fokus lässt sich die Schärfenebene manuell wählen in dem man den Fokusring am Objektiv dreht. Jeh nach Objektiv muss dazu allerdings zwingen der Schalter auf MF gestellt sein da im AF-Modus der Ring durch den Motor blockiert wird. Ehrlich gesagt, habe ich diese Methode bisher kaum angewendet, da ich der Meinung war, die Kamera kann das sicherlich besser als ich. Dies kann auch passieren, wenn die Dioptrinkorrektur falsch eingestellt ist. Vor kurzem habe ich aber etwas entscheidendes gelernt, was den Einsatz der manuellen Fokusierung erheblich erleichtert.

Wenn man durch den Sucher blickt und auf das gewünschte Motiv fokusiert hat, drückt man den Auslöser halb durch. Ist das Objekt nun tatsächlich scharf, erscheint der grüne Punkt rechts unten in der Sucheranzeige (in diesem Falle neben der 9). Stimmt die Schärfe nicht, erscheint auch der Punkt nicht. So kann kontrolliert werden, ob die eigenen Einstellungen mit den Messmethoden der Kamera übereinstimmen.

Beim Autofokus übernimmt die Kamera das Scharfstellen des Motivs. Dabei wird über ein Ultraschallmotor (die sogenannte USM Bezeichnung auf den Objketiven) der Fokusring in die richtige Position gebracht. Neben dem grünen Punkt erscheint auch noch ein oder mehrere rote Punkte im Sucherfeld auf den 9 Fokusmesspunkten (kleine Rechtecke mit Punkt im oberen Bild). Damit lässt sich kontrollieren auf welcher Ebene das Scharfstellen stattgefunden hat. Gerade bei Motiven mit einer grossen räumlichen Tiefe (Beispielsweise eine Person im Freien) ist es oftmals nicht ganz einfach, dass der Fokus tatsächlich auf dem gewünschten Motiv zu liegen kommt, zumal man Bilder ja interessant gestalten möchte und seine Motive daher vorzugsweise etwas ausserhalb der Mitte platziert.

Um dem Autofokus etwas unter die Arme zu Greifen und seine Messtätigkeiten einzuschränken, lässt sich die Grundeinstellung, welche alle 9 Messpunkte zur Hilfe nimmt, auf einen der neun Messpunkte reduzieren. Dazu drückt man die AF-Messfeld Taste rechts oben auf der Rückseite der Kamera (vorzugsweise wärend dem Fokusieren mit dem rechten Daumen) und dreht dann am Hauptwahlrad (neben dem Auslöser) jeh nach belieben im Uhrzeiger— oder im Gegenuhrzeitersinn. Beim Drehen im Uhrzeigersinn erlöschen nun alle Fokuspunkte ausser der in der Mitte platzierte und danach nach rechts oben einmal rund ums Fessfeld.

Damit lässt sich genau festlegen, in welchem Bildbereich sich das scharfe Motiv befindet. Das Ganze funktioniert übrigens auch im manuellen Modus. Auch dort lässt sich der Messpunkt einschränken und vereinfacht deshalb die Kontrolle beim manuellen Fokus. Übrigens: Neben den roten Punkten im Sucher erscheint die Anzeige auch gross auf dem Display.

Neben den zwei Fokusarten hat man mit dem automatischen Fokus noch weitere Möglichkeiten. Mit der Taste AF auf der Rückseite der Kamera kann man zwischen drei verschiedenen Fokusierhilfen wählen. Da wäre zum einen die »ONE SHOT« Einstellung. Sie ist ideal für stationäre unbewegte Objekte wie Architektur, Landschaft, Portrait, etc. Das Objekt wird durch halbes durchdrücken des Auslösers einmal Fokusiert und behält dann diese Einstellung bis zum Durchdrücken oder Loslassen des Auslösers. Daneben folgt der »AI FOCUS« (AI = Artificial Intelligence = künstliche Intelligenz). Dieser Modus ist ideal für Tieraufnahmen, Kleinkinder und alles was sich spontan und unvorhegesehen bewegt. Beim halben Durchdrücken fokusiert die Automatik genau gleich wie im ersten Modus. Bewegt sich das Objekt nun beginnt die Automatik nachzuschärfen. Somit wären wir dann auch schon beim »AI SERVO« welcher sich für Sportaufnahmen und sonstige Motive mit Bewegung eignen. Die Automatik versucht ständig dem bewegten Objekt zu folgen und es scharf zu halten.

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Do, 07. Aug. 08

von Pascal

Um es vorweg zu nehmen – Die EOS 400D ist eine tolle Kamera, mit einem hervorragenden Preis- Leistungsverhältnis, aber der Anzeigemodus gehört zu den Schwachstellen dieser Kamera. Gerade für Einsteiger in die digitale Fotografie, würde ich mir mehr Anzeigemodi wünschen. Da es die aber nicht gibt, muss man aus dem bestehenden das Beste heraus holen und dabei möchte ich euch helfen.

Durch drücken der Play-Taste wird das letzte aufgenommene Bild auf dem Display angezeigt und alle blau bedruckten Tasten bekommen nun Gültigkeit. Durch drücken der linken (Messfeldsteuerung) oder rechten (AF) Cursertaste kann zwischen den Bilden hin und her gewechselt werden.

Wenn man die Schärfe der Aufnahme kontrollieren möchte, muss man in das Bild hinein »zoomen«, denn eine Schärfebeurteilung ist sonst nicht möglich. Über das + Lupensymbol kann in der Bildausschnitt vergrössert werden. Wer nahe ran will, kann die Taste gedrückt halten. Leider konnte ich keine Informationen finden, wie gross die tatsächliche Vergrösserung ist, sie dürfte aber etwa bei 1:2 liegen. Wenn man nach dem zoomen im Bild verfahren möchte, kann man das über die Cursertasten machen. Auch ein Bildwechsel ist möglich. Dabei dreht man lediglich am Hauptwahlrad und schon wird das nächste Bild eingeblendet.

Um wieder in die eingepasste Ansicht zurück zu kehren, drückt man entweder das - Lupensymbol und hält sie gedrückt, oder man drück einmal die Play-Taste. Wenn man in der eingepassten Anzeige das - Lupensymbol drückt, wird eine Bildübersicht angezeigt mit neun Bildern. Mit dem Curser kann zwischen diesen neun Bildern verfahren werden. Wird das Bild oben links oder unten rechts erreicht und um eine weitere Position zurück oder nach vor gesprungen, werden die nächsten neun Bilder angezeigt.

Das Ganze kann auch noch beschleunigt werden. Durch drücken der »JUMP«-Taste werden alle Bilder durch einen grünen Rahmen ausgewählt. Wird jetzt mit den Cursertasten vor- oder zurück gesprungen, werden immer die nächsten neun Bilder angezeigt. Hat man die Bildgruppe erreicht mit dem gewünschten Bild, wird über ein erneutes drücken der »JUMP«-Taste die Bildgruppe wieder deselektiert und ein einzelnes Bild kann ausgewählt werden.

Die »JUMP«-Funktion kann auch im Einzelbildmodus betätigt werden. Unten rechts im Display errscheint dann die Meldung »Spring 10 Aufn«. Man hat nun sogar die Möglichkeit, diese 10 Aufnahmen durch drücken der Cursertasten oben (ISO) oder unten (WB) auf »Spring 100 Aufn« oder auf »Spring Aufn.Dat« zu ändern. Dies ist sehr nützlich um schnell die gewünschten Fotos zu finden.

All diese Funktionen sind aber reiner Bedienkonfort und helfen uns noch nicht, die Aufnahmen zu verstehen und zu verbessern. Deshalb sind die nächsten beiden Anzeigemodi die wichtigeren.

Wenn man sich nun im Anzeigemodus befindet werden durch ein erneutes drücken der »DISP.«-Taste die wichtigsten Aufnaheparameter angezeigt. Unten links befindet sich zuerst die Verschlusszeit, gefolgt von der Blende. Die anderen Informationen sind für mein Empfinden überflüssig. Ich hätte mir hier anstelle der Bildpositon oder der Dateinummer, den ISO-Wert und die Belichtungskorrektur gewünscht. Deshalb ist die letzte Anzeige, welche durch ein erneutes drücken der »DISP.«-Taste eingeblendet wird, die wichtigste und informativste für uns Fotografen.

Links oben finden wir die Aufnahme und rechts daneben das Histogramm. Zur Erläuterung des Histogrammst komme ich gleich. Unterhalb vom Bild finden wir das Aufnahmedatum sowie die Uhrzeit. Darunter Belichtungszeit, Blende und Belichtungskorrektur. In der untersten Zeile Bildposition, Aufnahmequalität, Speicherplatz auf der Karte und der ISO Wert. Rechts Angaben zum Farbraum, Weissabgleich und welche Messfeldsteuerung eingesetzt wurde. Mit all diesen Werten, welche im Moment wahrscheinlich noch etwas viel ist, lässt sich eine qualitative Beurteilung erstellen.

Wichtig für die qualitative Beurteilung ist in erster Linie die Belichtungszeit, die gewählte Blende und der ISO-Wert! Dabei sollte man sich selbst folgende Frage stellen: »Was will ich mit dem Bild darstellen und stimmen meine Parameter dafür?« Denn wir erinnern uns: Eine kurze Belichtungszeit für Momentaufnahmen, eine lange für Bewegung und Dynamik. Eine offene Blende für eine geringe Schärfentiefe oder eine geschlossene für eine grosse Schärfentiefe und ein möglichst niedriger ISO-Wert wenn es die Lichtbedingungen zulassen. Wer sich diese Frage nach eine Aufnahme stellt, die Ergebnisse anhand der Lupenfunktion und der Parameter kontrolliert, wird viel berechnbarere Ergebnisse erhalten und sehr viel schneller den Umgang und das Zusammenspiel erlernen!

Das Histogramm

Das Histogramm ist neben den Aufnahmeparametern das wichtigste Kontrollorgan für den Fotografen. Mit dem Histogramm, und zwar ausschliesslich mit ihm, lässt sich beurteilen, ob ein Bild richtig belichtet wurde. In diesem wird die Verteilung der Bildpunkte nach Helligkeit sortiert. Ganz links im Histogramm befinden sich die dunklen respektiven schwarzen Bildpunkte. Ganz rechts die hellen, respektive weissen. Ziel einer Aufnahme ist es, eine Verteilung innerhalb dieser Grenzen zu erhalten. Befinden sich die Bildpunkte mehrheitlich auf der linken Seite des Histogramms, ist die Aufnahme zu dunkel und unterbelichtet. Umgekehrtes gilt, wenn die Verteilung zu weit rechts ist. Die Aufnahme ist zu hell und daher überbelichtet. Wer eine ausführlichere Erklärung wünscht kann sich diese auf Wikipedia oder bei Kwerfeldein abholen.

Der grosse Vorteil dieser Grafik ist die Unabhängigkeit von äusseren Einflüssen. Ist es z.B. sehr hell wird das ablesen des Displays sehr schwierig. Auch kann die Display-Beleuchtung falsch eingestellt sein. Das Bild wirkt dann vielleicht auf der Anzeige zu dunkel oder zu hell, ist aber in Tat und Wahrheit richtig belichtet.

Dem aufmerksamen Betrachter dieser Anzeige wird vielleicht aufgefallen sein, dass im Bild gewisse Stellen schwarz aufblinken. Dies sind all jene Stellen, welche so stark überbelichtet sind, dass nur noch reines weiss vorhanden ist und deshalb keine Strukturinformationen mehr vorhanden sind. Generell gilt, dass eine Aufnahme keine ausgebrochenen Stellen aufweisen sollte. Da aber die Kamera nur einen sehr eingeschränken Konstrastumfang abbilden kann (siehe RAW – Ein bisschen HDR muss sein) ist es manchmal unerlässlich, Stellen ausbrechen zu lassen, da ansonsten das ganze Bild zu dunkel würde.

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Mo, 04. Aug. 08

von Pascal

Die Kamera ist nun eingestellt und die wichtigsten Begriffe sind zumindest mal gehört. Diese werden sich sowieso erst mit der Zeit setzen und so richtig verstanden werden. Denn Theorie alleine nützt nichts. Erst wenn die Theorie in der Praxis umgesetzt und man anhand eigener Beispiele ausprobiert wird, stellt sich ein gewisses Selbstverständnis dafür ein.

Bevor wir aber nun los legen, werfen wir noch einen Blick auf das Moduswahlrad. Wir unterscheiden hier zwischen Kreativprogrammen und Motivprogrammen. Bei den Kreativprogrammen kann man auf die Einstellungen der Kamera mehr oder weniger Einfluss nehmen. Bei den Motivprogrammen, werden die Parameter vorgegeben. Man braucht sich um die Einstellungen nicht mehr zu kümmern.

Die Beschreibung aller Motivprogramme möchte ich erst zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen. Denn erst nach Erklärung ein paar weiterer Tasten und Einstellungen macht diese Erklärung Sinn. Für die Kreativprogramme, mit welchen wir beginnen werden, reicht aber unser bisheriges Wissen aus.

Programmautomatik (P)

Bei der Programmautomatik übernimmt die Kamera die Einstellung der Blende und Belichtungszeit. Dabei achtet die Kamera darauf, das keine Verwackelungsunschärfe entstehen kann. Das heisst die Verschlusszeit wird mit Priorität behandelt. Erst wenn diese genügend kurz ist, wird die Blende etwas geschlossen.

Blendenautomatik (Tv)

Das Tv steht für die englische Bezeichnung Time value und bedeutet Zeitwert. Das heisst die Zeit kann manuell gewählt werden und die Kamera bestimmt dann automatisch die passende Blende. Die Belichtungsszeit verändert man durch das drehen des Wahlrades beim Auslöser. Diese Funktion macht Sinn, wenn ich die Belichtungszeit bewusst einsetzten möchte. Also bei sehr kurzen oder sehr langen Belichtungszeiten.

Zeitautomatik (Av)

Auch hier steht das Av für eine englische Bezeichnung nämlich Aperture value, was soviel bedeutet wie Blendenwert. Hier kann also die Blende bestimmt werden und die Kamera errechnet sich die passende Belichtungsszeit. Wie bei der Blendenautomatik kann hier die Blende mit drehen des Wahlrades eingestellt werden. Wie wir gelernt haben, kann mit der Blende die Schärfentiefe bestimmt werden. Diese Funktion bietet daher grosses gestalterisches Potential und gehört zu meiner meist verwendeten Einstellung.

Manuelle Einstellung (M)

Bei dieser Einstellung kann man sowohl Blende wie auch die Belichtungszeit manuell einstellen. Das hört sich auf den ersten Augenblick schwierig an, ist aber ziemlich einfach. Die Kamera misst nämlich ständig die vorherrschenden Bedingungen und anhand eines Reglers wird sowohl im Sucher wie auch auf dem LCD Display angezeigt, ob die Aufnahme über– oder unterbelichtet ist. Dabei ist es nützlich wenn man weiss, das jeder Teilstrich 1/3 Blendenstufe bedeuted und die Zahlen +1, +2 oder auch –1,–2 bedeuten, dass die Aufnahme um diese Blendenstufen über– oder unterbelichtet ist. Wird also angezeigt, dass die Aufnahme um 1 Stufe überbelichtet ist, muss die Blende um 1 Stufe reduziert werden oder die Verschlusszeit dreimal kleiner gemacht werden. Mit dem drehen des Wahlrades wird die Verschlusszeit bestimmt. Durch drücken der Belichtungskorrekturtaste und gleichzeitiges drehen des Wahlrades kann die Blende verändert werden.

Ich empfehle jedem Anfänger mit der manuellen Einstellung zu beginnen. Es ist wie mit dem Autofahren. Auch hier lernt man nicht mit einem Automaten, automatischer Einparkhilfe und weiterem Schnickschnack. Erst wenn man es selber beherrscht, kann man sich auf die technische Unterstützung verlassen und dann nötigenfalls Einfluss nehmen, wenn nicht das passiert was man sich vorstellt. Viele schrecken davor zurück, und verlassen sich gerne auf die Automatikprogramme oder gar Motivprogramme. Doch wird das grosse Potential einer DSLR mit dieser Art und Weise des fotografierens nie ausgeschöpft werden.
Deshalb mein Weckruf: Traut euch und ihr werdet sehr schnell grosse Fortschritte machen!

A-Dep

Die Abkürzung steht für auto depth of field und steht für automatische Schärfentiefe. Mit dieser Funktion misst die Kamera die Entfernung zu jedem auf dem Bild befindlichen Objekt und versucht dabei diese alle scharf darzustellen. Haben wir zwischen den einzelnen Objekten eine grosse räumliche Distanz, also beispielsweise eine Person welche am Strand steht mit der Sonne und dem Horizont im Hintergrund, wird die Blende sehr klein ausfallen. Denn mit geschlossener Blende wird die Schärfentiefe grösser. Umgekehrt, wenn wir Elemente haben die räumlich nahe stehen wie beispielsweise eine Person vor einer Wand, wird die Blende gross ausfallen.

Nun sind wir schussbereit, denn die Kamera ist eingestellt und mit der manuellen Steuerung stehen uns alle Möglichkeiten offen. Im nächsten Artikel behandeln wir die Anzeige im Wiedergabemodus. Denn neben dem schiessen von Fotos ist es auch wichtig, diese am Display zu betrachten, zu analysieren und evt. zu verbessern.

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Do, 31. Jul. 08

von Pascal

Für die Grundeinstellungen befassen wir uns zuerst mit dem Menü der Kamera. Dazu muss die Kamera als erstes mit dem Powerschalter eingeschaltet werden. Über die Taste Menu erreicht man dann das zuletzt gewählte Obermenü. Beginnen wir zuerst mit den Kameraeinstellungen welche im Menü orange eingefärbt sind.

Zuerst sollte das automatische Abschalten auf 30sec eingestellt werden. Die EOS 400D ist im Standby nach dem drücken irgendeiner Taste innerhalb von weniger als 2sec wieder Aufnahmebereit. Deshalb die Kamera lieber im Standbymodus halten, als ständig ein und ausschalten.

Der LCD Bildschirm sollte auf auto aus eingestellt sein. Die EOS 400D besitzt ein sehr intelligentes Feature mit dem Sensor unterhalb des Suchers. Sobald das Gesicht, respektive das Auge an den Sucher geführt wird, erkennt dies der Sensor und stellt den Bildschirm automatisch aus. So hat man während der Aufnahme kein störendes Licht im Sucher. Beim Verlassen des Suchers stellt sich der Bildschirm dann wieder automatisch ein.

Bei den Datei-Nummern gibt es verschiedene Philosophien. Es lassen sich Reihennummerierung, automatisch Rücksetzen und manuell Rücksetzen einstellen. Obwohl ich meine Bilder immer in Ordnern mit dem Aufnahmedatum auf dem Computer speichere, bevorzuge ich die Reihennummerierung. So habe ich keine Probleme, wenn ich mal Daten aus mehreren Ordnern nach dem Bearbeiten in einen gemeinsamen Ordner speichern möchte.

Im zweiten Menü zu den Kameraeinstellungen muss grundsätzlich nichts eingestellt respektiver verstellt werden. Die Sprache kann nach eigenem Wunsch umgestellt werden. Das Videosystem sollte im europäischen Raum auf PAL eingestellt sein. Bei den Amerikanern ist das Format NTSF nötig, um die Bilder von der Kamera direkt auf den Fernseher übertragen zu können. Die Sensorreinigung sollte auf automatisch eingestellt sein. Dies ist ein weiteres nützliches Feature der EOS 400D. Bei jedem ein- und ausschalten wird der Sensor 1 Sekunde lang geschüttelt. Damit sollen Staubpartikel vom Sensor abgeworfen werden, was unschöne Flecken im Bild wirkungsvoll verhindert. Der zweite Menüpunkt Sensorreinigung ist für die manuelle Reinigung gedacht. Dabei klappt der Schwingspiegel hoch und der Zugang zum Sensor ist gegeben.

ACHTUNG: Die manuelle Sensorreinigung sollte nur mit speziell dafür vorgesehenen Reinigungsmitteln und Beachtung aller Hinweise des Kameraherstellers vorgenommen werden. Eine Beschädigung des Sensors macht die Kamera unbrauchbar!

Wechseln wir nun ins Aufnahmemenü. Über die Qualität könnte ich jede Menge weitere Artikel verfassen. Ich habe schon ausgiebig in frühreren Einträgen über die Vorteile des RAW-Formats berichtet und möchte hier nur noch darauf verweisen. Das nachträgliche einstellen des Weissabgleichs, die Nachbelichtung, die Aufnahme und die Möglichkeiten von HDR Aufnahmen. Deshalb empfehle ich wenn immer möglich im RAW-Format zu fotografieren. Ansonsten sollte man mindestens die beste Qualität des .jpg Formats wählen. Speicherkarten und auch Festplattenspeicher sind heutzutage so günstig, dass die Verwaltung kein Problem mehr darstellt.

Die anderen Einstellungen sind wieder den eigenen Vorlieben vorbehalten. Den Piep-Ton beim Fokusieren und anderen Aktionen, empfinde ich als störend. Zudem zieht es unnötig Aufmerksamkeit auf sich, wenn man versucht Leute aus der Nähe zu fotografieren. Deshalb habe ich diesen Ton stets ausgeschalten.

Im zweiten Aufnahmemenü gibt es auch nur eine Einstellung die genauer betrachtet werden muss. Es geht hier um den Farbraum, in welchem die Bilder aufgenommen werden sollen. Dabei muss man wissen, dass die Anzahl an verschiedenen Farben begrenzt ist. Der sRGB (RGB = Rot Grün Blau) ist ein Standard welcher sich international fürs Internet durchgesetzt hat und auf das .jpg Format abgestimmt ist. Das Thema Farbmanagement ist ein komplexes Thema welches Markus bereits in einem früheren Artikel aufgearbeitet hat. Hier ist er Link dazu.
Generell empfehle ich den sRGB Farbraum zu verwenden. Nur wer sich mit der digitalen Nachbearbeitung am Computer intensiv auseinander setzt, kann auf den AdobeRGB Farbraum ausweichen. In diesem stehen mehr Farben zur Verfügung, was die Möglichkeiten der Bearbeitung verbessert.

Somit ist die Kamera eingestellt. Jetzt gibt es nur noch eine Einstellung die vor dem ersten Foto gemacht werden sollte. Rechts vom Sucher hat es ein kleines Rad zur Verstellung der Dioptrinwerte des Suchers. So kann man auch ohne störende Brille fotografieren. Dazu schaut man durch den Sucher und fokusiert auf ein Objekt. Fokusieren kann man, in dem man den Auslöser halb durch drückt. Die Kamera stellt dann selbstständig scharf. Nun kann an dem Dioptrinrad gedreht werden, bis man das Bild selber als scharf empfindet. Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf das aufgenommene Bild. Wenn man immer mit dem Autofokus arbeitet, also der Kamera das Scharfstellen überlässt, muss man keine Angst haben unscharfe Bilder zu erhalten. Wenn man allerdings manuell fokusieren möchte und die Dioptrinkorrektur falsch eingestellt hat, werden die Bilder unscharf aufgenommen.

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