Do, 21. Aug. 08

von Markus

Wood ClockStylespion Kai Müller hat unter dem Titel »13 mal mehr Zeit« für seine Besucher 13 interessante Design-Wecker zusammengestellt. Absolut sehenswert! Mein Favorit: Wood Clock.

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Fr, 08. Feb. 08

von Markus

Kabeleins-Logo

Gesehen bei Corporate Identity Protal, dann diskutiert im Fontblog, und schließlich zerrissen im Design Tagebuch – das neue Logo von Kabeleins hat’s nicht leicht. Allerdings scheint Kritik nicht unangebracht, denn die Macher müssen sich doch die Frage gefallen lassen, wozu die Änderung des Erscheinungsbildes notwendig war. Gibt es eine neue Philosophie, die damit kommuniziert werden soll? Will sich der Sender neu Positionieren? Wäre dann eine kompetentere Umsetzung nicht angebracht gewesen?

Hier einige Kritikpunkte:

  1. Die Schrift möchte signalisieren, dass man hier am Puls der Zeit ist, aber dieser Puls schlug vor einigen Jahren;
  2. Die Strichstärken der Schrift sollen geometisch und Linear wirken, vermitteln aber in erster Linie eine gewisse Unruhe – gerade das k wirkt wie ein Fremdkörper;
  3. Die Schrift ist im Übrigen bei geringer Darstellungsgröße kritisch;
  4. »kabel« wirkt etwas umzingelt von »echt« und »eins« – Ersteres wird durch das dunkle Grau betont (ein Grau, das sich etwas zurück nimmt, und nicht mit dem Orange konkurriert, wäre sicher die bessere Wahl gewesen), letzteres wird durch die fettere Strichstärke hervorgehoben; es stellt sich die Frage, weshalb die eins überhaupt betont wurde (oder gibt es Mitbewerber, die Kabel im Namen tragen, von denen man sich durch Betonung der eins abheben müsste?) – sie ist ja ohnehin in der Bildmarke recht deutlich zu erkennen; »echt kabeleins« hätte ebenso funktioniert;
  5. Die geschwungene »Eins« des Logos mag zwar ästhetisch verbesserungswürdig gewesen sein, aber dieselbe deformierte Ziffer in einen Kasten zu sperren, ist eher das Gegenteil einer Verbesserung;
  6. Last but not least, stellt sich auch die Frage, welche Evolution der Claim darstellen soll – gibt es Kabeleins auch unecht? Will man sich von Fälschungen distanzieren? Was soll uns dieses echt den sagen?
    »… es ist Zeit hier prägnanter zu werden”, teilt uns Kabeleins-Chef Guido Bolten laut Dedalus PR mit; mich würde aber interessieren, was an »echt« prägnant sein soll;
    ja, »good times«, das habe ich verstanden;
    aber echt ist weder neu noch prägnant (von »Echt Köllnisch Wasser«, »Echt Erzgebirge«, »Echt Steirisch«, »Echt Müller«, »Echt Hirschhorn« bis zu »Echt Eppelt Fotostudio«) waren offensichtlich andere längst so kreativ);
    im Grunde beißt sich das konservative Versprechen der Echtheit sogar mit der erzwungenen Moderne (Stichwort: Trendy), das die Schrift rüber zubringen versucht.

Echt interessieren würde mich, aus welcher Notwendigkeit heraus dieses Re-Design in Angriff genommen wurde, und weshalb das neue Logo und der neue Claim erreichen sollten, was das alte nicht zu erreichen in der Lage war.

Um dem Ganzen aber doch etwas positives abzugewinnen: zumindest waren ein paar Leute beschäftigt, und das ist gut für das Bruttosozialprodukt. 8-)

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Fr, 21. Sep. 07

von Markus

Autor: Markus Kategorien:
Gestaltung
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Bernd Kreutz’ Markenhimmel ist wieder da!

Bernd Kreutz ist einstiger Otl Aicher Schüler und hat einige sehr interessante, illustrative, punktgenaue Bücher zum Thema Marketing und Werbung verfasst. Vor eigen Monaten hatte Herr Kreutz ein 100-Tage-Blog-Projekt am laufen. Sehr unterhaltsam, sehr lehrreich, sehr informativ – oft auch provokativ. Jetzt folgt die 100-Tage-Fortsetzung. Hinsurfen und abonnieren!

Quelle: fontblog.de
Pasted Graphic
Pasted Graphic 1
Pasted Graphic 2

Heiße, beeindruckende Illustrationen kreiert der Illustrator Si Scott. ›Type for you‹ bieten mit einigen Auszügen einen guten Einstieg in seine Arbeiten. Mehr zu sehen gibt es unter www.siscottstudio.com.

Quelle: typeforyou.org

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Mo, 12. Feb. 07

von Markus

Autor: Markus Kategorien:
Gestaltung
Kommentare: 0

Wer mich kennt, weiss wie ich zur kostenlosen Nutzung geistigen Eigentums stehe — sei es wenn es um Software, Schriften oder Musik geht. Für jeden Song, jeden Buchstaben in jeder Schrift, jedes kleine Hilfsprogramm hat irgendwo in der Welt Einer oder eine Gruppe von Leute gearbeitet. Nach meiner bescheidenen Meinung steht es Niemandem zu sich eine solche Leistung einfach unter den Nagel zu reißen.

Ich habe auch schon erlebt, dass ein Unternehmen das Design einer meiner Internet-Projekte einfach 1:1 abgekupfert hat — sogar ein Teil der Grafiken hatte man sich von der Website meines Auftraggebers gezogen.

Ich persönlich kann über solche Ignoranz und Unverfrorenheit nur den Kopf schütteln, denn meine Leistung war durch meinen Auftraggeber ja honoriert worden. Aber dieser hat sich einen Designer engagiert um sich einen einzigartigen Internet-Auftritt gestalten zu lassen, und dann geht Einer her und denkt sich »he, ich bin doch nicht Blöd, Mann! Was soll ich meine Moneten für einen Designer ausgeben, wenn das ein anderer schon gemacht hat?«

Besonders dreister Ideenklau wird seit einigen Jahren mit dem Plagiarius ausgezeichnet.

Gestoßen bin ich auf die Meldung zum diesjährigen Plagiarius im Fontblog — seit langem einer meiner Lieblingsblogs.

Und wie Jürgen Siebert sagt, sind nicht nur Händler und Hersteller plagierter Produkte für den Ideenklau verantwortlich, sondern vor allem auch die Konsumenten. Oder würden Sie bedenkenlos wissentlich Hehlerware erwerben?

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Di, 16. Jan. 07

von Markus

Autor: Markus Kategorien:
Gestaltung
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Eigentlich ist dieser Blog ja für Tipps und Tricks gedacht; aber auch Design- und Typografie-Kritik soll nicht zu kurz kommen. Zum Thema Design-Kritik im weitesten Sinn gehört meine heutige Beschwerde.

Für einen lieben Kunden in der Modebranche habe ich einmal das Umfeld recherchiert. Bei dieser Gelegenheit habe ich die Websites von Modelabels besucht, vielleicht hundert an der Zahl. Mindestens zehn Prozent stellten mich vor verschlossene Türen, weil mein Flash-PlugIn nicht auf neuestem Stand sei.

Nun mag es ja sein, dass ich in diesem Jahr dieses kleine Stück Software noch nicht aktualisiert habe, aber es soll niemand glauben, dass ich hier auf Schnee von gestern durchs Internet rodle. Also entweder haben die Kollegen der Webdesign-Fraktion über Weihnachten fleißig die Websites der Modemarken redesigned und sich dabei fleißig des allerletzten technischen Standes bedient, oder die Programmierung kommt mit allem was nicht Internet Explorer heißt nicht recht zu recht.

Meine zweite Schelte muss sein, weil in dieser Branche der Besucher penetrant mit Musik torpediert wird. Ich höre ja den ganzen Tag mein eigenes Programm. Über den Computer. Bei in iTunes gedämpfter Lautstärke. Wenn ich nun auf eine Website komme, die mich freundlicherweise mit rotzigem Gitarrengeschrammel verwöhnen will DANN IST DAS FAST IMMER IRRE LAUT und ich hebe in der Regel einen halben Meter vom Sessel ab.

Ja gibt es denn wirklich Statistiken die behaupten Klamotten ließen sich besser verkaufen wenn der Soundtrack im Internet stimmt? Ich habe da meine Zweifel, denn entweder jemand will beim Surfen Musik hören, dann läuft die schon ohne den Service der Unternehmen und der Besucher hat anschließend einen wunderbaren Brei aus dem Soundtrack der Website und seiner Stereoanlage. Oder aber der Besucher will beim Surfen keine Musik hören. Weshalb ihn dann damit verärgern?

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