Die kreative Fotoschule

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Als Autodidakt habe ich mir das Fotografieren zum größten Teil selbst beigebracht, überwiegend mit Unterstützung von Büchern. Nach meiner Erfahrung gibt es drei Arten an Fachliteratur die den Laien beim Erlernen der Fotografie an der Hand nehmen: Fotoschulen die sich den Grundlagen widmen, Praxisbücher die den Leser in Themen wie Landschafts-, Makro- oder Porträtfotografie einführen und Kamerabücher die Funktionen, Einstellungen und Möglichkeiten eines bestimmten Kameramodells erklären.

Was mir in meiner Entwicklung als Fotograf oft schwer fiel war die Zusammenhänge zwischen Theorie, Praxis und Kameratechnik herzustellen und zu begreifen, um meine Bilder bewusst kreativ gestalten zu können. Das Buch das mich diesbezüglich am weitesten voran brachte war das Buch das ich selbst über die Nikon D700 schrieb.

Im Zentrum steht das Motiv

In Folge meines D700-Buches erhielt ich Anfragen zu Foto-Coachings und -kursen und wurde um Buchtipps gebeten. Doch so sehr mir einzelne Bücher auf meinem Weg geholfen hatten, so kann ich mich doch nicht an ein einziges Buch erinnern, dass das komplexe Thema kreative Fotografie in seinen Zusammenhängen für den Einsteiger leicht nachvollziehbar und praktisch umsetzbar beschrieben hätte.

Ich begann über ein eigenes didaktisches Konzept nachzudenken mit dessen Hilfe ich kreativ gestaltendes Fotografieren vermitteln könnte. Dafür stellte ich mir zunächst die Frage wie kreative Fotografie überhaupt funktioniert.

In meinen Augen war klar, dass die Fotoschulen die ich gelesen hatte das Pferd von der falschen Seite her aufzäumten: Sie stellten die technischen und theoretischen Aspekte in den Mittelpunkt und erklärten welche Auswirkungen diese haben.

Am Beginn kreativer Fotografie steht jedoch immer das Motiv. Ihm entsprechend folgt die Frage wie sich dieses Motiv am Besten inszenieren lässt. Erst daraus resultieren die Überlegungen welche technischen Einstellungen für diese Inszenierung erforderlich sind.

Vier Schritte zum Bild

Eine Analyse der Faktoren kreativer Fotografie ergab, dass sich deren Gestaltungsparameter generell auf die vier visuellen Basiseigenschaften Perspektive, Schärfe, Belichtung und Komposition reduzieren lassen. Technische und theoretische Grundlagen wie Brennweite, Blende, Empfindlichkeit, Goldener Schnitt und so weiter sind lediglich Werkzeuge diese Gestaltungsparameter umzusetzen. Die Technik ist nicht Kern der Fotografie sondern Mittel zum Zweck.

Auf den vier Basisbausteinen – Perspektive, Schärfe, Belichtung und Komposition – baute ich ein didaktisches Konzept auf das ich vier Schritte zum Bild nannte und 2011 unter dem Titel »Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« via Books on Demand selbst verlegte (mittlerweile vergriffen).

Trotz fehlender Marketing- und Vertriebsstruktur und im Verhältnis zu klassisch publizierten Werken eher hohem Preis verkaufte sich das Buch mehrere Tausend Mal und bekam außerordentlich gute Rückmeldungen. 2014 dann erklärte sich mein Verlag Galileo – heute Rheinwerk – bereit auch dieses Buch, nach meinen Werken über Photoshop und »Grafik und Gestaltung«, in sein Verlagsprogramm aufzunehmen wo es im März 2015 unter dem neuen Titel »Die kreative Fotoschule« vollständig überarbeitet und erweitert erschien.

Angaben zum Buch

Rheinwerk-Verlag 2015, 437 Seiten, gebunden, komplett in Farbe
ISBN 978-3-8362-3465-8
Buch: 29,90; E-Book: 24,90
Weitere Informationen und Demokapitel auf der Website des Verlags;
Affilate-Link zum Buch bei Amazon.

Und das schreiben Leser über meine kreative Fotoschule.

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4 Gedanken zu „Die kreative Fotoschule“

  1. Hallo Markus,

    ich hätte gerne dein Buch „Kreativ Fotografieren“ als
    e-Book. Wie komme ich dazu? Bei Amazon und Thalia ist es zwar als e-Book angezeigt, doch es ist nicht zu haben.

    Vielleicht kannst du mir eine Quelle empfehlen.

    Schöne Grße aus Wien, Alfred

    BTW hätte ich noch eine Frage: Wenn man bei sehr sonnigem Wetter Fotografieren will/muss, weil man zB bei diesem Motiv wahrscheinlich nicht mehr vorbkommen wird,
    was kann da helfen, Graufilter oder Polfilter?

    1. Hallo Alfred. Als Kindle- oder iBooks-eBook gibt es Rheinwerk-Bücher nicht. Als PDF-eBook ist es aber verfügbar. https://www.rheinwerk-verlag.de/die-kreative-fotoschule_3751/ Das von dir angesprochene »Kreativ fotografieren« gibt es gar nicht mehr da es von »Kreative Fotoschule« ersetzt worden ist.
      Hartes Licht in der Outdoor- und Landschaftsfotografie lässt sich mit keinem Filter ausgleichen. Man kann in der digitalen Dunkelkammer ein bisschen ausgleichen. Aber an sich ist die Qualität einer Aufnahme wesentlich von den Lichtverhältnissen abhängig.

  2. Danke Markus für das grandios Buch, ich hab es in drei Tagen verschlungen und werde es offen liegen lassen und weiter darin stöbern.
    Klare Empfehlung für alle die besser werden wollen.

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