M.Zuiko 12–100mm ƒ4 – das Universalzoom

Das Olympus M.Zuiko 12–40 ƒ2.8 ist Olympus’ exzellentes Standardzoom für anspruchsvolle MFT-Fotografen. Allerdings weiß jeder auch nur etwas erfahrene Fotograf, dass man mit 40mm MFT (80mm KB) rasch an die Grenzen des Erreichbaren kommt. Tiere die auch nur die geringste Scheu haben Menschen an sich heran zu lassen, sind kaum einzufangen. Auch beim Sport wird es abseits von Poolbillard und Schach schwer die Distanz zum Sportler zu überbrücken.

Universalzooms sind diesbezüglich deutlich flexibler einsetzbar, reichen sie doch weit in den Tele-Bereich, ohne das beispielsweise für Landschaft oft unverzichtbare Weitwinkel zu vernachlässigen.

Für MFT-Fotografen stellt derzeit das Olympus M.Zuiko 12–100 ƒ4 (Olympus | Amazon) die beste Wahl für ein Universal- bzw. Telezoom dar. Anders als bei anderen Zooms und Festbrennweiten gibt es im Moment noch keine wirkliche Alternative dazu von Panasonic. Auch außerhalb von MFT findet sich Vergleichbares. Weder Canon noch Nikon noch einer der Drittanhersteller bietet ein Zoom mit einem äquivalenten Brennweitenbereich bei vergleichbarer Lichtstärke und mit Abdichtung gegen Staub, Feuchtigkeit und Spritzwasser an. Einzig und allein Sony hat mit dem  FE 24–240mm ƒ3.5–6.3 einen heißen Mitbewerber im Sack – etwas preiswerter, etwas schwerer, ebenso abgedichtet, etwas mehr Zoom, deutlich weniger Lichtstärke.

Wer gerne durch die Natur pirscht, Landschaften ebenso wie Tiere ablichten möchte, nicht aber wie ich zwei Kameras umgehängt haben will, der ist mit dem 12–100 optimal bedient. Zwar bietet das 12–40mm ƒ2.8 etwas mehr Lichtstärke, doch in Sachen universeller Einsetzbarkeit hat das 12–100 in vielen Situationen die Nase vorne. Der Abbildungsmaßstab – 0,3× MFT = 0,6× KB-üquivalent –  ist bei beiden identisch und führt somit auch dieses nahe an den Bereich der Makrofotografie heran. Echtes Makro ist das zwar genau genommen nicht, das hindert Sigma aber nicht daran Objektive mit einem geringeren Abbildungsmaßstab mit dem Label Macro zu versehen.

Abbildungsqualität, Detailschärfe, Bokeh und Haptik des Objektivs sind auf gewohnt tadellos hohem Olympus-Pro-Niveau. Anders als das 12–40mm enthält es eine zusätzliche Bildstabilisierung und unterstützt Sync-IS, will heißen, dass sowohl Objektiv als auch Sensor gemeinsam stabilisiert werden, wodurch laut Olympus 6,5 Blendenstufen kompensiert werden können, und ich hege keinen Zweifel daran, dass das stimmt, habe ich selbst doch bereirs aus freier Hand zwei und drei Sekunden lange Belichtungen mit nur moderater Unschärfe gehalten.

Leider komme ich selbst viel zu selten in den Genuss damit zu Fotografieren. Seit meine Frau einmal damit auf der Pirsch war, kann ich es nur mehr heimlich oder gegen den Protest in ihren Augen an mich nehmen.

Auch für dieses Objektiv nutze ich für Langzeitbelichtungen einen ND1000 Filter von Haida (Amazon) und einen Polfilter von Hoya (Amazon). Die Frontlinse schütze ich mit einem UV-Filter von Hoya (Amazon).

Anmerkung: Sämtliche Produkte die ich vorstelle habe ich selbst erworben und in Verwendung. Es gibt keine von den Herstellern zur Verfügung gestellte oder gesponserte Produkte oder Berichte. Links zu Amazon sind in der Regel Affiliate-Links. Bei Einkäufen die auf die Verlinkung folgen fallen ein paar Prozent für mich ab. Das hilft den Blog und seine Inhalte zu finanzieren. Andere Links sind frei von Provisionen oder Umsatzbeteiligungen, ausgenommen natürlich bei der eingeblendeten Google-Werbung.

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Capture One: Tonwerte

Im ersten Teil dieses Workshops vertiefe ich zunächst noch etwas die bereits in einem früheren Workshop beschriebenen Grundlagen des Kopierens von Einstellung. Anschließend geht es um Capture Ones Tonwerte-Werkzeug und wie man damit Tonwert- und Farbkorrekturen ausführen kann.

Affinity Photo iPad: Farbkorrektur mit Farbmessung

Photoshop und die Desktop-Version von Affinity Photo kennen Farbmesspunkte, die Farbkorrekturen unterstützen können. Affinity Photo am iPad kennt das bedauerlicherweise nicht. Man kann sich allerdings behelfen, indem man zur Kontrolle Farben aus dem Bild entnimmt. Die Methode ist zwar etwas umständlich, funktioniert aber grundsätzlich. Hier zeige ich, wie es funktioniert.

Capture One: Belichtung

Mit diesem Workshop versuche ich alle wissenswerten Grundlagen und Einstellungen des Belichtung- und des HDR-Werkzeugs von Capture One zu vermitteln.

Lumix 20mm ƒ1.7 – starkes Pancake

Meinen ersten realen Kontakt mit einer MFT-Linse hatte ich mit dem Panasonic Lumix G 20mm ƒ1.7 (Panasonic | Amazon). Ich fotografierte damals noch mit Vollformat. Freunde hatten mich gebeten einen Foto-Workshop mit ihnen zu machen und eine Fotografin hatte eine Pen mit diesem Objektiv dabei. Ich wusste natürlich, dass der kleine Sensor der MFT-Kamera für vergleichsweise große Schärfentiefe sorgt, und war von der Qualität des Bokehs ihrer Aufnahmen umso mehr überrascht, selbst bei einer Ablichtung einiger Kinder von Kopf bis Fuß.

2011 habe ich dann mit der Lumix G3 eine erste MFT-Kamera gekauft, als kompakten dritten Apparat neben einer Nikon D700 und Nikon D80, und mit ihm die erste Generation des Lumix 20mm G 20mm ƒ1.7.

Seither habe ich meine MFT-Ausrüstung auf über ein Dutzend Objektive aufgerüstet und das 20mm ƒ1.7 kommt nicht mehr so häufig zum Einsatz. Hergeben würde ich es trotzdem auf keinen Fall, denn die Detailschärfe des Objektivs ist exzellente (siehe auch dxomark.com-Lens-Database – die DXO-Bewertung fällt für das 20er an einer E-M1 ii nur geringfügig niedriger aus als für Nikons DX-35mm-1.8 an einer D500).

Das Bokeh ist schön weich und die Lichtstärke gut. Darüber hinaus stammt es aus einer Zeit als sich Olympus und Panasonic noch mühten das kompakte MFT-System mit flachen Pancake-Objektiven besonders kompakt auszustatten. Der Preis von etwa 300 Euro scheint mir deshalb durchaus angemessen.

Zugegeben ist 40mm eine für Fotografen etwas seltsame Brennweite. Traditionell erwarten wir von Festbrennweiten, dass sie 24mm, 28mm, 35mm und 50mm KB haben. Olympus kommt dem mit 12mm (≈24mm KB), 17mm (≈35mm KB) und 25mm (≈50mm KB) entgegen. Panasonic geht da mit einem 15mm und dem 20mm etwas eigene Wege.

Auch bei der Lichtstärke wirken 1.7 heute etwas eigenartig, sind wir doch gewohnt, dass die Schritte 1.4, 1.8, 2.0 verlaufen.

Die 40mm KB sind der klassischen Reportage-Brennweite von 35mm noch relativ nahe – man befindet sich irgendwo zwischen diesem moderaten Weitwinkel und der flexiblen Normalbrennweite von 50mm KB. Wer damit nicht fotografieren kann, kann nicht fotografieren. Bis in die 1980er Jahre hinein gab es kaum eine andere Möglichkeit als mit Festbrennweite zu arbeiten und 35mm gehörte zu den Standards.

2011 fuhr ich zwei Wochen mit dem Roadster durch Österreich und hatte nichts anderes als die Lumix G3 und das 20mm ƒ1.7 dabei (ich berichtete hier).

Aufgerüstet habe ich das Objektiv mit einer aufschraubbaren Aluminium-Streulichtblende von JCC (Amazon), die ihm bei einem Sturz wahrscheinlich einmal das Leben gerettet hat. Heute schütze ich die Frontlinse zusätzlich durch einen Hoya Pro1 UV-Filter (Amazon). Als Polfilter nutze ich einen Hoya Pro1 PL-C (Amazon), für  Lanzeitbelichtungen einen Haida Pro II Variabler Graufilter (Amazon – zur Zeit als ich den Artikel schreibe leider nirgends verfügbar).

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Affinity Photo iPad: Eine Fläche umfärben

In diesem Workshop zeige ich wie sich ein eine Fläche auswählen und umfärben lässt.

MFT-Super-Weitwinkelzoom: M.Zuiko 7–14mm ƒ2.8 Pro

Wie bei allen Olympus M.Zuiko-Pro-Objektiven (Olympus | Amazon) gibt es auch am 7–14mm ƒ2.8 wenig zu tadeln, mit einer Ausnahme vielleicht: In Sachen Volumen und Gewicht führt es den Gedanken von MFT, ein im Vergleich zu APS-C oder gar Kleinbild ideales System für Unterwegs zu sein, ein bisschen ad Absurdum. Im Vergleich zu Nikons 14–24mm ƒ2.8 und seinen 1000g und 13cm Länge scheinen die 534g und 10,5cm zwar moderat, doch man darf nicht außer Acht lassen, dass dafür der Sensor gerade einmal etwa ein Viertel der Fläche des Vollformats hat.

Mit der Leichtigkeit von MFT-Objektiven wie dem M.Zuiko 9–18mm oder gar der winzigen aber exzellenten 12mm ƒ2.8 Festbrennweite kann das 7–14mm Pro in Sachen Trage- und Transportkomfort jedenfalls nicht mithalten. Eine Alltagstauglichkeit an einer Immer-dabei-Kamera – zum Beispiel der Pen-F, E-M10 oder E-M5 – in einer kompakten Kameratasche ist von diesem Pro-Boliden nicht zu erwarten.

Deshalb begleitet mich bei Ausflügen in meiner Heimat in der Regel auch das preiswertere und kompaktere Weitwinkelzoom, denn wie schon im oben verlinkten Artikel über das 9–18mm angemerkt: Das 7–14 mag beim Ablichten von Testcharts sichtbar bessere Ergebnisse erzielen, doch weder einem digitalen noch einem analogen Abzug wird irgendjemand ohne Studium der Metadaten ansehen, ob das eine oder andere Objektiv zum Einsatz kam.

Hinzu kommt, dass der extremere Weitwinkel von 7mm MFT hierzulande kaum einzusetzen ist, ohne dass irgendwo am Rand eine Hochspannungsleitung oder irgendein anderer nicht besonders attraktiver Zeuge menschlicher Zivilisation ins Bild hinein lugt.

Müsste ich – aus welchem Grund auch immer – einen Teil meiner Objektive abbauen, das 7–14 würde zu jenen gehören von denen ich mich am leichtesten trennen könnte. Das ist keine Aussage über die Qualität der Linse, sondern lediglich über die praktische Bedeutung die sie für mich hat und die Häufigkeit mit der ich sie einsetze.

Glücklicherweise zeichnet sich eine solche Bürde aktuell nicht ab, und so kann ich mich auch weiterhin freuen das 7–14mm mit auf Reisen in Regionen zu nehmen, in denen die menschliche Kultur weniger Störelemente in der Landschaft platziert als hier im dicht besiedelten Vorarlberger Rheintal. In Island beispielsweise hätte ich die zusätzlichen 2mm immer wieder gebrauchen können, da ich mit dem 9–18mm oft an die Grenzen des Blickwinkels stieß (das 7–14mm hatte ich damals noch nicht).

Andererseits darf im Vergleich auch nicht unerwähnt bleiben, dass die zusätzlichen 4mm am langen Ende der Brennweite des kompakteren Objektivs durchaus auch seine Vorzüge haben. Während die 14mm des einen (28mm bei Kleinbild) noch tief im Weitwinkel verwurzelt sind, gehen die 18mm des anderen (36mm Kleinbild) schon in Richtung einer Normalbrennweite und sind auf Augenhöhe mit dem klassischen Standard der Reportagefotografie: 35mm.

Vorzug des 7-14mm Pro Objektivs ist dem gegenüber natürlich die Abdichtung gegen Staub und Spritzwasser. Allerdings mag die Frage berechtigt sein, wie häufig speziell ein solches Weitwinkel im strömenden Regen zum Einsatz kommen wird, denn die kaum hinter die fix verbaute Streulichtblende zurücktretende Frontlinse wird rasch von Wassertropfen bedeckt sein, was kaum mehr brauchbare Aufnahmen erlaubt.

Wer seine Ausrüstung in den Tropen einsetzt, weiß, dass Abdichtung nicht nur bei Regen, sondern auch bei hoher Luftfeuchtigkeit schützt, und ist somit mit dem Pro sicher besser ausgestattet. Doch für mich ist das Thema nur in Zusammenhang mit Regen relevant und so hält sich der Vorzug der Abdichtung für mich auch in Grenzen.

Fällt mein Fazit über das 7–14mm somit negativ aus? Keineswegs! Die einzige MFT-Linse die ich bislang besaß und der ich ein negatives Zeugnis ausstellen würde, ist das 17mm ƒ1.8 von Olympus. Davon sollen zahlreichen Montagsproduktionen unterwegs sein, und die Schärfe meines Exemplars war grottenschlecht. Das 7–14mm ƒ2.8 ist zweifelsfrei eine exzellente Linse. Doch für meinen fotografischen Einsatzbereich spielt sie eine eher untergeordnete Rolle. Und genau von diesem persönlichen und subjektiven Eindruck berichte ich hier. Just my 2 Cent.

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Capture One: Das Weißabgleich-Werkzeug

In diesem Workshop beschreibe ich Capture Ones Weißabgleich-Werkzeug, beschreibe einige Grundlagen zur Weißabgleichkorrektur und gebe Tipps zu seiner Anwendung.

Affinity Photo iPad: Selektive Farbkorrektur

Ich bevorzuge zum Ändern von Farben in der Regel HSL. Alternativ kann aber auch eine selektive Farbkorrektur vorgenommen werden. Hier erkläre ich die Grundzüge.

Capture One: Das Histogramm-Werkzeug

In diesem Workshop über Capture One erkläre ich was sich aus dem Histogramm herauslesen lässt und wie es die Bildentwicklung unterstützen kann.