Sensorauflösung und Detailschärfe

Was ich interessant finde, wenn ich die Debatten über Sensorauflösungen verfolge, ist, dass auf der einen Seite behauptet wird ein Micro-FourThirds-Sensor (17,3mm × 13mm) sei nicht für mehr als 16 Megapixel geeignet – manche behaupten nicht einmal für das –, während andererseits Sony hochgelobt wird auf den 1″-Sensor ihrer RX-Kameras (13,2mm × 8,8mm) 20 Megapixel unterzubringen und damit auch noch recht gute Messergebnisse erzielt.

Ich persönlich glaube, dass das Sensorformat nicht das wirkliche Hindernis größere Auflösungen nutzen zu können darstellt – bei der Bildwandlertechnik ist in den letzten Jahren so Vieles realisiert worden, was kurz davor noch als unmöglich galt. Die tatsächlichen Grenzen setzen die Optiken. Soweit ich das mitverfolge und beurteilen kann ist diesbezüglich bestenfalls mit sehr viel Aufwand – das heißt viel höheren Kosten – noch mehr zu erreichen und selbst dann wird die Physik wohl optische Grenzen setzen bevor die elektronischen Grenzen der Sensortechnik ausgereizt sind.

Flattr this!

4 Gedanken zu „Sensorauflösung und Detailschärfe“

  1. Wenn ich jedoch die Preise zu Grunde lege, ist eine RX10 günstiger als eine E-M1 mit 12-40 2.8; mit den Fotos meiner E-M1 bin ich sehr zufrieden (wenn nicht, ist’s der Mensch hinter dem Gerät oder der Shutter-Shock (ist OT, aber auch ein Thema(?)).
    Die Fotos der 1Zoll Sony’s sind auch sehr gut, die Optik sollte, wenn ich den Preis sehe, dann ja eigentlich „schlechtere“ Bilder erzeugen?
    LG Andreas
    Markus, deine Beiträge lese ich mit großem Interesse und dein Buch „Kreativ fotografieren“ ist sehr empfehlenswert!

    1. Danke für deine Zustimmung für meine Berichte und deine lobenden Worte zu meinem Buch – wenn du das in eine Rezension fassen kannst/möchtest würde ich mich sehr freuen.
      Die RX100 hat sich für mich in der Praxis zu einer der größten Enttäuschungen unter den Kameras die ich gekauft habe entwickelt – obwohl ich sie zunächst als beste Kompakte der Welt gepriesen habe. Die Abbildungsqualität die die beiden Kameras liefern lässt sich nicht vergleichen. Ich habe die RX100 nach einem guten Jahr wieder verkauft und durch eine Olympus XZ-10 für ein Drittel des Preises ersetzt und war damit bedeutend zufriedener. Schade, dass es die XZ-10 nicht mehr gibt und Olympus auch keinen angemessenen Nachfolger vorgestellt hat.

  2. Wisst Ihr, was mich irgendwie nervt? Dass man als mft-Fotograf immer irgendwie im Rechtfertigungsdruck gegenüber dem sogenannten Vollbild ist. Da schwingt unterschwellig immer mit, dass die Fotos ohne „Vollbild“ irgendwie minderwertiger seien.
    Als ich gelesen habe, dass eine Firma (war es Fuji) das Kleinbildformat (das ist nämlich der richtige Ausdruck) überspringen will und gleich einen Quasi Mittelformatsensor anbieten möchte als nächsten Schritt, musst ich innerlich lächeln. Denn das macht wunderschön deutlich, dass das sogenannte Vollformat eigentlich schon ein Kompromiss war gegenüber den schwereren Kameras mit größerer Filmfläche. Sprich: Das Kleinbildformat ist eigentlich das mft gegenüber dem Mittelformat. Und das Mittelformat ist ja auch nicht das Ende der Fahnenstange.
    Ich finde, man sollte sich mehr aufs Fotografieren konzentrieren.

    1. Die oft sehr einseitige Betrachtungsweise des MFT-Formats ist eigentlich der Hauptgrund, dass ich mich immer wieder dafür ins Zeug lege. Mit Kollegen wie Paddy und Steve Huff fühle ich mich da in ganz guter Gesellschaft. Ich finde alle Systeme haben ihre Vorzüge und schrieb deshalb auch schon einmal ein Plädoyer für kompakte Kompaktkameras (Kompakte mit kleinen Sensoren). Gerade die Sony RX100 hat mich gelehrt, dass größere Sensoren übliche Vorteile von Kompakten auch zunichte machen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*