Smarte Kompakte

Im August 2012 habe ich behauptet die Sony RX100 sei die beste Kompaktkamera der Welt und der erste Eindruck war echt so. Man sollte die Dinge aber nicht zu früh loben. Mit der Zeit verlor ich die Begeisterung für die Teuerste. Ich störte mich zunehmend mehr an der sinnlos hohen Auflösung die nichts ist als ein Marketing-Gag der in erster Linie unnötig große Daten produziert und an der völlig unbrauchbaren Makroqualität – Makroaufnahmen mit der RX100 sahen bei mir immer aus wie die weichgezeichnetsten David-Hamilton-Fotos. Und irgendwie ist die RX100 ja auch nicht wirklich kompakt.

Nach meiner Gute Erfahrung mit der OM-D wollte ich Olympus noch einmal eine Chance mit einer Kompakten geben – die XZ-1 fand ich ja grauenhaft.

Seit letztem September habe ich nun die Olympus XZ-10 in Verwendung – bei Amazon für unter 200 Euro zu haben – und zum ersten Mal bin ich mit einer Kompaktkamera mehr als einige Wochen lang glücklich. Sie macht phantastische Makroaufnahmen und mit einer Lichtstärke von 1.8 bis 2.7 ist sie eine der ganz wenigen Kompaktkameras bei der es wirklich etwas bringt die Blende manuell steuern zu können – bei Blendenwerten von ƒ4 bis ƒ8 bringt auch das schönste Moduswahlrad mit Blendenvorwahl, Zeitvorwahl und Manuell nichts, selbst wenn der Sensor 1 Zoll misst. Jedenfalls kann die XZ-10 der RX100 in Sachen kurzer Schärfentiefe durchaus Paroli bieten, von üblichen Kompakten ganz zu schweigen. Und das wie gesagt bei brillanten Makroeigenschaften.

Der eingebaute Neutraldichtefilter ist dabe eine riesengroße Hilfe auch bei Tageslicht mit offener Blende fotografieren oder unter Tageslicht fließendes Wasser aufnehmen zu können. Die Arbeit mit dem Touchscreen macht ebenso Spaß wie mit dem Ring um das Objektiv die Blende einzustellen. Dabei ist die kleine echt Jackentaschentauglich. Darüber hinaus ist auch die Anfangsbrennweite mit 26mm akzeptabel und zumindest besser als bei den meisten anderen Kameras, die bei 28mm starten.

Ich kann mich nur wundern weshalb eine so tolle Kamera trotz des Schnäppchenpreises so ein Mauerblümchen dasein fristet. Aber mir soll’s egal sein – ich bin happy mit ihr. Zum ersten Mal auch nach Monaten noch.

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2 Gedanken zu „Smarte Kompakte“

  1. Ich habe mich gefreut, endlich einen Artikel bezüglich Makrofotos gefunden zu haben. Ich hatte die Fz100 schon in Erwägung gezogen und lese nun hier, dass sie keine guten Makrofotos macht. Auf der Suche nach anderen Meinungen zur XZ-10, fand ich aber auch keine überragenden Eigenschaften. Die Bildqualität wäre gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen nicht gut. Nun, ich suche eine Kamera, die gute Makrofotos macht und die Objekte sind in der Natur nicht immer ausreichend ausgeleuchtet. Wie ist Ihre Erfahrung damit?

    1. Die Frage ist immer auf welchem Niveau Makro-Fotografie betrieben werden soll. Sinnvoll ist eine Kompakte natürlich nur für jene, die es gelegentlich ohne Aufwand betreiben. Die XZ-10 ist außerdem bereits in die Jahre gekommen. Mit aktuellen Kompaktkameras wird sie sicher nicht mehr mithalten können.
      Wer einen hohen Anspruch an die Qualität seiner Makroaufnahmen setzt wird eher zu einer Systemkamera greifen und da hat MFT gegenüber größeren Sensorformaten sicher Vorteile. Außerdem empfehlen sich wegen der oft nicht optimalen Lichtverhältnisse Makro- oder entfesselte Blitze bzw. oft auch Stative.

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