Was bringt Aperture 4?

Nachdem ich gestern über die Bedeutung von Bildbearbeitungssoftware und die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen philosophiert habe, möchte ich heute einen Blick in die Kristallkugel riskieren. Einerseits liest man Unmengen an Kommentaren von Anwendern die von Aperture enttäuscht sind und dem Produkt den Rücken kehren. Dazwischen finden sich Vereinzelte die beschwören ein Upgrade stehe unmittelbar bevor und würde die Welt erleuchten.

Ich habe gestern deutlich gemacht, dass ich bis auf weiteres kein Programm sehe, das mir besser geeignet scheint meine Bilder zu entwickeln und zu verwalten. Die Vorteile, die Mitbewerber haben, wiegen die Nachteile, die die Programme für mich mit sich brächten einfach bei weitem nicht auf. Aperture ist weiterhin großartig, ich sehe nicht, dass das Schiff sinkt, weshalb ich auch keinen Grund sehe es zu verlassen. Ich glaube auf der anderen Seite aber auch nicht, dass Aperture 4 das Rad der Raw-Entwicklung neu erfinden wird. Aperture 3 preschte zwar in manchen Dingen an den Mitbewerbern vorbei, blieb auf der anderen Seite aber auch einiges schuldig.

Einfach mit den Erwartungen am Boden bleiben, aber nicht in Panik verfallen. Ich weiß von einigen Fotografen, die noch immer mit Photoshop CS3 arbeiten und ganz tolle Arbeit damit leisten (und ich weiß keinen zwingenden Grund, weshalb man unbedingt eine neuere Version haben muss). Ob die Programme nun Adobe Camera Raw, Photoshop, Aperture, Lightroom, Capture One oder DxO Optics heißen. Sie alle leisten vernünftige Arbeit und sind für ambitionierte Fotografen geeignet. Die Qualität die damit zu erzielen ist hängt weniger am Werkzeug, als vielmehr am Benutzer. Die genannten Programme ermöglichen alle gute Resultate – und lausige!

Also ruhig durchatmen und machen, was zählt: Fotografieren und Bilder entwickeln. Das geht auch mit dem letzten Schrei mitzubrüllen.

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