Sarah in der Örflaschlucht

Tue, 14. Aug. 12

Die Idee zu diesem Shooting geht auf das Modell, Sarah, selbst zurück. Meine Vorstellung war zunächst ein Shooting im Regen. Sarah sandte mir dann Bilder von Bikini-Models im Regen. Nun, diese Aufnahmen waren vor dunklem Hintergrund »im Regen« entstanden. Sehr sexy. Aber! Ich habe nicht die Möglichkeit in meinem Studio (mein Büro, mein Atelier) eine Regenmaschine aufzubauen. Und draußen? Im echten Regen kann ich meine Blitze nicht vor Regen schützen und auch für Kunstregen im Freien habe ich keine Regenmaschine.

Meine Alternatividee: Wir ersetzen den Regen durch einen Wasserfall und den Bikini durch eine Bluse – Bluse und Jeans unterm Wasserfall sind einfach ein Hauch schräger und cooler, als Bikini-Outfit, auch wenn Sarah absolut die Bikini-taugliche Figur hat.

Aber wo gibt es den passenden Wasserfall? Das Problem: Es ist Sommer und alle Bäche hier in der Region haben kaum Wasser. Facebook aber hat geholfen und mit der Örflaschlucht in Götzis war die ideale Location gefunden. Gleichmal vorweg: Vor Ort sah das Ganze etwas grau und trist aus. Auf den Aufnahmen kommt es satter und farbefroher rüber, als ich gedacht hätte. Dabei habe ich die Sättigung der Farben sogar oft zurück gedreht. Ich hab’s aktuell nicht so mit den übersättigten Farben.

Mit auf der Location:

Was ich nicht dabei hatte: Trockene Klamotten für mich für danach und eine Fließjacke für das Modell für zwischendurch und danach. Ich hatte nicht damit gerechnet selbst bis zu den Schultern ins kühle Nass steigen zu müssen. Doch für die Nähe, die in vielen der Aufnahmen zu spüren ist, musste ich dem Modell mit Weitwinkel ins Bassin folgen. Es ist einfach etwas anderes, ob man mit Tele aus der Ferne fotografiert, oder Nähe mit einem Weitwinkel abbildet. Perspektive! Großes Lob und dicken Dank an Sarah, die über zwei Stunden im kalten Nass des Bergbaches in der schattigen Schlucht ausgeharrt und sexy posiert hat. Große Kritik in mich: Ich hätte früher erkennen müssen, dass es einfach nicht mehr geht. Wenn das Modell schlottert sollte der Fotograf ein Ende finden.

Aber ich finde das Ganze hat sich gelohnt: Es sind wirklicht tolle Bilder entstanden.

Auch wenn die Aufnahmen vom Fleck weg zu 80% gut waren, darf der letzte Schliff in der Postproduktion natürlich nicht fehlen. Bei mir geschieht das seit Jahresbeginn in Capture One Pro – das beste Tool zur RAW-Entwicklung, das es aktuell gibt. Keines der Bilder ist durch Photoshop gegangen. Die folgenden Bilder zeigen einen Ausschnitt der besten Ergebnisse – inklusive zuletzt zwei Aufnahmen vom Modell, das sich im Badetuch mit einer Zigarette etwas wärmt, und eine Aufnahme vom Setup an der Location.

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Vielen Dank an Sarah, die für mich vor die Kamera gestanden ist, und zum zweiten Mal ein tolles Modell für mich abgegeben hat. Hat Spaß gemacht und die Zeit ist wie im Flug vergangen.

2 Responses to “Sarah in der Örflaschlucht”

  1. Prathee Says:

    Mal frage wo war das ??

  2. Markus Says:

    Örflaschlucht, Götzis, Vorarlberg.

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