c’t Digitale Fotografie

Mon, 23. Apr. 12

Ctfotografie

Irgendwo habe ich vor ein paar Tagen eine Anzeige für diese Zeitschrift gesehen und mir gedacht »ein guter Grund wieder einmal im Zeitungskiosk vorbei zu schauen«. Und was liegt an meinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub im Briefkasten meines Büros? Ein Rezensionsexemplar, zugesandt vom heise Zeitschriften Verlag!

Wer was mit Computern am Hut hat, dem dürfte der Name »c‘t« sicher was sagen: das einzige wirklich ernstzunehmende Computerfachblatt in deutscher Sprache – sagen die Ernstzunehmenden.

Nun bin ich ja nicht so der Computer-Fuzzi, weshalb ich ja auch einen Frauencomputer, also einen Mac, in Verwendung habe. Für Letzteres ist mir heise auch schon länger mit Mac & i Heimat geworden. Seit macnews.de giga geworden ist und angefangen hat auch über Themen wie Fotografie zu schreiben – mit viel inkompetentem Schwachsinn (und du fragst dich dann ob ihre News zum Mac genauso profund sind) – gilt mein täglicher Besuch dieser Seite aus dem Hause heise. Außerdem gelten meine regelmäßigen Besuche auch noch heise Foto. Womit wir beim Thema wären.

Ich will euch nicht viel über den Inhalt dieser Ausgabe »c’t Digitale Fotografie« erzählen, weil ich noch gar nicht durch bin. Allerdings wollte ich mit meinem Artikel nicht warten, bis sie schon wieder aus den Kioskregalen verschwunden ist. Einen Überblick über den Inhalt könnt ihr euch hier verschaffen.

So viel sei von meinem Eindruck verraten: Auch in Sachen Fotografie vermittelt heise einen guten und vertrauenserweckenden Eindruck. Die Verpackung (das Layout) mag man anderswo schicker bekommen. In Sachen inhaltlicher Kompetenz dürfte man aber auch hier das Feld der Mitbewerber anführen.

Besonders interessant für mich schon der erste Artikel zum Thema HDR. Ich bin ja praktisch seit Jahren bekennender Gegner dieser Technologie, weil sie versucht einen Dynamikumfang einzufangen und abzubilden, den unser Auge nicht wahrnehmen und kein Monitor, schon gar kein Druck, wiedergeben kann. Doch der Artikel hat mich angeregt meine Position zu überdenken. Schließlich ist der Kopf ja bekanntlich rund damit das Denken seine Richtung ändern kann. Auf jeden Fall habe ich richtig Lust bekommen selbst wieder einmal Versuche mit HDR zu starten.

Man muss vielleicht dazu sagen, dass c’t Fotografie, ebenso wie die anderen Blätter aus dem Hause heise, ein Fachblatt im guten und schlechten Sinn ist. Das heißt es ist keine reine, leichte Unterhaltung, die man in einer Stunde durch hat, weil man die meisten Artikel eh eher nur überblättert und sich Bilder ansieht und wenn es gut geht die Bildtexte durchliest und man kann den Inhalt zuweilen auch als etwas trocken bezeichnen. Man muss etwas Zeit und Interesse an Fachthemen mitbringen, wenn man sie konsumieren will. Für den Einsteiger und Point-and-Shoot-Fotografen dürfte sie nicht die erste Wahl sein. Als Zielgruppe wird man eher die ambitionierten Hobby-, Semiprofi- und Profifotografen ins Auge gefasst haben.

In meinen Augen dürfte, neben der »Photographie«, »c’t Fotografie« wohl die beste Zeitschriftenlektüre für Fotografen sein. Erstere mit Schwerpunkt auf schönen, ästhetischen Fotostrecken, letztere mit Schwerpunkt auf kompetenten Technikberichten.

Am besten selbst mal rein schnüffeln.

Leave a Reply

*