Auf in den Frühling

Einige Zeit habe ich überlegt welches Objektiv mit auf meine nächste Fernreise soll. Klar war: Ein neues müsste her. Entschieden habe ich mich für ein Nikon 24–85mm Objektiv. Heute konnte ich es bei einem Frühjahrsspatziergang in meinem Ort etwas ausgiebiger einsetzen. Ich will mir im Moment noch kein Urteil darüber bilden und darüber schreiben – dafür wäre es noch viel zu früh – doch die erste Eindrücke sind positiv und ich habe das Gefühl, dass es eine sehr gute Entscheidung für ein Reiseobjektiv gewesen sein könnte. Zumindest ist es verhältnismäßig kompakt – zumindest, was man im Reich der Vollformatkameras als Kompakt verstehen darf.

Es sind profane Bilder, die ich heute gemacht habe. Einmal mehr. Aber ich liebe es trotzdem. Fotos können einen dermaßen anderen Blick auf alltägliche Dinge liefern. Können. Oft sind Bilder profaner Dinge einfach nur profan. Aber manchmal zeigen Fotos etwas, was sich dem menschlichen Auge nicht erschließt.

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Kaum erblüht und schon etwas abgefuckt, die kleinen Blüten. Aber wunderschöne Farben. Der Blickwinkel auf Augenhöhe und das nette Bokeh, das durch die offene Blende (ƒ4) entstanden ist, verleihen dem Bild einen bescheidenen Reiz; ›bescheiden‹ im durchaus positven Sinn.

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Fleißig müssen sie gewesen sein, die Spinnen, um diesen Ast – und ein paar andere im direkten Umfeld – dermaßen einzuspinnen. Und die Sonne hat das kleine Kunstwerk plastisch ausgeleuchtet. Die offene Blende, ƒ4, hat auch hier geholfen die Plastik vom Hintergrund freizustellen.

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Wo wir grad bei fleißig sind: Auch die Bienen waren es heute schon. Bienen im Flug scharf zu erwischen ist eine besondere Herausforderung. Wer mit einer Spiegelreflex fotografiert, und wie ich, im Vollformat, tut gut daran die Blende zu schließen. Ich habe Blende ƒ11 eingestellt. Genug Schärfentiefe um die Biene einigermaßen von vorne bis hinten scharf abbilden zu können. Und es vergrößert die Chance das Tier einigermaßen scharf zu erwischen. Blende ƒ22 oder kleiner wäre natürlich noch besser. Aber dann werden die Belichtungszeiten zu lang.

Helfen kann auch Serienbildaufnahme. Klack-klack-klack-klack-klack – Fotografieren wie mit dem Maschinengewehr erhöht die Chance auf einen Treffer immens. Allerdings nicht immer. Heute hat’s leider nicht gereicht.

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Beinahe böse sieht der kleine Honigsammler hier aus. Freistellen geht im Makro-Bereich mit Spiegelreflex und Vollformat von selbst. Man sollte die Blende schließen, um winzige Tiere von vorne bis hinten scharf abzubilden.

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Jetzt ist sie weg, die Biene. Aber hat das Buschwindröschen nicht dennoch seinen Reiz?

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