Kreativ Fotografieren – zu teuer?

Titel kreativ fotografieren

Zugegeben: Mein Buch ist teuer. Schon vor ein paar Wochen habe ich in einem Artikel beschrieben, weshalb es kostet was es kostet. Doch ich bin sicher, dass es seinen Preis wert ist. Nur: Wer weiß das denn? Jene paar Leute die über meine Website, durch Empfehlungen der ersten Leser oder zufällig auf das Werk stoßen, stehen noch immer vor der Frage, weshalb sie für 45 Euro ein Buch kaufen sollen, wo es doch schon um ein Drittel weniger Werke mit der doppelten Seitenanzahl gibt. Von etablierten Verlagen.

Ich kann natürlich niemandem seine Skepsis, dass der Kauf ein lohnender ist, nehmen. Aber vielleicht solltet ihr es einfach versuchen. Schließlich ist es mit seinem Preis zwar teurer, als bei den Mitbewerbern. Es verfolgt aber auch einen ganz anderen Ansatz. Statt sich voll auf Technik und Theorie zu stürzen, wie es bei Fotoschulen allgemein üblich ist, steht die kreative Gestaltung im Mittelpunkt.

Dahinter wird natürlich Technik und Theorie auch ausführlich, und mit vielen einfachen Grafiken bebildert, beschrieben. Aber immer vor dem Hintergrund der praktischen und kreativen Fotografie. Es ist sozusagen zwei Bücher in einem. Ein Werk für die theoretischen Grundlagen und eines für die praktische Anwendung.

Der Bonus für den Leser ist dabei, dass er die Zusammenhänge zwischen Theorie und Praxis nicht selbst herzustellen braucht, sondern dass gerade die Zusammenhänge den Kern des »Vier Schritte zum Bild«-Konzepts bilden. Es ist sozusagen ein Buch der Zusammenhänge. Deshalb sind auch alle Seiten voller Querverweise, die direkt zu verwandten Themen führen.

Wer gar nicht gerne liest und für wen ein Buch, um Fotografie zu lernen, eh schon mehr als genug ist, der sollte einen Blick in mein Buch werfen. Wer bereits Einiges über Fotografie gelesen hat und immer noch nicht recht weiß, wie man Brennweiten, Blenden und Histogramm praktisch einsetzen kann, der sollte es auch in Betracht ziehen. Und wer dafür nicht gleich 45 Euro investieren will, der kann ein ganzes Demo-Kapitel von meiner Website runter laden.

Vielleicht hilft es euch auch, ein paar Rezensionen über meine anderen Bücher zu lesen. Zwar hat »Kreativ fotografieren« bislang erst zwei Kommentare erhalten, aber die Rückmeldungen zu meinen anderen Büchern sind beinahe durchgehend sehr positiv.

Ich glaube auf das Buch trifft ein Werbespruch aus den 1980er Jahren zu: »Es ist sauteuer, aber es wirkt.«

Titel

Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt«
Books on Demand, 1. Auflage Oktober 2011;
240 Seiten, in Farbe, Hardcover;
ISBN: 9783842373938;
Link zu Amazon
Link zu Books on Demand
Ladenpreis: 44,90 (D);
Ladenpreis E-Book: 22,99 (D)
Mehr Info und ein kostenloses Demokapitel.

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15 Gedanken zu „Kreativ Fotografieren – zu teuer?“

  1. Ich gehöre wohl auch zur Fraktion, die meint, dass es ganz schön teuer ist. Das liegt aber sicherlich nicht daran, dass ich an der Qualität zweifle oder denke „ich kauf mir lieber ein anderes, günstigeres“ sondern einfach daran, dass ich noch nie ein Buch über Fotografie gekauft habe.
    Ich konnte mir ein paar aus der Bibliothek ausleihen (und weiß, dass die ganz schön teuer sind) aber selbst gekauft hab ich noch nie eins.

    Kreativ fotografieren ist aber bereits auf meiner Wunschliste und wenn ich einmal wieder Zeit finde mich damit auch zu beschäftigen, wird es auch sicherlich in meinen Warenkorb springen. 😉

    Schöne Grüße
    Christina

  2. Ehrlich gesagt kann ich das Problem nicht ganz nachvollziehen. Das Buch ist in Hinsicht auf den Inhalt und die Gestaltung hochwertig, hat 240 Seiten, ist vierfarbig gedruckt und als Books on Demand quasi im Eigenverlag erschienen. Das alles hat natürlich seinen Preis. 44,90 ist zwar relativ viel Geld, aber es muss doch im Verhältnis zur Ware gesehen werden, die man dafür bekommt. Andere Bücher von großen Verlagen werden wahrscheinlich schlicht in höherer Auflage produziert und sind u.a. deswegen billiger.

  3. Es ist die Hürde, neben dem vergleichsweise hohen Preis, der Umstand, dass ich kein Marketing-Budget habe. Verlage verschenken bis zu zehn Prozent der Auflage an Medien und machen viel Werbung. Ich kann lediglich auf Rückenwind durch positive Rezensionen, Mundpropaganda und Berichte in Blogs und Foren hoffen.
    Tatsächlich würden 45 Euro bei vielen Themen keinen Menschen erschrecken. Wenn ich mir ansehe, was da so alles im Bereich Wirtschaft unterwegs ist …
    Ich denke es braucht Zeit. Aber mann muss halt auch darüber sprechen, weshalb es seinen Preis hat und dass es das Geld doch Wert ist. Immerhin ist Know-how ein Vielfaches eines guten Objektivs wert. 🙂

  4. @Jürgen, dem Endkunden ist im Allgemeinen egal, wie es produziert wird, vor allem, wenn alle anderen etwas scheinbar vergleichbares billiger anbieten.
    Denn der teurere Prozess bietet dem Endkunden ja keinen Vorteil.

  5. Stimmt. Und das ist das Problem. Woher soll der Kunde schon wissen, dass ihm »Kreativ fotografieren« eventuell mehr bringt als preiswertere Bücher mit mehr Kilo.

  6. Nun ja, wenn der Kunde das Buch in den Händen hält und sich das Ergebnis von aufwendiger Gestaltung und Herstellung anschaut, dann kann er schon feststellen, wo die relativ hohen Kosten geblieben sind. Durch entsprechende Beschreibung im Netz und Vorschaubilder lässt sich zudem ohne haptische Erfahrung zumindest ein ungefährer Eindruck von der Qualität gewinnen.

  7. Leider ist die traurige Wahrheit, dass das Buch in Sachen Druck-, Papier- und Herstellungsqualität nicht mit den Produkten klassischer Verlage mithalten kann. Selbst das tatsächlich aufwändige Layout ist dem Umstand geschuldet, dass ich möglichst viel Info auf möglichst wenig Seiten bekommen musste. So habe ich zum Beispiel versucht, wo immer es ging, Farbbilder auf eine Seite zu bekommen. Ihr gegenüber liegt dann eine Textseite die nur als SW zu Buche schlägt.
    Rein quantitativ, da will ich keinen Hehl draus machen, sind wohl die meisten anderen Fotoschulen mehr wert.
    Deshalb habe ich auch diesen Artikel vorgeschrieben. Wer ein Hochglanz-Fotobuch mit ganzseitigen Bildern in bestechender Druckqualität erwartet, wird von »Kreativ fotografieren« enttäuscht sein. Wer aber Fotografie ganzheitlich verstehen und praxisnah lernen möchte, der sollte mit dem Buch seine Freude haben. Hoffe ich mal. Und die bisherigen Rückmeldungen gehen in die Richtung, dass das so ist. 🙂

  8. Stimmt. Aber eine Auflage plus Lagerkosten für mehrere Tausend Stück vor zu finanzieren ohne Marketing und Vertriebskanal im Rücken wäre mir ein zu großes Risiko gewesen. Von daher finde ich es toll, dass es diesen Vertriebskanal gibt. Auch wenn das Produkt dadurch etwas teurer wird.

  9. Eben. Und selbst ein Setup mit einem großen BoD-Printer wie Lightning Source, wo das einzelne Buch günstiger ist, hätte eine Menge Grundkosten gekostet.

  10. Ich finde dass der Preis angemessen ist. Im Vergleich zu IT Büchern ist es eher noch zu günstig. Und diese kann man nach 2-3 Jahren vergessen, da sie veralten. Für ein Buch, das einen vielleicht sogar für den Rest des Lebens begleitet, bin ich auch bereit mehr auszugeben. Anstatt zu überlegen ob das Buch zu teuer ist, sollte man besser überlegen, ab wann man die mit diesem Buch erworbenen Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen möchte. Stell doch deine besten Fotos auf Fotolia & Co und verdiene Geld damit!

    1. Genau: Ein gutes Buch kann deutlich mehr zu besseren Fotos beitragen als ein gutes Objektiv. Am Ende wird gespart, weil man besser versteht welche Objektive man braucht. Und welche nicht. 🙂

  11. Also ich muss ehrlich sagen das mich die Kosten für das Buch nicht in irgendeiner Form gehemmt haben es zu Kaufen.
    Wenn man die Bücher über Fotographie mal durchgeht und deren Rezensionen ist da preislich teilweise nicht wirklich viel um aber die rezensionen sprechen eine eindeutige sprache. Man weiss nie ob das bereits erworbene bzw. vorhandene Wissen nicht schon zu hoch ist um das Buch in vollen zügen ausnutzen zu können. Und wenn ich 3 bücher à sagen wir mal
    25 eus brauche um 1 thema abzudecken, ist es mir lieber 1 Buch zu kaufen das zwar seinen Preis und Lieferzeit hat, mir aber alles oder sehr vieles bringt wonach ich mich sehne. Und wenn es nur die Möglichkeit ist, die Fotographie aus einem anderen neuen Blickwinkel zu sehen, ist es allein das schon wert es sich anzusehen.
    Mich hat die Herangehensweise fasziniert, weil wie im Buch im ersten Kapitel schon steht muss man ein fotographisches Auge entwickeln, Motive sehen wo Laien gar nicht wahrnehmen und dann mittels perspektive, schärfe usw. ein gutes Foto kreieren.
    Und wenn man vor diesem Problem steht, nützt einem weder Theorie noch gutes technisches know how wenn das abzulichtende Objekt Kopfschmerzen bereitet weil man nicht wirklich weiss was man damit anfangen soll und nur „rumprobiert“ und Zufallstreffer landet – oder auch nicht.
    Ich denke also für die Fotographen die mit diesen Umständen zu kämpfen haben kommen an deinem Buch nicht vorbei. Und gemessen an dem was es kostet, und was man dannach effektiv davon hat UND !!! wofür wir sonst geld zum fenster rausschleudern ist das mehr als angemessen.
    Zudem hat man ja auch den Autor zum „Anfassen“ und diskutieren hier, kann Kurse und Fototouren mit ihm buchen…wenn einem also das Prinzip worauf das Buch aufbaut gefällt und einem liegt kann man sehr sehr vieles darauf aufbauen…bis man irgendwann seinen eigenen Weg und eigenen Stil findet…

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