Wie viel Kamera braucht der Mensch?

Oder besser gefragt: Wie viel Geld braucht der Mensch für seine Kamera? Mancheiner glaubt, dass unter Semiprofi-Gerät alles nicht einmal eine halbe Sache sei.

Lasst euch nicht kirre machen, liebe Leute! Wer mit einer Einsteiger-Spiegelreflexkamera keine guten Bilder herbringt, bei dem fehlt es einfach noch am fotografischen Know-how und der Erfahrung. Die Investition in eine teurere Kamera wird diese Lücke nicht füllen. Man bekommt dann mit dem professionelleren Modell in erster Linie mehr Funktionen mit denen man sich nicht auskennt.

Um das zu unterstreichen habe ich einmal meine Favoriten bei Flickr durchforstet und Bilder, die mit Kameras unter 1000 Euro aufgenommen wurden, herausgepickt. Auch Einsteigerkameras unter 500 Euro sind vertreten und sogar Handy-Aufnahmen sind dabei. Es wären noch deutlich mehr und auch bessere Bilder in dieser Klasse dabei gewesen. Aber manche verraten ihre Ausrüstung nicht und viele erlauben es einfach nicht, dass man ihre Bilder teilt.

Das Bild macht der Fotograf, nicht die Kamera. Gute Fotos basieren zu 45% auf guten Motiven, für die es kreative Ideen und erfahrene Augen braucht. 45% der Qualität bemerkenswerter Aufnahmen ist die gestalterische und technische Umsetzung, auf Basis von Kreativität, Wissen und Erfahrung des Fotografen. Vielleicht 10% macht die Qualität der fotografischen Ausrüstung aus.

Natürlich nutzen Profifotografen nur das beste Equipment, weil Ihre Kunden Top-Qualität bis in die letzten 10% hinein verlangen. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, kann sich der Berufsfotograf diesbezüglich keine Kompromisse leisten. Doch der erfahrende Profi holt aus jeder billig-Knippse beeindruckendere Bilder heraus, als der unerfahrene Laie aus einer High-end-Kamera.

Link zum Artikel »Einfache Kamera, tolle Bilder« in meinem Parallel-Blog.

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