Mon, 25. Jul. 11

Seit mein Photoshop CS3 Buch vergriffen ist, sind immer wieder Anfragen an mich herangetragen worden, ob es denn nicht noch irgendwo erhältlich sei. Die Antwort ist: nein, und es wird auch nicht mehr aufgelegt, weil sich das nach dem Erscheinen einer neuen Programmversion einfach nicht mehr rechnet.

Ich glaube aber mit gutem Gewissen das neue Buch über Photoshop CS5 auch für alle CS3 und CS4 Anwender empfehlen zu können. Ich glaube auch, dass sich das Buch weiter entwickelt hat und, dass es besser geworden ist als die Vorgänger.

In diesem Screencast von Juli 2009 zeige ich die wesentlichen Unterschiede zwischen CS3 und CS4 die wichtig sind, um die ältere Version auch mit dem Buch zum neueren erlernen zu können. Da es von CS4 auf CS5 keine gravierenden Änderungen mehr gegeben hat, sollte das Tutorial auch Lesern des CS5-Buches helfen, die noch immer mit CS3 arbeiten.

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Wed, 20. Jul. 11

Im dritten Kapitel meines Buches »Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« widme ich mich dem Thema Schärfe, erkläre welchen Einfluss Bildsensor, Brennweite und Aufnahmedistanz auf die Schärfe haben, wie man die Schärfe mit der Blende kreativ beeinflussen kann, welche Möglichkeiten des Fokussierens es gibt und in welchen Situationen man am besten mit welcher Einstellung fotografiert. Außerdem werden auch Themen Bewegungsunschärfe, Mitziehen und Bokeh behandelt.

Doppelseite1

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Das vierte Kapitel wird sich dann ausgiebig mit dem Thema Belichtung beschäftigen.

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Sun, 17. Jul. 11

Unverhofft kommt oft. Noch am Freitag sah ich keine Kamera die meine Bedürfnisse an eine kompakte Kamera mit mittelgroßem Sensor (FourThirds oder APS-C) abdecken würden. Zwar zeigen die beiden angekündigten Modelle Pen E-P3 und E-PL3 von Olympus beide interessante Features, so das Klappdisplay der E-PL3 und das offensichtlich hervorragende Touchdisplay der E-P3. Leider heißt es entweder, oder. Außerdem kommen die Modelle frühestens im Herbst auf den Markt. Und ich hätte gerne für meine nächste Cabrio-Tour eine Alternative zur D700.

Was für eine zufällige Überraschung, als ich die G2 in einem Schaufenster sah. Die Kamera ist viel kleiner, als ich es von den Bildern her gedacht hätte. Tatsächlich kleiner als manche Bridge- oder Superzoom-Kamera. Sie liegt in Format und Gewicht im Bereich der Bereich der von mir ins Auge gefassten Fuji X100 und etwas über der kommenden Olympus E-P3. Die Begleiterscheinungen meiner ersten Begegnung mit der Kamera waren nicht so erfreulich (mehr dazu hier), aber die kurze Begegnung mit der Kamera hatte Neugier und Begeisterung geweckt. Also habe ich versucht über YouTube und DPreview herauszufinden, was im ›Fachgeschäft‹ an Beratung nicht angeboten wurde.

Alle Reviews und Berichte haben meinen Eindruck verdichtet, dass die Lumix G-Serie so ziemlich genau abdeckt, was ich mir für eine immer-dabei-Kamera vorstelle. Allerdings ist es jetzt am Ende nicht die G2, sondern die G3 geworden. Ich sollte im Laufe der Woche die Kamera geliefert bekommen und hoffe, dass ich die Zeit finde später meine Erfahrungen hier im Blog zu berichten.

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Sat, 16. Jul. 11

Interessante Informationen bekommt man im Fachhandel: »Ich habe mir gleich gedacht, dass Sie aussehen wie ein Arschloch. Da kann man nichts machen. Wenn man ein Arschloch ist, ist man ein Arschloch.« Aber der Reihe nach.

Als vor einigen Jahren digitale Spiegelreflexkameras in Preisregionen sanken, die man sich auch leisten kann, wenn man nicht von der Fotografie lebt, beschloss ich mich nach einer DSLR umzusehen. Mein erstes Interesse galt Sony. Ich begab mich also zum Fachhändler im Zentrum der Lokalmetropole, Foto Murer, in Dornbirn. Ein freundlicher junger Verkäufer händigte mir das begehrte Gerät aus, konnte aber meine Fragen nicht beantworten und rief nach einem älteren Kollegen. Dieser kam, Brille putzend und die Nase hoch erhoben, auf mich zu und eröffnete mir »Ohne konkrete Kaufabsicht gibt es keine Beratung«.

Man kann sich vorstellen, dass mir sich mir zunächst das Unterkiefer aus der Verankerung löste. Ich schluckte kurz durch, legte die Sony A100 auf den Verkaufstisch, sagte »danke« und »auf Wiedersehen« und verließ den Laden (nachzulesen auch in einem Artikel von 2006).

Glücklicherweise hatte zu der Zeit ganz in der Nähe ein neues Fotogeschäft eröffnet. Bei Digital Willam erregte dann eine Olympus E330 mein Interesse. Eine der ersten Kameras mit Live-View und darüber hinaus auch noch ein Klappdisplay. Ich hätte mir die Kamera schon fast einpacken lassen, da riet mir und bot mir Armin Willam an, die Kamera doch einmal fürs Wochenende zu testen, bevor ich sie fix kaufte.

Ein Segen! Meine anfängliche Begeisterung schwand schnell. Ich kam mit der Bedienung nicht richtig zurecht, der dunkle, kleine Sucher war suboptimal und Live-View, so fand ich schnell heraus, mag bei einer Kompakten eine feine Sache sein, aber bei einer SLR ist es für die meisten Aufnahmesituationen nicht so der Bringer. Jedenfalls für mich nicht. Ich habe bei Armin dann eine Nikon D80 gekauft, eine Wahl für eine Kamera (und viel mehr noch für eine Marke) die ich bislang nicht bereut habe.

Seither habe ich mehrere Tausend Euro für Kameraausrüstung ausgegeben. Einen guten Teil davon bei Digital Willam. Wäre ich bei Foto Murer damals korrekt beraten worden, wäre dieser Umsatz wahrscheinlich dort gelandet.

Schon damals hatte ich aber auch den Wunsch nach einer kompakten Zweitkamera und seit ich mit der D700 fotografiere ist dieser Wunsch noch viel dringlicher geworden. Auch die an sich hervorragenden Kompakten G12 und S95 von Canon haben mich nicht glücklich gemacht. Auch wenn diese Geräte außerordentlich benutzerfreundlich sind, die S95 super schick aussieht und die Qualität dank RAW hervorragend ist, selbst bei erhöhten ISO-Werten – der kleine Sensor bietet einfach zu wenig Möglichkeit mit der Schärfentiefe zu spielen.

Systemkamers bieten mittlerweile eine sehr gute Alternative. Deshalb habe ich vor einigen Wochen begonnen, mich in diesem Marktsegment schlau zu machen.

Man darf eine Kamera nicht vom Datenblatt kaufen. Oder weil sie einem von Freunden empfohlen wurde. Man muss sie in die Hand nehmen. Man muss spüren wie sie sich anfühlt und wie sie sich bedienen lässt und ob man mit ihr zurecht kommt. Ob man sich mit ihr wohl fühlt. Eine Kamera muss passen wie ein Schuh, wenn man Freude am Fotografieren haben will. Und Schuhe muss man anprobieren.

Digital Willam hat sich auf die Marken Nikon, Olympus und Fuji spezialisiert. Also musste ich mich für die potenziellen Kandidaten Lumix oder Sony wo anders umsehen. Bei Foto Murer in Bregenz habe ich vor Kurzen bei einem durchaus sehr freundlichen Verkäufer eine Sony NEX in die Hand bekommen. Die paar Minuten, in denen ich probiert habe mit ihr zurecht zu kommen haben mir bestätigt, dass ich mich mit einer, von Sonys NEX-Modellen nicht anfreunden kann. Die Bedienung ist zu sehr auf völlig unerfahrene Fotografen ausgelegt. Eine wichtige Erkenntnis!

Nicht in Betracht gezogen hatte ich bis heute die Lumix G2. Doch als ich sie heute im Schaufenster bei Foto Murer sah, fiel mir auf, dass sie deutlich kleiner ist, als sie auf Fotos erscheint. Ich ging also in den Laden und bat darum das Gerät einmal in die Hand nehmen zu dürfen. Sie ist wirklich außerordentlich kompakt und liegt trotzdem gut in Händen. Klappdisplay – ein Muss für meine Zweitkamera zur D700. Ich begann gerade mich mit der Kamera anzufreunden und spielte bereits mit dem Gedanken das Gerät zu kaufen, da kam eine Dame von hinter dem Ladentresen zu mir und meinte »Sie sehen aus als wenn Sie die Kamera nur ausprobieren wollen.« »Richtig. Ich will sie zunächst einmal nur ausprobieren«, erwiderte ich, »ist das ein Problem«. »Nein«, antwortete Sie in einem Ton, der mich nicht überzeugte.

Es war eine Art des Déjà-vu und erinnerte mich an mein Erlebnis von vor Jahren in der Filiale von Foto Murer in Dornbirn. Nach kurzer Überlegung ging ich auf die Dame zu und sagte: »Ich will Ihnen etwas sagen. Ich wollte mich vor Jahren in Ihrer Filiale in Dornbirn nach einer Kamera erkundigen und man sagte mir ich bekäme keine Beratung, wenn ich keine konkrete Kaufabsicht hätte. Seither habe ich mehrere Tausend Euro für Kameraausrüstung ausgegeben« und wollte mich verabschieden. »Ich habe mir gleich gedacht, dass Sie aussehen wie ein Arschloch. Da kann man nichts machen. Wenn man ein Arschloch ist, ist man ein Arschloch«, sagte die Dame.

Mittlerweile habe ich erfahren, dass ich es offensichtlich mit der Herrin des Hauses zu tun hatte. Offensichtlich war mein Erlebnis von 2006 kein Einzelfall, sondern das Diensteistungsverständnis, dass man nur beraten wird, wenn man sich vorher entscheidet das Produkt zu kaufen, scheint bei Foto Murer offensichtlich zur Unternehmensphilosophie zu gehören.

Ich hätte die Lumix G2 heute wahrscheinlich gekauft. Nun bleibt mir wohl nur das Gerät bei Amazon zu bestellen. Schade. Ich war früher ein so engagierter Freund des Fachhandels.

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Mon, 11. Jul. 11

Das zweite Kapitel »Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt« ist abgeschlossen. Es geht darin um den ersten Schritt meines ›4 Schritte zum Bild‹-Konzepts, das dem Einsteiger, aber auch erfahrenen Fotografen, denen die technischen Zusammenhänge der Fotografie noch nicht ganz klar sind, näher bringen will, wie man Bilder nicht nur einfach knipst, sondern Bilder kreativ gestaltet. Hier sind wieder ein paar exemplarische Doppelseiten zur Ansicht. Später werde ich dann wohl auch ein Teaser-PDF auf meinen Blog stellen, damit ihr nicht nur ansehen sondern auch anlesen könnt.

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Braucht es überhaupt noch eine Fotoschule? Ich finde schon. Vor allem dann, wenn sie einen anderen Weg einschlägt, als es für Fotoschulen sonst üblich ist. In der Einleitung meiner online-Fotoschule habe ich meinen Ansatz näher beschreiben. Hier noch einmal in aller Kürze worum es geht:

Als Referent für Gestaltung und Bildbearbeitung und als Autor eines Buches über die Nikon D700 werde ich oft um eine Buchempfehlung für den Einstieg in die Fotografie gebeten. Ich kenne einige gute Bücher, die Fotografie aus unterschiedlichen Perspektiven hervorragend beleuchten. Die Zusammenhänge zwischen den unterschiedlichen Perspektiven muss der Einsteiger leider selbst herstellen, die Lücken dazwischen muss er selbst füllen. Mit diesem Buch möchte ich Lücken füllen und Zusammenhänge zwischen Technik und Kreativität aufzeigen.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lasse sich Bilder kreativ gestalten?

Die Antwort: Indem man bewussten Einfluss auf Perspektive, Schärfeverlauf, Belichtung und Bildkomposition nimmt. Vor dem Hintergrund dieser vier Gestaltungsparameter erkläre ich was Brennweite, Blende, Belichtungskorrektur, Histogramm und so weiter ist und wie man damit umgehen kann, um Motive kreativ in Szene zu setzen.

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