Fri, 29. Apr. 11

Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

Scharfstellen und neu komponieren

Ein Bild kann immer nur auf einen bestimmten Bereich scharf eingestellt sein. Welcher Bereich das ist entscheidet der Fotograf. Entweder über manuelle Fokussierung, oder mit Hilfe des AF-Messsystems. Diese elektronischen Systeme können nicht wissen, auf welchen Bereich scharf gestellt werden soll. Zwar gibt es mittlerweile bei Kameras für point-and-shoot-Fotografen Automatiken, die Gesichter erkennen und darauf scharf stellen können, aber in der Regel ist es ein kleines Messfeld innerhalb des Bildbereichs, über das scharf gestellt wird (siehe auch ›Fokussierung, Messfelder, Sucher und Live-View‹).

Normalerweise liegt dieses Messfeld in der Mitte des Sichtfeldes der Kamera, aber wie ihr im letzten Artikel erfahren habt, lässt sich dieser Bereich bei den meisten Kameras verschieben.

Point-and-shoot-Fotografen passiert es gelegentlich, dass dieses Messfeld neben dem Objekt liegt, das sie fotografieren wollen. Häufig, wenn zwei oder mehr Personen vor der Kamera stehen, liegt dieses Feld nicht auf einer Person, sondern auf dem Hintergrund. Die Kamera macht dann was sie soll: Sie stellt auf den Hintergrund innerhalb des Messfeldes scharf.

Focus recompose

Bei diesem gestellten Motiv enthält der Bereich zwischen den beiden Motiven keine Zeichnung. In so einem Fall kann die Kamera überhaupt nicht scharf stellen. Canons Powershot G12 signalisiert durch ein gelb dargestelltes Messfeld und ein Rufezeichen. Spiegelreflexkameras lösen in so einem Fall in der Gegel einfach nicht aus. Würde die Kamera im Messfeld etwas erkennen, würde sie darauf scharf stellen und die eigentlichen Motive kämen unscharf aufs Bild.

Die meisten Gelegenheitsfotografen kommen diesem Problem sehr rasch auf die Schliche. In den Bedienungsanleitungen zu den Geräten wird in der Regel auf den ersten paar Seiten schon erklärt, wie man in solchen Fällen vorgehen muss, um scharf zu stellen.

  1. Die Kamera so geschwenkt, dass das Messfeld auf dem Hauptmotiv liegt (oder einem der Hauptmotive),
  2. der Auslöser wird bis zum ersten Druckpunkt etwa zur Hälfte durchgedrückt,
  3. die Kamera misst und speichert dadurch die Schärfe,
  4. bei halb gedrücktem Auslöser wird nun der Bildausschnitt so eingerichtet, wie es eigentlich beabsichtigt ist
  5. und dann wird mit komplettem Durchdrücken des Auslösers das Bild aufgenommen.
Focus

Das ausgewählte AF-Messfeld wird über den Bereich gelegt, der am schärfsten abgebildet werden soll. Bei einem Porträt natürlich die Augen. Der Auslöser wird zur Hälfte durchgedrückt und damit die Fokussierung gemessen und gespeichert.

Recompose

Der Bildausschnitt wird neu komponiert und dann wird der Auslöser durchgedrückt.

Man bezeichnet das englisch als ›focus and recompose‹, was man mit ›Scharfstellen und neu komponieren‹ übersetzen kann.

Fokus recompose1

Am Display einer Kompaktkamera sieht das nicht viel anders aus: Focus …

Fokus recompose2

… and recompose.

Durch das Schwenken der Kamera zum neu Komponieren ändert sich die Distanz zum Fokuspunkt natürlich etwas. Manche Fotografen raten deshalb von dieser Technik ab. Vor allem bei kurzen Brennweiten auf geringe Distanz und mit sehr geringer Schärfentiefe entstehen durchaus sichtbare Unschärfen an ­Punkten, die eigentlich scharf sein sollten. Es empfiehl sich also bei solchen Aufnahmesituationen ein AF-Messfeld zu nutzen, das dem gewünschten Schärfepunkt nahe ist, um die Kamera nur möglichst gering schwenken zu müssen.

Einzel- und kontinuierlicher Autofokus

Zur Fokussierung stehen bei den meisten Kameras verschiedene Autofokus-Modi zur Verfügung. In der Regel sind das: Einzel- oder statischer Autofokus und kontinuierlicher Autofokus.

Einzel AF | Beim ­statischen AF ändert sich die Fokussierung nicht mehr, nachdem einmal scharf gestellt wurde. Sollte sich nach dem Scharfstellen die Distanz zum Objekt verändern, wird es beim Auslösen unscharf abgebildet. Diese Einstellung ist optimal für alles, was sich nicht bewegt.

Kontinuierlicher AF | Der kontinuierliche AF hingegen reagiert auf eine Veränderung der Distanz innerhalb des AF-Messfeldes. Fokussiert man bei dieser Einstellung auf ein Objekt und dieses entfernt sich oder bewegt sich auf den Fotografen zu, bevor der Auslöser ganz durchgedrückt wird, dann wird die Schärfe angepasst. Man spricht auch von Schärfenachführung.

So sehr diese Funktion empfehlenswert ist, für alles was sich bewegt, so ungeeignet ist sie für das Arbeiten nach dem ›Focus and recompose‹-Prinzip. Denn stellt man auf ein Bildelement scharf und komponiert dann neu, dann wird die Schärfe auf den Bereich innerhalb des AF-Messfeldes angepasst. Anders gesagt: ›Focus and recompose‹ funktioniert mit kontinuierlichem AF nicht.

Viele Kameras bieten als dritte Alternative einen Modus an, der automatisch erkennt, ob im Moment gerade kontinuierlicher oder Einzel-AF angesagt ist. Allerdings täuscht sich dieser Modus relativ häufig. Zumindest bei meinen Nikons bevorzuge ich es deshalb manuell zwischen statischem und kontinuierlichem AF zu wechseln und den automatischen AF (AF-A) zu meiden.

Messfeldsteuerung

In den bisherigen Erklärungen bin ich von der sogenannten Einzelfeldsteuerung ausgegangen. Dabei wählt man wie gesagt ein bestimmtes AF-Messfeld aus und stellt mit ihrer Hilfe scharf. Die Kamera setzt dabei eben ein einziges AF-Messfeld ein.

Dynamische Messfeldsteuerung | Während man bei der Einzelmessfeldsteuerung ein einziges Messfeld nutzt, arbeitet die Kamera bei einer dynamischen Messfeldsteuerung mit allen AF-Messfeldern. Die Namen, die die verschiedenen Kameraherstellern einer solchen Funktion geben, mögen sich unterscheiden, aber man darf davon ausgehen, dass sie zumindest bei jeder Spiegelreflexkamera vorhanden ist.

Eine dynamische Messfeldsteuerung darf nicht mit einer automatischen Messfeldsteuerung verwechselt werden. Bei der automatischen Messfeldsteuerung sucht die Kamera selbst die Punkte aus auf die sie scharf stellt. Das ist im Grunde die Blindflugmethode für Point-and-shoot-Fotografen, die einfach nur auf ein Motiv draufhalten und dann abdrücken.

Mit der dynamischen Messfeldsteuerung hingegen wählt der Fotograf zunächst einmal über das ausgewählte AF-Messfeld den Punkt aus auf den fokussiert werden soll. Das heißt der Start der Aufnahme erfolgt wie gewohnt indem der Fotograf mit dem gewählten AF-Messfeld auf sine Motiv zielt und den Auslöser halb durchdrückt. Verlässt das Motiv dieses Messfeld und erscheint in einem andere, bevor der Fotograf durchgedrückt hat, dann wird die Schärfe an dieses Feld angepasst. Auch hier geschieht also eine Schärfenachführung.

Dynamische messfeldsteuerung 1

Der Fotograf fängt ein bewegtes Objekt mit dem AF-Messfeld das er vorgewählt hat ein und rückt den Auslöser halb durch. Die Kamera stellt scharf und speichert die Schärfe.

Dynamische messfeldsteuerung 2

Da sich das Motiv schneller bewegt als der Fotograf mit der Kamera nachzieht verlässt das Objekt das ursprüngliche Messfeld und taucht in einem anderen auf. Die Kamera passt die Schärfe auf dieses Feld an.

Dynamische messfeldsteuerung 3

Und das macht sie über den gesamten Messfeldbereich und alle 9, 11, 39 oder 51 Messfelder hinweg.

Der Unterschied zwischen kontinuierlichem AF und dynamischem AF ist der: Ersterer passt die Fokussierung an, wenn sich ein Objekt auf den Fotografen zu oder von ihm weg bewegt. Letzteres passt die Fokussierung an, wenn sich das Objekt entlang der horizontalen, vertikalen oder diagonalen zum Fotografen bewegt. Für alle Motive die sich einigermaßen rasch bewegen empfiehlt sich die Aktivierung sowohl von kontinuierlichem AF als auch von dynamischer Messfeldsteuerung.

Serienaufnahme

Zusätzlich zu kontinuierlichem AF und dynamischer Messfeldsteuerung empfiehlt sich darüber hinaus die Aktivierung einer Serienbildfunktion. Spiegelreflexkameras schaffen oft drei, fünf oder gar zehn Aufnahmen in der Sekunde – wobei eine schnelle Speicherkarte dabei meist eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Mit einer Serienbildfunktion braucht der Fotograf den Auslöser nur mehr durchzudrücken und die Kamera feuert aus vollem Rohr ein Bild nach dem anderen. Diese Kombination – Serienbildaufnahme, dynamische Messfeldsteuerung und kontinuierlicher Autofokus – helfen bei allen Motiven, die sich schneller bewegen, als unsere Wahrnehmung noch folgen kann, Bilder einzufangen, aus denen sich dann meist ein paar ganz besonders gute Treffer auswählen lassen. Sinnvoll sind sie für spielende Kinder, tollende Hunde, fliegende Vögel, Fußballspieler, Rennfahrer und was auch immer sich rasch bewegt.

AF-On

Normalerweise aktiviert der Fotograf die Schärfemessung durch Drücken des Auslösers zum ersten Druckpunkt. So lange er die Taste gedrückt hält bleibt bei Einzel-AF die Schärfe gespeichert. Drückt er den Auslöser durch wird das Bild mit der gespeicherten Schärfe aufgenommen. Lässt er den Auslöser los wird der Schärfespeicher gelöscht.

Kameras für ambitionierte Fotografen erlauben es in der Regel die Schärfemessung auf eine andere Taste zu legen. Die Schärfe wird dann nicht mehr am ersten Druckpunkt des Auslösers gemessen, sondern durch drücken dieser Taste. Kameras mit professionellem Anspruch haben dazu sogar eine eigene Taste. Bei Canon und Nikon sind diese Tasten mit AF-On beschriftet.

AE L AF L Taste

AF-On-Taste einer Nikon D700.

Nach Werksvoreinstellung sind diese Tasten in der Regel mit keiner Funktion belegt. Aktiviert der Fotograf die Schärfemessung über die Taste AF-On, dann wird dieselbe Funktion normalerweise automatisch vom Auslöser entfernt. Das heißt der Fotograf kann dann nicht mehr durch halbes Drücken des Auslösers scharf stellen (er kann gar nicht mehr über den Auslöser scharf stellen), sondern nur mehr durch Drücken dieser AF-On-Taste.

Was soll das bringen?

Ganz einfach: Wenn ich ein Modell oder ein Objekt vor der Kamera habe, dann werde ich meist mit einem AF-Messfeld auf einen bestimmten Punkt fokussieren – beim Modell mit aller Wahrscheinlichkeit auf die Augen – und anschließend den Bild­ausschnitt komponieren.

Möchte ich eine zweite Aufnahme mit derselben Bildkomposition erstellen, muss ich mit der normalen Einstellung mit Schärfemessung über den Auslöser, zum gewünschten Schärfepunkt (Augen) zurück schwenken, durch halbes Durchdrücken des Auslösers die Schärfe neu aufnehmen und speichern, die Kamera zurück in den gewünschten Bildausschnitt schwenken und neuerlich drücken.

Möchte ich eine weitere Aufnahme folgt das Spiel ein drittes Mal. Und dann ein viertes Mal. Und dann …

Bei Foto-Shootings, bei denen man ganze Serien von Aufnahmen schießt, ist es sehr mühsam vor jedem Auslösen die Schärfe neu an einem bestimmten Punkt zu messen. Aber wenn die Schärfemessung am halben Druckpunkt des Auslösers liegt geht das gar nicht anders. Mit dieser Einstellung wird die Schärfe vor jedem Auslösen gemessen – schließlich liegt der erste Druckpunkt des Auslösers ja auf halbem Weg zum zweiten und einen Weg darum herum gibt es nicht. Also muss der Fotograf vor jedem Auslösen neu auf den gewünschten Schärfepunkt messen.

Arbeitet man statt dessen mit AF-On sieht die Arbeitsweise anders aus: Man speichert die Schärfe einmal, indem man mit dem AF-Messfeld auf den gewünschten Schärfepunkt zielt und die AF-On-Taste drückt. Durch das Drücken der AF-On Taste wird die Schärfe gemessen und gespeichert. Nun schwenkt man die Kamera um den Bildausschnitt zu komponieren und schießt die erste Aufnahme durch drücken des Auslösers. Die Schärfe bleibt nach dem Auslösen gespeichert und man kann eine zweite Aufnahme machen, ohne neu messen zu müssen. So lange das Motiv den Abstand zum Fotografen nicht deutlich verändert, kann man ganze Serien an Aufnahmen machen, ohne dass man neu Fokussieren muss.

Besonders bei Modell-Shootings erweist sich das als äußerst hilfreich. Oft verändert das Modell nach einer Aufnahme lediglich den Gesichtsausdruck etwas, oder die Handhaltung. Wenn die Kamera nicht auf eine extrem kurze Schärfentiefe eingestellt ist, dann kann das Modell den Kopf auch verlagern oder drehen oder die Körperhaltung ändern, ohne dass jedes mal neu fokussiert werden muss.

Man gewöhnt sich sehr schnell an die Arbeit mit der AF-On-Taste und ich für meinen Teil Fokussiere jede Aufnahme die ich mache auf diese Art. Fokusmessung am ersten Druckpunkt gibt es bei mir schon lange nicht mehr.

Auch Kameras die nicht mit einer AF-On-Taste ausgestattet sind, lassen sich oft so bedienen. Man muss halt eine andere Taste mit dieser Funktion belegen. Die Elektronik vieler Kameras erlaubt es sehr oft die Funktion verschiedener Tasten zu individualisieren. So erlauben zum Beispiel Nikon D80 und Nikon D7000 das Legen der AF-On-Funktion auf die Taste AE-L/AF-L-Taste (diese Taste kennen Canon-Fotografen als *-Taste).

AE L AF L Taste

Die AE-L/AF-L-Taste vieler Nikons lässt sich mit einer AF-On-Funktion belegen.

Normalerweise lässt sich über AE-L/AF-L- (Nikon) beziehungsweise *-Taste (Canon) die Belichtung messen und speichern. Legt man AF-On auf diesen Knopf muss diese Funktion natürlich weichen. Es ist also eine Frage der persönlichen Vorliebe, der Art des Fotografierens und am Ende der Priorität, was einem wichtiger ist. Mir ist es bedeutend wichtiger die Schärfemessung vom Auslöser weg zu bekommen, als einen Knopf zur Messung der Belichtung an der Kamera zu haben. Deshalb liegt bei meiner D80 AF-On auf der AE-L/AF-L-Taste.

Auslöse- oder Schärfepriorität

Die AF-Automatiksysteme digitaler Kameras brauchen immer eine gewisse Zeit um scharf stellen zu können. Je nach Situation kann es schon einmal vorkommen, dass das bis zu einer Sekunde oder länger dauert. Für manche Motive ist das einfach zu langsam.

Erwartet der Fotograf von seiner Kamera vor allem scharfe Bilder, ganz egal wie die Kamera zum korrekten Fokussieren benötigt, dann kann er seine Kamera auf Schärfepriorität stellen. Die lässt sich dann so viel Zeit wie sie braucht um sich sicher zu sein, dass es ihr gelungen ist korrekt scharf zu stellen.

Der Fotograf kann aber auch sagen, ich brauche auf jeden Fall so rasch als möglich nach dem Drücken des Auslösers eine Aufnahme. Wenn das Resultat nicht zu 100% scharf ist, ist das immer noch besser als gar keine Aufnahme. Dann kann er seine Kamera auf Auslösepriorität stellen. Die Kamera versucht dann so rasch als möglich auszulösen, auch wenn sich die AF-Messautomatik noch nicht ganz sicher ist, dass die optimale Schärfe schon erreicht wurde.

Display screenshot 028

Bei den meisten Nikon-SLRs lässt sich für kontinuierlichen AF (AF-C) und Einzel-AF (AF-S) separat wählen …

Display screenshot 029

… ob man Auslöse- oder Schärfepriorität vorzieht.

Wer oft und gerne bewegte Objekte fotografiert wird eventuell Auslösepriorität vorziehen. Wer statische Motive bevorzugt bekommt mit Schärfeprirität mehr Sicherheit für mehr scharfe Bilder. Und bei Architektur und Landschaft sind Auslöseverzögerungen von wenigen Zehntel Sekunden in der Regel auch kein Problem. Am besten versucht ihr es einfach und testet an eurer Kamera aus, mit welcher Einstellung ihr eher zufrieden seid. Ob euch Schärfepriorität zu oft zu sehr verzögert um die Motive rasch genug im Kasten zu haben. Oder ob auch Auslösepriorität zu viele unscharfe Ergebnisse liefert.

Titel

Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt«
Books on Demand, 1. Auflage Oktober 2011;
240 Seiten, in Farbe, Hardcover;
ISBN: 9783842373938;
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Ladenpreis: 44,90 (D);
Ladenpreis E-Book: 35,99 (D)
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Wed, 27. Apr. 11

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Sat, 23. Apr. 11
 

Ich liebe Käfer seit meiner Kindheit – am meisten bunt, wie hier.

Schritte zum Bild:

  1. Perspektive | Hier bin ich mit dem Auto nicht einfach nur ›auf Augenhöhe‹ gegangen, sondern noch deutlich darunter.
  2. Schärfe | Die Brennweite habe ich mit 140mm so lang als möglich gewählt, um eine kurze Schärfentiefe zu erzielen (bei Kompaktkameras mit kleinen Sensoren sind lange Brennweiten für möglichst kurze Schärfentiefe notwendig). Die Blende wurde mit 4.5 aus dem gleichen Grund so weit als möglich geöffnet.
  3. Belichtung | Die Kamera hat die Belichtung automatisch passend berechnet – eine Korrektur war nicht ­er­forderlich.
  4. Komposition | Bewusst wurde mehr Raum ­unter als über dem Auto ge­lassen. Der Asphalt ist zwar nicht spannend, aber das ­Pflaster unterstreicht die Tiefe und die Mauer über dem Käfer ist völlig unattraktiv.

Käfer, originally uploaded by Markus Wäger.

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Fri, 22. Apr. 11

Fotoschule onLine - Kreative Digitalfotografie verständlich erklärt

Die Wahl der Schärfentiefe ist ein kreatives Gestaltungsmittel, das dem Fotografen zur Verfügung steht. Manchmal ist es besser eine kurze Schärfentiefe zu wählen, manchmal besser eine weite. Sehr oft ist es aber auch einfach Geschmacksache für welche von beiden Varianten man sich entscheidet. Manchmal fotografiere ich eine Szene sowohl mit geringer Abblendung (kleine Blendenzahl = offene Blende) für geringe Schärfentiefe und mit starker Abblendung (hohe Blendenzahl = hohe Schärfentiefe). Die beiden Varianten kann ich dann am Computer-Monitor vergleichen und mich für die eine oder andere Variante entscheiden.

Bezogen auf die Fokussierung ist es hingegen meist weniger Geschmacksache auf welchen Punkt scharf gestellt wird. Meist ist ein einziger Punkt in einer Szene der Punkt der scharf sein muss. Fokussiert man auf einen anderen Punkt und der zentrale Punkt ist unscharf, wirkt das Resultat verunglückt. Die nächste Abbildung zeigt eine Testaufnahmen zu einem Nacht-Shooting. Das Bild wirkt unscharf.

Sandranachts

Falsche Fokussierung: Der schärfste Punkt liegt auf den ­Haaren, etwa im Bereich der ­Ohren. ­Korrekt wäre gewesen auf die ­Augen zu fokussieren.

Aber ist dieses Bild wirklich unscharf? Die Haare im Bereich der Ohren sind gestochen scharf. Aber wer interessiert sich für Haare wenn Augen im Bild sind? Der schärfste Punkt müsste auf den Augen liegen. Wären die Augen scharf abgebildet und die Haare unscharf, dann würden wir das Bild als gelungen empfinden. So aber wirkt es verunglückt.

Mehrere Personen fotografieren | Bevor wir uns eingehender mit der Fokussierung befassen, noch ein wichtiger Tipp zur Fotografie von mehreren Personen, die nicht in einer Linie nebeneinander, sondern mit unterschiedlichen Ab­ständen hintereinander, stehen.

Generell setzt man bei Porträts gerne auf offene Blenden um das Modell sauber vom Hintergrund freizustellen (siehe auch ›Freistellen‹) und den Fokus klar auf die Augen zu lenken. Befinden sich jedoch zwei oder mehr Leute nicht direkt nebeneinander sondern hintereinander sind sehr kurze Schärfentiefen mit Vorsicht zu genießen. Sie führen dazu, dass nur mehr die Augen einer Person scharf sind.

Samundlukasunscharf

Dieses Porträt von Sam und Luke habe ich mit Blende ƒ1.8 auf­genommen. Sam ist scharf abgebildet, aber Lukes Augen, wenige Zentimeter dahinter, sind bereits deutlich verschwommen.

Samundlukasscharf

Mit Blende ƒ8 kommen beide ­Personen mit ausreichender ­Schärfe ins Bild (daraus aber nicht den Schluss ziehen, dass für ­solche Aufnahmen immer Blende 8 optimal ist – es kommt auch auf Brennweite und Distanz an – Sensorformat, Abstand, Brennweite und Blende sind immer gemeinsam für die Schärfentiefe verantwortlich; siehe dazu auch noch einmal den letzten Artikel).

Manuelle oder automatische Fokussierung

Manchmal wird das zur Glaubensfrage. Aber nachdem Computer längst Schachweltmeister schlagen und sogar Weltklassefoto­grafen, wie Joe McNally, auf die automatische Blitzlichtsteuerung via i-TTL vertrauen, sollte man diese Suppe nicht zu heiß löffeln. Ich denke beides hat seine Daseinsberechtigung.

Erstens habe ich persönlich immer das Gefühl meine Brille störe mich bei der Beurteilung der Schärfe über den Sucher. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, denn ich bin mir sicher, es gibt viele Fotografen, die Brillenschlangen sind wie ich, und trotzdem manuell fokussieren. Aber ich traue der Sache einfach nicht, wenn ich bei 100 mm Brennweite auf ein oder zwei Meter Distanz bei Blende ƒ2.0 beurteilen soll, ob der Schärfepunkt exakt auf den Augen sitzt oder nicht.

Rasante Motive | Zweitens gibt es Motive, die sind einfach verdammt schnell und das menschliche Reaktionsvermögen kommt mit manuellem Fokussieren schlicht nicht mit. Ich denke dabei an Vögel im Flug.

Street Photography | In der Street Photography hingegen wird oft manuelles Fokussieren bevorzugt und das mit gutem Grund. Auch die schnellsten AF-Objektive brauchen ihre Zeit zum Fokussieren. Vor allem in schattigen Gassen, wenn es dämmert oder gar bei Nachtszenen in der Großstadt. In solchen Situationen hängt die manuelle Fokussierung durch den Fotografen die Geschwindigkeit der AF-Systeme oft locker ab.

Aber widerspricht sich das nicht? Bei Vögeln soll die automatische Fokussierung schneller sein als der Mensch und in Stadt und Straße langsamer?

Nur scheinbar! Autofokussysteme brauchen immer einen Moment bis sie scharf gestellt haben (In dieser Beziehung hat übrigens das Objektiv meist mehr Einfluss auf die ›Fokussiergeschwindigkeit‹ als die Kamera). Der Mensch schafft das in der Regel schneller. Vor allem wenn die Lichtbedingungen nicht optimal sind, also wenn es dunkelt oder trübe ist. Hat ein elektronisches AF-System aber einen Schärfepunkt erst einmal gefunden und auf ihn fokussiert, kann es ihm in der Regel um ein vielfaches besser folgen, als die menschliche Wahrnehmung. Motive die sich schnell bewegen werden deshalb meist so fotografiert: Die Kamera wird auf Serienbildmodus geschaltet, der Fotograf versucht auf den fliegenden Vogel (als Beispiel) zu fokussieren, drückt den Auslöser durch und folgt dem Motiv bei weiterhin gedrücktem Auslöser. Moderne Kameras schaffen zwischen fünf und zehn Aufnahmen in der Sekunde und die Schärfe wird von der Kameraelektronik kontinuierlich nachgeführt – jedenfalls bei entsprechender Einstellung (bei Nikon heißt die Einstellung CF, Continious Focus, bei Canon AI Servo – andere Hersteller mögen unter wieder anderen Namen identische Einstellungen anbieten).

Makro | In der Makrofotografie kommt es oft vor, dass sich die Automatik schwer tut, auf den gewünschten Fokuspunkt scharf zu stellen. Ich erlebe es beim 105mm Macro Nikkor immer wieder, dass die Fokusautomatik zwischen Nahfokussierung und Fernfokussierung hin und her springt und es nicht schafft das Motiv scharf zu stellen – bei anderen Makro-Objektiven ist das meist nicht anders. Auch hier ist die manuelle Fokussierung die bessere Wahl.

Am Ende ist es Teils Geschmacksache, Teils Situationsabhängig, ob man manuell oder automatisch fokussiert.

Bei modernen AF-Objektiven Nikon kann sogar automatisch und manuell kombinieren. Bei Nikon sind es in der Regel AF-S-Objektive, bei denen man nach der automatischen Fokussierung noch einmal über den Einstellring für die Schärfe manuell korrigierend eingreifen kann (AF steht für ›Auto Focus‹, S für ›Ultra Sonic‹, Ultraschall). Auch hier bieten andere Hersteller vergleichbare Produkte.

Das heißt, dass ich zum Beispiel bei meinem AF-S Nikkor 50mm ƒ1.4 manuell fokussieren kann, ohne auf manuelle Fokussierung umzustellen. Beim AF Nikkor 50mm ƒ1,8 – einem älteren und preiswerteren Objektiv – ist das nicht zu empfehlen. Zwar ist es möglich, aber es geht nur gegen den Widerstand des AF-Motors. Wenn man also beim manuellen Fokussieren mittels des Schärferings am Objektiv einen Widerstand spürt, dann sollte man nicht weiter drehen. In so einem Fall lässt sich mit diesem Objektiv nur dann manuell fokussieren, wenn man an Kamera oder Objektiv auch auf manuell umstellt.

Manuell af

Fokusschalter zum Umschalten zwischen automatischer und manueller Fokussierung an einer Nikon D7000. (Bild: © Nikon GmbH)

Fokussierung, Messfelder, Sucher und Live-View

Zum Ermitteln der Entfernung zur Fokussierung suchen SLR-Kameras nach erkennbaren Kontrastkanten innerhalb eines kleinen Bildausschnitts. Wenn man mit Hilfe des Suchers fotografiert geschieht das über das ausgewählte AF-Messfeld, das im Sucher angezeigt wird. Bei einer Nikon D7000 sieht das wie in der Abbildung unten aus (2).

Af Feld im Sucher

AF-Messfeld im Sucher einer Nikon D7000.

Wenn man mit Live-View arbeitet (was man mit einer Kompaktkamera in der Regel so gut wie immer macht), dann wird auch hier in der Regel am Display ein Rahmen angezeigt, in dem die Kamera versucht die Schärfe zu ermitteln.

AF Messfeld am Display

AF-Messfeld am Display einer Canon Powershot S95. Die grüne Farbe signalisiert, dass die Kamera scharf gestellt hat.

Die Position von AF-Messfeldern lässt sich in der Regel verändern.

Multifunktionswaehler D7000

Durch Kippen des Multifunktionswählers lässt sich bei Nikon-Kameras die Position des AF-Messfeldes verschieben. Das gilt sowohl für Live-View als auch für das Messfeld im Sucher.

Multifunktionswaehler G12

Einstellrad einer Canon Powershot G12. Die Bedienung ist im Grunde identisch mit Nikon und auch andere Hersteller nutzen dieselben Konzepte.

Verschiedene Messsysteme | Da Live-View und Sucher in der Regel nicht dieselben Messsysteme nutzen, ergeben sich in der Praxis spürbare Unterschiede bei der Arbeit. So ist zum Beispiel das Messsystem, das bei der Arbeit mit dem Sucher ­arbeitet, bei den meisten SLR-Kameras deutlich flotter, als das Messsystem in Live-View-Modus. Wenn es also rasant zur Sache gehen muss, dann sind Sie mit dem Sucher besser beraten. Auch das ist ein Punkt, bei dem SLRs gegenüber Kompaktkameras punkten können.

Live-View hat allerdings auch Vorteile. Dazu gehört zum Beispiel, dass man die AF-Messfelder bei der Arbeit mit dem Messsystem des Suchers nicht bis in den Randbereich des Bildfeldes verschieben kann. Bei Live-View hingegen lässt sich das Messfeld meist stufenlos bis in die letzte Ecke verschieben.

Ein Problem stellt der eingeschränkte Bewegungsspielraum der AF-Messfelder im Sucher vor allem dar, wenn man Leute vom Scheitel bis zur Sohle porträtieren möchte.

Messfelder im Sucher

Selbst aufwändige Messsysteme für den Autofokus bei der Scharfstellung mit dem Sucher, erlauben es nicht die Messfelder bis an den Rand zu verschieben.

Natürlich kann der Fotograf die Kamera schwenken, durch Drücken des Auslösers zum ersten Druckpunkt die Schärfe messen, und dann den Bildausschnitt neu komponieren. Aber bei ganzen Serien von Bildern, wie bei Modell-Shootings, ist das meist etwas aufwändig und erlaubt kaum wirklich rasche Serien. Außerdem führt bei extrem kurzen Schärfentiefen oft schon leichtes Kippen zu einer Verlagerung des Schärfepunktes und dann liegt der Fokus gar nicht mehr exakt dort wo man ihn gemessen hat. Generell sollte man deshalb bei Situationen, wie in der Abbildung oben, nicht mit dem mittleren Fokuspunkt messen und neu komponieren, sondern zumindest das Messfeld nutzen, das dem gewünschten Fokuspunkt – hier den Augen – am nächsten ist.

Manuelle Fokussierung und Fokusindikator

Arbeitet man mit manueller Fokussierung braucht man an Nikon-Kameras auf die Hilfe des Fokusmesssystems nicht zu verzichten. Mit dem Fokusindikator im Sucher wird auch im manuellen Modus angezeigt, ob die Kamera die Scharfstellung für korrekt hält oder nicht. Es geht sogar noch einen Schritt weiter: Der Fokusindikator zeigt sogar nicht nur an ob die Schärfe stimmt, sondern auch ob der Fokus davor oder dahinter liegt, wenn er im Messfeld nicht stimmt.

Fokusindikator Fokus vorne

Der Fokusindikator (3) zeigt an ob der Bereich im Fokusmesseld (4) scharf ist oder nicht. Hier zeigt der Fokusindikator an, dass die Schärfe zu weit vorne liegt.

Fokusindikator Fokus hinten

Hier zeigt der Fokusindikator (5) an, dass der Fokus zu weit hinten liegt.

Fokusindikator Fokus korrekt

Hier zeigt der Fokusindikator (6) an, dass der Bereich im Fokusmessfeld scharf ist.

Da ich selbst mit Nikon fotografiere kann ich nicht sagen in wie fern andere Hersteller vergleichbare Funktionen haben. Ich gehe aber auch hier davon aus, dass bei Canon, Olympus & Co eine identische Möglichkeit zu finden ist. Für sachdienliche Hinweise bin ich – und wahrscheinlich noch viel mehr die Leser dieses Artikels – dankbar.

AF-Sensoren

Lassen wir Live-View wieder außen vor und konzentrieren wir uns auf das, womit die meisten ambitionierten Fotografen arbeiten: Mit dem Sucher.

Die Messfelder, die bei der Arbeit mit dem Sucher eingesetzt werden, trennen sich in der Regel in zwei Gruppen: Einfache AF-Sensoren sind nur für Kontraste in einer bestimmten Richtung sensibel. Das heißt sie sind entweder in der Lage auf Strukturen mit horizontalen Linien scharf zu stellen, oder auf Strukturen die vertikale Linien enthalten. Im Gros der ›Scharfstellsituationen‹ ist das nicht weiter von Bedeutung. Die meisten Punkte, auf die man scharf stellt, beinhalten sowohl vertikal als auch horizontal ausgerichtete Kontraste. Auch diagonale Linien stellen kein Problem dar. Möchte man hingegen mit einem einfachen AF-Sensor, der für horizontale Linien sensibel ist, auf ein Muster aus ausschließlich vertikalen Linien fokussieren, gelingt das der AF-Elektronik nicht. Sie wird ein paarmal in die Ferne und zurück in den Nahbereich scharf stellen und dann W.O. geben.

Kreuzsensoren | Die andere Art der AF-Sensoren sind sogenannte Kreuzsensoren, die sowohl mit horizontalen, wie auch mit vertikalen Strukturen klar kommen. Solche Sensoren sind natürlich besser und es wäre schön, wenn nur solche zum Einsatz kämen. Aber wie üblich ist das Schöne auch das Teurere, weshalb die meisten Kamerahersteller aus einen Mix aus einfachen und Kreuzsensoren setzen. Meist liegen die Kreuzsensoren in der Mitte und die einfachen im Randbereich.

Ob ein Sensor, des AF-Systems (moderne SLRs haben meist 9, 11, 39 oder 51 Messfelder), ein einfacher oder ein Kreuzsensor ist, und wenn er einfach ist, ob er auf horizontal oder vertikal reagiert, lässt sich leicht herausfinden. Man sucht sich einfach ein Motiv, das ausschließlich Linien in einer Richtung zeigt. Die meisten Radiatoren haben Rippen in vertikaler Richtung und erzeugen eine solche Struktur. Mit Kreuzsensoren können Sie scharf stellen, ob sie die Kamera Quer- oder Hochformat halten. Ist ein Sensor nur für horizontale Linien ausgerichtet, kann die Kamera im Hochformat nicht scharf stellen. Ist ein Sensor nur für vertikale Linien ausgerichtet, kann die Kamera im Querformat nicht scharf stellen.

Titel

Der Inhalt dieser Online-Fotoschule ist in erweiterter Form auch als Buch erhältlich:
»Kreativ fotografieren – Digitalfotografie verständlich erklärt«
Books on Demand, 1. Auflage Oktober 2011;
240 Seiten, in Farbe, Hardcover;
ISBN: 9783842373938;
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Thu, 21. Apr. 11
 

Bildbeschreibung

Porträts dürfen auch ungewöhnlich sein. Mit Weitwinkelobjektiven auf kurze Distanz ist es ein ­leichtes Menschen unkonventionell abzulichten. Die Resultate dürfen frech oder witzig sein, man muss aber höllisch aufpassen, dass sie nicht ins lächerliche oder monströse kippen.

Daten:

  • Kamera: Nikon D7000
  • Objektiv: AF-S Nikkor 14 – 24 mm 1:2,8 G ED
  • Brennweite: 16 mm (24 mm KB)
  • Blende: ƒ2.8
  • Zeit: 1/20 Sekunde
  • ISO: 800
  • Belichtungskorrektur: ± 0 LW

Schritte zum Bild:

  1. Perspektive | Die sehr kurze Brennweite führt zu extremer Perspektive. Gerade im direkten Blick von oben herab immer wieder ein witziger Effekt, der den Kopf groß und den Körper nach unten schrumpfend erscheinen läss.
  2. Schärfe | Hässliches Treppenhaus. Der ­Fokus liegt – natürlich – auf den Augen. Eine offene Blende sollte dafür ­sorgen, dass die kalte Treppe so unscharf als möglich abgebildet wird.
  3. Belichtung | Die offene Blende habe ich – neben ihrer Auswirkung auf die Schärfen­tiefe – auch wegen des schwachen Umgebungslichts eingesetzt. Allerdings reichte die Offenblende nicht für eine ausreichende Belichtung bei normaler Empfindlichkeit. Deshalb habe ich zusätzlich ISO auf 800 angehoben. Das sichtbare Rauschen passt hier zur etwas tristen Atmosphäre der Szene.
  4. Komposition | In der Bildkomposition habe ich das rechte Auge (vom Modell aus betrachtet) ziemlich exakt auf die Schnittstelle zweier Drittellinien gelegt.

Sandra, originally uploaded by Markus Wäger.

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