Das Kreuz mit GTD

GTD — Getting Things Done — ist ein hervorragendes Konzept die Dinge auf die Reihe zu bekommen.

Computer sind hervorragend dazu geeignet mit GTD zu arbeiten. Oder wären es. Wenn es endlich ein vernünftiges Programm dazu für den Mac gäbe — eines, mit einer guten iPhone App.

Über ein Jahr lang habe ich jetzt mit der Beta von The Hit List gearbeitet. So sollte ein GTD-Programm aussehen und funktionieren. Aber seit einem Jahr gibt es praktisch keine Weiterentwicklung, eine 1.0-Version scheint nicht in Sicht, von der längst angekündigten iPhone-App keine Spur und der Entwickler schweigt — nachdem er von den Anwendern 50$ für die Beta genommen hat. Das hat so keine Zukunft.

Das meistverwendete GTD-Programm am Mac scheint Things zu sein. Ich habe es damit jetzt schon drei oder vier mal versucht und habe es nach ein paar Tagen immer wieder entnervt aufgegeben. Zwar kann ich Aufgaben systemweit via Shortcut erstellen, ich kann Tags einsetzen und To-Dos planen. Aber wenn ich meine wiederkehrenden Aufgaben für meinen täglichen Morgencheck anlegen will, stellt das Programm Grenzen auf, mit denen ich nicht arbeiten kann. Für meinen Morgencheck am Computer gibt es einen fixen Ablauf: Zeitverwaltung aufräumen und Aufzeichnung beginnen, E-Mails checken, ein paar Websites checken, GTD-Eingang checken, Kalender checken, ein paar Software Abgleiche machen, etc. Die Aufgaben lassen sich in Things zwar als wiederholend anlegen, aber das Programm verweigert, dass ich die erstellten Aufgaben in eine Sinnvolle Reihenfolge bringe. Die Reihenfolge in der Zeitplanung entspricht der Reihenfolge, in der man die To-Dos erstellt hat. OK. Zur Not könnte man damit Leben, wenn nicht am ersten Tag, an dem die wiederholenden Aufgaben Alphabetisch (!) im Ordner für die aktuellen Aufgabe liegen würden.

Things bietet nicht die Möglichkeit Projekte in Unterordnern zu gruppieren. Es gibt keine intelligenten Folder. Und weshalb zeigt die Übersichtsspalte in Things ein Icon für Projekte und darunter ein Verzeichnis für Projekte?

Begonnen habe ich mit GTD am Mac mit OmniFocus, aber, während Things zu strikt und unflexibel ist, scheint mir OmniFocus zu offen angelegt, zu viele Möglichkeiten zu bieten und den GTD-Prozess von sich aus zu wenig in klare Kanäle zu leiten. Darüber hinaus ist das Programm schlicht hässlich — sowohl The Hit List als auch Things sind wesentlich ansprechender gestaltet. Trotzdem: Vielleicht sollte ich OmniFocus noch einmal eine Chance geben. :\

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*