Mon, 30. Mar. 09

pscs4

Nachdem offensichtlich schon die ersten Käufer mitten drin sind, mein neues Buch zu Photoshop durchzuarbeiten, habe ich es nun endlich auch in Händen. Es ist kein schlichter Neuaufguss des Photoshop-CS3-Werks, sondern komplett, auf Basis einjähriger, intensiver Kursarbeit damit neu konzipiertes Buch, mit 100% neuen Workshops und komplett überarbeiteten und erweiterten Grundlagenexkursen.

Ich glaube, dass es mir gelungen ist, das Buch zum einen noch verständlicher zu schreiben, und zum anderen aber auch noch weiter in die Tiefe zu gehen. Liebe Leser! Ich bin ganz gespannt auf euer Feedback und machen meine E-Mail-Portale auch für kritische Anmerkungen ganz weit auf. Lasst mich wissen, was ihr von dem Buch haltet.

ISBN: 978-3-8362-1236-6
Bestellung beim Verlag: www.galileodesign.de
Bestellung über Amazon: www.amazon.de

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Mon, 23. Mar. 09

Drei Jahre lang versuche ich nun schon regelmäßig Artikel in diesem Blog zu veröffentlichen. Am 23. März 2006 habe ich meinen ersten Artikel geschrieben und veröffentlicht, im ersten Jahr noch mit RapidWeaver (ein Programm, das ich noch immer als Einstiegsdroge ins Blogging empfehlen kann). Den allerersten Artikel habe ich später, beim Umzug auf WordPress gelöscht. Dennoch gibt es diesen Artikel vom ersten Tag.

Seit einigen Monaten unterstützt mich Pascal als Co-Autor, und gerade seine letzten beiden Artikel, und die Reaktionen darauf haben gezeigt, dass ich mir da einen sehr guten Partner als Unterstützung ausgesucht habe.

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Sun, 22. Mar. 09

Nach einer sehr schönen, aber viel zu kurzen Woche Urlaub in La Gomera, bin ich wieder in Vorarlberg gelandet. 1600 Bilder habe ich mitgebracht. Derzeit bin ich am Aussortieren und Bearbeiten.

Mit auf Reisen war mein Lowe Pro SlingShot 200 AW Fotorucksack, beladen mit Nikon D700, Nikkor 70–300), Nikkor 24–70, Nikkor 70–200, iPod als Fotospeicher mit Apple-Kamera-Adapter, Ladegerät (natürlich), zwei Ersatzakkus (einer hätte eigentlich gereicht), drei CampactFlash Speicherkarten und Reinungungsstift und Reinigungstücher.

Der Rucksack hat sich entgegen meinen Erwartungen, trotz der schweren Ausrüstung (ca. 6kg) an nur einem Tragegurt auch bei mehrstündigen Ausflügen gut bewährt. Geschwenkt vor den Bauch lassen sich Objektive auch ohne Assistent gefahrlos tauschen. Außerdem fühlt es sich gut an, an stark frequentierten Orten den Rucksack vor dem Bauch tragen zu können. Manchmal habe ich auch einfach den Regenschutz als Diebstahlschutz über den Rucksack gezogen.

Der iPod als Datenspeicher ist eine Notlösung. Würde ich so was öfters als nur zweimal im Jahr im Urlaub brauchen, müsste eine andere Lösung her. Eine 4GB Karte auf den iPod übertragen dauert schon mal eine gute Stunde. Das geht eigentlich nur über Abend und Nacht, wenn die Kamera einmal zuhause bleibt, denn nach der Übertragung einer Karte muss der iPod erst wieder komplett neu geladen werden. Ohne volle Aufladung fällt mitten im Herunterladen der Strom aus. Dennoch: Da das bei mir wie gesagt nur zweimal im Jahr vorkommt, bin ich recht zufrieden mit dieser Lösung.

Was mir gefehlt hat, war ein Stativ. Meine Stative waren mir etwas zu groß und schwer für die Flugreise, am Zielort habe ich es dann aber doch vermisst. Jetzt habe ich mir halt einen Gorillapod Focus bestellt.

Meine D700 hat das Fehlen eines Stativs natürlich einigermaßen wettgemacht, mit den möglichen, hohen ISO-Werten. Die Kamera ist mir mittlerweile echt sehr gut an die Hand gewachsen und die Bedienung aller Elemente und Einstellung funktioniert mittlerweile weitgehend intuitiv – wichtig, wenn es darum geht, schnell Abdrücken zu können.

Am meisten Aufnahmen habe ich mit dem 24–70mm ƒ2.8 Nikkor gemacht. Das ist für mich auf Reisen einfach der wichtigste Brennweitenbereich. Das Objektiv ist echt der Hammer. Ebenso ein Hammer ist natürlich das 70–200mm ƒ2.8, das aber nicht so oft zum Einsatz gekommen ist – In erster Linie am Abend, denn da konnte ich die exzellente Lichtstärke nutzen. (Das Objektiv wird aber bei den Modell-Shootings in den kommenden Wochen sicher oft zum Einsatz kommen).

Unter Tags hatte ich lieber das 70–300mm Nikkor eingesetzt, das zwar erst bei Blende ƒ4.5 beginnt, aber damit doch deutlich mehr Brennweite hat, als das 70–200, leichter ist und dennoch auch bei weit offener Blende eine recht gute Schärfe hergibt. Bei Preisen ab ca. 500 Euro scheint mir dieses, für Kleinbild-Sensor taugliche Objektiv ein absolutes Schnäppchen zu sein, und äußerst empfehlenswert.

Bild: Das regelt die Zeit, ursprünglich hochgeladen von Markus Wäger

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Sat, 21. Mar. 09


Ein Bild, das sehr schön mit Perspektive und Kontrasten spielt. Einerseits stellt es Groß und Klein auf den Kopf, da der Stein in der Abbildungsgröße locker mit dem Felsen (Berg) im Hintergrund konkurrieren kann. Und eine ganze Menge an Kontrasten: Groß/Klein, Eckig/Rund, Hell/Dunkel, Rau/Glatt (nicht ganz glatt und doch glattgeschliffen), Bunt/Unbunt, Nah/Fern, … fällt euch noch mehr ein?

The big pebble!, ursprünglich hochgeladen von opobs

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Wed, 18. Mar. 09

Der zweite Teil über Langzeitbelichtung widmet sich der Visualisierung von Bewegung in einem Bild. Da ein Bild statisch ist und keine Bewegung simulieren kann (ansonsten wären wir ja dann beim Video) ist es umso wichtiger, Dynamik in unsere Bilder zu bringen. Hier einige Tipps wie ein Wasserfall oder ein Bach zum Leben erweckt werden kann.

Ruhe und Gelassenheit

Ruhe und Gelassenheit

Kamera, Einstellungen und Equipment:

Canon EOS 400D
ƒ11, 2.5sec, ISO 100, 27mm (43mm KB)

Fotografiert mit Stativ Manfrotto 190XProB

Spiegelvorauslösung und Fernauslöser

Wie lange für den Schimmelpilz?

Wasser fliesst und bewegt sich – Wasser lebt!. Um diese Bewegung zu visualisieren reichen schon wenige Zehntelsekunden, abhängig von der Fliessgeschwindigkeit. Bei einem flachen Bach wie diesem, kann man die Belichtungszeit schon mal etwas nach oben drehen. Je länge belichtet wird, desto drastischer wird der »Schimmelpilzeffekt«. Es sollten auch hier ein paar Aufnahmen gemacht werden, um die ideale Belichtungszeit zu eruieren. Versuche können bei einem kleinen Wasserfall bereits ab einer halben Sekunde beginnen.

Mittlere Abblendung für optimale Schärfe

Die Schärfentiefe ist abhängig von der Blendenöffnung. Jo grösser die Öffnung, also je kleiner die Blendzahl, desto geringer ist die Schärfentiefe. Bei Landschaftsaufnahmen empfiehlt es sich deshalb, die Blende etwas zu schliessen. Aber Achtung: die meisten Objektive arbeiten im mittleren Blendenbereich am Besten. Ein Objektiv auf Blende ƒ22 einzustellen ist oftmals Kontraproduktiv. Deshalb mit Blende ƒ8 – 11 arbeiten. Wenn man dann noch im Weitwinkel und Normalbereich (Brennweite 50mm und kleiner) arbeitet, hat man mit der Schärfentiefe keine Probleme.

Auf die Knie!

Der Standpunkt ist ein wichtiges Kriterium für gelungene Aufnahmen. Ein Stativ aufstellen um auf Normalhöhe fotografieren zu können wirkt je nach Aufnahme ziemlich langweilig. Generell gilt: je ungewöhnlicher der Standpunkt, desto interessanter das Bild, da es sich von unserem gewohnten Sehen abhebt. Bei diesem Bild hat sich der Fotograf ganz tief runter gewagt um möglichst Nahe am geschehen zu sein. Durch den tiefen Standpunkt und der fehlenden Live-View Kontrolle ist das Bild auch ein wenig in Schieflage geraten. Solche Fehler lassen sich am Computer problemlos korrigieren.

Farbe ist dein Freund

Keine Aufnahmen in Schwarzweiss mit Digitalkameras. Zwar sind viele Kameras mit diversen Softwarefiltern ausgerüstet, doch Farbe die einmal weg ist, kann man nie wieder  zurück holen! Deshalb die Schwarzweissumwandlung in einem Bildbearbeitungsprogramm vornehmen und mit den Farbfiltern experimentieren. Mit der Zeit versteht man die Einflüsse von Rot- Grün- und Blaufilter und kann viel mehr aus den Farbausnahmen heraus holen!

Morgenstund hat Gold im Mund

Das Wetter sollte nicht ausser acht gelassen werden. Strahlender Sonnenschein ist nicht umbedingt des Fotografen Lieblingswetter. Zu hart sind die Schatten und Kontraste. Ideal ist ein freundlicher Tag mit grossen Wolken, welche sich wie riesige Softboxen über dem Himmel ausbreiten. Dann ist genügend Licht vorhanden und die Schatten sind schön weich. Wer den harten Schatten am Tag aus dem Weg gehen möchte, sollte früh morgens zur goldenen Stunde oder spät abends, zur blauen Stunde auf Tour gehen. Diese Aufnahme entstand in einem Waldstück im Hochsommermorgens um 07.00 Uhr. Wäre es an diesem Tag nicht leicht bewölkt gewesen, würden die Schatten deutlich stärker auftreten. Für tolle Aufnahmen muss man sich also schon mal morgens um fünf aus dem Bett quälen.

Übrigens hat auch Markus ein äusserst gelungens Bild zu diesem Thema in seinem Flickrprofil gepostet unter dem Titel «Hast & Ruh»



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