Fr, 21. Nov. 08

von Pascal

Autor: Pascal Kategorien:
Kraut & Rüben
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Filme leben ja nicht nur von Story, Visual Effects und Schauspielern sondern auch zu einem Grossteil von der Inszenierung und den »Bildern« im Film. Denn nicht nur ein Foto benötigt Spannung, einen guten Bildaufbau und das beherzte befolgen und brechen einiger Regeln, auch im Film diese Elemente wichtig.

Stanley Kubrick Selbstportrait

Das beweisen auch die Lebensläufe einiger grossen Regisseure. Stanley Kubrick, verstorben im März 1999 im Alter von 71 Jahren, arbeitete nach seinem Schulabschluss als Fotograf beim Look-Magazin in New York. Schon 1951, im Alter von 23 Jahren, drehte er den ersten Dokumentarfilm über einen Boxer. Zwei Werke später wurde er von Hollywood entdeckt und mit Spartacus im Jahre 1960 gelang ihm dann der Durchbruch. Zu seinen grössten Werken zählen Filme wie »Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb«, »Lolita«, »2001, Odyssee im Weltraum«, »Clockwork Orange«, »Shining« und und und.

Kubrick war vorallem für seinen Perfektion bekannt und seine Ideen die auf den ersten Blick scheinbar unmöglich erschienen. Im Frühling letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit in Zürich ein Ausstellung von Stanley Kubricks Film und Fotowerke zu besuchen. Dort habe ich auch erfahren, dass für den Film »Barry Lyndon« eine extra von der NASA entwickelte hochempfindliche Filmkamera zum einsatz kam, nur um die Szenen mit Kerzenlicht ausleuchten zu können, da Kubrick alles andere unpassend erschien.

Einen völlig anderen Weg geht David Lynch. Der Regisseur von der Erfolgsserie »Twin Peaks« und den schwer zu begreiffenden Filmen wie »Mulholland Drive« und »Lost Highway« hat die Fotografie für sich entdeckt. Bis zum 23. November werde nun in Düsseldorf noch Fotografien von David Lynch ausgestellt. Die Fotos sind nicht weniger schräg als seine Filme, aber zugleich faszinierend unkonventionell und sehr experimentell.

Dieser kurze Ausszug zeigt, das Film und Foto nicht nur sprachlich sehr nahe beieinander liegen. Ein Film braucht, damit er wirklich gut ist, neben guten Schauspielern einer guten Story und der passenden Filmmusik auch atemberaubende Bilder. Es sind mir wenige Filme bekannt, die alle diese Kriterien zufriednstellend erfüllen und noch weniger, welche nun speziell gute Bilder liefern. Einige wenige möchte ich euch aber ans Herz legen, solltet ihr an einem Samstag Abend mal nicht wissen was ihr machen sollt.

Einer der bildgewaltigsten Filme der jüngeren Generation ist Sean Penns »Into the Wild« Ein ergreifender Film der schon im Trailer ansatzweise die hervorragende Kameraführung erkennen lässt.

Ein weiterer Film der mich faszinierte ist »The Motorcycles Diary / Die Reise des jungen Che« Die Momentaufnahmen sind toll inszeniert und auch sonst gewinnt man tolle Einblicke in einige Länder von Südamerika.

Weiter kann ich die Filme »Station Agent«, »300« und »Requiem for a Dream« empfehlen. Letztern jedoch nur für hartgesottene, denn der Film über Drogen und Tablettenmissbrauch kann einem ganz schön zusetzen. Filmtipps nehme ich gerne entgegen :)

7 Responses to “Grosses Kino”

  1. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 Markus Says:

    Herr Akira Kurosawa mit
    filmen wie die Sieben Samurai, usw.

    mein favourite aus neuer zeit: snatch von Guy Ritchie
    http://de.youtube.com/watch?v=Q8jbt0wBkMI

    lg Markus

  2. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 Pascal Says:

    Snatch ist ok, aber nicht so gut wie Bube, Dame, König, Grass :)

  3. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 Markus Says:

    stimmt irgendwie auch,
    die filme sind sehr, sehr ehnlich,
    bessere story bei bube, dame, könig, gras.

    nur ist snatch für mich ein bisschen runder im gesamtpaket.

    jetzt wo guy ritchie wieder mehr zeit hat, soll er wieder ordentliche filme machen, weil alles was nachher kam war ned der rede wert.

  4. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 Bibi Says:

    Ich würde sagen

    Babel
    Sin City
    21 Gramm
    Lost in Translation

    … hmmm, da gibts noch viel mehr, fällt mir grad nicht ein. Into The Wild fand ich auch absolut bildgewaltig, hab ihn aber leider nicht im Kino gesehen (wär bei solchen Bilder ja noch geiler)

  5. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 Pascal Says:

    Wenn dir die Filme von Alejandro González Iñárritu (Babel, 21 Gramm) gefallen haben schau mal noch Amores Perros. Und auch City of God kann ich dir in diesem Fall sehr ans Herz legen.

    Ja, habe den Film sogar im Openairkino gesehen an herrlicher Bodenseekulisse. http://www.open-air-kino.ch/images/pic/pic_arb.jpg

  6. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 kofi Says:

    zur sammlung hervorragend fotografierter filme gehört unbedingt der russische film “die rückkehr”. unbedingt einmal anschauen.

  7. 4Avatars v0.3.1 v0.3.1 Immanuel Says:

    Weitere erwähnenswerte Tipps meinerseits sind Garden State und Sideways, beides wunderschöne Filme und wie Station Agent einfach inszeniert und wie frisch aus dem Leben gegriffen.

    Etwas komplexer, aber ebenso sehenswert Donnie Darko und natürlich der grossartige Memento, welcher für mich so ziemlich der intelligenteste Film der letzten 10 Jahre darstellt.

    Und in Sachen Inszenierung, warum wurde hier Fight Club noch nicht erwähnt? ;-) (Übrigens genauso wie die anderen Filme von David Fincher allesamt superb gefilmt/fotografiert meiner Meinung nach)

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