Bevor ich diese Frage beantworte, respektive dieser Frage auf den Zahn fühle, auch von mir eine kurze Statusmeldung. Es tut mir Leid, mich zurzeit nicht angemessen um den Weblog kümmern zu können. So gern ich auch würde, mir fehlt zum einen die Zeit, zum anderen aber auch die Energie dazu. Ich denke zwar nicht, dass sich das Zeitproblem so schnell lösen lässt, zumal ich nun neben meinem Job und dem Buchprojekt nun jeden ganzen Samstag den M-Art Fotografiekurs besuchen werde. Aber ich hoffe, nein ich bin guter Dinge, dass sich die Energie, wie auch die fehlenden Motivation bald zurück melden wird
Trotz allem findet man zwischendurch noch Zeit für Kleinigkeiten. Ich bin schon länger Facebook-Mitglied. Obwohl skeptisch zu Anfang, bin ich nun begeisterter User. Es gibt keine bessere Plattform (zumindest ist mir keine bekannt) um mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Sie vereint auch diverse Funktionen, wie z.B. die Statusmeldungen von Twitter, das präsentieren von Bildern wie bei Flickr oder das veröffentlichen von Videos wie bei Youtube. Auch können eigene Gruppen eröffnet werden oder man eröffnet seine eigene Facebook-»Homepage« um seine Arbeiten oder Leistungen zu präsentieren. Ich habe mal eine Seite eröffnet, man weiss ja nie was sich daraus noch ergeben kann
Pascal Reis auf Facebook.
Nun aber genug von mir und zum eigentlichen Thema. Die letzten Wochen wurde ich von mehreren Seiten angefragt (meist Freunde von Freunden), welches denn nun die beste Kamera sei. Die Frage konnte ich natürlich nicht so einfach beantworten, da es DIE beste Kamera nicht gibt. Um aber trotzdem ein wenig beratend zur Seite zu stehen, damit jeder seine beste Kamera findet gebe ich gerne folgende Tipps mit auf den weg.
1. Sind bereits Objektive aus analogen Zeiten vorhanden? Wenn ja, und wenn man mit der Qualität und Handhabung (obwohl sich das Bedienkonzept deutlich verändert hat) zufrieden war, sollte man sich umbedingt die Kamerabodys dieses Herstellers genauer ansehen. Aber Achtung: Nur weil bestehende Objektive vorhanden sind, heisst das noch lange nicht, dass sie (uneingeschränkt) auf dem neuen Kameragehäuse funktionieren. Hier umbedingt recherchieren und beim Fachhandel nachfragen.
2. Die wohl wichtigste, wie auch meist unterschätzte, Tatsache ist die, dass man sich mit der Kamera wohl fühlen muss. Dafür empfehle ich den Besuch in einem grossen Discounter (wie z.B. Mediamarkt) welche diverse Kameramodelle von diversen Herstellern ausgestellt haben. Danach einfach auf sein Gefühl vertrauen. Liegt die Kamera angenehm in der Hand? Ist das Gewicht für mich in Ordnung? Sind die Knöpfe da wo ich sie mir intuitiv vorstelle? Finde ich mich im Menü zurecht? Die Kamera mit der man sich am wohlsten fühlt und welche zum Geldbeutel passt, sollte nun die Kamera der Wahl sein.
3. Nun kann man sich noch beim Fachhändler über Zubehör beraten lassen. Denn Ich wage mal die Aussage, dass die ganze Technik für einen Einsteiger, welcher sich so eine Frage wohl am ehesten stellt, zweitrangig ist. Das (gute) Bild macht nämlich nicht die Kamera sondern der Fotograf und dabei ist es wichtig, dass man sich mit der Kamera schnell vertraut macht und nicht ob bei ISO3200 das Rauschverhalten minim besser ist als bei der Konkurenz.




September 17th, 2008 at 07:14
Mein Tipp: Wenn sich irgendeine Möglichkeit einrichten lässt, unbedingt eine Kamera ausleihen und einen Tag lang testen. Wenn sich schon nicht das Kamera-Model der Wahl ist, zumindest eine Kamera des Herstellers. Ich schreibe aus eigener Erfahren, hatte mich doch zunächst – auch nach kurzer Auseinandersetzung beim Händler – für eine Olympus entschieden. Freundlicher Weise bot mir mein Händler an, die Kamera übers Wochenende mit zu nehmen, und im Praxistest habe ich erfahren, dass mir diese Olympus absolut nicht liegt. Nach einem zweiten Test bin ich dann bei Nikon gelandet, womit ich jetzt sehr zufrieden bin.
Pascals Aussage, dass es DIE beste Kamera nicht gibt und nicht geben kann, stimme ich voll zu. Es kommt auf die Vorlieben und Anforderungen an. Beispielsweise wird der Outdoor-Fotograf, der seine Ausrüstung vielleicht Tagelang mit sich rum schleppt, eine kleinere, leichtere Kamera vorziehen. Im Studio hingegen hat eine große, satt in der Hand liegende Kamera mit Hochformatgriff große Vorteile. Und solche unterschiedlichen Anforderungen die diametrale Gegensätze bilden und sich somit nicht in einem Model verbinden lassen, gibt es viele. Deshalb überlegen: Wozu brauche ich die Kamera, welche Features sind mir wichtig, auf was kann ich verzichten? Die Eierlegende Wollmilchsau, die Quadratur des Kreises, wird es nicht geben.
September 18th, 2008 at 08:16
“Die Kamera mit der man sich am wohlsten fühlt und welche zum Geldbeutel passt, sollte nun die Kamera der Wahl sein.”
So ist es. Muss euch beiden Recht geben.
Mal vom technischen Aspekt abgesehen (Qualität/Leistungsfähigkeit der “Hardware”), macht immernoch der Mensch die Bilder und die macht er am besten mit dem Werkzeug, bei dem er sich am wohlsten fühlt.
Bin mit meiner 350D vollkommen zufrieden was das Handling usw. angeht. Sicher gibts bessere Modelle in Bezug auf Auflösung und Features, aber als Neuling in der Fotografie passt die immoment noch gut zu mir. Nicht zu vergessen der finanzielle Aspekt. Fotografie KANN ein sehr teures Hobby sein!