Fototechnik Tags:
Dioptrinkorrektur;
Einstellungen;
EOS 400D;
Farbraum;
Grundeinstellungen;
Kamera;
LCD;
Menü;
RAW
Für die Grundeinstellungen befassen wir uns zuerst mit dem Menü der Kamera. Dazu muss die Kamera als erstes mit dem Powerschalter eingeschaltet werden. Über die Taste Menu erreicht man dann das zuletzt gewählte Obermenü. Beginnen wir zuerst mit den Kameraeinstellungen welche im Menü orange eingefärbt sind.
Zuerst sollte das automatische Abschalten auf 30sec eingestellt werden. Die EOS 400D ist im Standby nach dem drücken irgendeiner Taste innerhalb von weniger als 2sec wieder Aufnahmebereit. Deshalb die Kamera lieber im Standbymodus halten, als ständig ein und ausschalten.
Der LCD Bildschirm sollte auf auto aus eingestellt sein. Die EOS 400D besitzt ein sehr intelligentes Feature mit dem Sensor unterhalb des Suchers. Sobald das Gesicht, respektive das Auge an den Sucher geführt wird, erkennt dies der Sensor und stellt den Bildschirm automatisch aus. So hat man während der Aufnahme kein störendes Licht im Sucher. Beim Verlassen des Suchers stellt sich der Bildschirm dann wieder automatisch ein.
Bei den Datei-Nummern gibt es verschiedene Philosophien. Es lassen sich Reihennummerierung, automatisch Rücksetzen und manuell Rücksetzen einstellen. Obwohl ich meine Bilder immer in Ordnern mit dem Aufnahmedatum auf dem Computer speichere, bevorzuge ich die Reihennummerierung. So habe ich keine Probleme, wenn ich mal Daten aus mehreren Ordnern nach dem Bearbeiten in einen gemeinsamen Ordner speichern möchte.
Im zweiten Menü zu den Kameraeinstellungen muss grundsätzlich nichts eingestellt respektiver verstellt werden. Die Sprache kann nach eigenem Wunsch umgestellt werden. Das Videosystem sollte im europäischen Raum auf PAL eingestellt sein. Bei den Amerikanern ist das Format NTSF nötig, um die Bilder von der Kamera direkt auf den Fernseher übertragen zu können. Die Sensorreinigung sollte auf automatisch eingestellt sein. Dies ist ein weiteres nützliches Feature der EOS 400D. Bei jedem ein- und ausschalten wird der Sensor 1 Sekunde lang geschüttelt. Damit sollen Staubpartikel vom Sensor abgeworfen werden, was unschöne Flecken im Bild wirkungsvoll verhindert. Der zweite Menüpunkt Sensorreinigung ist für die manuelle Reinigung gedacht. Dabei klappt der Schwingspiegel hoch und der Zugang zum Sensor ist gegeben.
ACHTUNG: Die manuelle Sensorreinigung sollte nur mit speziell dafür vorgesehenen Reinigungsmitteln und Beachtung aller Hinweise des Kameraherstellers vorgenommen werden. Eine Beschädigung des Sensors macht die Kamera unbrauchbar!
Wechseln wir nun ins Aufnahmemenü. Über die Qualität könnte ich jede Menge weitere Artikel verfassen. Ich habe schon ausgiebig in frühreren Einträgen über die Vorteile des RAW-Formats berichtet und möchte hier nur noch darauf verweisen. Das nachträgliche einstellen des Weissabgleichs, die Nachbelichtung, die Aufnahme und die Möglichkeiten von HDR Aufnahmen. Deshalb empfehle ich wenn immer möglich im RAW-Format zu fotografieren. Ansonsten sollte man mindestens die beste Qualität des .jpg Formats wählen. Speicherkarten und auch Festplattenspeicher sind heutzutage so günstig, dass die Verwaltung kein Problem mehr darstellt.
Die anderen Einstellungen sind wieder den eigenen Vorlieben vorbehalten. Den Piep-Ton beim Fokusieren und anderen Aktionen, empfinde ich als störend. Zudem zieht es unnötig Aufmerksamkeit auf sich, wenn man versucht Leute aus der Nähe zu fotografieren. Deshalb habe ich diesen Ton stets ausgeschalten.
Im zweiten Aufnahmemenü gibt es auch nur eine Einstellung die genauer betrachtet werden muss. Es geht hier um den Farbraum, in welchem die Bilder aufgenommen werden sollen. Dabei muss man wissen, dass die Anzahl an verschiedenen Farben begrenzt ist. Der sRGB (RGB = Rot Grün Blau) ist ein Standard welcher sich international fürs Internet durchgesetzt hat und auf das .jpg Format abgestimmt ist. Das Thema Farbmanagement ist ein komplexes Thema welches Markus bereits in einem früheren Artikel aufgearbeitet hat. Hier ist er Link dazu.
Generell empfehle ich den sRGB Farbraum zu verwenden. Nur wer sich mit der digitalen Nachbearbeitung am Computer intensiv auseinander setzt, kann auf den AdobeRGB Farbraum ausweichen. In diesem stehen mehr Farben zur Verfügung, was die Möglichkeiten der Bearbeitung verbessert.
Somit ist die Kamera eingestellt. Jetzt gibt es nur noch eine Einstellung die vor dem ersten Foto gemacht werden sollte. Rechts vom Sucher hat es ein kleines Rad zur Verstellung der Dioptrinwerte des Suchers. So kann man auch ohne störende Brille fotografieren. Dazu schaut man durch den Sucher und fokusiert auf ein Objekt. Fokusieren kann man, in dem man den Auslöser halb durch drückt. Die Kamera stellt dann selbstständig scharf. Nun kann an dem Dioptrinrad gedreht werden, bis man das Bild selber als scharf empfindet. Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf das aufgenommene Bild. Wenn man immer mit dem Autofokus arbeitet, also der Kamera das Scharfstellen überlässt, muss man keine Angst haben unscharfe Bilder zu erhalten. Wenn man allerdings manuell fokusieren möchte und die Dioptrinkorrektur falsch eingestellt hat, werden die Bilder unscharf aufgenommen.



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