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Fotografie;
HDR;
Kontrast;
Nachbelichtung
Damit ist nicht etwa der »Herr der Ringe« gemeint sondern eine ganz besondere Art von Bildern. HDR ist eine englische Abkürzung für High Dynamic Range und kann etwa mit »Hoch dynamischer Umfang« übersetzt werden. Genauer ist eigentlich das Kontrastverhältnis gemeint. Eine DSLR Kamera bringt gerade mal einen Kontrast von 1000:1 zu stande, wärend eine analoge Spiegelreflex mit 10000:1 den deutlich höheren Dynamikumfang bietet. HDR Bilder haben nicht selten einen Kontrastumfang von 200000:1! Wie »schlecht« eigentlich das Kontrastverhältnis bei einer Kamera ist, wird besonders bei Nachtaufnahmen deutlich. Wärend das menschliche Auge problemlos sowohl die Laterne, den Mond und die Umgebung wahr nehmen kann, bereitet dies der Kamera grösste Mühe. Entweder die hellen Stellen (Laternenlicht, Mond) sind überbelichtet und ausgefressen (das heisst im Bild wir das Licht als reines weiss angezeigt), oder aber die Umgebung lässt sich nicht mehr erkennen.
Hier kommt nun die HDR-Technik zum Einsatz. Das Prinzip ist ebenso einfach wie genial. Man macht vom gleichen Motiv mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten (eine sogenannte Belichtungsreihe) und legt diese dann Softwaremässig übereinander. Dabei kommen sowohl ganz kurze Belichtungszeiten (für die hellen Bildpartien) wie auch ganz lange (für die dunklen Bildpartien) zum Einsatz. Je nach Umgebungskontrast (also hell zu dunkel) sind mehrere Aufnahmen nötig. Diese werden dann mit entsprechender Software, wie z.B. dem bekannten Photomatix Pro (steht kostenlos als Testversion zum Download zur Verfügung) zusammen gefügt und das Programm erkennt automatisch, aus welchen Bildern er welche Informationen pflücken muss. Nun wäre eigentlich ein spezieller Bildschirm nötig, welcher diesen Dynamikumfang direkt darstellen könnte. Da dies aber zurzeit noch nicht dem Stand der Technik entspricht wird mit dem sogenannten Tonemapping der Dynamikumfang auf ein Bild mit normaler Farbtiefe runter gerechnet.
Das Ergebnis sind meist künsterlich surreal wirkende Bilder, die mit der herkömmlichen Fotografie nicht mehr viel gemein zu haben scheinen. Einer der Besten und bekanntesten HDR Fotografen ist bestimmt Dave Hill. Seine Bilder bringen mich auch zur Überleitung, weshalb RAW hier auch wieder die bessere Wahl ist als .jpg.
Wie im 2. Teil berichtet, ist die Nachbelichtung für ein RAW-Format über zwei Blendenstufen meist ohne grossen Qualitätsverlust machbar. Dies ist aber abhänig vom Kameratyp. Die Sony Alpha hat meiner Meinung nach noch den grösseren Spielraum als die EOS 400D. Und gegen oben (also zu den teuren Semi- und Profi Modellen) nimmt dieser ebenfalls noch zu. So ist es möglich, aus einer einzigen RAW-Aufnahme ein HDR Bild zu erzeugen. Hier ein Beispiel des UBS Gebäudes in St.Gallen, welches au einer RAW-Aufnahem entstand. Mit einer .jpg Aufnahme wäre das nicht möglich gewesen. Und wer mal so richtig tolle HDR Aufnahmen sehen möchte, sollte umbedingt der Seite von Dave Hill mal einen Besuch abstatten, es lohnt sich!
Damit wäre nun der kleine Grundkurs über das Basiswissen abgeschlossen. Selbstverständlich war das noch nicht alles, aber es bietet die Grundlage für die nächsten Artikel zur EOS 400D. In diesen werden dann auch noch Themen wie Autofokus, Belichtungsmessmethoden und vieles mehr behandelt.




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