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Nachbelichtung;
Portrait;
RAW
Oftmals kommt es vor, dass beim genaueren betrachten eines Bildes dunkle Stellen im nachhinein aufgehellt werden möchten. Im RAW-Format werden hier diverse Möglichkeiten geboten, welche im .jpg Format nur mit erheblichem Qualitätsverlust erreicht werden.
Bei diesem Bild, aus einem kürzlichen Shooting, wurde die Person bewusst seitlich angestrahlt. Es sollte der Effekt erreicht werden, dass sich das Gesicht in der Hälfte teilt. So sieht der betrachter die eine Hälfte des Gesichts und die andere bleibt im dunklen verborgen.
Man erkennt, dass sich um das Auge der ausgeleuchteten Seite ein dunkler Schatten bildet. Im RAW-Format und mit passender Software, kann ich nun das Auge problemlos nachbelichten ohne merklichen Qualitätsverlust. Im .jpg Format ist das nicht möglich, da beim Komprimierungsverfahren solche Informationen gelöscht werden.
Das Ergebnis sieht dann so aus. Man erkennt deutlich, dass die Nachbelichtung beim .jpg auf der rechten Seite völlig daneben ging. Noch deutlicher sieht man das, wenn man sich mal auf das Ganze Portrait konzentriert.
Zwar hat hier die neu aufgehellte Gesichtshälfte ebenfalls an Qualität verloren. Das liegt aber lediglich darin, dass ich zur Veranschaulichung gleich vier Blendenstufen nachbelichtet habe. Dies entspricht im Normalfall aber nicht der Realität.
Gezielt eingesetzt kann die Nachbelichtung also ein nützliches Werkzeug sein. In diesem Falle habe ich das Auge nachträlich noch aufgehellt und dem Bild noch noch einen nostalgischen Touch verliehen. Dies passt gut zum Ausdruck des Gesichts und der Aufnahmeart.




Juli 17th, 2008 at 08:41