Das scharfe ß wird erwachsen

In Typografenkreisen wird es gefeiert: Das scharfe S – auch als Eszett bekannt –, das es bisher nur in einer gemeinen, also Kleinbuchstaben-Variante gab, hat jetzt offiziell versalen Nachwuchs bekommen.

Bisher galt die Regel, dass Worte mit scharfem S – wie Straße –, groß mit doppeltem S zu schreiben sind, also STRASSE. Besonders bei Namen ist das Fehlen eines versalen Eszett immer wieder kritisiert worden, dass also die Frau Weiß in groß nicht plötzlich zur Frau WEISS wird.

Übrigens, entgegen der landläufigen Meinung, ist das scharfe S nicht vom Aussterben bedroht. Es gab lediglich eine sinnvolle Reform. Als Bassist bin ich beispielsweise froh, dass ich heute keinen Baß (sprich: Baas) mehr spiele, sondern einen echt schnellen Bass.

Wer mehr über das versale Eszett wissen möchte, dem sei das TypoWiki dazu empfohlen: Versal-Eszett

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