Manipulation bei Amazon?

Seit August ist mein InDesign-Video-Training nun im Handel verfügbar und natürlich auch via Amazon zu beziehen.

Was ich seit Jahren an Amazon schätze, sind die Rezensionen die Käufer eines Produktes schreiben. Nur selten habe ich eine Bestellung bereut, die bei Amazon gut bewertet war. Da ich mich also selbst immer wieder an den Kundenrezensionen orientiert habe, verfolge ich auch gespannt was Kunden über mein Training sagen und schreiben und natürlich war ich erfreut und auch ein bisschen stolz, dass bis Oktober nur Kundenmeinungen mit bestem Feedback und der höchsten Bewertung von fünf Sternen erschienen sind.

Am 2. Oktober erscheint dann folgende Rezension:

»Bei mir lief es nicht mit Mac OS X 10.4. Komisch. Ich kann nicht sagen ob es gut oder schlecht ist. Ich weiss nur bei mir lief es nicht. Ist wohl nur für Windows. Da ich kein Windows verwende kann ich nichts weiter dazu sagen. Aber für Mac-Anwender ist es wichtig zu wissen, dass es nicht läuft.«

Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass sowas in Einzelfällen möglich ist, auch wenn ich – wie auch Freunde – das Training am Mac gesehen habe und natürlich auch der Galileo-Verlag Ihre Trainings am Mac prüft.

Ebenfalls am 2. Oktober erscheint diese Rezension:

»Diese DVD ist primär ein Versuch der Selbstdarstellung ihrer Schaffer. Die Texte werden langweilig und viel zu langsam gesprochen. Die meiste Zeit ist nichts os und man lernt auch nichts.«

Nun freue ich mich über jedes positibe Feedback, muss aber auch zur Kenntnis nehmen, dass meine Arbeit manchen Leuten nicht gefällt (für alle die das Training noch nicht gesehen haben und sich kein eigenes Bild machen können, möchte ich aber noch einmal Wolf Eigner aus München zitieren, der meint, dass man auch als Adobe Certified Expert noch einiges lernen könne).

Am 4. Oktober beschließt dann Andrea K. aus Königswinter folgendes zu schreiben:

Langweilige DVD… Zuviel in epischer Länge gezogen und kaum Aktion am Bildschirm. An 3 von 4 Windows PCs ist mir die DVD grundlos abgestürtzt.Eigentlich wäre es ein Grund das Geld zurück zu verlangen und da es mir zu stressig ist mit der Galileo Press DVD zu arbeiten habe ich sie wieder verkauft. War zuviel Frust und Streß damit zu lernen.

Ebenfalls am 4. Oktober:

»Die DVD ist eine gelungene Selbstpromotion, aber eines ist sie nicht. Es ist nicht ein InDesign CS3-Praxistraining. Zuviel wird hier eine Litanei heruntergelesen zu einem Hintergrundbild, welches nur hin und wieder wechselt. Dafür wackelt der Bildausschnitt und die Maus ruckelt über den Bildschirm. Nicht wirklich eine Empfehlung.«

Nun mögen die Berichte des letzten Rezensenten seiner Wahrnehmung entsprechen und ich kann auch hier nicht ausschließen, dass auch dieser ein Problem mit unserem Video-Training auf seinem Rechner hatte, aber dass sich im Training nichts bewegt entspricht definitiv nicht der Wahrheit! Galileo legt besonderen Wert darauf, dass der Zuseher immer etwas zu sehen bekommt, und keine Längen durch ausschließliches Sprechen entstehen.

Ebenfalls am 4. Oktober waren die bis dahin veröffentlichten postiven Feedbacks allesamt verschwunden und nur mehr negative Rezensionen zu lesen. Die Wertung des Trainings ist innerhalb von zwei Tagen von 5 auf weniger als 3 gesunken.Auch interessant – am 29. August schreibt Reiner H. aus Düsseldorf:

»Für mich war die DVD ziemlich erleuchtend: selten hab ich die Zusammenhänge der einzelnen Arbeitsabläufe so vereinheitlicht dargestellt gesehen. Seitdem kann ich mit dem Begriff „Workflow“ erst praktisch etwas anfangen.Inhaltlich sind alle Themen zu meiner Zufriedenheit abgedeckt worden: ich kann alles per Mausklick abrufen und nochmal schauhören, was ich brauch und wozu ich fragen hab.Navigation und Funktionen wie Lesezeichen oder der sehr sinnvolle Live-Modus machen die Scheibe zusätzlich zum Inhalt nochmal eine Ecke runder.Die bereits genannten Kritikpunkte kann ich nicht teilen und find ich übertrieben! Gute Scheibe für Indesign für Praktiker, die auf den Punkt kommen wollen (und müssen).«

Besten Dank für das positive Feedback, Reiner H. Seltsam nur, dass diese Rezension mit 29. August angezeigt wird, denn vor dem 2. Oktober hatte ich keine Kritik in den Rezensionen gefunden, nur äußerst positive Meldungen.

Bei all dem muss ich fragen: Was ist los bei Amazon? Dass es immer Leute gibt, die Anderen etwas neiden und Dinge am liebsten madig machen, ist mir klar. Ich weiß mittlerweile auch, dass man eine Rezension als unzumutbar melden kann, und diese dann gelöscht wird. Was aber an den zuvor veröffentlichten, positiven Rezensionen unzumutbar gewesen sein soll, ist mir schleierhaft. Somit kann ich auch nicht verstehen, weshalb Amazon einfach ein halbes Dutzend positive Rezensionen raus löscht. Dass hier massive Manipulation betrieben wird, scheint mir offensichtlich (auch wenn Amazon behauptet, dass dies ausgeschlossen sei).

Link: InDesign-Video-Training bei Amazon

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