Ausgezeichneter Ideenklau

Wer mich kennt, weiss wie ich zur kostenlosen Nutzung geistigen Eigentums stehe — sei es wenn es um Software, Schriften oder Musik geht. Für jeden Song, jeden Buchstaben in jeder Schrift, jedes kleine Hilfsprogramm hat irgendwo in der Welt Einer oder eine Gruppe von Leute gearbeitet. Nach meiner bescheidenen Meinung steht es Niemandem zu sich eine solche Leistung einfach unter den Nagel zu reißen.

Ich habe auch schon erlebt, dass ein Unternehmen das Design einer meiner Internet-Projekte einfach 1:1 abgekupfert hat — sogar ein Teil der Grafiken hatte man sich von der Website meines Auftraggebers gezogen.

Ich persönlich kann über solche Ignoranz und Unverfrorenheit nur den Kopf schütteln, denn meine Leistung war durch meinen Auftraggeber ja honoriert worden. Aber dieser hat sich einen Designer engagiert um sich einen einzigartigen Internet-Auftritt gestalten zu lassen, und dann geht Einer her und denkt sich »he, ich bin doch nicht Blöd, Mann! Was soll ich meine Moneten für einen Designer ausgeben, wenn das ein anderer schon gemacht hat?«

Besonders dreister Ideenklau wird seit einigen Jahren mit dem Plagiarius ausgezeichnet.

Gestoßen bin ich auf die Meldung zum diesjährigen Plagiarius im Fontblog — seit langem einer meiner Lieblingsblogs.

Und wie Jürgen Siebert sagt, sind nicht nur Händler und Hersteller plagierter Produkte für den Ideenklau verantwortlich, sondern vor allem auch die Konsumenten. Oder würden Sie bedenkenlos wissentlich Hehlerware erwerben?

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