Eigentlich ist dieser Blog ja für Tipps und Tricks gedacht; aber auch Design- und Typografie-Kritik soll nicht zu kurz kommen. Zum Thema Design-Kritik im weitesten Sinn gehört meine heutige Beschwerde.
Für einen lieben Kunden in der Modebranche habe ich einmal das Umfeld recherchiert. Bei dieser Gelegenheit habe ich die Websites von Modelabels besucht, vielleicht hundert an der Zahl. Mindestens zehn Prozent stellten mich vor verschlossene Türen, weil mein Flash-PlugIn nicht auf neuestem Stand sei.
Nun mag es ja sein, dass ich in diesem Jahr dieses kleine Stück Software noch nicht aktualisiert habe, aber es soll niemand glauben, dass ich hier auf Schnee von gestern durchs Internet rodle. Also entweder haben die Kollegen der Webdesign-Fraktion über Weihnachten fleißig die Websites der Modemarken redesigned und sich dabei fleißig des allerletzten technischen Standes bedient, oder die Programmierung kommt mit allem was nicht Internet Explorer heißt nicht recht zu recht.
Meine zweite Schelte muss sein, weil in dieser Branche der Besucher penetrant mit Musik torpediert wird. Ich höre ja den ganzen Tag mein eigenes Programm. Über den Computer. Bei in iTunes gedämpfter Lautstärke. Wenn ich nun auf eine Website komme, die mich freundlicherweise mit rotzigem Gitarrengeschrammel verwöhnen will DANN IST DAS FAST IMMER IRRE LAUT und ich hebe in der Regel einen halben Meter vom Sessel ab.
Ja gibt es denn wirklich Statistiken die behaupten Klamotten ließen sich besser verkaufen wenn der Soundtrack im Internet stimmt? Ich habe da meine Zweifel, denn entweder jemand will beim Surfen Musik hören, dann läuft die schon ohne den Service der Unternehmen und der Besucher hat anschließend einen wunderbaren Brei aus dem Soundtrack der Website und seiner Stereoanlage. Oder aber der Besucher will beim Surfen keine Musik hören. Weshalb ihn dann damit verärgern?




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